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Berlakovich: "E10 ist eine Klimaschutzmaßnahme"

18.09.2012 | 10:41 |   (DiePresse.com)

Der Umweltminister musste die Einführung des umstrittenen Biosprits aussetzen. Er hält es aber realistisch, dass E10 "zu einem späteren Zeitpunkt" kommt.

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Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) hat zwar am Montag die Einführung des umstrittenen Biotreibstoffs E10 ausgesetzt, bis die Situation auf EU-Ebene geklärt ist. Er hält aber am umstrittenen Treibstoff fest. E10 sei eine Klimaschutzmaßnahme, bekräftigte er am Dienstag im ORF-"Morgenjournal". Auch die EU-Kommission "sagt nicht, dass E10 nicht eingeführt werden soll, sondern dass Biotreibstoffe generell einer neuen Bewertung unterzogen werden", so Berlakovich. "Zum Stand heute ist es durchaus realistisch, dass E10 nicht jetzt, aber zu einem späteren Zeitpunkt kommen kann".

In der "ZiB2" am Montag bekräftigte Berlakovich, er halte Biotreibstoffe, welche nicht für Lebensmittel geeignet sind - etwa Sprit aus "minderwertigem Getreide" - für sinnvoll. Daraus würden derzeit schließlich auch Stärke, Alkohol und Zitronensäure hergestellt. Wenn allerdings Biotreibstoff "aus dem brasilianischem Dschungel kommt", dann sei es schon unökologisch.

Kein Grund für Rücktritt

Er selber habe bei der Einführung keine Fehler gemacht sondern "nur konsequent umgesetzt, zu was sich Österreich verpflichtet hat". Für einen Rücktritt sieht Berlakovich keinen Grund, da E10 "nur eine von vielen Klimaschutzmaßnahmen" sei. Berlakovich hatte lange an E10 festgehalten, obwohl er abgesehen von der Agrarlobby kaum noch Unterstützung hatte. Mit seiner gleichzeitigen Funktion als Agrarminister und Bauernbundfunktionär oder einer Nähe zum Raiffeisen-Konzern habe sein langes Festhalten an dem von den Agrariern geforderten Biotreibstoffen nichts zu tun. Vorwürfe in diese Richtung seien "genauso falsch wie lächerlich".

Die Umweltorganisationen, die massiv gegen E10 aufgetreten sind, seien "Verhinderer", wenn es darum gehe, Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen. Am Welthunger seien Biotreibstoffe "kaum" verantwortlich, vielmehr sei die "Zocke mit Lebensmitteln" schuld, sagte Berlakovich.

Unterschiedliche Meinungen in EU-Kommission

Berlakovich will die Diskussion nun "auf europäischer Ebene proaktiv führen". Auch in der EU-Kommission gebe es unterschiedliche Meinungen, ob die Beimischung von zehn Prozent pflanzlichem Treibstoff sinnvoll ist oder nicht. Brüssel werde im Oktober einen neuen Vorschlag machen, die Mitgliedsländer werden dann ein Jahr Zeit haben, darüber zu diskutieren. Sollte diese Diskussion ergeben, dass andere Klimaschutzmaßnahmen mehr Sinn machen, dann müsse man sich das überlegen.

(APA)

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61 Kommentare
 
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Oh mein Gott

das Berlkovich blubbert schon wieder sinnlos herum!!

s.g. Hr. Berlakovic !

E 10 ist eine Agrarförderungsmaßnahme, sonst nichts. aber das wissen Sie in Ihrer Funktion als Agrarminister besser als jeder andere. Und im Übrigen : das Klima beeinflussen wir sowieso nicht, aber der Mensch leidet nun einmal von Haus aus an Selbstüberschätzung.

Erlöst ihn (und uns) endlich von seinem Amt

Er konnte doch vielleicht Bürgermeister von Nebersdorf im Burgenland werden, das entspricht seiner Schuhgröße. Das Ministeramt ist ihm eindeutig einige Schuhnummern zu groß.

Vielleicht sollte ihm auch jemand erklären, dass er nicht in der Funktion des Bauerninteressenvertreters agieren soll, sondern auch Umweltminister ist. Und als solcher müsste er dem Bauernvertreter Berlakovich in die Hand greifen und sagen: Schweig lieber, und geh.

Jetzt kommt er

wieder mit seinem Klima-Wahn.

Ab auf die Baumgartner-Höhe mit diesem Herrn!

