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Metaller verhandeln getrennt, wollen aber einheitlichen KV

11.09.2012 | 09:28 |   (DiePresse.com)

Wie von den Arbeitgebern gefordert, verhandeln die sechs Fachverbände getrennt den Kollektivvertrag. Die Gespräche starten am 19. September.

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Die Metaller-Gewerkschaften haben nun akzeptiert, dass sie mit den sechs Fachverbänden jeweils getrennte Kollektivvertragsverhandlungen führen müssen, wie dies von der Arbeitgeberseite gefordert worden war. Zugleich wollen sie aber "das Ziel eines einheitlichen Kollektivvertrages nicht aufgeben", schreiben die Chefverhandler der Gewerkschaften Rainer Wimmer (Pro-Ge) und Karl Proyer (GPA-djp) am Dienstag in einer Aussendung.

Gestartet wird in die Verhandlungen traditionsgemäß mit der - gemeinsamen - Forderungsübergabe, die am 19. September um 14 Uhr erfolgen soll. Am Vormittag davor wollen die Arbeitnehmervertretungen Metallindustrie und Bergbau ihr Forderungsprogramm beschließen. Weitere Termine sollen bis dahin abgestimmt und nach der Forderungsübergabe veröffentlicht werden.

"Im Mittelpunkt der Verhandlungen stehen für die Gewerkschaften ordentliche Lohn- und Gehaltserhöhungen. Unabhängig von der Verhandlungsstruktur werden die Gewerkschaften die Interessen der Beschäftigten zu vertreten wissen", versichern Wimmer und Proyer.

(APA)

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8 Kommentare
Gast: Nachfragen
12.09.2012 11:09
0 0

Freiwillig

Der Ärger ist verständlich. Keine Frage.Aber über wen soll man sich ärgern???
Die Verhandlungsgemeinschaft war freiwillig! Wenn es zu einem Streik wegen der Verhandlungsgemeinschaft gekommen wäre, dann hätte es keinen rechtlichen Schutz gegeben und alle die nicht arbeiten verlieren ihre Arbeit. Ein Streik für mehr Geld ist dagegen gerechtfertigt.

Gast: Gegen Gegner kämpft man
11.09.2012 19:51
0 0

Die Gewerkschaft sollte ein wenig strategischer denken lernen.

Wenn ich ein Problem habe
schaffe ich einen Konflikt.
Henry Kissinger

Gast: Sam Applesung
11.09.2012 17:36
0 0

Gewerkschaft ohne RÜckrat

Mit sechs Verhalndlungspartnern und dem Ziel auf einen Abschluß... wie soll das gehen?

Die Gewerkschaft hat es zugelassen (oder wurde "gekauft" - es passiert ja gewöhnlich kein Blödsinn nur zufällig in diesem Land) dass sie ihre Stärke verliert. Rund 200.000 Arbeitnehmer zu vertreten ist eben was anderes als nur ein paar Tausend.

Die Metallergewerkschaft hat nach Jahrzehnten ihre Zähne verloren, die "Sozialpartner" sowieso schon lange.

Immer mehr zeigt sich, dass es nicht gut ist, dass die Vertreter des kleinen Mannes das mehrfache von diesem verdienen. Es macht einen Unterschied, ob jemand für 1500 Euro neben dem Schmelzofen steht oder für 5000 Euro im klimatisierten Katamaran (so heißt das neue ÖGB Gebäude - es ist nur gemietet) auf die Wiener Süd/Ost-Tangente schaut und eine Leistung von drei Stunden pro Arbeitstag bringt.

Gast: schüsselfekter
11.09.2012 17:22
0 0

nun ist auch schon......

.....die arbeitnehmervertretung gekauft. korruptes pack. die bonzen leben in saus und braus, hauptsache die minimalverdiener zahlen brav beitrag. kuschen, schwanz einziehen, abkassieren. und den arbeiterdodln wortreich erklären, "mehr war nicht drinn". verzetnitsch, oder wie der kasperl heißt, läßt grüßen!

Gast: Wasserlaeufer
11.09.2012 14:13
1 1

Es ist ja die alte Geschichte:

"Der groesste Feind des Arbeiters
ist der Arbeiter."

Gast: Geht es den Arbeitern gut geht es der Wirtschaft gut
11.09.2012 14:10
1 1

Die Metaller-Gewerkschaften haben nun akzeptiert, dass sie mit den sechs Fachverbänden jeweils getrennte Kollektivvertragsverhandlungen führen müssen, wie dies von der Arbeitgeberseite gefordert worden war.

Entweder sind die Gewerkschaften zu deppert zum entschlossenen gemeinsamen Handeln-oder sie haben sind schon selber gscheit verkauft.

Gast: Ein Ätzer
11.09.2012 12:44
1 1

Getrennt verhandeln, einheitlich abschließen?

Das werden die Arbeitgebervertreter allein mit abgesprochen unterschiedlicher Kompromißbereitschaft leicht zu verhindern wissen...

Ob danach sechs Chefverhandlerposten zur Nachbesetzung ausgeschrieben werden?

Gast: Clausewitz
11.09.2012 12:36
3 0

Weshalb verwundert es mich nicht...

wieder ist der Hund vor seinem Herrn in die Knie gegangen.

Hobbyökonom