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Rechnungshof will Nationalbank-Goldreserven prüfen

31.08.2012 | 18:33 |  NIKOLAUS JILCH (Die Presse)

Heimisches Gold ist in Basel, London und Wien – aber nicht in New York. Dass ein Teil dieses Goldes im Ausland gelagert wird, ist regelmäßig Anlass für Gerüchte und Kontroversen.

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Alpbach. Der Rechnungshof (RH) will für kommendes Jahr eine Überprüfung der Goldreserven der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) ansetzen. Gold gehöre als Teil der Währungsreserven zum „Kerngeschäft“ der OeNB und falle deswegen in den Aufgabenbereich des Rechnungshofes, sagte RH-Präsident Josef Moser am Rande des Europäischen Forums Alpbach zur „Presse“.

Diese Überprüfung des „Kerngeschäfts“ der OeNB hätte eigentlich schon 2009 stattfinden sollen, wurde aber damals wegen zahlreicher zusätzlicher Sonderprüfungen abgeblasen. Wie die Überprüfung im Detail aussehen wird, ist offen. Das Prüfkonzept liegt noch nicht vor.

 

Gold im Wert von 11 Mrd. Euro

Österreich verfügt offiziell über 280 Tonnen Währungsgold, die sich in der Obhut der OeNB befinden. Der aktuelle Gegenwert des Goldes liegt bei rund elf Mrd. Euro. Dass ein Teil dieses Goldes im Ausland gelagert wird, ist regelmäßig Anlass für Gerüchte und Kontroversen – vor allem weil die Nationalbank sich bisher weigerte, Details über die Goldlagerung bekannt zu geben.

Am Freitag ließen die Währungshüter aber wissen: Das Gold befinde sich bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel, der Bank of England in London und in den Tresoren der Münze Österreich am Wiener Stadtpark. Die Münze ist eine Tochterfirma der Nationalbank. Ihr Geschäftsgebahren wird derzeit ebenfalls vom RH überprüft. Anders als im Falle des deutschen Goldes befinde sich „kein Barren“ des heimischen Währungsmetalls in den Tresoren der Federal Reserve in New York, so ein Notenbanker. Die heikle Frage, wie viel Prozent der Goldreserven sich wo befinden, lässt die OeNB aber weiter unbeantwortet.

„Wir haben immer gesagt, es ist an den wichtigsten Goldhandelsplätzen“, sagte OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny in Alpbach. Dies seien London und die Schweiz. Daraus einen logischen Schluss zu ziehen, hätte er Zweiflern schon zugetraut, fügte er hinzu. Und: „Ich begrüße es, wenn diese Rechnungshofprüfung kommt, damit endlich das dumme Thema weg ist“, sagte der OeNB-Gouverneur am Freitag. Der Rechnungshof folgt einem aktuellen Trend. Auch der deutsche Bundesrechnungshof sowie das US-Finanzministerium bereiten „Audits“ der jeweiligen Goldreserven vor.

 

Letzte Prüfung vor 12 Jahren

„Die Nationalbank steht aber nicht per se im Pauschalverdacht, ihre Aufgaben generell nicht sorgfältig zu erfüllen“, so RH-Präsident Moser. Es lägen keine Indizien für Unregelmäßigkeiten vor. Wie genau die Überprüfung der Goldreserven sein wird, ist noch unklar.

Die entscheidende Frage, ob der RH sich tatsächlich persönlich der physischen Existenz der Goldreserven versichern wird können, kann Moser zu diesem Zeitpunkt noch nicht beantworten. „Ob Prüfungen im Ausland direkt vor Ort möglich sein werden, muss erst völkerrechtlich geklärt werden“, so Moser. Der RH hat die Goldreserven zum letzten Mal vor 12 Jahren unter die Lupe genommen – damals aber auch keine physische Überprüfung vorgenommen.

Die Amerikaner sind da schon einen Schritt weiter: Sie wollen die Goldbarren sogar stichprobenweise anbohren, um mögliche Fälschungen zu entdecken. Der Goldpreis steigt seit mehr als zehn Jahren. In letzter Zeit sind immer wieder gefälschte Barren aus vergoldetem Wolfram aufgetaucht.

