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OMV fördert doch kein Schiefergas in Österreich

17.09.2012 | 17:35 |   (Die Presse)

Umweltschützer und Lokalpolitiker im Weinviertel können aufatmen. Die UVP-Novelle mache das umstrittene Projekt im nördlichen Niederösterreich unrentabel, sagt der heimische Mineralölkonzern OMV.

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Wien/Auer. Umweltschützer und Lokalpolitiker im Weinviertel können aufatmen. Der heimische Energiekonzern OMV will im nördlichen Niederösterreich doch nicht nach Schiefergas bohren. „Wir haben schon seit einigen Monaten die Arbeit eingestellt“, sagt Christopher Veit, Geschäftsführer der OMV Austria. Unter den derzeitigen Umständen sei es „unwirtschaftlich“, Schiefergas in Österreich zu fördern.

Grund dafür ist eine Gesetzesnovelle, nach der für jede Schiefergasprobebohrung eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgeschrieben ist. Man könne ein derartiges Projekt nicht ökonomisch sinnvoll vorantreiben, wenn völlig unklar sei, wann und ob es überhaupt genehmigt werde, so ein OMV-Sprecher. In Österreich ist das Kapitel Schiefergas für das Unternehmen bis auf Weiteres abgeschlossen.

Gas für 30 Jahre

Der Mineralölkonzern weicht damit den anhaltenden Protesten der Umweltschutzorganisationen und Bürgerinitiativen, die gegen die geplanten Probebohrungen in Herrnbaumgarten und Poysdorf mobil gemacht haben. Für die OMV ist das ein nicht unbeträchtlicher Rückschlag.
Zwar sind die bisher investierten Mittel gering. Kurzfristig erspart sich der Konzern sogar die 130 Mio. Euro für die beiden Probebohrungen. Auch am eigens entwickelten umweltschonenden Förderverfahren (Clean Fracking) soll es – außerhalb Österreichs – schon Interesse geben.

Aber mittelfristig dürfte das Ende der Schiefergasplän schon schmerzen. Schließlich hoffte die OMV doch, ein riesiges Gasfeld direkt vor der Haustüre ausbeuten zu können. Sechs Kilometer unter der Erde soll im Weinviertel genug Schiefergas lagern, um ganz Österreich 30 Jahre lang versorgen zu können. Im Vorjahr förderte die OMV hierzulande 14 Millionen Fass Öläquivalent und deckte damit rund zehn Prozent bzw. 15 Prozent des heimischen Erdöl- und Erdgasbedarfs.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.09.2012)

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32 Kommentare
 
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Gast: Da Bese
18.09.2012 15:06
1 0

Landwirtschaft im Weinviertel verbieten!

Die größten Umweltschäden im Weinviertel richtet die Landwirtschaft an. Das Grundwasser ist durch Nitrat aus der Landwirtschaft verunreinigt oft sogar in einem Ausmaß, dass man von Vergiftung sprechen muss.

Die Bohnrlöcher der OMV werden seit den 1960er-Jahren gefrackt (wie jedes Bohrloch weltweit für die Gas und Ölförderung) in einer Teufe von einigen Kilometern und noch nie ist da etwas an die Oberfläche ausser Öl und Gas.

Würde man die Landwirtschaft im Weinviertel dicht machen und alle Beschäftigten der Landwirtschaft dort im Bergbau beschäftigen, wäre das für die Umwelt sicher ein großer Fortschritt, da die Böden sich erholen könnten und das Grundwasser nicht mehr vergiftet würde.

Aber die OMV ist eben kein schwarzer Konzern. Hätte die EVN, die die Niederösterreicher z. B. mit Wucherwasserpreisen betrügt, angesucht, wäre der Protest einfach niedergeknüppelt worden, so aber verbaut man tatsächlich die Zukunft einer ganzen Region.

In 100 Jahren wird man im Weinviertel beim besten Willen nichts mehr fördern können, da alles verbaut ist.

Gast: X15TN
18.09.2012 09:38
0 0

Die Protestbewegung kann zufrieden sein...

Als Belohnung entstehen bis 2030 insgesamt 1000 neue Windräder in Niederösterreich.
Im offiziellen NÖ Energiefahrplan 2030 sind 3000MW für 2030 angepeilt, macht bei Windrädern der 3MW-Klasse genau 1000 Stück:
http://www.landtag-noe.at/service/politik/landtag/LVXVII/10/1021/1021E.pdf

Gast: Gasbeobachter
18.09.2012 06:28
5 0

Lieber Gas von Putin kaufen

Die Kommunisten im gruenen Manetelchen haben also wieder einmal gesiegt. Zu feiern hinter dem Hochstrahlbrunnen, oder gleich vor dem von der Rotgemeinde Wien gepflegten Stalinddenkmal.

