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Telekom Austria: Investor Pecik rührt kräftig um

30.08.2012 | 16:18 |  Von Hanna Kordik (DiePresse.com)

Der Großaktionär kündigt „Veränderungen an allen Ecken und Enden“ an. Dazu will er noch ein Aufsichtsratsmandat – und ein eigenes Büro, um den Managern auf die Finger schauen zu können.

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Wien. Dienstagabend in Alpbach. Hannes Ametsreiter, Chef der Telekom Austria, ist ganz in seinem Element: In einer Pressekonferenz legt er die Zukunft des Unternehmens dar. Er redet über Synergiepotenziale in diversen Telekom-Sparten, er philosophiert über interessante Investitionsmöglichkeiten in Europa.

Das Naheliegende findet bei der Pressekonferenz allerdings nicht statt: Über allfällige Aufräumarbeiten im skandalgebeutelten Konzern verliert Ametsreiter kein Wort.

Das holt nun in gewisser Weise Noch-Großaktionär Ronny Pecik nach. „Die Situation im Unternehmen ist sehr schwierig", sagte er gestern im Gespräch mit der „Presse". Und: „Man kann davon ausgehen, dass es an allen Ecken und Enden zu Veränderungen kommen wird."

"Aktiver Investor"

Das klingt zunächst reichlich kryptisch - in Wahrheit löst Ronny Pecik aber das ein, was er schon bei seinem Einstieg in die Telekom Austria angekündigt hat: Er wolle ein „aktiver Investor" sein, sagte er damals.

Mittlerweile hat Pecik sein Aktienpaket an den reichsten Mann der Welt verkauft, den Mexikaner Carlos Slim: 6,75 Prozent sind bereits an dessen America Movil gegangen, der Rest auf knapp 22 Prozent ist noch nicht abgewickelt.

Seis drum: Pecik hat bereits Sitz und Stimme im Telekom-Aufsichtsrat, er hat die Funktion des Vizepräsidenten übernommen. Dort wird er in Hinkunft die Interessen des mexikanischen Großaktionärs vertreten.

Allerdings wird er das nicht allein machen. Wie „Die Presse" in Erfahrung bringen konnte, wird es in der zweiten Oktoberwoche zu einer außerordentlichen Hauptversammlung der Telekom Austria kommen. Die ist deswegen notwendig, weil der dann ernannte neue ÖIAG-Chef (der den scheidenden Markus Beyrer beerbt) zum Telekom-Aufsichtsratspräsidenten gekürt werden muss. Dabei soll dann auch gleich ein weiterer, zweiter Vertreter von Carlos Slim in den Aufsichtsrat gewählt werden - Oskar Von Hauske Solis, der bei America Movil für internationale Aktivitäten zuständig ist.

Mehr noch: Pecik und Aufsichtsrat Numero zwei wollen ihre kontrollierende Rolle auch durchaus gewissenhaft anlegen: Sie haben bereits um ein gemeinsames Büro in den Telekom-Räumlichkeiten ersucht. Offenbar, um mitten im Geschehen zu sein und ein wachsames Auge auf notwendige „Veränderungen" werfen zu können.

Technik-Vorstand muss gehen

Auf personeller Seite haben diese auch schon begonnen: Vor wenigen Tagen wurde der Abgang von Technik-Vorstand Walter Goldenits besiegelt. Die Trennung erfolgt im „beiderseitigen Einvernehmen", wie es so schön heißt. Goldenits hatte seine Funktion vor vier Jahren übernommen.


Man darf davon ausgehen, dass dies nicht die letzte Verabschiedung im Telekom-Management war. Am 24. September findet eine Strategieklausur statt, an der Vorstand und Aufsichtsrat teilnehmen werden. Dem Vernehmen nach werden dort weitere „personelle Maßnahmen" im Management beschlossen.

 

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40 Kommentare
 
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Re: Na

@stipi123. Also zu allererst sollte es wohl dem Unternehmen, und damit verbunden, den Kunden helfen, finden Sie nicht auch?

Re: Na

Das hoffe ich auch ...

War das nicht einmal eine "Volksaktie"? Jetzt ist sie deutlich weniger wert als zum Ausgabezeitpunkt. Das zeigt auch, dass hier Handlungsbedarf ist ...

Re: Re: Na

Langfristig sicherlich ein tolles Geschäft zum Einsteigen jetzt

gratuliere!

bravo telekom- jetzt gehts los!!

der briefträger

kommt inzwischen nur mehr 2x pro woche, höchstens 3x.

Antworten Gast: gast lupo
31.08.2012 15:46
0 0

Re: der briefträger

Was hat ein Briefträger mit der Telekom Austria zu tun.

2 0

Re: der briefträger

Das Telefon läutet immer, wenn Sie wer anruft.

Antworten Gast: Hansl
30.08.2012 17:47
4 0

Re: der briefträger

Was hat das mit der Telekom zu tun?

Gast: total crash
30.08.2012 17:02
1 0

Nau,hoffentlich haut er diesen Unternehmens-Nixkönnern

kräftig auf die Klebeln;o)

Irrtum ,die können doch "etwas",hatte ich im Überschwangvergessen,packeln,
schmieren,Freunderl ,Habara & Politiker beglücken,Tschuldig`n ;o)

Investor ............

...........heißt nur Gewinnmaximierung.Und das bedeutet wiederum nur Personalentlassungen.

Macht nix sagt die Gewerkschaft und der Staat-zahlt eh der depperte Steuerzahler.Und der soll gefälligst mehr Hackeln der ASVG- LER.

Re: Investor ............

Gewinnmaximierung ist langfristig Arbeitsplatzmaximierung!

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Re: Re: Investor ............

Leider stimmt das nicht, weil die Gewinnmaximierung bei AGs typischerweise durch Personalabbau erzielt wird. Von einem Gewinn haben ja nur Aktionäre was. Bevor es dann bergab geht, trennen sie sich von den Aktien, aber bis dahin haben sie gut verdient. Dann übernimmt das ausgesaugte Unternehmen der Staat und peppelt es mit Steuergeld wieder auf. Etc.

Re: Re: Re: Investor ............

sehe ich nicht so!

solange die gewinne brummen (siehe u.a. apple), ist das eine arbeitsplatzgrantie zu gutem lohn!

wenn die gewinne wegfallen, fällt das unternehmen um.

nur ein dummer staat kauft ein marodes unternehmen!

Antworten Gast: 547b
30.08.2012 21:17
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Re: Investor ............

Können Sie auch etwas außer gehaltloser Polemik?

Antworten Gast: Halbwissen
30.08.2012 18:09
4 1

Re: Investor ............

Gewinnmaximierung bedeutet nicht Personalentlassung !

Dann hätten ja Unternehmen mit nur einem Arbeiter ( Eigentümer ) den höchsten Gewinn.

 
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Hobbyökonom