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AUA will (Ex-)Betriebsrat kündigen

22.08.2012 | 17:42 |  von Hedi Schneid (DiePresse.com)

Nach dem Betriebsübergang auf Tyrolean erkennt das Management den AUA-Betriebsrat nicht mehr an. Dadurch würde dessen Kündigungsschutz fallen.

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[Wien] Er liebt Extreme, um nicht zu sagen die Eskalation und scheut auch vor härtesten Auseinandersetzungen nicht zurück. Jetzt hat Wolfgang Hable wieder eine Gelegenheit - möglicherweise seine letzte. Denn die AUA will den im Management und in der Belegschaft gleichermaßen umstrittenen Gewerkschafter und Betriebsrat kündigen. Was der Jurist und Airbus-Pilot sicherlich so nicht auf sich sitzen lassen wird (Hable war für die „Presse" nicht erreichbar).

„Wir haben den Bordbetriebsrat der Tyrolean von der beabsichtigten Kündigung Hables informiert", bestätigt AUA-Sprecherin Patricia Strampfer. Diese soll Ende 2012 erfolgen, aus Gründen, die in der Person des Arbeitnehmers liegen, wie es in dem Schreiben heißt.

AUA-Boss Jaan Albrecht, der Hables Verhandlungstaktik gleich bei der ersten Gesprächsrunde über den neuen Kollektivvertrag im Februar kennengelernt hat, als Hable nach nur elf Minuten das Treffen abbrach, nützt die neue Situation der Fluglinie. Nach dem per 1. Juli erfolgten Übergang des Flugbetriebs der AUA auf die Regionaltochter Tyrolean erkennt der Vorstand nur den Tyrolean-Bordbetriebsrat als Arbeitnehmervertretung an. Damit haben die AUA-Bordbetriebsräte, zu denen Hable zählt, ihren Status und den Kündigungsschutz verloren.

Die Trennung von Hable bildet das Ende einer äußerst schwierigen Beziehung. Der streitbare Pilot ließ als langjähriger Bordbetriebsratschef keine Gelegenheit aus, sich mit der AUA-Spitze anzulegen. Ein Höhepunkt der Zwistigkeiten: Hable organisierte 2005 die Streikserie, als der damalige AUA-Boss Vagn Sørensen den neuen Kollektivvertrag für Piloten von AUA und Lauda Air durchdrücken wollte.

Ab 2007 war Hable nur „einfacher" Betriebsrat. Als Gewerkschafter genoss er jedoch das Privileg der Dienstfreistellung. Ex-AUA-Vorstand Peter Malanik erkannte ihm dieses ab - prompt klagte ihn Hable. Kurz darauf meldete sich Hable im Juni 2011 krank. Das blieb er bis 11. Dezember. Wäre er länger krank gewesen, hätte eine Gehaltskürzung gedroht. Ab 28. Jänner 2012 war er wieder krank - um am 14. Februar als Gewerkschafter zur KV-Verhandlung zu erscheinen. Sehr kurz, wie gesagt.
Sein Upgrading vom Kopiloten zum Kapitän ist im letzten Moment ebenfalls gescheitert. Grund dafür soll ein geharnischter Brief Hables an Flugbetriebschef Gaudenz Ambühl gewesen sein.

 

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103 Kommentare
 
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Gast: Held der Arbeit
24.08.2012 12:57
0 3

wunderbar

weiter so. endlich mal ein management, das den roten gewerkschaftszecken zeigt, wo der hammer hängt! je weniger von diesen, nur auf ihren eigennutz ausgerichteten bonzen in einem unternehmen ihr unwesen treiben, desto besser für alle, auch die leistungsbereiten und an einem gemeinsamen unternehmenserfolgt interssierten arbeitnehmer. gewerkschaftbonzen haben noch nie arbeitsplätze geschaffen (ausser ihre eigenen), immer nur vernichtet.

Gast: guest check in
23.08.2012 19:09
3 5

was für eine Zecke!

wiederlich solche Leute! Sie richten die AUA hin, mit ihr den Flughafen und schaden dem gesamten Wirtschaftsraum Wien und Umgebung. Ich hoffe, dass solche Sozialschmarotzer möglichst bald davongejagt werden. Unglaublich wie egoistisch diese "Betriebsräte" sind.

