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Nowotny verteidigt Anleihenkäufe der EZB

25.09.2012 | 17:44 |  Von Nikolaus Jilch (Die Presse)

Die Europäische Zentralbank sei „voll im Rahmen ihres Mandats“ und habe für neue Anleihenkäufe eine „Exit-Strategie“, sagt Nationalbankchef Nowotny.

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Wien. Nationalbankchef Ewald Nowotny ist unbesorgt. Er glaubt nicht, dass die EZB sich durch geplante Käufe von Staatsanleihen außerhalb ihres Mandats bewegt. Auch fürchtet er weder Deflation noch Inflation und sieht keine Gefahr eines Auseinanderbrechens der Eurozone. In den geplanten Anleihenkäufen der EZB stecke auch nicht der Kern unerlaubter Staatsfinanzierung, so Nowotny. Nur für das Wörtchen „unbeschränkt“ kann er sich nicht so recht erwärmen. Und auch die europäische Bankenaufsicht bei der EZB anzusiedeln, hält Nowotny für eine heikle Angelegenheit.

Der Reihe nach: Der Gouverneur der Österreichischen Nationalbank (OeNB) stellte sich am Dienstag eine Stunde lang den Fragen der „Presse“-Leser im Chat von DiePresse.com. Zentrales Thema waren die Pläne der Europäischen Zentralbank (an der die OeNB zu 2,8 Prozent beteiligt ist), notfalls „unbeschränkt“ Staatsanleihen von Problemländern aufkaufen zu wollen.

Nowotny: ''Von Goethe kann man viel lernen''

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Für Nowotny ist diese Ankündigung keineswegs mit der direkten Staatsfinanzierung durch die Notenpresse gleichzusetzen – wie von aktiven und ehemaligen Mitgliedern der geldpolitisch puristischen Deutschen Bundesbank befürchtet. „Die EZB hat gar nicht die Absicht, Zinsunterschiede zwischen den Staaten einzudämmen“, so Nowotny. Vielmehr gehe es bei dem Eingriff darum, den Märkten zu versichern, dass die Eurozone nicht zerfallen werde. Das Risiko neu eingeführter nationaler Währungen würde heute bei Staatsanleihen südeuropäischer Länder zu hohen Zinsen führen. Auch die Negativzinsen auf deutsche Staatsanleihen seien ein Anzeichen für Spekulationen gegen den Euro, so Nowotny.

Die Ankündigung der EZB habe jedenfalls gewirkt. Und: „Im Idealfall muss die EZB gar keine Anleihen kaufen.“ In jedem Fall bewege sich die Zentralbank aber „voll innerhalb ihres Mandats“, so Nowotny. Ob dies auch nach EU-Recht unbedenklich ist? An dieser Frage scheiden sich die juristischen Geister. Deutschen Medienberichten zufolge wappnet sich die EZB jedenfalls gegen mögliche Klagen.

Keine weiteren Goldverkäufe

Es sei auch „kein unbeschränktes Programm“ geplant, so Nowotny. Für Einschränkungen würden schon die Bedingungen sorgen. Sollte ein Land Geld von der EZB wollen, muss es sich zuerst unter den Rettungsschirm ESM begeben und Reformen durchführen – zumindest theoretisch. Erst wenn diese Bedingungen erfüllt werden, sei dieses Programm „quantitativ unbeschränkt“, so Nowotny. Außerdem sei bei der letzten EZB-Sitzung auch ausführlich über eine „Exit-Strategie“ beraten worden.

Bei der Planung einer europaweiten Bankenaufsicht mahnt Nowotny die EZB zur Vorsicht: „Die EZB sollte keine Verantwortung übernehmen, die sie nicht ausführen kann.“ Derzeit habe die EZB nicht die notwendigen Mittel, eine europaweite Bankenaufsicht aufzustellen. Außerdem bedarf es einer strikten Trennung zwischen Aufsicht und Geldpolitik. In diesem Punkt liegt die OeNB offenbar auf einer Linie mit der Deutschen Bundesbank, die im EZB-Rat gegen den Ankauf weiterer Staatsanleihen gestimmt hat – als einziges der 16 Mitglieder. „Österreich ist seit Zeiten der Hartwährungspolitik eng mit der Geldpolitik der Deutschen Bundesbank verbunden“, sagte Nowotny im Chat.

