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Spanische Fachkräfte bei Österreich-Firmen hoch im Kurs

21.09.2012 | 11:20 |   (DiePresse.com)

Die Wirtschaftskammer startet im November eine neue Aktion in Madrid und Barcelona. Damit soll der akute Fachkräftemangel bekämpft werden.

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Im November wird die Außenwirtschaft Österreich (AWO) in Spanien für österreichische Unternehmen erneut eine Aktion zur Anwerbung spanischer Fachkräfte organisieren. Auf der seit Donnerstag tagenden Manager- und Investorenkonferenz "Austria Connect", an der rund 100 österreichische Unternehmen und Investoren in San Lorenzo de El Escorial in der Nähe Madrids teilnehmen, erklärte Michael Spalek, Delegierter der österreichischen Wirtschaftskammer in Madrid, dass sich insgesamt 20 Firmen aus Österreich an der Rekrutierungsaktion beteiligen werden.

"Nach dem großen Erfolg der Rekrutierungsaktion der Wirtschaftskammer Vorarlberg im Sommer in Madrid sind viele Unternehmen aus ganz Österreich an uns herangetreten und haben sich nach der Möglichkeit neuer Jobbörsen dieser Art in Spanien erkundigt", erklärte Spalek.

Jede zweite Firma findet keine Fachkräfte

Während in Österreich mittlerweile fast jedes fünfte Kleinunternehmen und jedes zweite Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern über einen massiven Mangel an qualifizierten Fachkräften klagt, spitzt sich die Situation auf dem spanischen Arbeitsmarkt weiter zu. Spanien verzeichnet in der EU mit fast 25 Prozent die höchste Arbeitslosenquote überhaupt. Unter Jugendlichen sieht die Lage noch schlimmer aus. Mittlerweile ist jeder zweite Spanier unter 30 Jahren ohne Anstellung.

Auf die von der Wirtschaftskammer Vorarlberg im Juni initiierte Rekrutierungsaktion in Madrid haben sich über 2100 Kandidaten gemeldet. Insgesamt wurden 110 Fachkräfte zu Bewerbungsgesprächen nach Madrid eingeladen.

Aussicht auf Sicherheit

Franz Dünser, technischer Leiter beim Vorarlberger Technologieunternehmen Gantner Electronic aus Schruns, zeigt sich sehr zufrieden mit der Anwerbe-Initiative vom vergangenen Sommer in Madrid. "Wir haben nach den Gesprächen in Madrid sieben Kandidaten eingeladen und zwei davon angestellt", erklärt Dünser, dessen Unternehmen wie viele andere unter dem Fachkräftemangel in Vorarlberg leidet. Er hätte sogar noch zwei weitere einstellen wollen. Doch der eine hatte zu hohe Gehaltsvorstellungen und der andere entschied sich für ein anderes Unternehmen aus Vorarlberg.

Neben der Krise auf dem spanischen Arbeitsmarkt sei es vor allem aber auch die Aussicht auf einen "sicheren, unbefristeten und besser bezahlten Job", der viele spanische Informatiker, Ingenieure und Architekten ins Ausland locke, versichert Michael Spalek. So waren auch bei der Rekrutierungsaktion im Juni längst nicht alle Bewerber arbeitslos. Auf der Manager- und Investorenkonferenz "Austria Connect" sprach Spalek auch die interessante Alternative an, längerfristig Produktionszentren nach Madrid oder Barcelona zu verlegen.

 

(APA)

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7 Kommentare
Gast: Maßen
21.09.2012 21:09
0 0

der

die meisten Akademicker verdienen in Ö wie Putzfrau oder Schloßer.

Gast: wannn
21.09.2012 18:46
0 0

hugoo

seit wann verdieneen die spanier weniger?

0 1

Sozialdumping

passiv unterstützt vom schweigsamen ÖGB und von der verstummten Arbeiterkammer! Wo bleibt der Aufschrei Freund Kaske?

Re: Sozialdumping

nein nein

ich find das ganze ist klasse, und eine typische win win situation!

1)erhalten die heimischen firmen arbeitskräfte

2) erhält der staat massenhaft steuereinnahmen

3)bleibt so die österreichische wirtschaft konkurenzfähig

und es ist nun mal eine tatsache, dass es in österreich zu wenig fachkräfte gibt, das müssen nicht unbedingt akademiker sein, denn gerade in der lehre gibt es zig betriebe die gar keine lehrlinge mehr finde, und die dirngern ausgebildete fähige fachkräfte bräuchten!

der staat kann sich da auch freuen, denn er bekommt somit wiedermal massenhaft einkommenssteuer zum vergeuden!

somit liegt wohl eine typische win win situation vor, weshalb die WK vorgehensweise nur zu begrüßen ist!

Antworten Antworten Gast: Be-obachter
24.09.2012 19:18
0 0

Re: Re: zig betriebe die gar keine lehrlinge mehr finde..

sagt wer bzw. wo haben's das abgeschrieben?

Es gibt immer noch mehr Lehrstellensuchende als Lehrstellen.

Und als Praktikant kommt man nur mehr mit Beziehungen in eine Firma rein.
Ein Pflichtpraktikum ist von HTL zwingend vorgeschrieben, aber da kannst jeden Betrieb im Umkreis von 50 Km abhausieren - niemand will einen Praktikanten!

Man gewinnt den Eindruck, die Firmen wollen den inländischen Fachkräftenachwuchs absichtlich ausbremsen, um hinterher nach Ausländern zu schreien.

Gast: geizisgeilneindanke
21.09.2012 15:03
2 0

billige leute ins land holen- um den sozialen wohlstand im land zu minimieren; - damit wird der sozialabbaudruck auf die löhne und den asvg pensionen noch weiter massiv verstärkt.


Gast: Das Ekel Alfred
21.09.2012 11:52
2 0

Papperlapapp


Die dauernde Wiederholung der Mär vom Fachkräftemangel macht diese Behauptung nicht "wahrer".

Es gibt beim AMS genügend gemeldete Fachkräfte.
Allerdings sind die arbeitslosen Uni-Absolventen aus Spanien um einiges billiger. In Wirklichkeit interessiert ja keinen in der Wirtschaft jahrelange Erfahrung.

Das ist der Punkt!

Hobbyökonom