7 1

Re: was für eine Zecke!

Und was ist mit den vielen AUA Managern, die die Firma so weit gebracht haben?
Es ist ja lächerlich zu behaupten, das sei die Schuld der Betriebsräte...
In Ö ist es schon noch so, dass die Geschäftsleitung für eine Firma verantwortlich ist (sie bekommt ja genug Geld dafür und noch Prämien) und NICHT der Betriebsrat!!!
Ich kann über diese fadenscheinige Aussage nur den Kopf schütteln....

Gast: Sidewinder
23.08.2012 18:25
5 2

Es bleibt spannend

Ich bin zwar ein Piefke, aber ich bin mir sicher, dass diese Kündigung in dieser Form weder in Österreich noch in Deutschland einer juristischen Überprüfung standhalten würde bzw. wird.
Der Gedanke, einen Gewerkschafter / Betriebsrat über den Umweg eines Betriebsüberganges (dessen Rechtmäßigkeit letztlich auch nicht geklärt ist) loswerden zu wollen oder zu können, mag zwar für den einen oder anderen Arbeitgeber einen gewissen Charme haben, aber rechtlich lässt sich das - aus guten Gründen - wohl kaum durchsetzen.
Ich kenne den Protagonisten und dessen (Un?)Taten zwar nicht, aber es geht aus meiner Sicht hier nicht um eine einzelne Person, sondern um Arbeitnehmerrechte insgesamt.

Es bleibt auf alle Fälle spannend.

Gast: revolutionsbroschüre
23.08.2012 17:33
1 1

wenn ein piefke in österreich einen österreicher kündigen will

bin ich natürlich dagegen.

2 1

Re: wenn ein piefke in österreich einen österreicher kündigen will

Na, das hat ja wohl nix mit Piefke ja oder nein zu tun.... ;-)

Gast: *** Mark Poller ***
23.08.2012 17:17
5 6

Die AUA hat der präpotente Gewerkschaftsbonze umgebracht, die Lufthansa wird er nicht zu Grunde richten können!


6 1

Re: Die AUA hat der präpotente Gewerkschaftsbonze umgebracht, die Lufthansa wird er nicht zu Grunde richten können!

Wie seltsam zu behaupten, dass ein Betriebsrat die AUA umgebracht hat.... Wie schwach müssen da alle Manager dieser Firma bis jetzt gewesen sein.... Trotzdem hat einer dieser Manager grosskotzig behauptet, dass die Furma saniert sei und alle haben sich bis jetzt, selbst Erfolgsprämien ausbezahlt...

Hm, wer hat wohl diese Firma ruiniert?

Die bösen Mitarbeiter und deren Vertretung oder.............???

35 gefällt mir nicht

eigentlich bin ich stolz auf 35 "gefällt mir nicht" zu meinem ursprünglichen Kommentar zu diesem Artikel - es halt doch Wirtschaftstreibende und Gegner der Arbeitnehmerrechte, die die Presse lesen

Gast: gast45
23.08.2012 15:02
4 3

klarer sachverhalt

es wird sich ja wohl jemand finden, der dem lufthansa management klar macht, dass in österreich nach wie vor österreichisches recht gilt, und das sagt dazu eindeutig, so nicht :-)

selbstverständlich ist es seine pflicht als betriebsrat für die mitarbeiter auf die barikaden zu gehen .. ich weisz .. manche betriebsräte haben das nicht getan, und sind sogar ins management gewechselt .. aber das sind halt ehrlose leute .....

Gast: TT1
23.08.2012 14:21
1 2

Es gilt auch hier die Ungustlvermutung


Gast: Gast: motivierter Mitarbeiter
23.08.2012 14:09
2 5

na hoffentlich schaffen sie es!!

Es wird endlich Zeit dieses Übel abzuschaffen!

oje....

jetzt muss wieder gearbeitet werden. Ober diese Umstellung ohne
Burnout übersteht???

Endlich

leider zeigt sich immer wieder: ist die gewerkschaft zu stark, herrschen bald griechische verhältnisse in der firma. diese hat dann nur mehr das wohl der angestellten im kopf und verliert natürlich die kunden und damit irgendwann ihre existenzberechtigung. den gewerkschaften (insb. beamten) ihre grenzen aufzuzeigen, nützt hier allen beteiligten. insbesondere den angestellten, die so auf lange sicht ihre jobs behalten.

