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Jede fünfte Überstunde blieb 2011 unbezahlt

23.08.2012 | 12:33 |   (DiePresse.com)

66,9 Millionen Mehr- und Überstunden wurden im Vorjahr nicht abgegolten. Der Anteil der nichtbezahlten Stunden ist bei Frauen höher als bei Männern.

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Jede fünfte von Arbeitnehmern geleistete Überstunde wurde im Vorjahr von den Arbeitgebern nicht entlohnt. Für 22 Prozent der geleisteten Mehrarbeit habe die Arbeitnehmer also weder einen Geldzuschlag noch einen Zeitausgleich erhalten. In Summe wurden von den Arbeitgebern im Vorjahr 66,9 Millionen Mehr- beziehungsweise Überstunden nicht abgegolten. Wie viel Geld dadurch den Arbeitnehmern vorenthalten wurde, konnte Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des SPÖ-Abgeordneten Walter Schopf nicht angeben. Diese Daten werden von der Statistik Austria nicht erhoben.

Der Anteil der nichtbezahlten Stunden ist bei Frauen deutlich höher als bei Männern. Während bei Männern 2011 nur rund 20 Prozent der Mehrarbeit nicht bezahlt wurde, waren es bei Frauen 28 Prozent. Die gute Nachricht: Der Anteil ist seit 2004 deutlich gesunken - bei Männern lag der Prozentsatz vor sieben Jahren noch bei 34 Prozent, bei Frauen sogar bei 47 Prozent. Das liegt aber wohl vor allem daran, dass Mehrarbeit von Teilzeitkräften bis 2007 nicht automatisch zuschlagspflichtig gewesen sei. Erst im Jahr 2008 wurde ein gesetzlicher Zuschlag von 25 Prozent eingeführt.

Die Zahl der geleisteten Mehr- und Überstunden ist im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr zwar um 4,1 Prozent gesunken, betrug aber immer noch 303 Millionen. Mit 217,8 Millionen wurde der größte Teil der Mehrarbeit von Männern geleistet, auf Frauen entfielen 85,3 Millionen.

(APA)

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15 Kommentare

Sozialismus kann man sich nur leisten, wenn die Wirtschaft funktioniert.

So wird die Wirtschaft ruiniert, warum sollte man prinzipiell 50% mehr zahlen als geleistet wurde,
mit welchem Anspruch. Arbeitnehmer sollen froh sein wenn Überstunden anfallen , ein Zeichen dass die Firma floriert und der Monatslohn am Konto landet statt einer Kündigung die ins Haus flattert.

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so!

ich rate ak und hundstorfer 10 jahre einzusperren, dann klappt es.

Gast: Ralf Corner
23.08.2012 20:30
1 0

überall gibts welche wo das Personal die Firma be....

Beim Bundesdienst werden kein Überstunden ausbezahlt. Dafür gibts Zeitausgleich. Da nehmen sich welche Zeitausgleich für die "Überstunden" die sie Nie gemacht haben.

Die nächste Studie:

"Jede fünfte Stunde bleibt ungearbeitet".

Tratschen, Klatsch verbreiten, intrigieren, Nägel lackieren, schminken, Kaffee trinken, Kochrezepte austauschen, privat telefonieren, chatten - und was Frauen sonst noch so während der (bezahlten!) Arbeitszeit treiben.

Und jetzt bitte noch einmal alle im Chor:

Arme, arme, aaaaaaaarme Frauen!

Solange Frauen den Kaffeeautomaten-Index (i.e., die Nähe des Arbeitsplatzes zum nächsten Kaffeeautomaten) haushoch gewinnen und 95% der Todesfälle am Arbeitsplatz Männer betreffen, werde ich allerdings nicht in diesen Chor einstimmen.

Antworten Gast: Das Ekel Alfred
23.08.2012 18:43
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¡Hola, Señor Billigsdorfer!


Wenn Sie Ihre Frauenallergie weiter so ausleben, werden Sie noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% einen Herzinfarkt am Arbeitsplatz erleiden.


Re: ¡Hola, Señor Billigsdorfer!

Wenn Anspielungen auf den Nicknamen (übrigens: Achtung, Glashaus-Gefahr) Ihre besten Argumente sind... Naja...

PS: ich liebe Frauen ausgesprochen - aber das heißt nicht, dass ich jeden Schwachsinn glauben muss.

Gast: Man sieht sich immer zwei Mal im Leben....
23.08.2012 15:30
2 1

Wie kann man sich als Mitarbeiter dagegen wehren?

