Täglich wird tonnenweise Gemüse vernichtet, nur weil es kleine Fehler in Form oder Farben aufweist, berichtet "orf.at". Ein Tiroler Landwirt berichtet davon, dass sich in seinem Lagerraum "Container mit Kartoffeln und Karotten, die auf Grund ihres Äußeren keinen Abnehmer finden" stapeln. Der Landwirt will anonym bleiben, weil er ökonomische Konsequenzen fürchtet.
Beim Gemüseverkauf gibt es unterschiedliche Qualitätsklassen. Gemüse der Klasse II - das kleine Fehler aufweist - wird Bauern immer seltener abgenommen, beklagt der Landwirt. Der Obmann des Tiroler Lebensmittelhandels hat seine Angaben übrigens bestätigt. Der Kunde verlange Topqualität und der Handel müsse sie liefern, sagt er laut ORF-Bericht.
Nicht einmal geschenkt...
Der Bauer schildert die Problematik am Beispiel von Karotten. Diese dürfen oben nicht zu grün und unten nicht zu spitz sein. Weist die Oberfläche zu viele Rillen auf, kommt sie seinen Angaben zufolge auch nicht in den Handel. Die Folge: Wöchentlich werden zwischen 15 und 25 Tonnen Karotten und Kartoffeln vernichtet.
Der Bauer hat sogar in einer Zeitung inseriert, um Kartoffeln und Karotten mit kleinen optischen Fehlern zu verschenken. Fazit: Nur ein einziger Abnehmer habe ein paar Karotten für seine zwei Pferde geholt.
(Red.)
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