Gast: Rating Agent 007
23.08.2012 12:30
4 3

Typisch Lufthansa

Wer dann einen neuen Betriebsrat aufstellen will wird auch sofort gekündigt werden?

2 1

Re: Typisch Lufthansa

Vielleicht sollten S' den Artikel lesen. Denn es gibt dort natürlich einen Betriebsrat, nur ist es halt derjenige der Tyrolean.

6 1

Re: Re: Typisch Lufthansa

Das stimmt nicht ganz Gerald....

Die AUA Geschäftsleitung anerkennt zwar den Tyrolean Betriebsrat, weigert sich aber seit dem Betriebsübergang mit ihm zu reden, mit der Begründung:
Dass er nur von der original Belegschaft der Tyrolean gewählt wurde und daher nun nicht die "neu hinzugekommene" Belegschaft auch vertreten kann!!!

De Facto gibt es daher 2 Monate, bis zur Neuwahl keinen Betriebsrat in einer betriebsratspflichtigen Firma!!!

So arbeiten die netten Herren Manager in dieser Firma!
Dass man sich als Arbeitnehmer daher einen starken Betriebsrat wünscht, ist wohl nachvollziehbar!
Auch wenn das Unternehmer nicht gerne haben...
Doch dieses Problem ist hausgemacht...
Wer seine Mitarbeiter schlecht behandelt, fordert Widerstand heraus....

Antworten Antworten Gast: Rating Agent 007
23.08.2012 13:42
0 1

Re: Re: Typisch Lufthansa

Ist der überhaupt von allen gewählt worden? Wenn er nicht mehr gewählt wird, dann wird er auch gekündigt. Soll sich keiner trauen hier mit dem Betriebsrat zu kommen ...?!

Gast: cf1
23.08.2012 12:12
4 7

Wer schon mal Tyrolean geflogen ist wird künftig sehr gerne andere Fluglinien wählen - jeder Ferienflieger ist besser; LH, Air China, Singapur Airlines, Emirates & Co. ohnedies. Und AUA war einmal ausgezeichnet...

Spricht nicht gerade für die AUA, derart zu verfahren. Hable wird schon sehr gute Gründe gehabt haben, zudem ein Betriebsrat auch andere Menschen und deren Interessen zu vertreten hat. Und diese Menschen haben ihm anscheinend nicht nur vertraut, sondern ihrerseits berechtigte Anliegen gehabt, die sie vertreten wissen wollten. Die AUA wird sicherlich nicht wegen Hable in die aktuelle Situation geraten sein. Es gibt auch ein Management, und dieses versagt augenscheinlich seit Jahren.
Fliegt man AUA, so fällt beispielsweise auf: sehr gut geschultes Personal, sehr guter Service an sich , nur mit der Verpflegung hapert es halt. Ein jeder Ferienflieger bietet zum "Spottpreis" eine bessere Verpflegung als die AUA mit DO & Co auf der Langstrecke. Man sollte zunächst auf die Details achten und zusehen, ob nicht auf Caterer von Ferienfliegern zurückgegriffen werden kann, die zudem angesichts der Ticketpreise insgesamt wesentlich besser zu wirtschaften scheinen.

Ach ja, und wer schon öfters Tyrolean geflogen ist: mit einem Personal, das so geschult ist, möchte man nicht auf die Langstrecke; LH und AUA scheinen bisher nicht nur besser ausgebildet zu haben, sondern auch so attraktiv gewesen zu sein, dass die Mitarbeiter sehr hohe Qualitätsstandards erfüllt und ihr Unternehmen bestens in der Öffentlichkeit vertreten haben. Die Mitarbeiter vertreten das Unternehmen in der Öffentlichkeit, die ständig wechselnden Manager vergißt man hingegen sehr schnell, und sie sind ihr Geld nicht wert!

Antworten Gast: Kahlenberg1
23.08.2012 15:18
2 0

Re: Wer schon mal Tyrolean geflogen ist wird künftig sehr gerne andere Fluglinien wählen - jeder Ferienflieger ist besser; LH, Air China, Singapur Airlines, Emirates & Co. ohnedies. Und AUA war einmal ausgezeichnet...