Auf einen Blick

280 Tonnen Gold befinden sich in der Obhut der Nationalbank. Am Freitag ließ sie erstmals wissen, wo das Gold gelagert ist: in Wien, London und Basel. Der Rechnungshof will 2013 das „Kerngeschäft“ der OeNB prüfen. Die Goldreserven seien da ein wichtiger Aspekt, so RH-Chef Josef Moser. Ob der RH aber tatsächlich ein physisches Audit des Goldes im Ausland machen kann, ist noch offen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.09.2012)

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104 Kommentare
 
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"Gold an den Handelsplätzen"

hat nur Sinn, wenn man vor hat, es zu verkaufen.
Das hoffe ich doch nicht!!!

Also ruckzuck nach Österreich damit und jeden Barren einzeln dem Novotny auf den hohlen Schädel klopfen.

280 Tonnen Gold befinden sich in der Obhut der Nationalbank.

Und 256,8 Tonnen Gold wurden zwischen 1990-2000 im Zuge der Euro Einführung von Rot-Schwarz verkauft, d.h. der Goldvorrat wurde halbiert ; )

Interessante ist vorallem wofür das Gold verscherbelt wurde. Man kann sonst nur mutmassen: zur Budgetkorrektur um sich in den Teuro reinzukaufen.

Damit wird auch den Letzten klar warum die Rückkehr zum Schilling "Wahnsinn" wäre.
Denn es gibt weder erklärbare Gegenleistungen durch die EU noch nachhaltige Effekte von dem Verkauf der 256,8 Tonnen Staatsgold.

Sobald dem ESM die Bankenlizenz ausgestellt wurde ist der Weg frei um das letzte Tafelsilber (Staatsgold) auf dem Pokertisch zu jubeln. Glückwunsch an SPÖVP, ihr habt unseren Staat verkauft.

Re: 280 Tonnen Gold befinden sich in der Obhut der Nationalbank.

PS: nachzuprüfen hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Goldreserven#L.C3.A4nder_und_Organisationen

Gast: Man glaubt es nicht
01.09.2012 13:37
3 0

Irgendwo kugelt Gold herum, das irgendwem (vielleicht) gehört oder auch nicht

Ist ja super wie "sorgfältig" mit dem Volksvermögen umgegangen wird.

3 0

Novotny

ist das Sprachrohr der Hochfinanz und hat auf Grund seiner Tätigkeit als "Berufsberuhiger" jegliche Glaubwürdgkeit in der Bevölkerung verloren. Man kann sich nur wundern das so einer die Worte "sozial" und "demokratie" in seinem Sprachschatz hat, die SPÖ hat sich seit Kreisky zur Partei der Hochfinanz verkommen.

Gast: H77MG3
01.09.2012 10:25
6 1

Gold, nahe am all-time-high in Euro!

Die Politik hasst Gold im Privatbesitz. Denn das bedeutet Freiheit, Unabhängigkeit und Anonymität.

Die Banken hassen Gold im Privatbesitz. Sie können damit nicht hebeln und nicht zocken.

Die Versicherungen hassen Gold im Privatbesitz. Altersvorsorge in Gold bringt keine Provisionen und keine Boni.

Die Medien hassen Gold, weil sie von Politik, Banken und Versicherungen finanziert werden und kaum ein Schreiberling die Zusammenhänge versteht.

Gast: prison planet
01.09.2012 08:13
2 1

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff


Bei Morgan Stanley kündigt sich ein gröberer Tsunami an

http://www.silverdoctors.com/jim-willie-morgan-stanley-faces-imminent-failure-ruin-may-see-1st-private-stock-account-thefts/

Und wir haben den Nowotny....

1 1

hat der feine Popo wirklich "das dumme Thema" gesagt? so ernst nimmt er seine Aufgaben hier? war das hier der OeNB Governeur oder habe ich etwas falsch verstanden? so eine Sprache von so einer wichtigen Persönlichkeit zu hören ist mehr als ein rätsel. Wo rekrutieren die roten ihre Leute? In den Kloaken und Würstlpudden Wiens oder wie? *kopfschütteln*


Gast: Sapperlott
01.09.2012 07:05
1 1

Glaubt denen nicht

Wie das so geht. In der Äthiopischen Nationalbank wurden auch gefälschte Goldbestände gefunden. Alles ist möglich, also nachschauen und heimholen.

Link:

http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/in_der_zentralbank_von_aethiopien_ist_alles_gold_was_glaenzt-1.690275

Gast: Sapperlott
01.09.2012 07:03
1 1

Glaubt denen nicht

Wie das so geht. In der Äthiopischen Nationalbank wurden auch gefälschte Goldbestände gefunden. Alles ist möglich, also nachschauen und heimholen.

