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Dorotheum unter Grasser zu billig verkauft?

23.08.2012 | 18:09 |   (Die Presse)

Der Rechnungshof zerpflückt den Verkauf des Auktionshauses im Jahr 2001 unter Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Die Kernpunkte der Kritik: Zu niedriger Preis, zu hohe Beraterkosten und wenig Transparenz.

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Wien/Eid. „Professionell, ordnungsgemäß und im Einklang mit den EU-Privatisierungsrichtlinien“: So ist die Privatisierung des Dorotheums 2001 aus Sicht der ÖIAG abgelaufen. Die Meinung der Staatsholding unterscheidet sich jedoch gravierend von der des Rechnungshofs (RH).
Die Prüfer, die auf Antrag der Grünen ans Werk gingen, zerpflücken den Verkauf des „Pfandls“ unter dem damaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser an das Konsortium „OneTwoSold“, hinter dem der Bauunternehmer Erwin Soravia und Christoph Dichand („Kronen Zeitung“) standen. Zu niedriger Preis, zu hohe Beraterkosten und wenig Transparenz: Das sind die Kernpunkte der Kritik des am Donnerstag veröffentlichten RH-Berichts.

Der Verkaufserlös des Bundes lag mit 70,57 Millionen Euro „um rund zehn bis 20 Millionen unter der Verkaufspreisempfehlung seitens der Investmentbank“, schreiben die RH-Prüfer. Davon mussten noch die Kosten für den Deal abgezogen werden. Und die lagen wegen des überdurchschnittlichen Beratungshonorars an die Investmentbank UBS Warburg von 1,95 Millionen Euro bei in Summe 3,03 Millionen Euro.

Laut RH sei der Verkauf auch „zu einem wirtschaftlich ungünstigen Zeitpunkt“ erfolgt, an dem das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit seinen Tiefpunkt erreicht hatte. Durch die von der ÖIAG veranlasste Umgründung des Dorotheums von einer GmbH in eine GmbH & Co. KG hätten die Käufer ein Steuerzuckerl von 16,9 Millionen Euro erhalten. Letztlich sei der mit 48,7 Millionen Euro hohe Wert der Immobilien des Dorotheums nicht berücksichtigt worden.

Im Zuge der Ermittlungen rund um den Buwog-Verkauf tauchten auch Korruptionsvorwürfe beim Dorotheums-Verkauf auf. Belastet wurde Grasser, der diese Vorwürfe stets zurückgewiesen hat, von Willibald Berner, früher Kabinettschef von Infrastrukturminister Michael Schmid. Parallelen zur Buwog gab es doch: Der Abstand zwischen dem Bestbieter OneTwoSold und der unterlegenen Valora-Gruppe war mit 2,5 Millionen Euro sehr gering. Der Valora gehörten übrigens die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, Peter Hochegger und Ernst Karl Plech an. Sie spielten auch bei der Buwog eine wichtige Rolle. Walter Meischberger soll beiden Bietern seine Dienste angeboten haben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.08.2012)

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67 Kommentare
 
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Gast: lösung
24.08.2012 18:34
3 3

sofortige

die einfache lösung: die sofortige rückverstaatlichung sämtlicher geschäfte die die bluschwarze regierung getätigt hat...dies natürlich ohne etwas dafür zu bezahlen: grund: gefahr im verzug betrug am eigentümer ( dem Ö volk )....ein sonderkommisar wird eingesetzt und alles wird wieder gut....aber traut sich das wer....?????

Re: sofortige

Grasser war unparteiisch und nicht der Fpö zuzuordnen - schon vergessen - Kampfposter?

Gast: lösung
24.08.2012 18:33
2 1

sofortige

die einfache lösung: die sofortige rückverstaatlichung sämtlicher geschäfte die die bluschwarze regierung getätigt hat...dies natürlich ohne etwas dafür zu bezahlen: grund: gefahr im verzug betrug am eigentümer ( dem Ö volk )....ein sonderkommisar wird eingesetzt und alles wird wieder gut....aber traut sich das wer....?????

Gast: Betrone
24.08.2012 11:53
0 0

Man wird sich nur wundern, was alles so möglich ist.

Untersucht einmal die Soravia Gruppe und das Zusammenspiel der unzähligen Auslandbeteiligungen!


Grasser,eh klar

Meischberger,Hochegger und Graf Ali,wie immer und noch auf freiem Fuß.

5 1

QUALITÄTSSIEGEL

Was kommt unter dem schwarz/blauem Schüssel/Grasser-Qualitätssiegel "Mehr privat - weniger Staat" hervor, wenn man den neoliberalen Lack abkratzt ?

Re: QUALITÄTSSIEGEL

Grasser war in der Schw./Bl. Regierung unparteiisch und von der ÖVP eingesetzt.

Hört auf mit den Diffmierungen gegen FPÖ.

Euer Langzeitgedächtnis scheint Lücken aufzuweisen.

Zuviel gekifft (senkt angeblich den IQ auf Dauer)???

Vom KHG bis zur Gastinger,

gibt es eigentlich

ex-haiderische Regierungsmitglieder,

die sauber sind?

