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Deutschland auf Stromhilfe aus Österreich angewiesen

07.09.2012 | 10:26 |   (DiePresse.com)

Deutschland werde noch "für die nächsten 50 Jahre" Stromlieferungen aus Österreich brauchen, sagt der größte deutsche Stromnetzbetreiber Tennet.

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Deutschland wird nicht nur vorübergehend, sondern noch "für die nächsten 50 Jahre" Stromlieferungen aus Österreich zur Unterstützung in der Energiewende brauchen. Das meint Michael Fuchs, Chef des größten der vier deutschen Übertragsnetz-Betreiber Tennet. Dabei handle es sich nicht nur um eine Aushilfe, sondern um eine Symbiose, sagte er am Donnerstagabend in Wien. Vergangenen Winter hatte Österreich dem Nachbarn erstmals mit Reserve-Kapazitäten unter die Arme gegriffen. "Die Kaltreserve aus Österreich im vergangenen Winter war notwendig, weil es vor allem um Strom an der Südgrenze Deutschlands gegangen ist", so der Tennet-Chef. Die Austro-Stromhilfe war von EVN und Verbund gekommen. Erstmals abgerufen wurde sie Anfang Dezember. Nötig wurde das durch die ersten AKW-Abschaltungen des Atomausstiegs.

In Deutschland selbst kämpft Tennet mit dem immensen und weiter stark steigenden Wind- und Photovoltaik-Stromangebot, auch weil dieses sehr starken natürlichen Schwankungen unterliegt. Die Belastung für die Netze und die Anforderungen an den Ausbau der Stromtrassen werde stark wachsen, da der Erneuerbaren-Anteil von heute 20 Prozent auf 35 Prozent klettern soll.

3800 Kilometer neue Stromtrassen nötig

Neben der Photovoltaik - allein Bayern hat laut Fuchs bereits zehn Prozent der Welt-Photovoltaik-Kapazität installiert - stellen vor allem die Offshore-Windräder im Norden Deutschlands "eine gewaltige Herausforderung" für die Netzbetreiber dar, die den Strom zu den großen Verbrauchszentren bringen müssen, die überwiegend im Süden des Landes liegen.

Zu dem Zweck haben die Übertragungsnetzbetreiber vor dem Sommer gemeinsam einen Netzentwicklungsplan vorgelegt, demzufolge 3800 Kilometer neue Stromtrassen nötig sind, etwa ein Zehntel dessen zusätzlich, was derzeit schon vorhanden ist. 2000 Kilometer davon könnten Gleichstromverbindungen sein, die sich erst über große Strecken rechnen, da dann eine Umwandlung in Wechselstrom (Drehstrom) erforderlich ist. Die Kosten für diesen Netzausbau sind mit 20 Milliarden Euro für die nächsten zehn Jahre angenommen. Laut Tennet-Chef ist das "nur ein Zehntel dessen, was wir für die Erneuerbaren ausgeben".

Strompreis: "Staatsquote" liegt bei 45 Prozent

Die Ökostrom-Einspeisevergütungen nach dem "Erneuerbare-Energien-Gesetz" (EEG), die den Betreibern für 20 Jahre gesichert seien, würden dieses Jahr bereits 17 Milliarden Euro ausmachen. Im Jahr 2005 waren es erst vier Milliarden Euro. Heuer beträgt die EEG-Umlage bereits 3,59 Cent pro Kilowattstunde (kWh), vor fünf Jahren war es erst 1 Cent/kWh. 2013 könnte der Zuschlag, den die deutschen Stromkunden berappen müssen, auf bis zu 4,3 Cent steigen, verwies Fuchs. Hinzu komme noch die Mehrwertsteuer von 19 Prozent, sodass der Bruttobetrag für die Verbraucher 6 Cent/kWh ausmachen könnte. Damit betrage die "Staatsquote" beim deutschen Strompreis - alles das, was der Staat beeinflusst - dann bereits 45 Prozent.

Tennet selbst kommt mit dem durch Wind- und Photovoltaik-Strom-Überangebot rasch nötigen Netzausbau kaum nach. "Wir blockieren nicht die Energiewende, es geht aber nicht rascher, weil die Lieferanten nicht können." Allein wegen der Offshore-Windanlagen habe Tennet zwischen 2010 und 2012 bereits sechs Milliarden Euro an Investitionsverpflichtungen eingehen müssen.