Gast: mehrhatsnicht
18.09.2012 16:09
4 0

der ist genauso verlogen

wie seine kollegen.

Gast: Ceterum
18.09.2012 15:57
5 1

E10 ist eine Klimaschutzmaßnahme...

...und Herr Berlakovich ein Würschtl der Bauernklientel.

2 0

Oesterreichs Bildungselite am Werk


Gast: Frank L.
18.09.2012 14:56
9 2

Berlakovich absetzen ist eine noch viel bessere Klimaschutzmaßnahme!


Antworten Gast: Bänkster
18.09.2012 15:31
1 0

Re: Berlakovich absetzen ist eine noch viel bessere Klimaschutzmaßnahme!

stimmt leider.

Berlakovich ist eher ein Landwirtschafts- oder Wirtschaftsminister (Agrana) als ein Umweltminister.

Für ein entwickeltes (und an Wasserkraft) reiches Land wie Österreich, sind die kläglichen "Fortschritte" beim Klimaschutz und das ständige Verfehlen der Kyoto-ziele eine Peinlichkeit.

Solche "Ergebnisse" bringt man nur, wenn hier keine Fortschritte erreichen will, weil man der irrtümlichen Meinung ist, es könnte den Bauern oder Wirtschaft schaden....

crime

E10 ist ein verbrechen

Gast: Unkenntliche
18.09.2012 14:42
7 1

..ist eine Klimaschutzmaßnahme...

..

Herr BM das ist keine Klimaschutzmaßnahme sondern eine versteckte Bauernförderung die der dumme Steuerbürger wieder bezahlen muss.

Bleiben Sie bei der Wahrheit. Sie sind doch in einer christlichen Partei. Da war doch mal eines der zehn Gebote: "Du sollst nicht lügen"..

Passt irgendwie...

Re: ..ist eine Klimaschutzmaßnahme...

du sollst nicht lügen?? wo steht das?
das ist keines der 10 gebote..
da sie so schlecht aufgepasst haben im religionsunterricht werden sie in der hölle sieden und bruzzeln

Antworten Antworten Gast: Unkenntliche
18.09.2012 15:12
2 0

Re: Re: ..ist eine Klimaschutzmaßnahme...

..es steht geschrieben...

8. Du sollst kein falsches Zeugnis geben.


Gast: Denkfabrik am Wörthersee
18.09.2012 14:15
4 1

Berlakovich: "E10 ist eine Klimaschutzmaßnahme"

Warum werden keine Autos gebaut
die mit der warmen politischen Luft
der ÖVPler billig betrieben werden?

"Klimaschutzmaßnahme"?

Wer immer vom "Klimaschutz" spricht, macht in Wirklichkeit überhaupt nichts gegen den Klimawandel.

Das Klima ist die Summe aller Wettererscheinungen an einem bestimmten Ort, gemessen über eine bestimmte Zeit.

Das Klima kann kein Mensch schützen. Schützen können wir uns aber vor den Auswirkungen des Klimas, durch einen Regenschirm, durch Dächer über unseren Behausungen, Heizungen und so weiter...

Gast: Johann S
18.09.2012 13:52
4 1

Dieser Herr

hat das deutsche Desaster mit E10 vollkommen verdrängt.

Gast: 88Bs
18.09.2012 13:38
3 0

Eher Klimaschutzlüge der Bauernlobby

als effektive Maßnahme, aber bitte.

1 5

abwarten

wenn die Treibstoffpreise Richtung 3 bis 4 Euro wandern, schreit das Volk selber nach E10. Oder fahren dann alle Einfamilienhausbewohner mit den Fahrrad?

Re: abwarten

Warum sollten wir dann nach E10 schreiben wenn das noch teurer ist als normaler Sprit?

0 0

Re: Re: abwarten

müssen sie in kaufen?
Alternativen, Wettbewerb, ...

3 1

Der Bauern-Raiffeisen-Minister


Der Top-Minister Berlakovich missbraucht natürlich auch die Umweltpolitik um seinem Bauern-Klientel und Raiffeisen noch mehr Steuergelder in die Taschen zu schieben. Er selbst und alle seine Verwandten langen ja auch ganz gewaltig zu.

Er wird uns sicher demnächst weis machen wollen, dass Diesel dann nicht gesundheitsgefährdend ist, wenn es sich um Biodiesel handelt. Weshalb zwangsweise der Anteil von Biodiesel auf 25% erhöht werden muss.

