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Ökonom: „Österreich ist eher wie Italien“

28.08.2012 | 18:48 |  Von Matthias Auer und Nikolaus Jilch (Die Presse)

Der deutsche Ökonom Axel Börsch-Supan sieht im Interview mit der "Presse" den heimischen Sozialstaat in kritischem Zustand: „Österreich gibt zu viel für Alte aus und spart bei Kindern und Gesundheit.“

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Die Presse: EZB-Chef Mario Draghi nannte den europäischen Sozialstaat ein Auslaufmodell. Hat er recht?

Axel Börsch-Supan: Nein, ganz im Gegenteil. Das Sozialstaatsmodell trägt zur Stabilität Europas bei. Im Gegensatz zu China gibt es hier einen Mittelstand, aus dem unsere Wettbewerbskraft wächst. Das würde alles nicht funktionieren ohne Gesundheits-, Arbeitslosen-, Pensionssysteme.



In der Schuldenkrise drängt sich aber doch die Frage auf, wie lange das finanzierbar bleibt?

Wir übertreiben natürlich hie und da. Wenn der Sozialstaat so viel kostet, dass er dem Land die Luft abschneidet, richtet er sich gegen sich selbst. Österreich ist Italien da näher als Schweden oder Deutschland. Man weiß, dass die Schweden einen funktionierenden Sozialstaat haben, trotzdem geben sie weniger dafür aus als Österreich.


Woran liegt das?

Die Verteilung ist anders. Österreich gibt sehr, sehr viel für alte Leute aus und viel weniger für Familien und Gesundheit. Österreich ist viel mehr ein italienischer Staat als ein skandinavischer. Und tatsächlich sind die Österreicher auch nicht so gesund wie die Skandinavier oder die Deutschen. Die sogenannte  gesunde Lebenserwartung liegt am unteren Ende Europas. Erstaunlich für ein so reiches Land.


Was kann Österreich von Skandinavien lernen?

Die skandinavischen Länder haben eine viel flexiblere Altersversorgung, die automatische Anpassungsmechanismen an die Alterung vorsieht. Das Pensionsalter ist nicht festgelegt wie in Österreich, sondern jeder kann selbst entscheiden. Wenn man länger in Pension ist, wird die jährliche Pension massiv niedriger, ist man kürzer im Ruhestand, wird sie massiv höher, sodass es sich auch finanziell lohnt, länger zu arbeiten.


In Österreich sind die meisten allerdings mit 60 schon in Pension.

Da macht Österreich auch einen Fehler. Die Regierung schickt die Leute sehr früh in die Pension. Sie gehen natürlich freiwillig, aber nur, weil es ihnen sehr leicht gemacht wird. Das nagt an den Sozialausgaben. Noch dazu zahlt Österreich sehr hohe Pensionen. Das geht natürlich ins Budget. In Österreich spart man dann eben bei Kindern und Gesundheit. Das ist keine nachhaltige Entscheidung.


Politiker tun sich mit Reformen aber schwer, weil die meisten Wähler bald Pensionisten sind.

Die haben aber auch Kinder und Enkelkinder. So egoistisch denken die Älteren nicht. Ein größeres Problem sind die Gewerkschaften. Sie haben in Österreich mehr Macht als anderswo und vertreten meist nicht den Durchschnittsarbeitnehmer – sondern eine ältere Klientel.


Ist das europäische Sozialmodell in Summe überhaupt leistbar?

Die Systeme müssen flexibel werden, sich anpassen können an gesellschaftliche Veränderungen. Es darf kein festgeschriebenes Pensionsantrittsalter geben, wenn sich die Lebenserwartung ändert. In Deutschland haben wir den Nachhaltigkeitsfaktor eingebaut, der das Pensionssystem herunterfährt, wenn die Bevölkerung altert, ohne dass die Politik eingreifen muss. Das hilft eine Menge. Die Italiener haben das auch gemacht, lassen es allerdings erst in zwanzig Jahren beginnen. Schweden hat ein ähnliches System. Diese Automatismen wären auch eine elegante Methode für Österreich.


Sie vergleichen Europa mit der Volksrepublik China. Warum?

