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Al Jaber will Beteiligung an Textilhersteller Backhausen

19.09.2012 | 10:17 |   (DiePresse.com)

Der austro-saudische Investor Mohamed Al Jaber will beim Traditions-Textilhersteller Backhausen einsteigen. Ein verschobener Termin sorgt für Erstaunen.

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Der austro-saudische Scheich und Investor Mohamed Al Jaber steigt beim österreichischen Traditionsunternehmen Backhausen ein. Seine Tochter Mashael will er nicht nur zur Miteigentümerin in dem Textilunternehmen machen. Sie soll auch als künftige Co-Geschäftsführerin der Firma Backhausen fungieren.

Das schreibt die bisherige Eigentümerfamilie Backhausen in einer Mitteilung. Auslöser dafür war freilich eine andere Information: Al Jaber habe Backhausen davon informiert, dass die für Freitag geplante Pressekonferenz in Wien von Freitag auf Montag (24. September) verschoben werden musste. Er müsse an einer "wichtigen, kurzfristig angesetzten politischen Konferenz in Saudi-Arabien teilnehmen".

Finanzdetails nicht bekannt

In dem Pressegespräch wollen Al Jaber, seine Tochter und die renommierte Stoffproduzentenfamilie Backhausen die Strategie des neuen Investors für den österreichischen Betrieb vorstellen. Zu den Finanzdetails ist bisher nur wenig bekannt. Es gilt als sicher, dass auch die Hausbanken an einer finanzkräftigen Partnerschaft für Backhausen höchst interessiert sind.

Die kurzfristige Verschiebung des Einstiegs-Pressegesprächs mit Backhausen ließ indes Beobachter der Investitionspläne des Scheichs die Augenbrauen hochziehen. Hatte Al Jaber doch zuvor schon mit zumindest verzögert eingelösten Zahlungsversprechen bei anderen Firmen im Land öfters von sich reden gemacht.

Bei der AUA sprang er damals ganz ab, bei Kneissl kam zwischen den ersten Rettungsplänen und der finalen Geldspritze die Pleite des Skiherstellers dazwischen. In Wien schlägt sich der Investor mit Klagen und Gegenklagen zu Investments in Hotelprojekte und Immofirmen herum. Trotzdem soll seine Verärgerung über Österreich - er sprach von einem Kleinkrieg gegen ihn - inzwischen verpufft sein.

(APA)

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9 Kommentare

das ist doch der Typ, der aus dem Palais Schwarzenberg das nobelste Hotel der Welt machen wollte...

...mit dem Ergebnis, dass das Palais nun jahrelang leer steht und verfällt. wer auf den vertraut, der gehört verhaut.

und wieder

und wieder wird der von den linken umhätschelte seltsame scheich aus dem morgenland als investor genannt, wobei keiner so echt weis ob seine angeblichen geldmittel auch wirklich vorhanden sind und ob sie nicht doch nur eines der vielen märchen aus 1000 und einer nacht bleiben.

Gast: Steirermann
19.09.2012 12:35
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Was wurde eigentlich aus dem AUA-Vertragsbruch?

Jeder ist seines Glückes Schmied - so wohl auch die g´standenen Backhausener. Persönlich kann ich´s nicht verstehen, warum man nachweislich unverlässlichen Kreaturen aus 1000 und einer Nacht sein Lebenswerk (und das von Vorgenerationen) anvertraut, aber bitte, das hat mich nichts anzugehen. Vielmehr würde mich brennend interessieren, was nach der einseitigen "Vertragsauflösung" vom Al Jaberl mit der AUA passiert ist? Wenn ich etwas unterschreibe, dann gilt das - notfalls mit Pönalen, Stornogebühren usw. Sellbst die Haubenköche wollen einen 50er, wenn eine Reservierung nicht eingehalten wird - ein paar 100 Mio. bei der AUA sind aber anscheinend wurscht. Wer weiss dazu mehr?

Antworten Gast: besorgter Wiener
19.09.2012 13:23
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Re: Was wurde eigentlich aus dem AUA-Vertragsbruch?

kann mich nur anschließen;
es geht mich wohl nichts an, was die Familie Backhausen aus ihrem Unternehmen macht, doch bezweifle ich stark, ob der Herr Al Jaber ein verläßlicher Partner ist bzw. sein kann. Die Erfahrungen (alle negativ) aus der Vergangehit legen ein deutliches Zeugnis darüber ab!
Auch gilt für mich der Grundsatz: Wenn das schon vom Beginn an nicht gut funktioniert, dann kann das meistens auch nicht gut enden (zumal wenn man als "Morgengabe" gleich die eigene Tochter als (Mit)Geschäftsführerin bestellt.)

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Leider gibt es nur die Regel: To big to fail!

Manchesmal sollte es aber auch ein:
To good to fail!
geben.

Bei Backhausen gibt es z.B. handbedruckte Stoffe von österreichsichen Designkünstlern, die im Preis mit Industrieware konkurrieren können, weil sie direkt von den Designern ins Geschäft geliefert werden.

Wo in der Welt kann man es sich leisten, dass 25m Stoff farblich auf Wünsche des Kunden bzw. Architekten abgestimmt werden.

Die Firma ist echt zu schade für den kleinen Dampfplauderer aus Arabien.

Bitte nicht...

.. die nächsten die auf den vertrauen. Der hat auch die WKW bei der MODUL-Universität hängen lassen.

der Typ ...

..hat sich doch schon als unzuverlässig präsentiert.. warum noch mal den selben fehler machen ?

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österreich-einreise-verbot; den braucht wirklich niemand


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Re: österreich-einreise-verbot; den braucht wirklich niemand

kannst du nicht, der typ ist schon längst "Österreicher". das war damals sein Ziel, und die Ausrede war "er wird ein Hotel kaufen, er wird in Österreich investieren, er wird Arbeitsplätze schaffen, er wird er wird er wird... Passiert ist nicht viel, ganz im Gegenteil, aber den Pass hat er schon längst in der Tasche! Dann hatte er doch keine Geld, dann doch schon aber, dann doch nicht, dann schon, usw. Wer mit Arabern zu tun hat, weiß wovon ich rede!

Hobbyökonom