Die Giebelkreuzler und die Bauern werden ihn dann zum nächsten Finanzminister machen, damit sie noch direkter am Steuergeld-Topf sitzen.

Gast: The Lopatka Bush Foundation
18.09.2012 13:06
0 0

“Sehen Sie, in seiner Arbeit muss man ständig Sachen nochmals und nochmals wiederholen, damit die Wahrheit verstanden wird, das ist so etwas, wie die Propaganda katapultieren.”

Die Achse der Intelligenz?

Der Bauernvertreter Berlakovich hats nocht nicht geschnallt. E 10 ist tot und das ist gut so.


ja eh,

E10 schützt das klima zwischen övp und bauern.

zahlt die agrana/raiffeisen zu wenig?

... never forget: övp = korruption!

Solche Ansagen lassen uns keine andere Wahl!

Am besten wäre wahllos aus der Bevölkerung die Ministerposten zu besetzten, denn dann kann man noch eher davon ausgehen, dass da was zustande kommt.
Solche Leute wie der Berlakovich müssen des Amtes verwiesen werden, sie sind eine Schande für dieses Land.
Bitte befreit uns von diesem präpotenten Typen.

Gast: gast 1
18.09.2012 11:49
6 0

setzen - fünf


wenn für "bio"-sprit regenwälder abgeholzt
werden, kann sich das mit dem klimaschutz nicht
ausgehen...

noch so ein ministerposten den man ersatzlos
streichen könnte...

Falsch am Platz

Wie kann einer, der so wenig Ahnung von irgendwas hat, Minister sein?
Ah, genau das Parteibücherl macht’s!
Gebt in eine Duplobox fürs Büro da kann er wenigstens keinen Schaden anrichten!

6 0

Re: Falsch am Platz

Vorsicht bei dem Vorschlag mit den Duplosteinen. Der gute Mann ist berüchtigt für seine Wutanfälle.

Gast: DER ADVOKAT
18.09.2012 11:28
7 0

GRENZWERTIGE INTELLIGENZ

Wir haben in Österreich ja viele Politiker/Innen, deren Intelligenz-GRENZWERTIG IST!!
Aber Berlakovich kämpft eindeutig um einen Spitzenplatz, und, ob das wohl ein Zufall ist, mit einem ANDEREN BURGENLÄNDER, einem Sozi in diesem Fall-Norbert DARABOS um den absoluten Spitzenplatz!
Mit der Aussage E10 sei eine Klimaschutzmaßnahme gehört dieser UNSÄGLICHE an den öffentlichen Pranger, mit allen Rechten für die zornigen Wahlbürger-und-ich meine damit spitzfindigere Strafen-ALS BLOSS ANSPUCKEN!!

3 0

E10 ist eine Klimaschutzmaßnahme

... geauso wie Atomstrom ....

5 0

Re: E10 ist eine Klimaschutzmaßnahme

Also das E10 keine Klimaschutzmaßnahme ist, mit dem haben Sie sicherlich recht. Wobei Atomstrom ja wirklich klimaschonende ist, wenn man von der Annahme ausgeht, dass CO2 ein Treibhausgas ist. Natürlich muss berücksichtigt werden, dass Atomkraftwerke ein gewisses Risiko sind welches durch hohe Sicherheitsmaßnahmen reduziert werden kann.

0 2

Re: Re: E10 ist eine Klimaschutzmaßnahme

... und damit wird Atomstrom unbezahlbar!

Gast: Hellboy
18.09.2012 11:20
3 0

"Er selber habe bei der Einführung keine Fehler gemacht sondern "nur konsequent umgesetzt..."

@ Niki,

den Spruch kennen wir von frueher - "reine Pflichterfuellung" und so.

Hausverstand wohl Fehlanzeige ?

Re: "Er selber habe bei der Einführung keine Fehler gemacht sondern "nur konsequent umgesetzt..."

wenn dich die weltbank, die ezb und die eu mal in der mangel haben...

höhere steuern sind

auch eine budgetsanierungsmassnahme. wie man an diesem bsp in anderen ländern sehen kann, aber ähnlich kontraproduktiv: konsmenten verzichten auf konsum und trotz höherer steuersätze macht das unterm strich sogar weniger steuereinnahmen.

nicht jede massnahme ist automatisch gut, nur weils am papier stimmt.

 
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Hobbyökonom