Erstens Hable wurde bereits von der Belegschaft abgewählt! Rein menschlich und auch in seiner Tätigkeit als BR weint dem innerhalb der Firma kaum jemand nach! Trotzdem halte ich persönlich das Vorgehen der Firma für falsch!

2. ist das Langstreckencatering vor Allem in der C-Class mehrfach ausgezeichnet! Auch die Echo steht vom Catering her keiner Airline hinten nach! Ganz im Gegenteil! Wenn sie meinen, dass der Komfort anderwertig besser ist muss ich Ihnen Recht geben allerdings wird sich das im Winter ändern!

Und 3. wird kein Leihe einen Unterschied zwischen ex-Aua und Tyrolean Flugbegleiterin erkennen. Die meisten erkannten nicht einmal den optischen Unterschied! Das ist vl ein Wunschgedanke manch altgedienter AUA Kollegin oder war Propaganda ehemaliger BRBs entspricht aber nachweislich nicht der Wahrheit!

Die interne Durchleuchtung beider Flugbetriebe zeigt jetzt teilweise schonungslos auf wie gearbeitet wird/wurde. In Zukunft wird das "Beste" beider Flugbetriebe (oder auch der Kompromiss daraus ;) ) unser täglich Brot sein.

Für unterschwelliges Bashing von Kollegen ist hier kein Platz mehr! Werden wir doch schon in naher Zukunft (nämlich nach der Wahl) gemeinsam gegen das Managment auftreten müssen!

Antworten Gast: flugbiene
23.08.2012 13:34
0 4

Re: Wer schon mal Tyrolean geflogen ist wird künftig sehr gerne andere Fluglinien wählen - jeder Ferienflieger ist besser; LH, Air China, Singapur Airlines, Emirates & Co. ohnedies. Und AUA war einmal ausgezeichnet...

interessant! woher weißt du wie tyrolean personal geschult wird? wie kannst du als fluggast die fachkenntnisse (flight safety und security) beurteilen? glaubst du wirklich die alten weiber bei der aua sind besser geschult. spricht alter für kompetenz? ich glaub nicht.

2 0

Re: Re: Wer schon mal Tyrolean geflogen ist wird künftig sehr gerne andere Fluglinien wählen - jeder Ferienflieger ist besser; LH, Air China, Singapur Airlines, Emirates

Äh Flugbiene, hältst du es für höflich und richtig, die FlugbegleiterInnen der ehemaligen AUA als alte Weiber zu bezeichnen....?

Abgesehen davon, dass es auch ältere männliche Flugbegleiter gibt...

Übrigens die Anzahl der "jungen" Flugbegleiterinnen zw. 20 und 35 J. macht 2/3 der Flugbegleiterinnen bei den EX-AUA Kolleginnen von dir aus.... Im übrigen sind die meisten älteren Kolleginnen nach der "Behandlung", die ihnen in letzter Zeit zuteil wurde, in Pension gegangen!
Du musst also nicht befürchten mit vielen alten, sehr versierten Kolleginnen zu tun zu haben...

Stellt sich nur die Frage, wie diese mit so jemand "kollegialem", wie dir zurecht kommen....

Antworten Gast: Der Informant
23.08.2012 12:37
4 4

Re: Wer schon mal Tyrolean geflogen ist wird künftig sehr gerne andere Fluglinien wählen - jeder Ferienflieger ist besser; LH, Air China, Singapur Airlines, Emirates & Co. ohnedies. Und AUA war einmal ausgezeichnet...

Karli bist du das?

8 2

Was für eine Laus!

Unpackbar; wie wird man so?

Tschüss

Solche Betriebsräte helfen keinem Arbeitnehmer (eher sich selbst)
Nur die Betriebsräte und die Gewerkschaft inkl. Unterstützung durch die SPÖ Spitzen haben die AUA in die Lage gebracht in der sie heute ist.

Antworten Gast: hoffmann
23.08.2012 11:52
4 3

Re: Tschüss

Der Niedergang der AUA begann mit der Ablöse des rot/schwarzen Vorstands-Duos Bammer/Rehulka durch schwarz/blau. Danach gab es kein gescheites Management mehr.

 
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