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Zielpunkt: Kunde entscheidet, was ins Regal kommt

29.08.2012 | 13:17 |   (DiePresse.com)

Die Lebensmittelkette führt in einigen Filialen ein eigenes Regal ein, in dem nur neue Produkt präsentiert werden. Was sich nicht verkauft, fliegt raus.

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Zielpunkt will in Zukunft seine Kunden mitbestimmen lassen, welche neuen Produkte in die Regale geschlichtet werden und welche wieder rausfliegen. Die Lebensmittelkette führt in vorerst 35 ihrer rund 300 Filialen ein eigenes Regal ein, in dem nur Produktneuheiten präsentiert werden. Alle sechs Wochen soll das sogenannte "Innovationsregal" mit im Schnitt 70 neuen Artikeln bestückt werden, kündigte Zielpunkt-Chef Jan Satek am Mittwoch an.

Jene Produkte, die bei den Kunden gut ankommen, werden dauerhaft gelistet. Was sich nicht verkauft, fliegt - wie schon bisher - raus. Die Konsumenten werden dazu aufgerufen, die Produkte auf der Website www.amstartpunkt.at zu bewerten und Feedback zu geben. Darüber hinaus wurden fünf Testfamilien rekrutiert, die ein halbes Jahr lang alle sechs Wochen sämtliche Produkte zugestellt bekommen und testen sollen.

Zielpunkt will sich von "Mainstream" abheben

"Wir leiden in Österreich an einer Produktarmut", findet Satek. Eine Produktneuheit, das sei nicht, wenn ein bekannter Produzent eine neue Joghurtsorte auf den Markt bringt, stellte Satek klar. In das Regal dürften nur "echte" Innovationen. Neben heimischen sollen auch internationale Kühl-, Tiefkühl- und Trockenprodukte in das Regal, die es sonst nirgends zu kaufen gibt.

Mit der (länger geplanten) Aktion wolle man sich vom "Mainstream" des Lebensmittelhandels abheben und neue sowie mehr Konsumenten ansprechen. Als vergleichsweise kleiner Player in einer von Rewe (Billa, Merkur & Co.), Spar und Hofer dominierten Lebensmittelhandelswelt tut sich Zielpunkt schwer und verlor zuletzt Marktanteile. Derzeit stagniert das Unternehmen bei 3,5 Prozent Marktanteil. Rewe beherrscht den Markt zu fast 35 Prozent, Konkurrent Spar kommt auf knapp 30 Prozent.

Zielpunkt punktet mit Seniorentag

Im ersten Halbjahr 2012 setzte die Kette um knapp sechs Prozent mehr um als im Jahr davor, sagte Satek heute auf Nachfrage. Der Aktionsanteil sei dabei aber gleich hoch wie im Vorjahr gewesen. Zielpunkt macht etwa 30 Prozent des Umsatzes mit Aktionen. Besonders gut liefe der Seniorentag am Mittwoch. Wer vor 1950 geboren ist, bekommt einen Preisnachlass von 10 Prozent auf den gesamten Einkauf.

An dem Ziel, heuer auf EBITDA-Basis profitabel zu sein, hält Satek weiter fest. 2013 soll das auch unter dem Strich gelingen. Der Umsatz dürfte im Gesamtjahr auf 570 Millionen Euro steigen, erwartet der Zielpunkt-Chef. 2011 machte die Lebensmittelkette bei einem Umsatz von 540 Mio. Euro einen EBITDA-Verlust von fünf Millionen Euro.

(APA)

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8 Kommentare
Gast: Einziger Werbeschmäh
29.08.2012 20:48
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Die Firma entscheidet was der Kunde haben wollen könnte, und nichts anders...

Erstmal aufhören mit den Kundenkarten, und weg mit den Aktionsangeboten von nimm 2 zahl 3, und Megapackungen die keine Mensch braucht, das sind jene Punkte die am meisten stören, nur daran denken die Firma nicht im geringsten!

Es gibt noch andere Gründe warum ich es so halte wie beim jetzt in Konkurs gegangenen Drogerieanbieter, und meine sture Haltung wird da weiter bestehen!

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Der Schmäh des Jahrhunderts

Der Konsument bestimmt schon lange nicht mehr was im Regal steht ,sondern der Zentrale Einkauf und wenn die Anbieter nicht spuren dann sind sie als Lieferanten draußen .
So sieht die Realität aus.
Wer es nicht glaubt sucht einmal in Wien nach Schärdinger Vollmilch oder Joghurt ect.! viel Zeit und Spa? !!!

Re: Der Schmäh des Jahrhunderts

Es gibt in Wien auch keine Rajo-Milch und keine Zuzu-Milch, auch Poiana Florilor ist mir noch nie untergekommen.
Aber was kann man daraus schliessen? Nichts, mMn.

Hoffentlich ist die Ware im "Innovationsregal"nicht auch ständig ablaufgefährdet wie das meiste bei meinem ZP um die Ecke


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Re: Hoffentlich ist die Ware im "Innovationsregal"nicht auch ständig ablaufgefährdet wie das meiste bei meinem ZP um die Ecke

Na, solange überhaupt irgendwas in den Regalen steht.....
Bei meinem sind die nämlich meistens halb leer.

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Re: Re: Hoffentlich ist die Ware im "Innovationsregal"nicht auch ständig ablaufgefährdet wie das meiste bei meinem ZP um die Ecke

Ist das also nicht nur ein Problem der Filiale hier bei mir um die Ecke... fast abgelaufene Ware, halbleere Regale und ab Mittag kein Frischgemüse und an der Backwarentheke nur mehr Restbestände.

Re: Re: Re: Hoffentlich ist die Ware im "Innovationsregal"nicht auch ständig ablaufgefährdet wie das meiste bei meinem ZP um die Ecke

das hört sich aber auch nach Billa an ..

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Is des net eh a Nudl a Taag?
30.08.2012 09:02
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Re: Re: Re: Re: Hoffentlich ist die Ware im "Innovationsregal"nicht auch ständig ablaufgefährdet wie das meiste bei meinem ZP um die Ecke


Hobbyökonom