Weil China zu dem Konkurrenten für Europa wird. Deutschland und Österreich exportieren in hoch spezialisierten Nischen. Da gibt es noch nicht so viel Konkurrenz von Chinesen. Aber das Land gibt pro Kopf doppelt so viel für Bildung aus wie Deutschland. Daher wachsen die Patentschmieden, die uns auch in den Nischen Konkurrenz machen. Noch kann keiner in China Autos bauen wie BMW, aber die lernen das.


Und was können die Europäer von den Chinesen lernen?

Die Investitionen in Bildung. Chinesische Eltern geben ihr letztes Hemd, damit die Kinder auf eine bessere Schule gehen können. In Österreich fließt das Geld stattdessen überproportional in Pensionen. China kennt kein Rentensystem. Das ist natürlich auch nicht gut. Und nur ein autoritäres Land kann es sich leisten, eine ganze Generation abzuschreiben. Aber die Bildungsausgaben sind enorm, und das sollte uns zu denken geben.


Gibt es Ihrer Meinung nach auch Sozialbereiche, aus denen sich der Staat zurückziehen sollte?

Man kann einen Teil der Altersvorsorge privatisieren. Auch hier hat Österreich Nachholbedarf. Man kann in der Gesundheit einiges auslagern, Studiengebühren einführen. Aber man kommt ohne Staat nicht aus.

Auf einen Blick
Der Mathematiker und Ökonom Axel Börsch-Supan (57) ist Direktor des Mannheimer Institutes für die Ökonomie des Demografischen Wandels und Direktor am Max-Planck-Institut für Sozialpolitik. Er erforscht die Folgen alternder Gesellschaften für Sozialsysteme.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.08.2012)

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187 Kommentare
 
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Gast: Antisozialist
31.08.2012 12:33
0 0

Ein anderes Pensionssystem

würde da schon eher Abhilfe schaffen. Eine Volkspension finanziert über die Märchensteuer und die Pensionsbeiträge werden dem Arbeitnehmer netto ausbezahlt.

Wer mehr will soll privat vorsorgen.

Weitere Punkte zur Besserung:
Direkte Demokratie
Flat Tax unter 5%
Nachtwächterstaat

Gast: pompolop
29.08.2012 19:40
0 0

italien

italien ist ein geteiltes land, in jeder hinsicht. geografisch in norden und sueden; gesellschaftlich in staatsfunktionaere mit einem aufgeblasenem staatsapparat und den rest. in oesterrich ist das nicht so, hier gibt es nur suedlaendische funktionaere mit padeibuch.

eher wie Italien...

wenn ich mir unsere Politiker ansehe noch schlimmer als Italien. eher wie Nordkorea und DDR.

Österreich ist eher wie Italien

Da het der gute Mann Recht-bei uns regiert genauso die Politmafia und richtet auch genausoviel Schaden an.

ja, angeber lügner

und hohe schulden...
das ist österreich, hoch verschuldet, aber wurscht...

Gast: Kuya
29.08.2012 16:15
2 0

das Sozialstaatsmodell trägt zur Stabilität Europas bei. Da gibt es hier einen Mittelstand, aus dem unsere Wettbewerbskraft wächst. Das würde alles nicht funktionieren ohne Gesundheits-, Arbeitslosen-, Pensionssysteme

. . . sozial bedingt, aber gerecht, wenn in jedem Land aufgrund der Privilegien- und Pfründewirtschaft verschiedenste Standards herrschen? Free Trade und der globale Finanzmarkt sind eben diametral zum 'Gemeinsamen Markt'.

Ein gemeinsamer Markt bedarf eines einheitlichen Steuer- und Sozialsystems. Ein Mindesteinkommen, gleich einem Vorsteuerrabatt wäre in eine nachhaltige Umverteilung der Einkommensteuer einzubeziehen.

Nur Landeswährungen schützen die Gemeinschaft vor politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen.

Soziale Gerechtigkeit müsste Standard sein.

Menschenwürdige Altersversorgung und Pensionen gleich für alle und höchster Standard für Europa. Es ist nicht die Aufgabe des Staates, Privilegierten mehr zu verschaffen.

Europas beste Verteidigung wäre eine Friedenstruppe, Katastrophenhilfe und Entwicklungshilfe. Die Rekruten, der Welt besten Handwerker und Fachleute könnten in der Dritten Welt für Demokratie, Frieden und Entwicklung sorgen.

