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Auf der Suche nach dem ÖIAG-Chef: Es wird spannend

24.08.2012 | 18:28 |  HEDI SCHNEID (Die Presse)

Headhunter Egon Zehnder hat vier Kandidaten auf die Shortlist gesetzt: Herbert Paierl, Rudolf Kemler, Peter Malanik und Günter Leonhartsberger. Sie könnten verschiedener nicht sein.

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Wien. Am Anfang schien alles ganz einfach – aber nur kurz. Nach dem überraschenden vorzeitigen Ausscheiden von Markus Beyrer als ÖIAG-Chef dauerte es nicht lange, bis sich ein Favorit herauskristallisierte. Herbert Paierl hieß er. Als ehemaliger steirischer ÖVP-Wirtschaftslandesrat und Manager beim Magnakonzern von Frank Stronach verfügt der umtriebige Paierl über Politik- und Wirtschaftserfahrung. Obwohl in der ÖVP nicht nur geliebt, genießt er die Unterstützung von ÖVP-Chef Michael Spindelegger und ÖVP-Finanzministerin Maria Fekter.

Paierl ist zwar nach wie vor im Rennen – er ist einer der vier Kandidaten, die Headhunter Egon Zehnder nach der Absage etlicher Topleute auf die Shortlist gesetzt hat. Sie werden sich, wie „Die Presse“ erfuhr, am 6.September dem Hearing vor dem Personalausschuss des ÖIAG-Aufsichtsrats stellen. Paierl hat auch gute Chancen, einen Tag später vom Gesamtaufsichtsrat gekürt zu werden. Aber er gilt nicht mehr mit Abstand als Topfavorit. Seine Konkurrenten: Rudolf Kemler, Ex-Chef von Hewlett-Packard Österreich, der ehemalige AUA-Vorstand Peter Malanik und ÖIAG-Chefjurist Günter Leonhartsberger.

Einmal abgesehen von Leonhartsberger, der als exzellenter Fachmann der Staatsholding gilt, aber keine entsprechende Unterstützung in Politik und Industrie genießt (er hat sich auch schon vor einem Jahr erfolglos beworben), gelten Kemler und Malanik als ernst zu nehmende Konkurrenten. Womit das Rennen noch einmal spannend werden könnte.

 

Kemler holte auf

Vor allem Kemler soll zuletzt viele Befürworter gewonnen haben. Nach ersten Karriereschritten in der Bankenwelt (Creditanstalt und Girozentrale) sammelte der nunmehr 56-Jährige reiche Erfahrung in der IT-Industrie. Nixdorf, dann Siemens-Nixdorf Informationssysteme, T-Systems und zuletzt HP lauten seine Stationen. Dass Kemler auch im Vorstand der Industriellenvereinigung Wien sitzt, dürfte kein Nachteil sein.

Aber auch Malanik ist noch nicht ganz aus dem Rennen. Immerhin gilt er als Bürgerlicher, was angesichts des für die ÖIAG zuständigen Finanzministeriums ein Vorteil ist. Andererseits gilt er als kompromissbereit, wie er als Arbeitnehmervertreter in vielen AUA-KV-Runden gezeigt hat. Aber genau diese Konzilianz wird ihm von Kritikern zur Last gelegt – wie auch, dass er den finanziellen Absturz der AUA nicht rechtzeitig gebremst hätte.

Eines ist schon sicher: Eine Frau, wie sich das ÖIAG-Aufsichtsratspräsident Peter Mitterbauer wünschte, wird nicht erstmals an der Spitze der ÖIAG stehen. Mitterbauer, der auf der vom Gesetz eingeräumten Unabhängigkeit des Aufsichtsrats besteht und selbst auf die Suche ging, holte sich Absagen von Brigitte Ederer (Siemens), Michaela Steinacker (Raiffeisen) und Regina Prehofer (Wirtschaftsuni).

Am 7.September können die zehn Kapitalvertreter und fünf Betriebsräte im Aufsichtsrat nun ihre Unabhängigkeit beweisen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.08.2012)

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10 Kommentare
Gast: walter44
27.08.2012 20:49
0 0

Was soll daran "spannend" sein?

Das Ergebnis ist doch schon vorher bekannt:

SPÖ+ÖVP versorgen im Proporz gleich zwei Parteigünstlinge.

Gast: Argesauge
26.08.2012 13:49
0 0

ein Wort

MAFIA

warum gibt es eine oeiag ueberhaupt


Gast: habermeier
25.08.2012 11:21
0 0

wieso gibt das auch einen ,

der die Hand aufhält, wer zahlt diesen " Experten " ? Ist der Aufsichtsrat zu blöd, um sich die 5 oder 6 Figuren selbst auszusuchen ?

Gast: gubelstürmer
25.08.2012 10:48
1 0

wie wäre es einmal mit

einem, der etwas kann. Nicht wieder einer,den die
ÖVP in die Versorgung abschieben muss und der was Wunder von sich hält, sondern schlicht ein Könner.Was wir bisher gesehen haben, war sehr
traurig, da kann man den Laden doch gleich schliessen.

Miba's Mann zum Schreien...

Nachdem Mitterbauer der ÖIAG schon seinen tollen Kandidaten Beyrer aufs Steuerzahler Auge gedrückt hat,darf er noch immer sein IV Freunde versorgen. Eine tolle Leistung von Miba und seinem blauen Personalberater Egon Prinzhorn uns den AUA Versager Malanik zuzumuten,um letztendlich seinen IV Mann, den bei HP geschassten Frühstücksdirektor Kemler, im AR durchzubringen.

Miba's Mann zum Schreien...


integrieren

ins wirtschaftsministerium integrieren und man spart sich diese perversen nichtstuer-gehälter.

6 0

Ich mach' das billiger als die vier Pappnasen.

Kann auch nix, bin aber völlig von mir überzeugt. Ich nehme auch Schmiergeld, aber nicht unter sechsstellig.

Deal?

Gast: b745
24.08.2012 21:22
3 0

da wird also entschieden wer in zukunft unser eigentum verscherbelt um freunderl zu versorgen


Hobbyökonom