Link:

http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/in_der_zentralbank_von_aethiopien_ist_alles_gold_was_glaenzt-1.690275

Was machen die in der OeNB eigentlich den ganzen Tag?

Auf die fetten Pensionsbezüge warten? Die letzte Überprüfung fand vor 12 Jahren statt-also hop-hopp an die Arbeit!

Wie kann es eigentlich sein, daß nur die OeNB weiß, wo sich das Staatseigentum befindet?

Gast: Lukas
01.09.2012 00:42
1 1

der Nowotny hat das Gold schon weggeräumt

damit es mittels ESM-Vertrag an die Reichen großzügig verteilt werden kann...

1 1

Nowotny appelierte kürzlich fürs Glauben.

No Na Ned - sonst würde man ja aufs beste machtpolitische Steuerungsmittel verzichten.

Andere Nationalbanken kaufen bzw. Staaten kaufen auch Firmen und Rohstoffe. Wir stützen den Glauben.

Pööhse Spekulanten aber auch.

10 2

Physisches Gold

gehört in den Bereich des eigenen Zugriffs - alles andere ist Quatsch.

Gast: Österreicher
31.08.2012 22:14
12 2

Rechnungshof will Nationalbank-Goldreserven prüfen

Wie wäre es mit einer Heimholung?

Antworten Gast: HB4242
01.09.2012 00:04
3 1

Re: Rechnungshof will Nationalbank-Goldreserven prüfen

Wo nix iss kann man auch nix mehr heimholen .....

Gast: Jack London
31.08.2012 21:12
1 1

Die Nationalbank

würde ich in diesem Zusammenhang nicht kritisieren. Ich würde eher dem Verwahrer der Barren mißtrauen. Kann Gold sozusagen physisch weiterverliehen werden ohne dass dies auffällt. Haben die Österreicher eigens zugeteilte Abschnitte innerhalb der Tresore, oder eigene Tresore die für andere unzugänglich sind?

Gast: goldilocks
31.08.2012 21:02
8 0

Fort Knox ist leer

das österreichische Gold liegt in New York bei Goldman Sachs und bei einer Privatfirma namens "City of London" in London.

Dort ist es gaaanz sicher aufbewahrt ;-)

Gast: Wenn man 50 Euro Schulden hat, so ist man ein Schnorrer. Hat jemand 50.000 Euro Schulden, so ist er ein Geschäftsmann. Wer 50 Millionen Euro Schulden hat, ist ein Finanzgenie. über 200 Milliarden Euro Schulden haben - das kann nur der Staat!
31.08.2012 20:19
7 1

vielleicht sollte man einmal.....

....in der Löwelstraße nachschauen, ob irgendwo ein Pfandschein vom Dorotheum herumliegt!?

Gast: HB4242
31.08.2012 19:41
5 0

Also wenn es der Nowotny überprüft, da würde ich mal .....


Antworten Gast: Fall Street
31.08.2012 22:29
3 0

einen Fachmann fragen


Gast: africano
31.08.2012 18:55
0 0

Es ist nicht alle Gold ,was glänzt !!!!

z.B. vergoldete Bleibarren oder löcherige Goldbarren ,welches nur durch Röntgen festgestellt werden kann ,ob sie nicht was Anderes darinn befindet usw.
Alles ist möglich. Spitzbuben gibt es überall !

Gast: w2012
31.08.2012 18:30
0 1

Gut ausgelagert

Ihr armseligenn Poster, die nichts aber auch gar nichts verstehen. Vielleicht seit ihr nochmals froh, wenn euer Gold in anderen Ländern gelagert ist, man weiss ja nie, wann euch der grosse Bruder wieder ganz schluckt und nicht nur am Gängelband hält.

Antworten Gast: 324
31.08.2012 19:22
3 4

Re: Gut ausgelagert

den russen vertraue ich 10mal mehr als den angloamerikanern, die den bolschewiken erst zur macht verholfen haben..

Antworten Antworten Gast: Tickt noch richtig
01.09.2012 13:38
0 0

Re: Re: Gut ausgelagert

Die haben nur Uhren geklaut.

Gast: Warum nicht?
31.08.2012 18:21
1 0

Lagerort

Hm, wo ist der beste Platz für das Gold?
London ist schon mal ganz schlecht und Wien ist eindeutig zu nahe bei den Russen. Am Besten alles nach Basel, obwohl dsa könnte man es ja mit dem Nazigold verwechseln. Vielleicht möglichst nahe an der Schweizer Grenze unter einer Kaserne, so wie in Fort Knox...

 
12 3

Hobbyökonom