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Bierbrauer: "Wetter ist wichtiger als EM"

22.08.2012 | 10:15 |   (DiePresse.com)

Das heiße Wetter sorgt für ein Umsatzplus bei den österreichischen Brauereien. Optimal für den Absatz sind Temperaturen zwischen 28 und 30 Grad. Die schlechte Erntelage und teure Energie werden Bier teurer machen.

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Wochenlange Temperaturen um die 30 Grad haben heuer im Sommer die Bierverkäufe gepusht. Die Brau Union liegt aktuell  bei einem Verkaufsplus von drei Prozent. Leichtere Mixgetränke (Radler) legen sogar um 20 Prozent zu. Das Gastgartenwetter im August hat zumindest saisonal einen Trend unterbrochen: Momentan läuft in Österreich das Biergeschäft in der Gastronomie besser als im Lebensmittelhandel, sagt Brau-Union-Chef Markus Liebl.

Acht Brauereien zählen zur Brau Union Österreich. Zu den Hauptmarken gehören Gösser, Zipfer, Puntigamer und Schwechater. Das Unternehmen ist Teil des Heineken-Konzerns. In der ersten Hälfte 2012 hat der österreichische Marktführer 269 Millionen Euro umgesetzt. 256 Millionen Euro waren es im Jahr davor. Die Gesamtbranche in Österreich lag bei einem Plus von 1,4 Prozent. Das Biergeschäft in Österreich sei von "extrem starkem Wettbewerb" geprägt, so Liebl.

Bierabsatz in Deutschland geht zurück

Mit dem Absatzplus hat sich Österreich von Westeuropa und vor allem auch vom Trend in Deutschland abgekoppelt. In Deutschland ist der Bierabsatz im ersten Halbjahr 2012 abermals zurückgegangen, um 2,4 Prozent. Dort wurden die hochgesteckten Hoffnungen auf mehr Bierdurst während der Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine und in Polen im Juni enttäuscht. Zu schlecht war die Witterung in weiten Teilen Deutschlands.

"Das Wetter ist wichtiger als eine EM", sagt der Brau-Union-Chef. Jenseits der 35 Grad etwa sei es untertags zu heiß für Bier. Optimal seien 28 bis 30 Grad. Diese Temperaturen hatte es wochenlang, vor allem im Osten des Landes.

Preise für Rohstoffe und Energie steigen

Wegen der schwachen Getreideernte und der hohen Preise für Energie erwarten Beobachter einen Preisanstieg für Bierprodukte. "In den nächsten Monaten nicht", sagt Liebl dazu. Er bestätigt aber: "Wir müssen wieder neu kalkulieren". Knappheit bei Braugerste ortet er nach der schlechten Ernte noch nicht. Das werde man im Winter wissen. Allerdings steigen die Preise für Rohstoffe und Energie deutlich.

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1 Kommentare

bier und schweinefleisch

da gibts bereits studien in deutschland, die die bevölkerungsentwicklung berücksichtigen. da werden einige betriebe zusperren müssen.

Hobbyökonom