1. Die sog. Alten haben den heutigen Wohlstand aufgebaut...


2. Familien mit Kindern werden immer stärker belastet.

3. Die Migrationspolitik basiert zu einem hohen Anteil auf Sozial-Transferleistungen.

4.wenn diese kinder und familienfeindliche Politik nicht radikal geändert wird, geht in Österreich-so wie wir es kennen-in den nächsten 50 Jahren sowieso das Licht aus.

Antworten Gast: Young an good
29.08.2012 23:01
0 0

Re: 1. Die sog. Alten haben den heutigen Wohlstand aufgebaut...

Die "sogenannten Alten" haben immer nur Geld aufgenommen ohne Ende, einen Schuldenberg angehäuft, der gar nicht mehr zurückbezahlt werden kann. Also lassen Sie uns in Ruhe mit diesen alten unwahren Klischees.

Antworten Gast: Febobo
29.08.2012 20:51
3 0

Re: 1. Die sog. Alten haben den heutigen Wohlstand aufgebaut...

Der Wohlstand von heute ist auf Schulden aufgebaut.

Wie wohlhabend kann ich leben, wenn ich 1 Million Kredit bekommen, und die Kinder vom Nachbarn ihn zurückbezahlen werden?

Gast: Pensionistenplünderung als ESM-Konsequenz
29.08.2012 15:11
0 2

Der den Wirtschaftsliberalen zuarbeitende Axel "wie bitte?"

adaptiert nur populistisch sein von den US-Neoliberalen abgekupfertes Credo, ohne die österr. Spezifika zu kennen. Ziel ist ein "schlanker(=machtloser) Staat", der den Milliardären Laissez-faire zur zwanglosen Selbstbereicherung ermöglicht. Die bestimmte opportunistische UniProfs drittmittelfinanzierende, dh mit Geld und Medienauftritten ködernde, Kleptokratie ist als Shareholder der eigentliche Profiteur des volksverachtenden, bürgerenteignenden ESM.

Fokus ihrer giergetriebenen Enteignungsstrategie ist die Demontage des Sozialstaates, insbesondere des Pensionssystems. Denn Alte+Kranke sind wehrlos und daher ihren Raubzügen hilflos ausgeliefert. Gleichzeitig profitiert die Kleoptokratie vortrefflich von der Zerstörung des staatlichen Pensionssystems durch die Etablierung teurer, unsicherer Privatpensionen, was für sie die nahezu kostenlose Zurverfügungstellung enormer Spielkapitalien durch die verängstigte, eingeschüchterte Masse bedeutet, womit sich im Kasinokapitalismus für Milliardäre Jahresrenditen von bis zu 40 % (!!) erzielen lassen.

Die ideologieverblendete und damit unobjektive (Pseudo-)Analyse dieses Voodoo-Ökonomen ist ein logisch klingendes modernes Märchen für ökonomische Analphabeten. Denn Sozialstaat und Pensionen sind nicht primär abhängig von den (nicht) geleisteten Einzahlungen, sondern von der Wettbewerbsposition einer Volkswirtschaft und damit von deren Mehrwertschaffungs-/Wohlstandsschöpfungskapazität. Ohne ESM+Migranten wären Luxuspensionen möglich!

Gast: Kugelmichrum
29.08.2012 15:06
0 0

Erkenntnisse?

Natürlich kann man die Probleme so sehen, wie der Autor. Das ist aber seine Sichtweise. Über die Zusammenhänge, warum es dazu kommt, dass zuviel Geld für die Älteren bezahlt wird es und daher in anderen - genauso wichtigen - Bereichen fehlt, geht er nicht richtig ein. Schaut man sich nur Artikel sogenannter Personalfirmen an, dann liest man, dass Menschen auf Arbeitssuche ab 45 als alt gelten! Weiters stellen Firmen nach wie vor, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, junge Leute an. Außerdem: viele Betriebe verlagern die Produktion ins europäische Ausland, wo billiger gearbeitet wird und die Steuerabgaben nicht so hoch sind. Daran sind weder die Alten noch die Jungen schuld. Aber ältere Menschen haben auch ihre finanziellen Verpflichtungen, denen sie nachzukommen haben. Sehr viele finanzieren auch in ihre Kinder, für die das - wie ich immer wieder erleben durfte - selbstverständlich ist, dass Mama und Papa während der Studienzeit für Wohnung und Verpflegung aufkommen, damit sie ihren eventuellen Zuverdienst für interessante Reise etc. verwenden können. Dann braucht man nicht jammer, dass zuwenig Geld für Familien da ist. Heute glaubt jeder, dass alles selbstverständlich ist und jedem alles zustehe. Wenn der Autor schon schreibt, dann sollte er die Dinge einmal versuchen ganzheitlich zu sehen, wobei noch, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen, noch etliche weitere Problembereich zu erwähnen wären.