Gast: Parteisoldat
17.09.2012 22:16
0 4

gegen raffendes Kapital

"Unter den derzeitigen Umständen sei es „unwirtschaftlich“, Schiefergas in Österreich zu fördern."

Endlich mal klare Worte.

Die Rentite ist diesen Globalbonzen und Konzernen wichtiger als das Wohl und die Meinung der Bevölkerung.

A*schl*cher.

Antworten Gast: Parteisoldat
18.09.2012 16:03
0 0

Re: gegen raffendes Kapital

Ich glaube, ich weiß warum mein Kommentar nur Minusse bekommt.

Er kommt wohl so rüber, als ob ich für den Konzern sprechen würde, damit meinte ich aber, daß der Konzern jetzt nicht bohrt, weil es keinen Ertrag gibt.

Wenn aber die Bevölkerung gegen die Bohrungen und die Verschmutzung des Wassers protestierte, es aber trotzdem rentabel gewesen wäre, so hätten sie trotzdem gebohrt.

Antworten Gast: 3 Minus
18.09.2012 12:01
0 1

Re: gegen raffendes Kapital

Hier arbeiten sicher 3 bei der OMV. ^^

1 0

Re: Re: gegen raffendes Kapital

Also ich kann von meinem Minus sagen, nein.
Klar wird einmal etwas unwirtschaftlich, wenn andauert neue Auflangen zustande kommen die es immer teurer und teurer machen.
Wenn ich der Konzern wäre, investier ich dann auch lieber mein Geld in anderen Ländern wo dies begrüßt wird!

Also

was man in den Kommentaren liest ist hinterletzt.

Zuerst, wenn bei 6000 Meter gefrackt wird gibts die Grundwasserthematik. In den USA wird im Barrnett shale schon bei 600 Metern gefrackt und es kommt höchst selten zu Zwischenfällen. Im Prinzip ist das eine sehr sichere Methode.

Jetzt zur Rentabilität. In den USA kostet Erdgas aus shale Feldern etwa 2,5 USD/mmBtu. Da wird allerdings erstens nicht sehr tief gebohrt (die Kosten steigen mit der Tiefe exponentiel) und ausserdem hat das US shale gas einen Haufen höherwertige Kohlenwasserstoffe die sich bestens zur Benzinherstellung verwenden lassen.

Im Marchfeld ist shale sehr, sehr tief und daher sehr teuer zu fördern und ausserdem wissen wir noch nicht wie sich das gas dann zusammensetzt. Dafür sind bei ns die Erdgaspreise 4 Mal so hoch wie in the Staaten.

Aber trotzdem ist Erdgas noch wesentlich billiger als Öl. Und sauberer dazu. Bevor wir unsere Strassen mit Feinstaub aus importiertem Diesel pflastern sollten wir vielleicht doch überlegen ob heimisches Erdgas nicht besser wäre.

Gast: Fatalist
17.09.2012 20:12
4 0

Pharisäer

Wenn das Umweltschützer sind, die im ORF ihre Meinung abgaben, dann weiß ich nicht was man unter Umweltschützer versteht!
Ich kenne diese sogenannten "Umweltschützer" sie und ihre Familien haben seit Jahrzehnten die Böden in und um Poysdorf durch ihre intensive Landwirtschaft verseucht, und sie sind die größten Subventionempfänger!

Gast: Da Bese
17.09.2012 18:37
4 0

Fracking heißt nur aufbrechen!

Jedes Bohrloch wird seit Beginn der 1960er-Jahre gefrackt! Was soll der Unfug der Umweltbehörde? Da wollte man offensichtlich nur Erdöl indirekt verteuern und ein paar überbezahlte Umweltjobs für unnötige Grünossen schaffen, die alle nur mehr nerven mit ihrer grenzenlosen Dummheit, die dazu führt, dass nun eben in Russland die Umwelt wirklich vermehrt zerstört wird und wir alle dafür noch käftig zahlen.

mit Chemikalien versetztes Wasser

fahrlässig ,genau
Fracking ist sicher ,Atomkraft auch ,aber sicher
wenn das Grundwasser verseucht ist,kann man von fahrlässigkeit sprechen
aber eine UVP macht das ganze natürlich unrentabel
was für ein lächerliches Argument

Antworten Gast: Insidöl
17.09.2012 19:17
3 0

Re: mit Chemikalien versetztes Wasser

Zwischen den grundwasserführenden Schichten und einem Reservoir liegt eine vierstellige Meterzahl in Form von meist massivem Gestein.

