Der Wohnungsbedarf steigt. "In den kommenden 25 Jahren brauchen wir in Österreich um zehn Prozent mehr Wohnungen - das sind 800.000 Einheiten", sagte der Obmann der Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Österreich, Michael Pisecky. Im Süden sei der Zuwachs etwas geringer - 500.000 entfielen auf den Osten, 300.000 davon auf Wien. In der Bundeshauptstadt gebe es aber nur knapp 90.000 Einheiten Baulandreserven.
Würde man in Wien auf bestehende Gebäude zwei Stöcke draufsetzen, hätte man Platz für 100.000 Wohnungen, schlug Pissecky am Dienstag bei einer Studienpräsentation der Baustoff- und Immobilienwirtschaft vor. Etwa 80 bis 85 Prozent der Gründerzeithäuser seien "vernünftig aufstockbar", so die Schätzung. Die Gemeinnützigen hätten rund 30 Prozent der Wiener Häuser, die Gemeinde Wien rund 220.000 Einheiten. "Die haben auch Dächer, die man ausbauen kann."
Kleinere Einheiten gefragt
Auf diese Weise käme man - trotz der verstärkten Nachfrage - an günstige Bauflächen. Außerdem existiere innerstädtisch die Infrastruktur - Verkehrsmittel, Schulen und Arztpraxen.
In Wien werde vor allem leistbares Wohnen gebraucht - besonders gefragt seien kleine Einheiten zwischen 50 und 65 Quadratmetern im innerstädtischen Bereich, so Pisecky. Leistbar definiert er mit einem Quadratmeterpreis von 3000 Euro. Wohnungen zwischen 200.000 und 220.000 Euro fänden einen guten Absatz. "Über 300.000 Euro wird es eng - da geht es in Richtung Luxus."
(APA)
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