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Meinl Bank klagt erneut Gutachter

30.08.2012 | 17:18 |   (Die Presse)

Die laufenden Betrugsermittlungen gegen die Meinl Bank und Julius Meinl V. werden mit neuen Einsprüchen erneut beträchtlich verzögert. Gegen Gerichtsgutachter Martin Geyer wurde nun eine Zivilklage eingebracht.

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Wien/APA/red. Die Meinl Bank geht auch gegen den unterdessen dritten Gutachter in den laufenden Ermittlungen gegen sie und Julius Meinl V. mit schwerem Geschütz vor: Gegen Gerichtsgutachter Martin Geyer wurde nun eine Zivilklage eingebracht. Gleichzeitig wurde „Einspruch wegen Rechtsverletzung“ erhoben. Konkret will die Bank von Geyer wissen, wie hoch dessen Versicherungsschutz im laufenden Verfahren sei und bei welcher Versicherung die entsprechende Polizze abgeschlossen wurde.

Die Bank soll auf Geyer auch Druck über ein Schreiben ausgeübt haben, in dem dieser „persönlich und unbeschränkt“ für jeden Schaden haftbar gemacht wird, der durch sein Gutachten entstehen könnte. Laut Ansicht der Meinl Bank müsste die Deckung im laufenden Verfahren, basierend auf der Anklageschrift, 14 Mio. Euro ausmachen.

Die neuen Anzeigen dürften das seit fünf Jahren laufende Verfahren gegen Meinl und die Meinl Bank, in dessen Verlauf Meinl schon der „Abschuss“ zweier von der Staatsanwalt eingesetzter Gutachter gelungen war, weiter verzögern. Pikant: Gerade erst am Donnerstag ist ein Schreiben eines britischen Meinl-Anwalts an das Außenministerium in London bekannt geworden, in dem dieser sich unter anderem über die lange Verfahrensdauer mokiert.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Meinl und die Meinl Bank wie berichtet wegen des Verdachts des Betruges und der Untreue im Zusammenhang mit dem Skandal um die Immobiliengesellschaft Meinl European Land. Julius Meinl war vorübergehend in U-Haft genommen worden und nur gegen eine Kaution von 100 Mio. Euro freigekommen. Die Kaution ist noch immer nicht freigegeben, Meinl soll seinen Antrag darauf zurückgezogen und einen Antrag auf Herabsetzung eingebracht haben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.08.2012)

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215 Kommentare
 
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"ein Angebot, das man nicht ablehnen kann"

der 5er arbeitet nun schon mit Mafia-Paten-Methoden :-(

Hat Goldman Sachs Meinl und seine Bank auch schon unter ihre Fittiche genommen ??


Gast: tc_t
31.08.2012 10:44
3 0

wan ist diese unsägliche sache endlich erledigt und

wann endlich verschwindet diese bank.... möge der "arme, verfolgte" meinl doch endlich mit ihr nach england verschwinden... und ganz wichtig dort bleiben....

wenn er sich als verfolgten Juden darstellt,

dann schätzt er seine Situation schon als ungünstig ein. er weiß schon, dass er damit sein letztes Ansehen in der guten Gesellschaft verliert.

Gast: Analyst 829
31.08.2012 09:01
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Antisemitismuskeule gegen jüdische Wurzeln...

Gegen "Die Presse" kommt Meinl schnell in Argumentationsnot, wenn er sich beklagen sollte, dass seine Antisemitismuskeule dort als lächerlich erkannt wurde und klar gestellt wird, dass Meinl nicht wegen jüdischer Wurzeln sondern wegen des Begehens eines Verbrechens verfolgt wird, wenngleich ihm ein Rabbi vielleicht gesagt haben möge, dass es in Ordnung ist, wenn Juden sogenannte Gojim (NIchtjuden) betrüen.

"Dem Juden ist es erlaubt zum Nichtjuden zu gehen, diesen zu täuschen und mit ihm Handel zu treiben, ihn zu hintergehen und sein Geld zu nehmen. Denn das Vermögen des Nichtjuden ist als Gemeineigentum anzusehen und es gehört dem ersten [Juden], der es sich sichern kann." (Baba kamma 113a)

Nur was nun? "Die Presse" war vor über 100 Jahren noch jüdischer als "Der Standard"! Folglich könnten sich dann zwei "Juden" mit der Antisemitismuskeule die Schädel einschlagen und Meinls Argumentation bricht zusammen.

Re: Antisemitismuskeule gegen jüdische Wurzeln...