Kritik an Risikoübernahme für Netzbetreiber

Nicht tragbar sei, dass die Übertragungsnetzbetreiber dafür haften sollen, falls bestimmte für Windanlagen oder Photovoltaik nötige Leitungen nicht zeitgerecht fertig sind. Denn seit einigen Jahren ist für solche Ökostrom-Anlagen - aber nicht etwa bei konventionellen Gaskraftwerken - die komplette Risikoübernahme den Netzbetreibern vorgeschrieben. Dabei geht es um eine fiktive Abgeltung von Einspeisetarifen. Große Investoren stünden bei Tennet mit Milliarden ante portas, doch würden die ohne Risikoübernahme durch andere kein Geld zur Verfügung stellen, sofern es keine Erleichterungen bei den Haftungsregeln und der Versicherbarkeit gibt.

Tennet verfügt über ein Stromnetz von 20.392 km Länge und versorgt 36 Millionen Kunden. Im Jahr 2011 betrug der Umsatz 1,525 Milliarden Euro (ohne EEG). Das Unternehmen zählt zirka 2000 Beschäftigte.

(APA)

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45 Kommentare
 
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Gast: otto f.krammer
11.09.2012 10:33
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Strom ist am wertvollsten, da wo er gebraucht wird

..und das ist hie an der Ladesteckdose für das EV.
Damit ist auch der Wirkungsgrad am höchsten, wenn direkt aus den Solarzellen die Fahrbatterien aufgeladen werden können, nämlich über 10%, von der Sonnenstrahlung auf die Strasse.
Alles andere ist unwirtschaftlich, riskant und teuer.
Mit einem Elektroleichtfahrzeug kommt man mit einer Li-Batterie von 500Wattstunden, von Wien durch den Wienerwald samt allen Steigungen, nach Langenlebarn, das sind 31 Kilometer, dort ist diese Batterie in 1 1/2 Stunden wieder aufzuladen. Mit so wenig Leistung gehts mit keiner anderen Energiequelle. Also wird sich das durchsetzen!

Gast: sibille konrad mc strom
07.09.2012 19:53
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wenn die schwarzafrikaner weiss tragen

Gast: halalawacherl
07.09.2012 19:27 » melden» antworten
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Re: Re: Re: Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?
bei der Produktion haben sie eienen wirkungsgrad von 20 -30 % und dann verlieren sie noch 15%dann kommen 18
bis 26% der sonnenleistung an nicht sehr viel.
ausserdem kostet die erstellung des Kraftwerks auch vie viel Energie besonders die Erzeugung der Photovoltaikelementen und wenn mann bedenkt das auch diese Stromerzeugenden Elemente eine lebensdauer von 30 -40 Jahren haben
also viel strom odeR ENEGIE KUMMT BEI UNS NET ON!
OBER BITTE

sTROM bzw. ENERGIE Sparen
wäre effizienter!!!

etwa:
vom Home oder Firmen PC weg
zu Tablet braucht weniger Energie
kann auch nicht alles dann hat man eh schneller genug vom Computer ,internet und geht aufs KLO eine sitzung halten bei tageslicht!

keine sorge wir werden die deutschen freunde nicht fallenlassen!

den tatsache ist, dass sich österreich einen blackout in deutschland gar nicht leisten kann!

abgesehen davon, dass es im falle eines großflächigen blackouts in deutschland mit hoher wahrscheinlichkeit auch zu einem kollaps des österreichischen stromnetze kommen würde, würden die daraus resultierenden ausfäle der deutschen industrieproduktion österreich millionen kosten, da fast die hälfte der österreichischen importe aus deutschland stammt, und mehr als ein viertel der exporte nach deutschland gehen

somit bleibt uns eigentlich nichts anderes übrig als die deutschen mit allen mitteln bei der energiewende zu unterstützen, schon allein ums unsere wirtschaft zu schützen!

nichts desto tortz sei gesagt, dass die deutschen die energiewende viel zu überhastet angegangen sind, zu allererst hätte man einmal die netze auf forderman bringen sollen, bevor man ein windrad nach dem anderen in den nordseeboden rammt!

