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Gewerkschaft gegen Kurzlehre für Maturanten

25.09.2012 | 10:53 |   (DiePresse.com)

In einem Jahr lasse sich auch von einem Maturanten nicht lernen, was ein Lehrling in drei Jahren lernt, sagt die Gewerkschaft zu Leitls Vorstoß. Der Wirtschaftsminister findet die Idee gut.

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Die Idee des Wirtschaftskammerpräsidenten Christoph Leitl, den Lehrabschluss in einem einjährigen Schnellsiedekurs nach der Matura nachholen zu können, stößt bei der Gewerkschaft auf wenig Gegenliebe. In einem Jahr lasse sich auch von einem Maturanten nicht lernen, was ein Lehrling in drei Jahren lernt. Zu klären sei auch, ob dann ein AHS-Absolvent als Nicht-Maturant bezahlt werde oder ob die ausbildenden Betriebe etwas drauflegten. "Da wünschen wir uns sicher nicht, dass ein Maturant mit einer geringen Lehrlingsentschädigung ins Berufsleben einsteigt", sagte der Arbeitsmarktsprecher des ÖGB und designierte Arbeiterkammer-Chef, Rudolf Kaske, bei Ö1.

Leitls Vorschlag sei "allenfalls die zweit- oder drittbeste Lösung für das Fachkräftemangelproblem". Die beste Variante sei es, die Jugendlichen in einer dualen Lehrausbildung in den Betrieben auszubilden. Ein Lehrjahr nach der Matura sei "möglicherweise in ganz wenigen Lehrberufen eine Ergänzung", so Kaske. Gewisse praktische Fertigkeiten werde man aber ganz sicher nicht in einem Jahr lernen können.

Die Gewerkschaftsjugend erteilte dem Vorstoß Leitls eine klare Absage. Der Wirtschaft gehe es dabei nicht um eine sinnvolle Reform der Lehrausbildung, sondern um die Verfügbarkeit von billigen, gut ausgebildeten jungen Menschen für die Wirtschaft.

Leitls Vorschlag für Mitterlehner "interessant"

Der Vorschlag stößt bei Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) auf positives Echo. "Das ist ein positiver und interessanter Vorschlag", in der Praxis müsste dieser aber mit Inhalten versehen werden, erklärte Mitterlehner. Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) verwies darauf, dass bereits jetzt Tausende Maturanten eine Lehre nachholen.

Auch der Wirtschaftsminister verwies darauf, dass es dort, wo es jetzt schon möglich ist, Maturanten eine Berufslehre machen. Es handle sich um einen "positiven und interessanten Vorschlag" in der Theorie. In die Praxis werde sich dieser allerdings nicht in allen Berufen umesetzen lassen.

(APA/Red.)

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18 Kommentare
Gast: das ist es ganz und gar nicht!
30.09.2012 14:17
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da hat der herr dr leitl

wieder einmal eine seiner unsäglichen geistigen blähungen abgesondert.nach seiner attacke auf spindelegger war er g`rad mal 2 wochen still und schon sägt er wieder fleissig an den "grundfesten" der 2.republik!!!pfui pfui pfui

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gegen

Oh, die Gewerkschaft ist wieder einmal GEGEN etwas? Das ist ja was ganz neues!
;-)

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bei manchen Handwerkern..

hatte ich das Gefühl, die haben auch nur ein Jahr gelernt!

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Die Schnellsiedekurse

Wozu brauchen die Facharbeiter ?
Die Produktionen sind längst ausgelagert.
Ist ein Maturant wirklich dreimal klüger als ein normaler Lehrling.
Oder sind die schon darauf gekommen das die Langzeit Studenten viel Geld kosten und dann keinen Job Chancen haben!!!!

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10000 Akademiker machen noch keine Wirtschaft

wir haben zu wenig Facharbeiter, aber zu viele Psychologen, Ernährungsberater, Lebensberater, Unternehmensberater, Publizistiker, Politikwissenschaftler, Betriebswirte (ohne Betriebe, sowie Johann ohne Land), Kreativwirtschaftler. Nicht die par Altorientalistiker, Philosophen, Germanistiker sind das Problem!

4 0

Re: 10000 Akademiker machen noch keine Wirtschaft

noch dazu haben die meisten abgebrochen, das ist ja das tragische.
Was machst du mit einem unfertigen Juristen, der Taxi fahren kann später?
Wenn du nicht Kanzler bist, schauen die Chancen schlecht aus!

