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EU billigt milliardenschwere Staatshilfe für ÖVAG

19.09.2012 | 12:29 |   (DiePresse.com)

Die Teilverstaatlichung der ÖVAG hat nun auch den Segen aus Brüssel. Der Umstrukturierungsplan sei geeignet, um die Bank zu sanieren.

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Die Rettung der angeschlagenen österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG) durch Teilverstaatlichung im heurigen April hat nun auch den Segen aus Brüssel. Die EU-Kommission hat die milliardenschwere staatliche Beihilfe zur Umstrukturierung genehmigt. Wie die Institution am Mittwoch in Brüssel erklärte, steht die Umstrukturierungsbeihilfe Österreichs mit den EU-Beihilfevorschriften im Einklang.

Die Aktionäre der ÖVAG mussten heuer im Frühjahr nach einem neuerlichen Milliardenverlust den Staat als rettenden neuen Aktionär an Bord holen. Der Bund musste den größten Teil seines früheren Kapitaleinschusses abschreiben und ist nach einer Kapitalerhöhung in der Bank nun mit 43,3 Prozent beteiligt. Die staatliche Förderung erfolgte in Form von Kapitalzuführungen (1,25 Milliarden Euro), Liquiditätsgarantien (3 Milliarden Euro) und einer Asset-Garantie (100 Millionen Euro).

EU: Bank kann wieder rentabel wirtschaften

Die zugesagten Maßnahmen tragen nach Einschätzung der EU-Wettbewerbshüter dazu bei, dass die ÖVAG langfristig auch ohne anhaltende staatliche Unterstützung wieder rentabel wirtschaften kann.

Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia begrüßte den Umstrukturierungsplan, insbesondere "die Absicht der Bank, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren", das heißt auf Dienste für die lokalen und regionalen Volksbanken. "Wenn wir EU-weit sicherstellen, dass Banken, die staatliche Beihilfen erhalten, ihr Geschäftsmodell ändern, leisten wir einen Beitrag zur Schaffung eines solideren Finanzsektors mit lebensfähigen Banken, die das Geld des Steuerzahlers nicht benötigen", sagte er.

Zweifel an der Umstrukturierung

Die EU-Kommission hatte im Dezember 2011 zunächst eine eingehende Prüfung eingeleitet, weil sie Zweifel hatte, dass der Umstrukturierungsplan weitreichend genug und tatsächlich durchführbar sei.

Die Reduktion aufs Kerngeschäft soll die Bilanzsumme und die Komplexität des Geschäftsmodells der ÖVAG erheblich reduzieren. Die Bank gibt auch ihre Tätigkeiten im Immobilienbereich und Teile ihrer Unternehmensfinanzierungssparten auf. Sie wird alle nicht zum Kerngeschäft gehörenden Tochtergesellschaften veräußern. Ihr Osteuropageschäft hat die ÖVAG zu Jahresbeginn heuer bereits an die russische Sberbank verkauft, ausgenommen blieb zunächst die Rumänien-Tochter.

(APA)

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12 Kommentare
Gast: Senf-Geber
21.09.2012 20:11
0 0

Eigentlich müßten die "EU-WettbewewerbsHÜTER"

jede
Staatshile
jede Verstaatlichung
jede Sanierung durch denStaat
und jede staatliche Förderung
ablehnen,
weil das Alles verzehrt den "Freien Wettbewerb"

Hunderte Banken wurden in der neoliberalen Hölle USA schon zugesperrt !!


Doch bei uns wird man für fehlerhaftes Risikomanagement mit STEUERGELD belohnt !!!

Und verantwortliche Frau verkriecht sich ins Unterrichtsministerium...


Gast: GrafGudenus
19.09.2012 19:23
0 0

EU billigt(e),

somit Diskussion geschlossen, ausser vielleicht für
StAnwalt

.... Und ich werde mich um meinen

Handwerksbetrieb auch nicht mehr allzu viel pfeifen! Wenn ich dann pleite bin wird es wohl die staatliche Handwerksrettung wieder richten. Oder sind doch manche gleicher als andere. Und wenn mir jetzt jemand damit kommt, dass ja die Banken "systemrelevant" und wichtig seien, dann bitte ich diesen beim nächsten Wasser- oder Gasrohrbruch die Bank anzurufen! Da kann man einmal ganz genau sehen wie schnell so ein System absäuft bzw. einem um die Ohren fliegt.

Fortsetzung der "too-big-to-fail" Politk!

Die europäischen Finanzminister scheinen ihre "too-big-to-fail"-Politik fortzusetzen.

Derartige Maßnahmen scheinen bestenfalls geeignet, die Staatsschuldenkrise zu Gunsten der antidemokratischen Alternativlospolitik der EU noch weiter anzuheizen.

Selbstverständlich wäre es besser gewesen die Volksbanken in Konkurs zu schicken oder die Bank mit Steuergeld vollständig zu "verbürgerlichen" und in eine Staatsbürgerbank umzuwandeln.

Mithilfe der Staatsbürgerbank ließen sich die Staatsschulden auf die Bürger umschulden und im Anschluss ein Schuldenschnitt in beliebiger Höhe realisieren. Dieses Konzept könnte insbesondere auch in den PIIGS angewandt werden.

http://oekonetik.info/umschuldung
http://oekonetik.info/schuldenfreiheit
http://oekonetik.info/uebernahme

Re: Fortsetzung der "too-big-to-fail" Politk!

PS: Wem das Konzept nicht gefällt (Lobbyisten, etc.), der kann dieses Posting durch klicken auf das Symbol neben meinem Namen ausblenden.

Eine Zensur (melden des Postings) würde der Meinungsfreiheit schaden! Dieses Postings widerspricht in keinem Punkt den Forenregeln! Ich weiß, die Meinungsfreiheit ist manchmal schwer zu ertragen ;-)

Ich hab gedacht,

... das geschieht nur in Kärnten?
Neuwahlen? Staatsanwalt?
Wo sind sie, die mutigen Rufer in der Wüste?

Ein Fall zum Abwickeln

denn der neue Vorstand hat keinerlei Erfahrung im Sanieren von Banken. Einer ist Polit-Ziehsohn, der andere Verbandsfunktionär und Philosoph über allerlei Dinge, hat aber nie zuvor eine Bank geführt... den Erfolg mit diesen Leuten kann man sich ausmalen. Mir tut es leid für die Mitarbeiter, die Unschuldigen werden wieder mal bestraft...

Re: Ein Fall zum Abwickeln

stimme voll zu.

Gast: Hokus Pokus
19.09.2012 13:18
0 0

"EU billigt milliardenschwere Staatshilfe für ÖVAG"

- und woher kommt das Geld?

Antworten Gast: Woher wohl
19.09.2012 19:45
0 0

Re: "EU billigt milliardenschwere Staatshilfe für ÖVAG"

Das Geld kommt vom Steuerzahler. Und die Fekter wartet ja schon sehnsüchtig auf die Millionen aus der - bis jetzt noch freiwilligen - Vorabsteuerung der betrieblichen Zusatzpensionen.

Gast: Hans im Glück
19.09.2012 13:01
2 0

Und schon geht die Retterei wieder los.

Lasst die Toten endlich sterben.

Bald haben wir nurmehr Zombibanken.

Eine Bad Bank nach der anderen wird an die Lebenserhaltungsmaschine angeschlossen und saugen sich mit unseren Steuergeldern voll.

Hobbyökonom