Tennet kostet im Jahr mehr als Stromförderung

Warum?
1) Tennet TSO finanziert teilweise das niederländische Stromnetz.
2) Tennet investiert so wenig in neue Netzstruktur wie E.ON früher. Praktisch gar nichts. Somit kommen sie mit den neuen Anforderungen: Rekuperation und Synchronmotoren nicht mehr zurecht. Ökostrom ist da nur ein kleines Problem, weil der ist auf Stunden planbar.
3) Die Anbieter könnten schon schneller bauen, aber die deutschen Anbieter haben 10 Jahre alte Technik bestellt. Daher müssen die meisten Anlagen wieder umgerüstet werden: http://www.heise.de/artikel-archiv/tr/2012/8/58_kiosk (Leider ist der Artikel nur mehr gegen Bezahlung zu haben)
4) der deutsche Staat gibt Milliarden pro Jahr für atomare Sicherheitstechnik aus. Das ist dem Umstand geschuldet, dass Tennet und die anderen nichts Neues auf die Welt gebracht haben.
5) Tennet verhindert ein vollkommen privat finanziertes Deserttec, weil sie genau wissen, dass alleine die nicht mehr anfallenden Transportverluste einer modernen Anlage innerhalb von 5 Jahren das ganze Netz amoritiseren würden

Unterm Strich ist es so, wie bei der EVN. Sie steht dem wirtschaftlichen Entwicklung des Landes aus machtpolitischen Gründen entgegen.
Es wird aber nichts nutzen, weil Siemens, Daimler und ein paar andere Große bereits das Geschäft sehen (ganz ohne Förderung) und das machen werden.

Antworten Gast: @jordi.laforge
07.09.2012 16:18
1 0

Re: Tennet kostet im Jahr mehr als Stromförderung

Sehr interressant ihre Hintergrundinformationen die man in der leider von Politlobbies kontrollierten Mainstream-presse nie zu sehen bekommt!

Das Energieproblem in österreich ist so ähnlich gelagert wie das Agrarproblem.

Durch die kleinräumige Strukturiertheit des Marktes und die Landes-kaisertümer die sich massiv voneinander abgeschottet haben sind wir heute in eine prekäre Situation geraten.
Die kleinstruktur ist nicht überlebensfähig, der Versuch der VP-Agrarlobby durch E10 und das massive Aufstellen landschaftszerstörender Windräder durch die Landespolitik selbständig was auf die beine zu stellen ist im Ansatz verwerflich.

Gegen die grossen Konzerne und deren Pläne kann ein LaKaiser Pröll oder ein Agrarminister Berlakovitsch garnix ausrichten!

In der Landwirtschaft ists ähnlich:
durch die Überförderung der Bauern wurde eine global nicht lebensfähige kleinräumige Agrarstruktur aufrechterhalten die niemals öknomisch lebensfähig wäre (Betriebsgrössen von 20 ha anstatt mind. 250 ha sinnvoll)!

Jetzt beginnen massiv ausländische Agrarkonzerne in Ostösterreich Äcker und Agrargründe aufzukaufen.

DIe ansässigen Landwirte sind paralysiert, weil sie aus Neid nicht kooperieren wollen, die Konzerne zahlen schon 50.000€/ha bei einem marktpreis von 20.000 €/h!

Man hat sich selber ein Ei gelegt, die Bauern "zu tode geschützt"...

Jetzt müssen die Bauern im Weinviertel zuschauen wie jeder Betrieb der aufgegeben wird von anonymen Konzernen aufgekauft wird (durch EU-REcht möglich).

Gast: sahara1
07.09.2012 14:56
1 2

WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

Da würde unsere schöne Umwelt von den grauslichen Windrädern verschont werden, die Afikaner dort hätten eine schöne Einnahmequelle, und wir würden mit günstiger und nachhaltiger Elektroenergie versorgt?

Trotz aller Probleme die es da zu lösen gibt finde ich etwa DESERTEC ein gutes und realistisches Projekt.

Wäre besser man würde das realisieren anstatt mit der Euro-rettung Geld in die VErgangenheit zu investieren...

http://www.desertec.org/de/

Antworten Gast: Frontschwein (pic)
07.09.2012 15:28
0 0

Re: Warum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

Weil bis letztes Jahr dort pöse Despoten geherrscht haben.

