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SCS: Umbau lässt Umsatz schrumpfen

23.08.2012 | 17:01 |   (DiePresse.com)

Das Einkaufszentrum investiert 100 Millionen Euro in ein Facelifting. Die Umbauarbeiten ließen im ersten Halbjahr den Umsatz schrumpfen.

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Österreichs größtes Einkaufszentrum, die Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf, wird seit Mitte 2010 bei laufendem Betrieb modernisiert und umgebaut. Der Immobilienkonzern Unibail-Rodamco, dem die SCS gehört, investiert in Summe etwas über 100 Millionen Euro in das Facelifting. Ende September ist nun die erste Umbauphase abgeschlossen. Das hat der Shoppingtempel auch nötig, denn im Halbjahr sorgte der Umbau für rückläufige Umsätze. "Aufgrund der zahlreichen Mieterwechsel und damit einhergehenden Arbeiten wurde in vielen Geschäften kein Umsatz generiert", sagte Unibail-Rodamco-Chef Markus Pichler am Donnerstag vor Journalisten.

In der gesamten SCS (rund 330 Geschäfte) gingen die Erlöse in den ersten sechs Monaten um 1,5 Prozent zurück, "und es wundert mich ehrlich, dass es nicht mehr ist", so Pichler. Bis Jahresende soll das Minus aber wieder ausgebügelt sein. Am 27. September macht offiziell der Paradeplatz, das Herzstück der Mall, wieder auf - und damit ziehen auch neue Labels wie die zu Abercrombie & Fitch gehörende Marke Hollister sowie die Inditex-Linie Pull & Bear ein.

Primark: "Super Coup" für Gerasdorf

Pichler versteht die SCS als "Einstiegsplattform für neue Marken", musste jedoch eingestehen, dass dem neuen Einkaufszentrum Gerasdorf mit Primark ein "super Coup" gelungen sei. Die irisch-britische Textilkette expandiert gerade in ganz Europa kräftig und ist bei jungen Leuten extrem beliebt. Auch im Innsbrucker Sillpark zieht Ende September eine Filiale ein.

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Das Hauptgebäude soll Mitte 2013 fertig sein. Bis die letzte Phase des ebenfalls in Umbau befindlichen SCS-Multiplex fertig ist, wird es noch bis Ende 2013 dauern. Der Umbau soll Unibail-Rodamco freilich auch was bringen: "Wenn wir die Umsätze drei Jahre nach Fertigstellung nicht um 20 Prozent steigern können, wäre ich sehr enttäuscht", meinte Pichler. Die Erwartungen liegen nicht zuletzt aufgrund der erfolgreichen Erweiterung und Modernisierung des Wiener Donauzentrums hoch. "Der Umbau ist schon wieder eine Zeit her, dennoch haben wir im Halbjahr ein Umsatzplus von 13 Prozent erzielt", so Pichler. "Konzeptbereinigt" betrage das Plus 5 Prozent.

Neue Böden, Lichtkuppeln, Wasservorhänge

Unibail-Rodamco, zu dem neben der SCS in Österreich auch das Donauzentrum gehört, hat die Shopping City Süd im Jahr 2008 übernommen. "Um es vorsichtig auszudrücken: Das Design war in die Jahre gekommen", sagte Pichler heute. Erneuert wurden unter anderem Rolltreppen, Böden und die gesamte Technik. Tageslichtkuppeln, Ruhezonen und Wasservorhänge sollen für mehr Atmosphäre sorgen. Die Parkplätze wurden zwar nicht erweitert, aber sollen mit Hinweisen übersichtlicher werden. Wer ein Smartphone hat, kann sich künftig eine App zur schnelleren Auffindbarkeit des Autos herunterladen.

Auch für Öffi-Fahrer gibt es eine Neuerung: Kunden, die mit der Badner Bahn anreisen, müssen ab Herbst kein zusätzliches Ticket für die zwei Stationen kaufen, die nicht mehr innerhalb der Kernzone liegen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie im Besitz einer SCS-Kundenkarte sind, die ebenfalls ab Herbst (kostenlos) erhältlich ist.

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(APA)

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1 Kommentare

Mangel an Vielfalt

es geht nicht nur um den Umbau sondern auch um den Verlust an Vielfalt - es gibt ja fast nur mehr Bekleidungsgeschäfte - und da bietet z.B. Parndorf klar mehr. Schon seit Monaten bekommt man z.B. an Dienstag-Vormittagen fast Beklemmungszustände in den leeren Gängen.

Hobbyökonom