"Die Presse" war vor über 100 Jahren noch jüdischer als "Der Standard"!

kein wunder, den standard gibts ja erst seit 1988.

Ja, ja,

die ÖVP-Klientel!

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Wie sehr...

... wünsche ich mir die Wiedereinführung eines öffentlichen Pranger, um so ekelhafte Persönlichkeiten wie einen Meinl vorzuführen!!!

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Re: Wie sehr...

Ja, für Banker-Schupfen im Donaukanal ;-)

Wie lange darf so ein Verfahren laufen bis es verjährt ist?

Kann jemand die Frage beantworten?

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Re: Wie lange darf so ein Verfahren laufen bis es verjährt ist?

Soweit ich weiß nie, wenn immer wieder geklagt wird. Ist ja bei Schuldnern ähnlich.

Ist die vorsetzliche Verzögerung des Prozessbeginns nicht Grund genug die Kaution aufzuheben und Auslieferung zu beantragen?

Meinl kann sich ja in die Ecuadorianische Botschaft absetzen...

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Re: Ist die vorsetzliche Verzögerung des Prozessbeginns nicht Grund genug die Kaution aufzuheben und Auslieferung zu beantragen?

Der hat eh die britische.

6 0

Versicherung

Sie wollen die Versicherung des Gutachters wissen. DAmit die wohl genötigt werden kann, die Polizze aufzukündigen. Das darf ja alles nicht mehr wahr sein. Da ist ja die Mafia ein Gesangsverein dagegen.

Das sind keine Methoden, die ein Rechtsstaat dulden darf.

Re: Versicherung

Richtig !

Meinl, ein neues Synonym für Chuzpe !


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Re: Meinl, ein neues Synonym für Chuzpe !

"Chuzpe" ist aber ein Euphemismus angesichts dessen, was hier passiert.

Hat überhaupt nich jemand mit der Meinl-Bank Geschäftsverbindungen ??


2 0

Re: Hat überhaupt nich jemand mit der Meinl-Bank Geschäftsverbindungen ??

Ich kaufe auch keine Produkte mehr von denen seitdem das aufgekommen ist. Das muss man ja nicht auch noch unterstützen.

Gast: Graf Gudenus, Paris
30.08.2012 20:10
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Keule - als germanische Waffe?


Gast: gggggg
30.08.2012 16:46
4 0

Ja!

Urschitzens Forderung (letzter Absatz) kann man nur vehementest unterstützen!!! Da muß ohne die geringste ´Rücksicht´ (wär ja noch schöner) auf Personen aufgeräumt werden. Und derzeit weiß ich nicht, was mir mehr Probleme bereitet: die Übelkeit, die hochsteigt angesichts der Vorfälle, oder die Nackensteifigkeit vom nicht endenwollenden Kopfschütteln (u.a. natürlich auch über Meinls mehr als peinliche´Keule´. Nicht zu glauben. Aber das disqualifiziert sich so was von von selbst, da ist kein Kommentar nötig.)

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eine stärkere truppe wird erst kommen,

wenn die schwarzen ministerinnen aus der justiz und den innenministerium verjagd sind.
denn wenn es ehrlich zugeht, muß zu allererst der oberkorruptionist schüssel in den knast!

Re: eine stärkere truppe wird erst kommen,

verleumder!

Damit bedient Herr Meinl

genau jene, die soundso schon antisemitisch eingestellt sind, und das dürften nicht wenige sein. aber diesmal ist es ein Schuss ins eigene Knie des Herrn Herr Meinl: jetzt werden es mit Sicherheit noch mehr Antisemiten! Denn wer sich mit solchen Argumenten vor Strafverfolgung wegen Wirtschaftskriminalität schützen möchte macht sich doppelt schuldig, nämlich an den vielen Österreichern mit jüdischer Kultur, die einer solchen Aktion aber schon gar nichts abgewinnen können!

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Re: Damit bedient Herr Meinl

Sorry aus einem betrügerischen Juden wird doch kein Antisemitismus. Dass Vorurteile nicht zwangsläufig auf alle einer Gruppe zutreffen ist doch klar. Es kann ja auch nicht jeder Tiroler jodeln.

Gast: suppenkaspar
30.08.2012 12:25
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da man überhaupt von offiziöser Seite nichts

hört, muss man schon davon ausgehen, dass ihn
der Herr Deutsch mittlerweile fröhlich zur Schnecke gemacht und der Herr Lauder einen gesalzenen Brief abgefeuert hat.

 
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Hobbyökonom