Wie kann man nach Austritt aus dem Unternehmen gegen den Arbeitgeber vorgehen, wenn Überstunden nicht bezahlt wurden?

Immerhin "verzichtete" der Arbeitnehmer auf Entgelt, der Staat nimmt weniger Steuer- und SV-Beträge ein und der Unternehmer bereichert sich damit.

Es muss ja möglich sein seitens der Arbeitnehmer, hier Gerechtigkeit zu schaffen bzw. das auch legal zur "rächen."

Abgesehen davon: Mitarbeiter, deren Überstunden nicht ausbezahlt werden, leisten auch weniger und die Motivation ist dahin. Solche Firmen kann man nur verlassen, alles aufschreiben (Tagebuch) und dann das Unternehmen und den Geschäftsführer persönlich bis zum Ruin klagen. Wenn sich mehrere Mitarbeiter zusammentun, soll das auch möglich sein (Sammelklage).

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Re: Wie kann man sich als Mitarbeiter dagegen wehren?

Nun für viele Lohnempfänger wird das gar nicht so leicht sein. Das funktioniert natürlich nur bei Arbeitskräften, die entweder nicht mehr wechseln können oder aus irgend einem Grund nicht wechseln wollen. Oft hilft ein Arbeitsplatzwechsel auch nichts, denn dort wird genauso gefuhrwerkt!
Die fehlenden Arbeitsplätze nutzen natürlich die Unternehmer aus und dann kommt es eben zu solchen Umständen!

Gast: Laßt Euch nicht auslachen!
23.08.2012 15:26
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Liebe/R ArtikelschreiberIn:

Sie sind recht einseitig unterwegs mit Ihren Unterstellungen.

Von wegen, die Frauen werden benachteiligt. Wie viele Überstunden am Bau/ in Werkstätten werden erst gar nicht erfasst?!?

Aber soweit denkt man/ frau ja nicht, wäre der eigenen Argumentation ja abträglich.

Daß man hier feministisch argumentiert und nicht für ALLE Arbeitnehmer Fairness fordert rundet das Bild ab.

Der Artikel ist einfach zum Schämen!!!

Gast: RoxySoxy
23.08.2012 13:43
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Die Gesamtbenachteiligung ist bei Männern höher

"Der Anteil der nichtbezahlten Stunden ist bei Frauen höher als bei Männern."

Wir werden für die armen, armen, armen, diskriminierten Frauen sammeln müssen. Fakt ist:

- nur Männer werden in der Obsorge- und Unterhaltszahlungen benachteiligt
- Obdachlose sind Größtenteils Männer
- Suizide werden überwiegend von Männern ausgeübt
- Nur Männer leisten seit Generationen Zwangsarbeit, Entschuldigung Militärdienst

Bitte ersparen Sie mir weitere Feminismushetze und Implikationen schon in der Überschrift!

Das sagt leider auch sehr viel über österreichs Führungskräfte aus .....


..... wenn diese die zur Verfügung stehenden Zeiträume ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht einteilen können und denen unbeschränkt immer noch mehr abverlangen.

Spätestens wenn die Aussage fällt, dass man diese "freiwilligen" Überstunden zu leisten hat, weil man hier arbeitet (selbst erlebt), wird es grausam.

Gast: agst111
23.08.2012 13:21
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na wie könnte es auch anders sein

Frauenbenachteiligung die 5.789.654. 173
"Der Anteil der nichtbezahlten Stunden ist bei Frauen deutlich höher als bei Männern. Während bei Männern 2011 nur rund 20 Prozent der Mehrarbeit nicht bezahlt wurde, waren es bei Frauen 28 Prozent."

nur wie groß ist der anteil der frauen an den gesamten überstunden?? keine 30%

der finanzielle schaden bei männern ist daher wesentlich höher, da sie ja auch mehrheitlich in den besser bezahlten jobs anzutreffen sind, die aber wiederum wesentlich gefährlicher und gesundheitsschädigender sind,a sl die jobs, welche faruen so erledigen

3 0

Pauschalen

Die Männer bekommen die Überstunden auch oft genug nicht bezahlt. Das Unwort heißt Überstundenpauschale, die deckt nicht einmal ansatzweise das ab, was wirklich geleistet wird.

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Re: Pauschalen

Keiner wird gezwungen wer tüchtig ist hat die Wahl.
Der Rest eben nicht !

Hobbyökonom