Wien/Rup. Während in Deutschland der Ifo-Geschäftsklimaindex, ein wichtiger Frühindikator für die deutsche Wirtschaft, in diesem Monat den tiefsten Stand seit Februar 2010 erreicht hat, scheinen österreichische Unternehmer weitaus optimistischer zu sein.
Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Imas im Auftrag der Erste Bank rechnen 48 Prozent der heimischen Klein- und Mittelbetriebe in den kommenden drei bis fünf Jahren mit einem deutlichen Wachstum, 47 Prozent glauben an eine gleichbleibende Geschäftsentwicklung. Außerdem erwarten zwei Drittel der Betriebe steigende Umsätze. Das könnte auch für den Arbeitsmarkt positive Folgen haben: 2011 schuf mehr als ein Drittel der heimischen Betriebe zusätzliche Arbeitsplätze, nur elf Prozent mussten hingegen Personal abbauen.
Investitionen aus eigener Tasche
Ein Fünftel der befragten Unternehmen plant die Gründung neuer Betriebsstandorte, 73 Prozent geben an, dass sie in die Modernisierung des eigenen Betriebs investieren werden. Die Zahl der Unternehmen mit Kreditbedarf ist trotzdem auf 26 Prozent zurückgegangen, 2011 waren es noch 28 Prozent. Klein- und Mittelbetriebe haben große Bedeutung für Österreichs Wirtschaft. Umso beachtenswerter ist es, dass sie in Wien, Vorarlberg und Tirol besonders optimistisch sind.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.09.2012)
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