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UBS: Österreich hatte höchste Einkommen

21.08.2012 | 18:16 |   (Die Presse)

Österreich war 2000 Spitzenreiter beim verfügbaren Einkommen. Dies erkläre das verhältnismäßig schlechte Abschneiden.

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Wien/Jil/Apa. Der im Urlaub befindliche Autor der umstrittenen UBS-Studie, Paul Donovan, erklärte am Mittwoch in einer E-Mail-Konversation mit der „Presse“, dass das relativ schlechte Abschneiden Österreichs – etwa im Vergleich zu Deutschland – vor allem mit der Ausgangsposition zu tun habe: „Die Österreicher hatten im Jahr 2000 das höchste reale verfügbare Einkommen in der Eurozone. Da ist es normal, eine Annäherung zu sehen.“

Interessenvertreter, Politiker und Experten interpretieren die UBS-Analyse, wonach das real verfügbare Einkommen in Österreich von 2000 bis 2010 (je nach Einkommensschicht) um zehn bis 35 Prozent gesunken ist, unterschiedlich. Der ÖGB sieht sich durch die Studie bestätigt: Die Studie zeige, „dass die Wohlstandszuwächse der letzten Jahren nicht bei den Menschen angekommen sind“, so der Chef der Privatangestelltengewerkschaft Wolfgang Katzian.

ÖGB: Euro ist nicht schuld

Er kritisiert zwar auch, dass die wissenschaftliche Basis der Studie zum Teil zweifelhaft sei, sagt aber: „Die Fakten bestätigen, dass die offensive Lohn- und Gehaltspolitik des Vorjahres in Österreich, angefangen von der Metallindustrie, völlig gerechtfertigt war, und wir diesen richtigen Weg fortsetzen werden.“ Der ÖGB ist aber nicht der Meinung, dass der Euro an den schrumpfenden realen Einkommen Mitschuld trage. Die rechte Opposition lässt sich nicht von Details verwirren: „Allen Propagandalügen zum Trotz zeigt eine Studie der UBS, dass Österreich der große Verlierer der Euroeinführung ist“, sagte der FPÖ-Wirtschaftssprecher Bernhard Themessl. Das BZÖ vertritt dieselbe Meinung. Und sogar Wifo-Chef Karl Aiginger bestätigte am Montagabend im ORF-Fernsehen, dass die österreichische Einkommensentwicklung „nicht ganz Schritt gehalten hat“. Dies sei aber keineswegs auf die Gemeinschaftswährung, sondern auf die Globalisierung zurückzuführen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.08.2012)

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9 Kommentare
Gast: Xiongerl
27.08.2012 22:30
0 0

Steuerreformen = Vertuschen der kalten Progression

man soll endlich diese unsinnigen Progressionsstufen abschaffen. Da der Staat diese nicht jährlich angleicht, begeht er Raub. Und wo soll er diese anpassen? Jemand mit 1.500 € netto gibt das meiste Geld für Essen und Wohnen aus, da ist die Inflation eine ganz andere als für jemanden mit 15.000 € netto, der nicht in einer Mietwohnung lebt, sondern in einem abgezahlten Niedrigenergiehaus. Der Staat macht uns ärmer, nicht der Euro.

Gast: Bedenker
22.08.2012 23:17
0 0

Der böse EURO

Das würde so passen: Der Euro ist schuld.
Und alle Akteure in Politik und Wirtschaft wären aus dem Schneider.

So ist es aber nicht, daher wird vorerst bestritten, abgeschwächt oder geschwiegen.
Tatsachen sind halt schwer wegzudiskutieren.

Apropos Zahlen: Wahltag ist Zahltag!

Gast: Reality King:
21.08.2012 19:01
1 5

Der Verbrecherkanzler Wolfgang Schüssel und seine Gauner

haben alles dazu getan, die Österreicher ärmer zu machen.

Antworten Gast: globetrotterneu
22.08.2012 14:55
0 0

Re: Der Verbrecherkanzler Wolfgang Schüssel und seine Gauner

der schüssel und seine spö verbrecher.den die waren mittendrin statt nur dabei.

Gast: Onkel Hans
21.08.2012 18:54
3 2

Kaufkraft kommt von Wirtschaftsleistung


2000 konnten die Österreicher die hohe österr. Wirtschaftsleistung infolge des Schilling für sich verbuchen und mit dem SChilling zB Erdöl billig einkaufen. Griechen mussten mit der Drachme (infolge geringerer Wirtschaftsleistung) Erdöl relativ teurer einkaufen.

Dann haben unsere POLITGENIES von SPÖVP die Wirtschaftsleistung von Österreich und von Griechenland (pars pro toto) in einen Topf geschüttet und vermischt. Heraus musste eine Mischwährung, eben der Euro kommen. In der Außenkaufkraft (zB wenn es um Erdöl geht) stärker als die Drachme, aber schwächer als der Schilling.

Die Griechen konnten fortan mehr kaufen, die Österreicher weniger. Für uns wurden Importe teurer, für die Griechen billiger.

SPÖVP hat ganz einfach einen Teil des österr. Wohlstandes verschenkt. Dass die SPÖVP-Abgeordneten das mehrheitlich nicht begreifen, wundert mich nicht. Marionetten, die 7000 Euro im Monat kassieren dürfen, damit sie gemäß Parteivorgaben die Hand heben.

Antworten Gast: Ökonom., Univ.Doz.
21.08.2012 19:10
2 2

Re: Sorry, aber du hast von Ökonomie keine Ahnung!

Nur einige Punkte:

Österreich hatte den Schillig de facto a die DM gebunden, machte somit keine eigene Währungspolitik.
Heute müßte man eine Schilligwährung an den Euro binden, um unserer Wirtschaft nicht zu schaden.

Zum Rest deiner Behauptungen sagt man besser nichts, den dein peinlichen Behauptungen sind schlichter Unsinn.

Antworten Antworten Gast: na wo dozieren wir ?
21.08.2012 21:21
1 0

löwelstrasse, oder arbeiterkammer ?


Antworten Antworten Gast: Onkel Hans, Gott sei Dank kein Univ.-Doz.
21.08.2012 19:54
3 1

Sorry, aber du hast von Ökonomie keine Ahnung!


Ja, eh, an die Deutsch-Mark, die Währung der kräftigsten europäischen Volkswirtschaft. Und das muss man sich auch leisten können. Wir konnten uns das leisten. Argentinien hingegen konnte es sich auf Dauer nicht leisten, seine Währung an den Dollar zu binden. Es war wirtschaftlich zu schwach.

Heute KÖNNTEN wir unsere Währung an den Euro binden, wenn wir WOLLTEN, so wie die Schweiz, müssten aber, so wie die Schweiz, TROTZDEM nicht an EFSF, ESM, "Griechenlandrettung" etc teilnehmen. Wenn du weißt, was ich meine.

Herr Dozent LOL

Gast: Minister für Umverteilung
21.08.2012 18:43
0 1

Massive Förderung durch Regierung

Das AMS fördert die Umverteilung von Arm nach Reich massivst. Dazu wurde es aber nicht erfunden. Im Gegenteil.

Hobbyökonom