2 0

Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

Halten Sie mich ruhig für einen notorischen Schwarzseher, aber ich fühle mich nicht sonderlich wohl bei dem Gedanken, die europäische Stromversorgung in ein politisch, wirtschaftlich, sozial und religiös so stabiles Gebiet wie Nordafrika zu verfrachten.

Stellen Sie sich vor wir sind darauf angewiesen und dann kommt irgendein Lustiger wieder darauf, Frühling oder Sommer oder was weiss ich was zu spielen. Was denken Sie was das bedeutet? Dass ich meinen Ipod dann nicht mehr aufladen kann wird dann unsere geringste Sorge sein.

Unlängst habe ich mit einem Freund gesprochen, der an dem Projekt mitarbeitet, und bei allem technischen Enthusiasmus musste er eingestehen dass das momentan einfach utopisch ist. Es ist nun einmal Nordafrika, und nicht Skandinavien.

Antworten Antworten Gast: @Matze
07.09.2012 15:42
2 1

Re: Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

ICH kann sie beruhigen.

Unsere jetzige Energie die zu 2 dritteln auf ERdöl/Erdgas beruht, stammt aus noch unsichereren Gebieten.

Oder sind etwa SAudi-Arabien, Iran und Russland leichte Partner?

Desertec hätte den Vorteil dass man die anlagen und damit das Risiko über die ganze Region verstreuen könnte.

Siehe die Karte von Desertec:

Die Küste Westafrikas würde mit Windkraft genutzt (Marokko, Westsahara, Mauretanien), Solarkraftwerke würden dann in Marokko, Algerien oder Ägypten gebaut werden.

JETZT ist ja die Energieversorgung EURopas stark gefährdet, weil der Grossteil des globalen Erdöls duch die Öse der Strasse von Hormuz transportiert werden muss.

Eine Verlagerung der Energieversorgung vom problematischen Nahen Osten (Israel-problem, Syrien, Iran, Saudi-arabien) zu jetzt armen Länden im Maghreb oder sogar in der Sahelzone (?) würde eine deutliche Entschärfung bringen.

Wollen sie die Wahhabiten noch reicher machen als sie schon sind?

Und - Erdöl wird ja sowieso weiter aus Nahost importiert, Desertec wäre zunächst mal ZUSÄTZLICH aufzubauen.

wenn sich das dann 10-20 jahre bewährt, die lokalen Stammesführer ihre Krieg ausgefochten haben und ihre Solarkraftwerke brav bewachen (für Geld), könnte durchaus eine sichere E-versorgung möglich sein.

UND:
Windkraft in Russland ist zum. rein technisch eine interessante Idee.
Weite Teile Russlands sind unbevölkert, es gäbe eine gute INfrastruktur zum Energietransport nach EUropa (z.B. Wasserstoff über Bahntransport).

0 1

Re: Re: Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

Tut mir leid, schon mit Ihrem zweiten Satz haben Sie sich disqualifiziert. Zu zwei Drittel von Erdöl/Erdgas abhängig? Schlichtweg falsch.

Desweiteren vergleichen Sie Birnen mit Äpfeln. Russland, Saudi Arabien etc mögen keine angenehmen Partner sein, sind aber immer noch ein anderes Kaliber als instabile Nordafrikanische Staaten. Und wo wir gerade dabei sind, einen Ausfall der Erdöllieferungen aus den von Ihnen genannten Staaten kann man dank strategischer Reserven und alternativer Fördergebiete verkraften. Um Sie zu erinnern, aus dem von Ihnen genannten Iran bezieht Europa kein Öl mehr - und wir leben immer noch. Libyen dito.

Dabei will ich auch gar nicht für das Erdöl kämpfen oder gar religiöse Fanatiker in Saudi Arabien. Aber lieber besonnen vernünftige Alternativen entwickeln als gleich das erstbeste Projekt mit massiven Sicherheitsproblemen hochjubeln.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: @Matze
07.09.2012 17:15
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Re: Re: Re: Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

Was ich vergessen hab.

Bei der von ihnen gepriesenen Erdölwirtschaft ist die USA der Kern des Problems.

Erdöl wird bekanntlich am Weltmarkt in US-Dollar gehandelt.