Österreich hat Ideen - den Rohstoff der Zukunft!

Supan erinnerte im Form Alpbach, dass Bildung und Gesundheit die Produktivität erhöht und Produktivität die Staatseinnahmen erhöht und diese den Sozialstaat finanzieren (erwerbsfinanzierter Sozialstaat).

Das ein wichtiger und sehr pragmatischer Hinweis, der etwas bewirken könnte, weil die Politik und die Industrie praktisch NUR auf Wachstum hört!

Dem muss jetzt noch ein besonders wichtiger Rohstoff hinzugefügt werden - die Idee:

Problem: Wie kann mit den Einnahmen der bestehenden Produktivität (und nicht durch Neuverschuldung) mehr in Bildung und Gesundheit investiert werden?

Lösung: Indem man die Zinsen der bestehenden Staatsverschuldung den Bürgern zugute kommen lässt, die damit Sport, Bildung, Nachhilfestunden, hochwertige Lebensmittel, etc. nach eigenem Ermessen (Verteilungsgerechtigkeit) finanzieren.

Umsetzung: Gründung von Staatsbürgerbanken in allen EU-Staaten, die zweckgebundene "Notenbankkredite" in der Höhe der pro Kopf Staatsverschuldung zu 1 % Zinsen den Bürgern anbieten. Die Bürger dürfen damit (auf freiwilliger Basis) Staatsanleihen zu 3 % Zinsen kaufen. Der Spread von 2% wird an die Bürger ausbezahlt (in Bildung und Gesundheit investiert) - wer Kinder hat profitiert mehrfach! Der "Bürgerbonus" wird bei einer Neuverschuldung besteuert, um weiter in Bildung und Gesundheit investieren zu können...

Ideen Made in Austria :-) sind der Rohstoff der Zukunft der EU:
http://oekonetik.info/umschuldung

PS: Das sollte in Alpbach diskutiert werden!

Antworten Gast: Antisozialist
31.08.2012 12:30
0 0

Re: Österreich hat Ideen - den Rohstoff der Zukunft!

das ist ja wierder nur das Verschieben der Schulden. Es schaut auch viel zu wenig Gewinn raus.

Besser wäre eine Währungsreform.

Sommerloch ?

Offensichtlich ist die Gurkensaison noch nicht vorbei.Trivialfeststellungen sind "in."

Gast: Schon auf der Nachmittagsseite
29.08.2012 12:44
2 0

Die Alten werden es nicht mehr ....

richten in österreich(ob man will oder nicht), anscheinend die jungen aber auch nicht denn die unterkommer u. ausnutzer- party geht munter weiter,nicht erst die pension diverser leute ist das problem sondern dass sie de facto schon ihr ganzes "berufs"- leben vom staat bezahlt/erhalten werden,dies macht z.b auch die energie(lebenserhaltungskosten) so teuer weil eben nicht privatisiert wird/wurde u. dieser geschützte apparat viel geld kostet für wenig nutzen,dies erhöt auch die steuerbelastung der nettozahler(brauchen wir z.b wirklich eine solche öbb,ich nicht) !! aber sich darüber aufregen macht wenig sinn (reden sollte/kann man aber darüber) denn es wird sich früher oder später von selbst lösen dieses problem,aber vorher werden wohl noch etliche ressourcen aufgebraucht werden bis es so weit ist,3OO milliarden euro staatsschulden sind anscheinend noch nicht genug,die sozialstaat u. staatsbetriebe/staatsbanken- fete geht munter weiter !! mein fazit: auf dieses system baue ich nicht (schon lange nicht mehr),bis ich in pension gehe (wenn überhaupt) werde ich wohl von meinem erwirtschafteten leben, aber natürlich ist auch hier die voraussetzung dass der staat in dem man dies tut einigermassen funktioniert,mal schaun !!

Gast: harakiri
29.08.2012 12:29
1 2

wir haben wahrlich genug

eigene Schwätzer, müssen wir jetzt wirklich noch welche aus Deutschland haben, zumal der Hintergrund dieses " Experten "doch klar ist.