Gast: Selfmade Man
25.09.2012 13:41
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da "wir" überwiegend/sowieso von theorie- .....

hascherln regiert werden die meinen mit bloss matura u. studium auch etwas von wirtschaft zu verstehen ist demnach dieser vorschlag auch schon egal,ich hoffe nur dass mir keine firma einen maturamonteur vorbeischickt,weder in mein unternehmen noch zu meinem privathaus !! wer als lehrling in einem privatunternehmen einen beruf erlernt hat, hat mit 25 den obengenannten schon 10 jahre berufserfahrung voraus ,aber das zählt nicht mehr in unserer gesellschaft die vor lauter gscheiterln in diversen regierungen u. staatsnahen unternehmen/banken an den staatsschulden zu zerbrechen droht,siehe tagtäglich in europa !! ps: in meiner kritik geht es rein um den wirtschaftlichen bereich,wichtige akademische berufe wie z.b mediziner etc. sind nicht gemeint !!

Gast: Alien (Dauerzensuriert)
25.09.2012 13:26
2 0

Aus der Praxis:

In einem Jahr läßt sich die Berufsschule für einen Maturanten sicher unterbringen, die praktische Ausbildung leider nur im seltensten Fall.

Antworten Gast: dereisernefelix
25.09.2012 16:01
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Re: Aus der Praxis:

stimmt. berufsschule in der halben zeit geht. aber wer je probiert hat, eine mauer zu verputzen, eine saubere schweißnaht zu ziehen, einen kotflügel tropfenfrei zu lackieren, weiß, daß das zeit braucht zum erlernen. einem menschen mit breitem bürosesselhintern wie dem leitl ist sowas halt nicht so geläufig.

1 0

Re: Re: Aus der Praxis:

jemand mit 2 linken Händen wird das nicht machen, der Hobby-Bastler, der schon a gschickte Hand im Ferialjob zeigte, eher.

Gast: Differenzator
25.09.2012 13:17
6 0

In Deutschland

ist es keine Schande, wenn Maturanten eine Bankkaufmannslehre aufnehmen oder Ähnliches. Ich finde den Vorschlag gut. Jedenfall besser als Studienabbrecher ein halbes bis Jahrzehnt später im zweiten Bildungsweg eine meist auch nicht längere Ausbildung zu finanzieren, die man auch Leuten praktisch ohne Basisausbildung angedeihen lässt. Ich finde es ausserdem eine Unverschämtheit AHS Maturanten per se als praxisfremde Idioten hinzustellen. Ein AHS Maturant der sprachgewandt, mathematikgewandt ist und gute Umgangsformen hat, kann durchaus eine z.B. Verkäuferlehre in einem Jahr absolvieren. Sicher, Geigenbauer werden weiterhin ihr Auge und ihre Geschick über Jahre schulen müssen.

Gast: Lecter
25.09.2012 12:29
4 3

Lehrlinge

sind für Betriebe als billige Arbeits-/Reinigungskraft interessant. Daher sinds 3 Jahre "Ausbildung". Was uns in den 3 Jahren beigebracht wurde, hätte jeder Normalsterbliche locker in einem Jahr behirnt.

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Re: Lehrlinge

Kommt eben immer aufs Gewerbe an.

Gast: Eleonora K.
25.09.2012 12:14
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Gewerkschaften

Die Gewerkschaften sind sicher für "qualifizierte Zuwanderung" statt für entspechende Qualifikation von Maturanten. Ein Übel!

Gast: Maturant08
25.09.2012 12:05
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Wie war das nochmal mit der Lehre mit Matura?

Also wenn ein Maturant eine Lehre nicht in einem Jahr nachholen kann wie soll dann ein lehrling eine ordentliche Matura in den paar Wochen Berufsschule nachholen können?

Gast: TA
25.09.2012 12:01
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Wer...

...nimmt denn das noch ernst, was beamtete Arbeitnehmerverräter von sich geben? Natürlich sollte diese Möglichkeit für Maturanten geschaffen werden, das ist eine gute Idee. Herr Kaske & Genossen haben ein Problem mit Bildung, das sollte niemanden überraschen. Denn die Paddei verlangte schon immer nach Untertanen, die dumm, bildungsfern, unselbständig, lohnabhängig und dabei grenzenlos naiv sind. Nur solche Schafe lassen sich von den verbrecherisch-dummen Schäfern leiten.

Gast: Master of the Universe
25.09.2012 11:39
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Jemand wie Kaske kann sich natürlich nicht einmal vorstellen,

wie viel lernfähiger jemand mit einem IQ über 100 ist.

Ich könnte mühelos in einem Jahr alles lernen, was Kaske weiss, wusste oder wissen wird.

Da irrt die Gewerkschaft wie immer

Lehrlinge die zb TGM oder HTL in der 2 Schulstufe abgebrochen hatten, konnten in unseren Betrieben die Lehrlingsausbildung im Schlaf bewältigen. Handwerliche Tätigkeiten, Mathematik und da rede ich noch gar nicht von Deutschkenntnissen, waren und sind ein Kinderspiel, da sie es bereits gelernt haben.
Was uns noch aufgefallen ist, sie lassen sich durch ihren Bildungsstand halt von der Gewerkschaft nichts vorlügen.

Hobbyökonom