D.h.: wenn ein EU-Land ERdöl aus irgendeinem Land der Welt kauft muss es US-Dollar dafür bereithalten, weil NUR mit Dollar gehandelt werden darf.

Da passt die USA ganz scharf drauf auf dass da keiner ausweicht (siehe Überfall der USA auf Irak, Lybien kurz nach der Ankündigung dieser Staaten ihr Öl NICHT mehr in US-Dollar zu verkaufen).

Die USA finanzieren sich einen Grossteil ihres unverdienten Wolhlstandes als Trittbrettfahrer im ERdölhandel und achten darauf dass ihr Dollar-Öl-Monopol NICHT angegriffen wird.
Die greifen da kurzerhand zum Flugzeugträger...

Dieses Problem wäre wohl das schlagendste Argument FÜR Desertec.

Denn - auf Elektritzität hat die USA kein Monopol wie auf den Erdölhandel.

WEnn Österreich etwa aus Marokko, Ägypten soundsoviel GWh Strom kaufen würde, könnten die USA ausser Spiel gehalten werden, und wir würden daraus einen gehörigen VOrteil lukrieren (kein Handel über den Umweg US-Dollar).

Ob die USA DA mitspielen würden?

Es wäre zu befürchten dass die USA deshalb beim AUfbau einer alternativen Energieinfrastruktur mitreden wollten oder das ganze sogar verhindern wollten.

Das müsste geklärt werden ob die USA da ihr Protektorat EU von der Leine lassenwürde (ich befürchte eher nicht, denn die USA sind auch auf die Dollareinnahmen aus den Erdölkäufen der EU angewiesen).

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: @matze
07.09.2012 16:26
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Re: Re: Re: Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

Ich kann ihnen versichern dass ein Desertec überhaupt nicht was die Versorgungssicherheit anbelangt schlechter wäre als die Erdölwirtschaft jetzt.

98% des VErkehrs der EU wird durch Erdöl allein betrieben, und können sie sich einen modernen Industriestaat ohne LKW-Verkehr und Individualverkehr vorstellen?

Ich darf den Vorwruf der Disqualifikation daher zurückgeben.

OHne Erdöl ist eine moderne Industriewirtschaft sowieso nicht zu machen, es ginge hier darum zuerst ein alternatives Projekt aufzubauen um DANN schrittweise vom Öl loszukommen.

Dass man innert einer oder 2 Generationen vom Erdöl wegkommt das glauben sowieso nur grüne Ökos oder realitätsferne Spinner...

Desertec wird von den grössten Konzernen der Welt betrieben (ua.. Münchner Rück, Siemens), und wenn DIE was angehen dann hat das HandundFuss, das können und müssen wir glauben.

Stammtischgespräche bringen nix, das sinnvollste wird sich durchsetzen, man müsste nur die verflixte Lobbiepolitik mal aus dem Energiebereich rausschmeissen!

Die moderne Telekokmmunikatino hat sich erst dann durchgesetzt als die Politik aus diesem Bereich draussen war.

Was wäre wenn die Handyfirmen in Hand der Wiener SP oder der Niederösterreichischen ÖVP wäre (so wie jetzt die EVN im exklusiven Eigentum der landeskaiserlichen Pröll-ÖVP oder die WienEnergie im Alleineigentum der Rathaussozialisten stehen)?

Wäre das sinnvoll?

Würde es überjhaupt eine sinnvolle Entwicklung im Telekombereich geben können?

qed.

Re: Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

Derzeit hängt unsere Energieversorung an
- arabischen Ländern die gerade eine Revolution durchmachen
- an Russland (spricht für sich)
- und an ein paar europäischen Wasserkraftproduzenten

Strom aus Spanien und Nordafrika würde da ein weiteres Sicherheitsstandbein aufbauen.

0 1

Re: Re: Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

Spanien ja - Nordafrika nein. Halte ich schlicht für zu gefährlich.

Übrigens, Nordafrika ist seit Jahrhunderten ein Unruheherd, was macht Sie so sicher dass sich das in absehbarer Zeit ändert? Die jüngsten Ereignisse weisen einfach in eine andere Richtung.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: @Matze
07.09.2012 17:33
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Re: Re: Re: Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

Es ist (zum Glück) vollkommen egal was sie für zu gefährlich halten oder nicht.