Solange das Bohrloch gut abgedichtet ist und hier nicht gespart wird (siehe einzelne Löche in USA), ist das Risiko relativ gering.

12 1

Fahrlässig!

"Damit hätte Österreich 30 Jahre lang zur Gänze mit Gas versorgt werden können." Das wird vermutlich von denselben ahnungslosen Schreibtischtätern verhindert, die sonst Mineralölsteuern, Energieabgaben, Glühlampenverbote und Feinstaubhunderter erfinden.

Re: Fahrlässig!

Korrekt!

Grüner Umweltwahn zerstört unsere Wirtschaft!

Re: Re: Fahrlässig!

wenn sich die omv keine uvp zutraut, hat das seine gründe, ich bin jedenfalls froh dass dieses primitive verfahren nicht angewendet wird.

Primitiv?

Das ist High Tech.

Eine UVP ist ein reines Verhinderungsinstrument für professionelle Bedenkenträger, Florianijünger und Partikularinteressenten - kein vernünftiger Mensch tut sich oder anderen soetwas an.

Gast: Insidöl
17.09.2012 15:46
10 1

...und wieder mal gibt Österreich die Chance auf eine Technologiefürhrerschaft viel zu leicht ab.

Der an der Montanuni Leoben entwickelten Technologie fehlt die Praxiserprobung.

Hier werden nun wieder andere Nationen führend sein. Eigentlich unglaublich, dass einer der führenden Ölfeldausrüster Schöller Bleckmann von Österreich aus die Welt eroberte. (naja, ist aber auch schon lange her)

10 9

Danke, Ökogesocks, daß wir wieder einen Schritt weiter von der Unabhängigkeit entfernt sind.

Hauptsache eure windigen Klientenfirmen, die mit untauglichem Solarzeugs spielen, bekommen reichlich Förderungen. Der Teufel hole euch alle.

4 13

Wird halt bissl Gift ins Erdreich gepumpt.

Für ein kleines bisserl mehr Unabhängigkeit. Suchen sie doch einfach mal auf youtube oder google nach dokus über fracking. Vor allem die Ergebnisse aus den USA können sich da sehen lassen. Grundwasser vergiftet. Bei manchem kann man das Wasser aus der Wasserleitung anzünden.

2 0

Re: Wird halt bissl Gift ins Erdreich gepumpt.

Ah, das anzündbare Wasser aus "Gasland" mal wieder.

Was der Film "Gasland" leider nicht dazu sagte (weil es halt ein Öko-Propagandafilm ist der es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt) ist die Tatsache, dass das Wasser in dieser Gegend schon lange vor dem Fracking anzündbar war. Da gibt es Behördenschreiben aus den 50ern die vor dem hohen natürlichen Methangehalt im Grundwasser warnen und dieses Methan steigt natürlich durch die Leitungsrohre bevorzugt nach oben. Mit Fracking hat das aber genau gar nichts zu tun.

Re: Wird halt bissl Gift ins Erdreich gepumpt.

Viel gefährlicher sind EHEC-Bakterien

auf Bio-Öko-Sojasprossen,

denn daran sind SOGAR viel mehr Menschen gestorben

als beim Atomunfall in Fukushima!

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Und? Werden Ehec-bakterien beim fracking eingesetzt?

Oder was wollten sie ausdrücken?

1 0

Re: Und? Werden Ehec-bakterien beim fracking eingesetzt?

Dann wissen sie aber auch in welcher Tiefe in den USA Fracking betrieben wird und in welcher Tiefe die OMV es vor hatte !!! Bitte vergleichen sie nicht Äpfel mit Birnen !!

Gibt es eigentlich

Umweltverträglichkeitsprüfungen bei dem Bau von Windflodern,die täglich Vögel und Fledermäuse töten?

Antworten Gast: X15TN
17.09.2012 15:12
1 2

Re: Gibt es eigentlich

Könnens nicht googeln?
http://igwindkraft.at/index.php?mdoc_id=1000165

Re: Re: Gibt es eigentlich

Und warum werden dann diese Mordfloder zugelassen?
Oft scheitern Wasser-Energieprojekte wegen dem Brutgebiet von einer seltenen Vogelart, aber der tägliche Vogel-bzw.Fledermaus-Mord durch die Windfloder ist den Grünen anscheinend egal,denn es geht ja um ihre Pseudo-Öko-Energie.

 
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Hobbyökonom