Antworten Gast: hmmm
24.08.2012 13:35
0 0

Re: Vom KHG bis zur Gastinger,

saubere Personen zieht es erst gar nicht so sehr in die Regierungsetage...
...und wenn doch kommen sie mit ihren Prinzipien und mangelnder Beuge- und Korruptionsbereitschaft gar nicht so weit.

Na wer hätte das gedacht?

Die Folgen: ....

4 0

Re: Na wer hätte das gedacht?

Gibts keine, sonst wandert die gesamte Politlandschaft in den Knast!

5 0

Es geht nicht nur um Grasser....

die Soravia Gruppe wäre mit ihrem TownTown Projekt in Wien Erdberg nahezu Pleite gegangen, hätte sich nicht die rote (!) Gemeinde Wien dort sehr teuer eingemietet...
und Herr Dichand kauft das Dorotheum - Inserate reichen nicht aus....

diese Filzpartie zieht sich durch alle Regierungsparteien, alle diese Listenplatzanalakrobaten sind halt soooo leicht zu - nein, nicht einmal kaufen, die machen sowas freiwillig, wegen der Feste und des Gefühls, wichtig zu sein....

Neue Politiker braucht das Land! Aber Stronach?

Re: Es geht nicht nur um Grasser....

das ist doch nicht auf politik und politiker beschränkt!

SO ist österreich. der österreicher sieht SICH SELBST dauernd durch die rosarote brille, während alle andern ausschließlich gangster und verbrecher sind.

nein, auch der kritiker von solchen zuständen macht (entsprechend seiner bedeutung und möglichkeiten natürlich) äusserst fleissig mit bei diesem DKT auf österreichisch.

Antworten Gast: Franz Strohsack
24.08.2012 07:53
0 0

Kein Stronach!

Das Land bracucht neue Strohsäcke!

Re: Kein Stronach!

Auf sowas wie di bin ich in meiner Kindheit den Hügl runter gsaust - Srohsack!

same old story

zu billig, zu teuer beraten, zu wenig transparenz.

man würde sich eine geld ersparen, wenn man einen affen mit einem stempel ausrüstet und diese drei phrasen auf jeden prüfbericht stempeln lässt - kommt ja schlussendlich eh immer zu diesem ergebnis.

Gast: legmas
24.08.2012 02:39
1 0

und wie lief damals

der verkauf des ehemaligen finanzamtes franzensbrückenstraße samt anschließendem weiterverkaufsringelspiel?

ja, leute - das war EUER geld.

schwarzblau in reinkultur. immer wieder, immer wiiieder..

Re: ja, leute - das war EUER geld.

wissen sie, warum es so scheint? weil schwarz Blau eine der wenigen Regierungen war, die gearbeitet hat. dort fallen auch Späne.

Re: Re: ja, leute - das war EUER geld.

du 'argumentierst' ähnlich dämlich wie ein pädophiler, der nach der vergewaltigung eines kindes meint: "naja, ein bisserl aua war schon dabei. aber unterm strich hat es dem kind ja eh super gefallen!"

Re: Re: Re: ja, leute - das war EUER geld.

So wie es scheint hat sich gerade jemnd geoutet - INS HÄFN MIT DIR !

Auge um Auge, Zahn um Zahn!

Gast: klugsch######
23.08.2012 22:47
2 9

nach mehr als 10 jahren

über den Preis, "die ungünstige Marktlage" usw herum zu jammern ist mehr als müßig. einen Verkauf 2001 kann man sinnvoll 2002-4 oder max. noch 2004 prüfen, aber nicht 2012 (!). außer man hat nur das ziel sich nachträglich wichtig zu machen und gescheit daherzureden.
äh, unsinn, das kanns nicht sein. das würde doch beim herrn dr. m. niemand annehmen, der ihn etwas besser kennt...

Re: nach mehr als 10 jahren

der "herr dr. m." ist ein berufspolitiker.
ausser einer kurzen beamtenphase hat er ausschließlich jene jobs ausgeübt, für die ihn seine partei (fpö) als vertreter ihrer interessen gebraucht hat.

ganz 'nebenbei' hat er sich auch noch als plastiksackerlträger betätigt: er hat es von turnauer übernommen und haider übergeben. plastiksackerln sind kein hindernis, rechnungshofchef zu werden. auch dann nicht, wenn sie mit banknoten gefüllt sind. (http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Moser_%28Jurist%29)

so gesehen beantwortet sich die frage: 'warum erst jetzt?' von allein: die partei des rh-chefs ist nicht mehr in der regierung....

Re: nach mehr als 10 jahren

Was ist eigentlich unter Grasser sauber abgelaufen?
Darüber findet man nirgends Informationen.

0 2

Re: Re: nach mehr als 10 jahren

...weil solche Informationen nicht der Wahrheit entsprächen.

Ich hab mir eine Flasche Rotwein gekauft.

Die werd ich öffnen wenn Herr KHG hinter Gittern sitzt.

Ich frag mich wie lange so ein Rotwein in der Flasche haltbar ist.

 
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Hobbyökonom