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Facharbeiter: Ausländer dringend gesucht

18.09.2012 | 17:20 |   (Die Presse)

Den Bewerbern mangle es oft an Einsatzbereitschaft und Mobilität, so die Wirtschaftskammer. Daher sucht man jetzt im Ausland. WKO und Industriellenvereinigung fordern eine Ausweitung der Rot-Weiß-Rot-Card.

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Wien/hie. Der Facharbeitermangel wird zunehmend zum Problem für die heimischen Unternehmen. „Wenn wir das Problem nicht in den Griff kriegen, bedeutet das zusätzliche Wachstumseinbußen“, sagte Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer (WKO), am Dienstag. Im nächsten halben Jahr würden die österreichischen Betriebe 148.000 zusätzliche Mitarbeiter benötigen. Besonders gefragt sind Arbeitskräfte mit Lehrabschluss (89.000). Gesucht werden zudem 14.000 Hilfskräfte, 8000 Uni- oder FH-Absolventen, 8000 Maturanten und 29.000 Lehrlinge. Bedarf bestehe vor allem in technischen Berufen, im IT- und Managementbereich, der Kommunikationstechnologie und im Dienstleistungssektor.

Laut einer Umfrage der WKO findet ein Drittel der österreichischen Betriebe schon jetzt in manchen Bereichen keine geeigneten Bewerber. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Lage verschärft. Es bestehe aber nicht nur ein Mangel an Qualifikation. Den Bewerbern fehle es häufig an Einsatzbereitschaft und Leistungswillen. Vor allem die Mobilität stelle oft ein Problem dar. Das sei etwa für den Tourismus ein großes Problem: „Sie werden keinen Wiener oder keine Wienerin finden, der oder die in Tirol in der Gastronomie eine Lehre macht. Aber Ostdeutsche sind dort“, so Hochhauser.

Deutlich mobiler werden potenzielle Arbeitskräfte in EU- und Drittstaaten eingeschätzt, in denen die Lage auf dem Arbeitsmarkt wegen der Krise schlechter ist als hierzulande. Etwa ein Fünftel des Arbeitskräftebedarfs könne nicht durch das Angebot im Inland gedeckt werden. Deshalb will man jetzt Arbeitskräfte im Ausland anwerben. Potenzial gebe es vor allem in Portugal, Spanien, Griechenland, so der Bevölkerungsexperte Rainer Münz auf der Pressekonferenz der Wirtschaftskammer. Laut Münz würden die Goethe-Institute von auswanderungswilligen Spaniern gestürmt, die Deutsch lernen wollten.

Hochhauser zufolge wolle man sich auch in Bosnien und Serbien, aber auch in Mexiko verstärkt umsehen. Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung fordern daher eine Ausweitung der Rot-Weiß-Rot-Card auf Bachelorabsolventen. Bislang können die Karte nur Absolventen von Diplom- und Masterstudien aus Drittstaaten beantragen, die mehr als 1903 Euro verdienen. Seit 1. Juli 2011 sind laut WKO 2000 Bewilligungen erteilt worden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.09.2012)

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32 Kommentare
 
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Gast: Kibietz
18.09.2012 16:28
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Einfaches Rezept

Es gibt fast 400.000 Arbeitslose in Österreich und statt sie in die AMS Deppenkurse zu schicken könnte man sie zu Fachkräften ausbilden lassen. Schwupps Problem gelöst!

Studierende sollen auch in Österreich arbeiten, zumindest 10 Jahre lang, schließlich finanziert der Staat auch Ihr Studium.
Zusätzlich könnten Akademiker 1% Ihres Verdienstes den Unis zukommen lassen um auch zukünftigen Generationen ein qualitativ hochwertige Ausbildung zukommen zu lassen.

Gast: Presseleser
18.09.2012 16:04
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„Eine österreichische Wirtschaft“


Ab 45 beginnend wird man in Österreich
von der sogenannten „Wirtschaft“ als vertrottet, verkalkt, senil angesehen.

ps. Fragen Sie die vielen Top-Fachkräfte, gemeldet beim AMS, die diese „österr. Wirtschaft“ nach duzenden, erfolglosen Bewerbungen nicht mehr verstehen.

Jaja, der Jugendwahn!







Gast: gast1984
18.09.2012 15:39
4 0

So ein Mumpitz!


Gast: Konrad44
18.09.2012 15:18
4 0

Ich glaube KEIN Wort davon

denn: es ist kein Problem diese Arbeitskräfte in der EU anzuwerben. In Spanien, Portugal suchen die Menschen verzweifelt, selbst aus der ehemaligen DRR wandern sie aus. Bleibt das Problem der Sprache. Das aber ist bei Rumänen nicht schlimmer als bei Kanadiern, Indern, Peruanern oder Indonesiern. Und für Lehrabschluss (Abschluss einer Lehre?) brauch ich kein Studium d.h. der Hinweis auf Studienabsolventen ist irrelevant. Aber vielleicht ist der ganze Artikel in Schieflage.

Antworten Gast: Kibietz
18.09.2012 16:33
2 0

Re: so ists wieder auch nicht

Ö hat genügend Arbeitslose die man umschulen und höherqualifizieren könnten, da brauchen wir keine ausländischen Fachkräfte. Die gibts ohnehin schon zur Genüge im Land.

Und warum sollte jemand nicht nach abgeschlosserner Lehre studieren wollen?Vielleicht gibts dann weniger Fachtrotteln unter den Akademikern wenn sie auch einen gescheiten Beruf erlernt haben.

Re: Ich glaube KEIN Wort davon

ganzer artikel in schieflage? die ganze presse. seit ca 2 monaten...

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Re: Re: Ich glaube KEIN Wort davon

Richtig.
War aber bei dem neuen CR auch zu erwarten.

 
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Hobbyökonom