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Warum schweigt Stepic?

31.08.2012 | 18:33 |   (Die Presse)

Die Raiffeisen bestreitet Gerüchte, dass Stepic wegen Vorerhebungen der FMA abgelöst werden soll. Auch Stepic schweigt hartnäckig, was die Spekulationen zusätzlich anheizt.

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Wien/Höll. Die Vorerhebungen der Finanzmarktaufsicht (FMA) gegen Raiffeisen-Bank-International-Chef Herbert Stepic dürften noch länger dauern. Wie „Die Presse“ aus Raiffeisenkreisen erfuhr, hat Stepic inzwischen der Aufsicht eine Erklärung über ein Privatgeschäft in Serbien, bei dem auch die angeschlagene Hypo Alpe Adria involviert gewesen sein soll, abgegeben. Doch die Aufsicht soll sich damit nicht zufriedengeben. Denn die Darstellung von Stepic soll teilweise im Widerspruch zu den Angaben der Hypo Alpe Adria stehen, heißt es. Daher will sich die Aufsicht nun genau ansehen, was in Serbien abgelaufen ist.

Die FMA äußert sich zu den Vorerhebungen nicht. Auch Stepic schweigt hartnäckig, was die Spekulationen zusätzlich anheizt.

Am Freitag verschickte Walter Rothensteiner, Aufsichtsratspräsident der Raiffeisen Bank International, eine Klarstellung, wonach Gerüchte, dass Stepic abgelöst werde, „jeglicher Grundlage“ entbehren. Zuvor hatte die vom Staat herausgegebene „Wiener Zeitung“ berichtet, dass ihr aus dem Umfeld der RBI zugetragen worden sei, dass angeblich Karl Stoss von den Casinos Austria bald weggehe und Nachfolger von Stepic werde.

Außer dem Dementi lässt sich auch Rothensteiner nicht mehr entlocken. Der RBI-Aufsichtsratspräsident will nicht sagen, was es mit dem Serbien-Geschäft von Stepic auf sich hat. Dem Vernehmen nach soll die staatliche Hypo Alpe Adria in Serbien auf einem notleidenden Immobilienkredit sitzen. Laut einem „Credit Report“ der Hypo Alpe Adria vom Vorjahr soll Stepic über eine liechtensteinische Stiftung involviert gewesen sein.

Dem Vernehmen nach soll Stepic gegenüber der Aufsicht angegeben haben, dass er nicht über eine Stiftung, sondern über einen Treuhänder mit einem Viertel an der Immobiliengesellschaft beteiligt gewesen sein soll. Die Hypo-Finanzierung soll schon vor dem Einstieg fixiert gewesen sein. Und inzwischen soll er sich von der Beteiligung getrennt haben.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.09.2012)

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10 Kommentare
Gast: Frog
03.09.2012 22:29
0 0

Zündelei

Der Beitrag ohne Angabe des Schreibers lässt journalistische Höhe vermissen. Ebenso fehlt es an Erklärung, wieso und worüber bei dem vermeintlichen Serbien Geschäft nicht geschwiegen werden darf.

Dass Herr Dr. Stepic seine Privatinvestments nicht unter den Augen der Öffentlichkeit durchführt, hat den einfachen Grund, dass er plötzlich viele Nachahmer hätte, die dann versuchen es ihm nachzumachen. Man würde sein Engagement mit einer Empfehlung verwechseln. Man zeige mir welche anderen CEOs großer Banken ihre Investments öffentlich ankündigen. Oder sollen wir glauben, dass andere Bankbosse Ihre Einkommen auf dem täglich fälligen Sparbuch liegen lassen?

Ob und zu welchen Bedingungen eine Bank Kredite vergibt, liegt in der Verantwortung der jeweiligen Bank und deren verantwortlichen Personen. Die Hypo Alpe Adria hat sich für eine risikoaffine Kreditvergabepraxis entschieden. Wenn sie aufgrund der vermuteten Investoren Schlüsse auf das Geschäft zieht, ist das nur dann für die vermuteten Investoren relevant, wenn besagte Investoren eine Haftung übernommen haben.

Gast: Alles wird gut
01.09.2012 13:47
0 0

Finanzministerin Fekter (ÖVP) konnte sich bei allen Bankenthemen auf die Expertise von Michael Höllerer verlassen. Dieser kehrte zu Raiffeisen zurück.


Gast: Sein oder Nicht-Sein
01.09.2012 12:41
0 0

Hat er oder hat er nicht? Das ist die alles entscheidende Frage!

