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Erstmals seit 2009: Justiz befragt Julius Meinl V.

11.09.2012 | 15:26 |   (DiePresse.com)

Die Staatsanwaltschaft Wien hat am Dienstag Julius Meinl V. zu einer umstrittenen Dividendenausschüttung der Meinl Bank im Jahr 2009 befragt.

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Die Staatsanwaltschaft Wien hat am Dienstag erstmals seit gut drei Jahren Julius Meinl V. und andere Organe seiner Bank einvernommen und sich dabei auf eine 2009 erfolgte, große Dividendenausschüttung der Meinl Bank konzentriert. Das geht aus Angaben der Meinl Bank hervor. Die Untersuchung ist ein Seitenarm der sich seit Jahren hinziehenden Ermittlungen wegen möglicher Betrugshandlungen gegen Kleinanleger der damaligen Meinl European Land (MEL).

Die Meinl Bank weist alle Vorwürfe zurück und wirft ihrerseits der Staatsanwaltschaft fortgesetzten Rechtsbruch und Schädigung der Bank vor.

Vorwurf: Untreue und betrügerische Krida

Die Staatsanwaltschaft wirft den Organen der Bank vor, durch die Dividendenausschüttung das Vermögen der Bank geschmälert zu haben, womit sie den Tatbestand der Untreue und betrügerischen Krida erfüllt haben könnten. Laut einem früheren Bericht der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) betrug die Ausschüttung damals ungewöhnlich hohe 225 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote ist dadurch um etwa 25 Prozentpunkte auf heute 17 Prozent gesenkt worden.

Meinl Bank-Vorstand Ulrich Weinzierl erklärte, die Bank sei trotz der hohen Ausschüttung heute kerngesund und doppelt so gut kapitalisiert, wie das derzeit von normalen Kommerzbanken erwartet werde. Es sei Entscheidung der Eigentümer, freie Rücklagen nach ihrem Gutdünken zu verwenden. Das Argument, dass allenfalls später entstehende Schadenersatzansprüche nach der Ausschüttung nicht befriedigt hätten werden können "würde ich höchstens gelten lassen, wenn es die Bank 2012 umgelegt hätte. Aber wir haben 2012 und wir stehen immer noch auf stabilen Beinen."

Julius Meinl V. und die 100-Millionen-Kaution

Julius Meinl V. war im April 2009 wegen des Verdachts auf Betrug, Untreue und Kursmanipulation verhaftet worden, die danach erlegte 100 Millionen-Kaution ist noch immer in den Händen der Justiz.

''Der Fünfte'': Das Leben von Julius Meinl V.

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(APA)

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12 Kommentare
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Österr. Justiz

Vielleicht ist es doch so, dass die Mühlen der Justiz langsam aber doch mahlen. Die Hoffnung des Bürgers stirbt zuletzt (was bleibt uns schon über, als so zu denken!), wobei generell die Zeit zur Rehabilitation der Justiz schon sehr weit fortgeschritten ist.

Gast: Wirtschaft und Bankenpartei
11.09.2012 19:45
4 0

Justiz befragt Julius Meinl V.

Ja dürfen sie das überhaupt?

Sand in die Augen...

so nennt man es doch, oder?

Die Betrogenen sollen wieder einmal glauben, daß Justitia erwacht ist und den Rückstand aufholen möchte.

Am 1.9. wurde im ZIB 1 berichtet, dass Staatsanwälte seit längerem Gesetztesänderungen seitens des Justizministeriums verlangten, um rascher Kontoöffnungen von Verdächtigten der Untreue, Steuerhinterziehung, Korruption, usw., durchführen zu können.
Dies werde jedoch vom (ÖVP-) Ministerium weiterhin abgelehnt!!

Der ÖVP-Verhaltenskodex dürfte in ein völlig anderes Anwendungsgebiet verpflanzt worden sein.....

Rechtsstaat, was ist das?

bim bim! da fünfa foad o ... meeeeeeeeeeeee

...

Antworten Gast: uburoi
11.09.2012 18:54
0 0

Re: bim bim! da fünfa foad o ... meeeeeeeeeeeee

endlich ein kommentar zur kommentortur.

1 0

justitia ist nicht blind, die ist auch taub, und hat ein politisches hirn!


Welch Tempo--von 2009!

Bravo--einfach nur toll unsere "ehrbaren Beamten".

Gast: John Smith
11.09.2012 17:02
1 0

Na wush,

das könnten ja fast 15.000.000 Euro Zinsen werden die der tolle Staat zurück zahlt.

Landesgericht steht in keinem Haubenmenü.

Trotzdem laden wir unseren prominenten Gast gerne wieder ein.

Wer macht mit diesem Meinl überhaupt noch Geschäfte ?

Wäre recht interessant zu wissen !

Gast: x6n
11.09.2012 15:47
1 0

Aber wir werden

doch nicht auf einmal anfangen was zu tun? Nicht doch! Wo samma denn?

Den wolens gegen den Strich rasieren!

Er lässt sich aber nicht!

Hobbyökonom