Rein technologisch sind Experten am Werk und keine Forumstrolle; die wissen schon was realistisch ist und nciht.

Wir brauchen uns hier (sprichwörtlich) die Forumsschädel garnicht einzuschlagen.

Desertec ist - genauso wie alle anderen Energieprojekt - leider eher ein politisches Problem als ein technisches.
Technisch wäre es sinnvoll, politisch eher unwahrscheinlich.

Schon allein das für die USA überlebensnötige Erdöl-Dollar-monopol würde die USA dazu bringen (zwingen), alles zu verhindern was etwa eine Umleitung der US-Petrodollars in Strom-EUROS nach Maghreb bewirken würde.

Es ist zu befürchten dass allein schon deswegen die SAche unmöglich werden wird!

Dazu kommt noch die Sicherheitsproblematik und die Probleme der Leitung der Energie über so lange Distanzen (bei der bekannten Abzockermentalität unserer Freunde im Süden der EU wäre zu befürchten dass die einfach die leitungen abschalten wenn sie nicht das kriegen was sie wollen, das halte ich in Griechenland oder Sizilien (mafia!!) durchaus für möglich).

Diese politischen Unsicherheiten bewirken heute etwa, dass Solarstrom in Österreich billiger zu produzieren ist als in Spanien, wegen der höheren Finanzierungskosten dort;
das macht den technischen Vorteil von 25% wieder wett...

Man sieht: Energie ist ein politisches Problem, Machtproblem, weil es um viel Macht und Geld geht und wo Fliegen sind ist auch Mist...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: @Matze
07.09.2012 16:36
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Re: Re: Re: Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

Sie sehen die Sache aus dem falschen Blickwinkel Matze.

Die Maghreb Staaten sind DESHALB unruhig weil es dort eine grassierende Armut durch ein starkes BEvölkerungswachstum gibt, und weil es wenig Erwerbsmöglichkeiten für die vielen jungen, rel. gutgebildeten Leute gibt.

Es ist ein Armutsproblem kein genuin nordafrikanisches Problem.

Saudi-arabien ist heute friedlich weil es einfach durch den Erdölreichtum gesättigt ist.
Wo man zu fressen hat werden keine Kriege geführt...

In Iran, Lybien detto.

IN Ägypten heute massive Unruhen, in Lybien wurede Gaddafi weggeputscht, das Land selber ist relativ friedlich weil es genug EInnahmen aus dem Erdölverkauf gibt.

Irak ist eine Negativausnahme wegen der Zerrissenheit zw. Shia und Sunna.
Jedoch sind selbst die fanatischen Gotteskrieger in Irak mittlerweile so gscheid die Erdölquellen NICHT in die Luft zu sprengen (wie Saddam)!

SO blöd sind die Araber heute auch nicht mehr.

Wenn in Nordafrika Solarkraftwerke/Windkraftwerke viel Geld und Wohlstand in die heute bitterarmen Maghreb-staaten inkl. Ägpyten spülen würde, würden sich die Konflikte schnell beruhigen.

DAs wäre nicht nur für die Region selber vorteilhaft sondern auch für Europa, weil die Flüchtlingswelle von dort eingedämmt werden könnte.

Es müssen sowieso HIlfen dorthin gezahlt werden um die Bevölkerung dort zu beruhigen, mit Desertec könnten 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen weden.

SEHR tiefgründig sind ihre Argument nicht, lieber Matze!

Denken sie mehr nach!

Re: Re: Re: Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

Eins habe ich vergessen

Wenn Europäer irgendwo ein Interesse hatten, dann konnte die Sicherheit sichergestellt werden.
Die Franzosen und Briten kontrollieren noch immer die Kolonien, wo sie viele Rohstoffe herbekommen.

Natürlich auch durch die Unterstützung von Dikatoren.
Da geht schon was.

Re: Re: Re: Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

Nichts macht mich sicher, aber wirtschafliche Entwicklung macht sicherer,

und was bei Desertec dazukommt:
Das Netz ist ja auch von der Türkei bis Norwegen geplant. Und schon alleine das schafft Sicherheit.

Antworten Gast: gast1984
07.09.2012 15:11
1 1

Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

Und den Strom tragen sie dann selber die 4000Km nach Deutschland?

