Wien/jps/APA. Obwohl sie mit einer Zuspitzung der Eurokrise rechnen, sind Österreichs mittelständische Unternehmen recht optimistisch und bereiten sich nicht auf ein Auseinanderbrechen der Eurozone vor. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Mittelstandsbarometer“, die das Beratungsunternehmen Ernst & Young am Mittwoch herausgab.
92 Prozent der Unternehmer berichten von einer positiven Geschäftslage, genauso viele wie zu Beginn des Jahres. Jedes vierte Unternehmen will sogar neue Mitarbeiter einstellen, genauso viele wollen investieren. Nur sechs Prozent wollen Personal abbauen, acht Prozent weniger investieren.
Und das, obwohl die heimischen Mittelständler Gefahren heraufziehen sehen: Für drei Viertel sind die hohen Rohstoffpreise das größte Risiko für die Binnenkonjunktur, die geringe Stabilität des Finanzsektors und die hohen Energiepreise folgen knapp dahinter. 84 Prozent glauben, dass Österreich in hohem Umfang für die Schulden anderer Euroländer haften wird, einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone halten aber zwei Drittel nicht für sinnvoll.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.08.2012)
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