Liebe "Presse", spannt uns bitte nicht noch länger auf die Folter? Wir platzen schon vor Neugierde.

Der Kerl ist ja kein unbekannter....

...aber die Beamten der FMA werden ihn (mangels Kompetenz) nicht kriegen....

Gast: mmmh
01.09.2012 10:07
1 0

wie

war das noch vor ein paar tagen?
die krise ist 2015 vorbei?
wie war das noch?
vor dem hochmut kam der fall, oder nein,
mit dem unsinn kam der hochmut, neinnein,
mit dem parteibuch kam der job, abernein,
mit dem geld kam die korruption, oder wars umgekehrt?

Gast: skontist
01.09.2012 07:00
1 0

Millionengehalt und Millionenboni waren ihm halt nicht genug

er hat auch privat weitergezockt - und dies offensichtlich im illegalen Bereich. Für die machenschaften derartiger Typen durfte der Staat bei den teilweise abschreibbaren Ostkrediten Ausfallhaftungen übernehmen und den unseligen Knebelungsvertrag mit dem ESM unterzeichnen. Aber Stepic wurde für sein desaströses Ostgeschäft von den intellektuell limitierten Wirtschaftsjournalisten stets vergöttert, da kann man dann nicht mehr gesichtswahrend die facts auf den Tisch legen.
Armselig und Erbärmlich....

Gast: Zyni
01.09.2012 07:00
0 0

Du wollen Aufklärung?

steht doch vieles bereits im neuen IMF Bericht Austria. Da gruselt es einem, wie da unsere Banken im CEE gefuhrwerkt haben. http://www.imf.org/external/pubs/ft/scr/2012/cr12251.pdf und http://www.imf.org/external/pubs/ft/scr/2012/cr12252.pdf sowie http://www.imf.org/external/np/sec/pn/2012/pn12102.htm

Gast: Verklausulierungsjournalismus stiftet nur Verwirrung
01.09.2012 06:18
2 0

Es klingt, als hätte Stepic von den russischen/serbischen/kroatischen Oligarchen und Mafiosi das Privatisieren gelernt

Alles nur kleine Mißverständnisse und Zufälle, würde uns Schüssels Strahlemann erfolgsgewohnt aus dem bei den Paten beliebten Capri versichern.

Wieso braucht der versierte Bankster für ein läppisches Immobiliengeschäft einen Treuhänder (mit Briefkasten) in Liechtenstein?

Um welche Summen (Immobilienpreis? Kredithöhe? Zinssatz?) geht es dabei?

Details über die Immobilie und die Art des Geschäfts fehlen ebenfalls? Warum Serbien? Wer sind die Geschäftspartner?

Wieso finanziert er seinen Deal nicht bei Raiffeisen über günstigere Hauskundenkonditionen sondern über das pestbeulenähnliche Drahdiwaberl Kulterers?

Alles Fragen über Fragen, die die Neugierde anregen. Wir Presse-Leser warten auf heiße Neuigkeiten.

Äußerst bedenklich ist, daß just der Kasinokapitalist Karl Stoss in fragilen Finanzkrisenzeiten zum Nachfolger auserkoren wird. Denn was versteht der schon von seriösem Bankgeschäft? Mein Geld ziehe ich deshalb lieber ehestmöglich von Raiffeisen ab. Denn die wild hassardierenden Kasinokapitalisten sind die Verursacher des gegenwärtigen Finanzdebakels! Mit Stoss wird demnach der Bock zum Gärtner gemacht. Also besser Geldabheben.

Oder ist das alles nur ein Vorwand, da man Stepic feuert, weil das Ostgeschäft und damit Raiffeisen wackelt?

Mit solch miesem Gerüchte-Journalismus wird der Leser weitaus mehr verunsichert und verwirrt als informiert. Wieso recherchiert "Die Presse" nicht?


Gast: IchsTeppIch
31.08.2012 23:52
0 0

man beachte und bedenke.....

...das ist immer NUR ein Spitzerl vom Eisberg, das grosse Trumm "schwimmt", für uns unsichtbar, unter Wasser!

Gast: Verwirrter
31.08.2012 22:54
1 0

noch undeutlicher geht es wohl nicht


Das ist Enthüllungsjournalismus. Weiß jemand worum es konkret geht? Es bleibt nur das Bauchgefühl: "Hier stimmt etwas nicht".---Elender Journalismus.

Hobbyökonom