Auch bei einer HGÜ gilt:
U=R*I,
P=U*I,
P=I²*R,
R=Rho*Länge/Querschnitt

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Re: Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

Die Verluste über 4.000 km sind nicht das Problem. Man rechnet bei Desertec mit etwa 15% Leitungsverlust.

Antworten Antworten Antworten Gast: gast1984
07.09.2012 17:22
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Re: Re: Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

15% von 2x5Gigawatt sind 1,5 Gigawatt Verlustleistung (Wärme) nur an der Leitung!!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: halalawacherl
07.09.2012 19:27
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Re: Re: Re: Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

bei der Produktion haben sie eienen wirkungsgrad von 20 -30 % und dann verlieren sie noch 15%dann kommen 18
bis 26% der sonnenleistung an nicht sehr viel.
ausserdem kostet die erstellung des Kraftwerks auch vie viel Energie besonders die Erzeugung der Photovoltaikelementen und wenn mann bedenkt das auch diese Stromerzeugenden Elemente eine lebensdauer von 30 -40 Jahren haben
also viel strom odeR ENEGIE KUMMT BEI UNS NET ON!
OBER BITTE

sTROM bzw. ENERGIE Sparen
wäre effizienter!!!

etwa:
vom Home oder Firmen PC weg
zu Tablet braucht weniger Energie
kann auch nicht alles dann hat man eh schneller genug vom Computer ,internet und geht aufs KLO eine sitzung halten bei tageslicht!

Re: Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

Und, das wichtige ist der Vergleich zum Wechselstrom:
zb: kein Skin-Effekt

In dem Fall vertrau ich den ABB-Ingeneuren die das schon ein paar mal gemacht haben.

Antworten Antworten Antworten Gast: gast1984
07.09.2012 16:01
1 0

Re: Re: Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

Es macht trotzdem keinen Sinn den Strom quer durch halb Afrika, das Schwarze Meer und dann noch quer durch Europa zu leiten!

Antworten Antworten Gast: @gast1984
07.09.2012 15:34
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Re: Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

Ja stimmt.

Technologisch ist hier aber noch nicht das letzte Wort gesprochen, Stichwort Supraleitung, oder Umwandlung der Stromenerige in Wasserstoff, etc.!

UND:
Gut, wenn die Leitungsverluste 15% ausmachen (was realistisch ist), dann stellt man halt in die unendliche Wüste Sahara 15% MEHR Solarkollektoren auf.

Wenn die Grundinfrastruktur mal geschaffen ist, dann wäre eine Erweiterung wohl das kleinste Problem.

Die heutigen Fossilen Kraftwerke haben auch nur einen Wirkungsgrad von 40% udn blasen übe die Hälfte der sündteuren fossilen Rohstoffe in die Luft...

Insofern wäre das leicht einzupreisen, weil ja Sonnenenergie, Windenergie aus diesen riesigen unbevölkerten Räumen des nördlichen Afrika keine Verluste bei der Erzeugung erleiden!

Udn - WArum nicht die jetzigen Pipelines nutzen, die Autobahnen oder Bahnstrecken um hier entlang dieser vorhandenen Wege Kabel zu verlegen?

Wäre doch sicher möglich, man müsste dann nicht die Landschaft mit den E-Fernleitungen verschandeln...

Aber wir leben leider nicht in Putins Russland wo der Kremlherr befiehlt und solche nötigen Dinge in straffer Führung umgesetzt werden; hier haben Lobbies und div. Provinzpolitiker leider vielzuviel Macht - und blockieren und blockieren und blockieren und blockieren und .....

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Re: Re: Re: WArum bauen wir nicht Alternativenergien in Nordafrika auf?

Autobahnen, Pipelines, Bahnstrecken in Nordafrika? Sie waren noch nie in dem Gebiet, oder? Das einzige nordafrikanische Land mit einer derartigen Infrastruktur war Libyen, allerdings ist die Infrastruktur dort nicht mehr zu gebrauchen.

Sie haben sich übrigens schon wieder disqualifiziert, die Sahara ist nicht "unendlich". Das mag Ihnen kleinlich erscheinen, zeugt aber von Ihrem fehlenden wissenschaftlichen background, womit für mich eine sinnvolles weiterdiskutieren nicht möglich erscheint.

 
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