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EU vor Kehrtwende bei Biosprit – E10 droht Aus

11.09.2012 | 15:07 |   (DiePresse.com)

In einem Gesetzesentwurf rückt die EU-Kommission von Biosprit ab. Damit könnte der Grund für die umstrittene E10-Einführung in Österreich wegfallen.

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Die Kritik wird immer lauter, doch Österreichs Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) will seine Pläne für die Einführung des Biosprits E10 noch nicht ad acta legen. Dass es den Treibstoff aber wie geplant bereits am 1. Oktober an Österreichs Tankstellen gibt, wird immer unwahrscheinlicher. Schließlich braucht Berlakovich noch die Zustimmung von Verkehrs-, Wirtschafts- und Gesundheitsministerium - die Minister zeigen sich aber äußerst zurückhaltend.

Und noch eine weitere Entwicklung spricht gegen die E10-Einführung. Letztere treibt Berlakovich nämlich vor allem deshalb voran, weil laut einer EU-Richtlinie 2020 zehn Prozent des Verkehrstreibstoffes aus erneuerbaren Quellen kommen muss. In Brüssel zeichnet sich nun aber eine Kehrtwende ab, weil wissenschaftliche Studien zeigen, dass Biosprit doch nicht zu umweltfreundlich ist wie angenommen. Laut einem Gesetzesentwurf, dessen fertige Fassung die EU-Kommission im Oktober präsentieren will, soll die Subventionierung von Biosprit in einigen Jahren komplett eingestellt werden. Außerdem soll der Anteil von landwirtschaftlich erzeugten Kraftstoffen bis 2020 auf fünf Prozent des Energieverbrauchs im Verkehr begrenzt werden.

"Sieg der Vernunft"

Damit könnte der Grund für die Einführung von E10 in Österreich ganz wegfallen, denn in Österreich wird bereits E5 getankt und es wären keine Änderungen notwendig. Als "Sieg der Vernunft" sieht man das Abrücken von der 10-prozentigen Beimischungsquote bei SPÖ und Grünen. Auch die Arbeiterkammer und der Autofahrerclub ARBÖ sehen ihre ablehnende Position gegen E10 durch die Nachricht aus Brüssel gestärkt und erhöhen den Druck. "Jetzt muss auch Landwirtschaftsminister Berlakovich seine E-10-Pläne endgültig aufgeben", sagte AK-Direktor Werner Muhm laut Aussendung. Für den ARBÖ "ist es höchste Zeit, dass der bis jetzt so sture heimische Minister endlich umdenkt und die Einführung von E10 in Österreich endgültig ad acta legt".

Berlakovich selbst verwies gegenüber dem Ö1-"Mittagsjournal" auf die laufenden Verhandlungen und wollte nichts dazu sagen.

(APA/Reuters)

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16 Kommentare
Gast: gast 66767
18.09.2012 14:07
0 0

Selbstbetrug!

"Denn grün sind auch Elektroautos nur dann, wenn der Strom, der sie antreibt, mit Hilfe von Wasser, Wind oder Sonne produziert wird."

Also garnicht. Denn der Strom kommt ja aus der Steckdose!

Selbstbetrug, nichts aderes!

0 0

na endlich!

schön langsam setzt sich die Wahrheit durch!

1) Essen tankt man nicht
2) CO2 - Einsparung im besten Fall 20% (80% Fremdenergie für Erzeugung und Transport)
3) Ohne Steuerbefreiung Kosten 2 1/2 mal so hoch!

Gast: Andre der Lobbyist
15.09.2012 20:20
0 0

E10 Lobby

Berlakovic ist Lobbyist der Agrana, wer glaubt da noch ans Selberdenken des Ministers: Wessen Futter ich fress, dessen Lied ich sing....

Andre

Gast: Botaniker
13.09.2012 12:12
0 0

E10 gefährlicher als gedacht...

Studien hab jetzt ergeben, dass nur ein kleiner Teil von E10 tatsächlich aus Mais usw gemacht wird. Der Rest stammt von Triffids, was das ganze nicht nur umweltschädlich, sondern auch gefährlich macht...

Und wann wird das

Glühbirnen-Verbot aufgehoben?

bis 2020

werden wir aber zu E10 gezwungen, Mr. berlakovic?

Re: bis 2020

Natürlich, denn er ist ja von Raiffeisen gekauft und die haben die Fabrik schon gekauft sowie die Lieferverträgevfür den Rohstoff schon unterschrieben, gell!

Na bitte

die EU funktioniert

Lebensmittel sind nicht fürs Auto da...

Wenn es keine "CO2-Lüge" geben würde, dann hätte man auch nie angefangen aus Lebensmittel (Raps. Mais usw.) "Sprit" herzustellen, während täglich tausende von Menschen - hauptsächlich Kinder - an Hunger sterben.

Schön wäre es, wenn alle Länder das "Kyoto-Protokoll" kippen würden und mit dem auch die "Agenda 21". - Aber das sind wohl der guten Wünsche zuviel.

Für Ernsthafte sei diese Webseite empfohlen.

http://www.klima-ueberraschung.de/

E10

Weg mit dem Dreck!

Gast: Grieg, Liszt & Händel
11.09.2012 18:32
3 0

Für den Spindelegger

wird es höchste Zeit, den Bauern - und nebenberuflichen - Umweltminister "ad acta" zu legen.
Je früher, desto besser....

Gast: pferdeschwanz
11.09.2012 18:09
5 0

finanzielle interessen

daß finanziellen interessen bei politikern wichtiger sind als die, dem wohl der bevölkerung zu dienen,ist ja eh schon bekannt...

Gast: Hellboy
11.09.2012 17:44
4 0

unser Berli,

braucht halt immer a bisser'l länger...

13 1

Kein Wunder, dass Berlakovich......

......unbedingt E 10 einführen will.

Nikica Berlaković = ÖVP
ÖVP = Raika
Raika = Agrana
Agrana = grösster Biosprithersteller Österreichs

Noch Fragen?

Re: Kein Wunder, dass Berlakovich......

Ja, was wird er jetzt wohl machen, der Berlakovich?

Antworten Gast: schüsselfekter
11.09.2012 18:22
2 0

Re: Kein Wunder, dass Berlakovich......

vollkommen richtig. und der eine oder andere groschen wird halt für den lieben kleinen niki abfallen.

Hobbyökonom