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Österreicher misstrauen Nachhaltigkeitsversprechen

30.08.2012 | 16:35 |   (Die Presse)

Obwohl immer mehr Unternehmen sich Nachhaltigkeit auf ihre Fahnen heften, glauben österreichische Konsumenten Firmen nicht, dass sie nachhaltig wirtschaften. Nur 16 Prozent stufen ihre Bemühungen als glaubwürdig ein.

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Wien/ES. Obwohl immer mehr Unternehmen sich Nachhaltigkeit auf ihre Fahnen heften, bleiben die Konsumenten misstrauisch. Der Verdacht, dass Unternehmen mit „Greenwashing“ nur den Schein erwecken, umweltbewusst zu agieren, hat sich offenbar in den Köpfen festgesetzt. Das ergibt eine von Henkel in Auftrag gegebene Studie des Marktforschers Integral. Nur 16 Prozent der Österreicher stufen die Bemühungen der Unternehmen für mehr Nachhaltigkeit als glaubwürdig ein. Mehr als die Hälfte sind skeptisch, 28 Prozent glauben wenig bis gar nicht daran, dass die Unternehmen tatsächlich ökobewusst wirtschaften.

Nur jeder Dritte zahlt mehr

Auf die Frage, was sie persönlich tun, um nachhaltiger zu leben, antwortet mehr als ein Drittel (63 Prozent), Energie zu sparen, indem etwa elektrische Geräte ganz ausgeschaltet werden. 57 Prozent achten darauf, vorwiegend regionale Produkte zu kaufen. Aber nur rund ein Drittel ist bereit, für nachhaltige Produkte  tiefer in die Tasche zu greifen. Die Konsumenten würden zwar nicht mehr bezahlen wollen, seien aber bereit, „ein Unternehmen zu meiden, das sich nicht nachhaltig orientiert“, lautet ein Zitat von Henkel-Konzernchef Kaspar Rorsted zu der Studie. Die Anforderungen der Österreicher an Unternehmen in punkto Nachhaltigkeit sind hoch: An erster Stelle steht ein fairer Umgang mit den Mitarbeitern, gefolgt von einer umweltschonenden Produktion, der regionalen Herkunft der Produkte und Energie- und Ressourcenschonung.

In der Wiener Zentrale von Henkel CEE will man bis 2030 den Ressourceneinsatz um 30 Prozent reduzieren. Mit dem Ausbau des Zentrallagers in Meidling, von dem aus die osteuropäischen Länder beliefert werden, habe man die Wege im Vergleich zu 2005 um 560.000 Kilometer verkürzt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.08.2012)

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1 Kommentare
Gast: Silvan
31.08.2012 07:57
0 0

Nachhaltigkeit

dieser Begriff wird sehr oft missbräuchlich verwendet und ist somit unglaubwürdig!

Hobbyökonom