Re: wir haben wahrlich genug

und was haben sie inhaltlich zu den punkten zu sagen, die hier genannt wurden.

bloß weil er deutscher ist, heißt es noch lange nicht, dass er sich irrt!

Antworten Antworten Gast: harakiri
29.08.2012 13:37
0 1

Re: Re: wir haben wahrlich genug

aber um Gottes Willen, ich mag doch die Deutschen sehr , sondern weil er ein Schwätzer ist.

2 0

Re: Re: Re: wir haben wahrlich genug

Kurz gesagt, Sie haben inhaltlich also nichts dagegen zu sagen. Warum posten sie dann?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: HBS
29.08.2012 23:02
0 0

Re: Re: Re: Re: wir haben wahrlich genug

Weil er einer von den "eigenen Schwätzern" ist :-)))

Gast: *** Mark Poller ***
29.08.2012 12:15
5 1

So ist das eben in einer Bonzo-Gerontokratie! Das pervertierte Kartenhaus "ParteienKammerSozialstaat" mit all seinen Bürokraten-Auswüchsen gerät ins Wanken.


"Österreich gibt sehr, sehr viel für alte Leute aus und viel weniger für Familien und Gesundheit. Österreich ist viel mehr ein italienischer Staat als ein skandinavischer. Und tatsächlich sind die Österreicher auch nicht so gesund wie die Skandinavier oder die Deutschen. Die sogenannte gesunde Lebenserwartung liegt am unteren Ende Europas. Erstaunlich für ein so reiches Land."

Wenn in Österreich eine MITTLERE Beamtenpension schon 2.900,- EURO monatlich ausmacht, und dazu diese Pension mit 58,x Jahren angetreten wird und viele Jahrzehnte bezogen wird, muss man sich nicht wundern!

Kreisky und seine im Geiste hörigen Nachfolger (ALLE österreichischen Parlamentsparteien) machen aus Österreich eine Gerontokratie.

Nicht umsonst gab es die größten Proteste beim jüngsten Sparpaket gegen die Einführung der Flugticket-Steuer. Wer fliegt denn dreimal im Jahr nach Mallorca oder Co.? Die Pensionisten!

Das "arme Mutterl", mit dem immer für noch höhere Pensionen geworben wird, gibt es in Österreich nicht mehr! Denn wenn Pensionisten in Armut leben dann haben sie Hunderttausende auf irgendeinem Sparbuch liegen - oder die Angehörigen haben das Geld.

Österreich von Skandinavien lernen??

wäre relativ einfach, die besten Sachen nachzumachen. Nur für unsere Politiker ist nichts möglich, nur inhaltsloses Geschwätz und Korruption.

Gast: pächter der wahrheit
29.08.2012 12:06
1 0

Ergo: Österreich ist eine Gerontokratie

Und viele östereichische "Leistungsträger" in der Politik und Verwaltung kommen bereits als geistige Greise auf die Welt.

Nix gegen die kleinen und mittleren PensionistInnen die sich Ihre Ansprüche gerecht erarbeitet haben.

Aber etwas gegen frühpensionierte Beamte und Verwaltungsangestellte welche auf Grund von Überlastung oder lange Dienstzeiten mit einem progressiv steigenden Aktiveinkommen dann noch mit 80% in Pension gehen. Das haben diese nämlich nicht eingezahlt ins System. Genauso mit den Frühpensionierungen im Privatbereich.

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Re: Ergo: Österreich ist eine Gerontokratie

Beamte zahlen sogar sehr viel ein ins System. Nur hat der Staat nie die Dienstgeberbeiträge eingezahlt.
Eigentlich sollte das langsam allgemein bekannt sein. Aber das denkt man in den USA zur staatsbürgerschaft Obamas ebenso vergeblich - willkommene Irrtümer sind langlebig.

Gast: Politologe
29.08.2012 11:44
4 1

„Österreich ist eher wie Italien“

Und Niederösterreich wie Sizilien?

„Österreich gibt zu viel für Alte aus"

und das traurige daran ist, dass auch noch die Alten (Neugebauer, Kohl, Blecha, und wie sie nicht alle heißen...) sich als Entscheidungsträger an der Macht festkrallen und somit wird sich in Zukunft auch nichts ändern. Es sei denn sie sterben vom Sessel runter

 
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