Den Vorschlag von EZB-Chef Mario Draghi, bisher geheime EZB-Sitzungsprotokolle künftig zu veröffentlichen, sieht Nowotny kritisch. „Eine zu rasche Veröffentlichung könnte die Gefahr mit sich bringen, dass es zu einer Renationalisierung der Entscheidungsprozesse kommt.“ Die Frage nach möglichen weiteren Goldverkäufen der OeNB verneint Nowotny: Er habe nicht vor, in seiner Amtszeit Gold zu verkaufen. Ein Aufstocken der Reserven von derzeit 280 Tonnen sei aber auch nicht vorgesehen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.09.2012)

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74 Kommentare
 
1 2

Wess' Brot ich ess', dess' Lied ich sing'


16 1

Nowotny würde

alles tun, nur um seinen Job zu retten und ja immer gut bei Draghi dazustehen! Wahrscheinlich der verlogenste und unfähigste Nationalbankchef aller Zeiten! Die Geschichte wird ihn richten!

Draghi hat keinen Einfluß auf seinen Job, ...

der liegt ganz in Österreich!

Gast: Gruselig
25.09.2012 23:00
2 1

Ich Dummerle glaubte doch wirklich

er wolle die die "Spekulationen" unserer Politiker verheimlichen.

wa - alternativlos - selbstverfreilich - Grasser wars ehrlich.

Wer glaubt noch einem Nowotny?

Nur naive Realitätsverweigerer.

Gast: trader1
25.09.2012 22:44
12 1

herzig :

„Die EZB hat gar nicht die Absicht, Zinsunterschiede zwischen den Staaten einzudämmen“, so Nowotny.
vielleicht sollte er das mal mit dem kollegen draghi, dem herrn barosso, dem herren monti, dem herrn hollande oder gar dem dr faymann besprechen :-)?

die reden alle die ganze zeit davon dass die ezb kauft, und damit die zinsen fallen ..

Gast: alter Schilling
25.09.2012 22:27
20 0

er hat keine Ahnung !

Es kommt die Zeit, an dem die Staatsanwälte sich intensiv mit Herrn Nowotny befassen werden und das öster. Volk ihm seine Nationalbankpension auf NULL kürzen wird !

Welche Schande, dass so ein Mann an der Spitze der öster. Nationalbank steht. Warum hat Österreich nicht auch einen Jens Weidmann (Präsident der Dt.Bundesbank).
Dieser verurteilt die Machenschaften der EZB. ZU RECHT !

5 0

Re: er hat keine Ahnung !

Stimmt. So hell wie ein Kühlschrank, wenn die Tür zu ist.

19 0

Nowotny und die Befähigung zum NB-Gouverneur

lächeln und immer erklären:

"alles ist o.k., alles ist paletti, alles ist sicher

zahlt und macht euch keine Sorgen,
(die werden schon wir euch eines Tages machen)"

Der Unsinn, den der NB-Gouverneur mit einer Traumgage und Traumsozialleistungen in den letzten Monaten verzapft hat, ist schon wieder bewunderswert; wo ist der junge dunkel-gelockte Nowotny, der einst bemerkenswerte Reden im NR hielt?

Abgesehen davon: wann beginnt wieder die Schnitzeljagd nach den österr. Goldreserven, die lt Meinung unserer Experten so gering sind, dass es eh wurscht ist, wo sie sind


22 0

warum

gibt man diesem Clown immer wieder Platz in der Presse. egal was Nowotny behauptet, es tritt immer das Gegenteil ein und er lügt das sich die Balken biegen. korrupte Systemmarionette!!!!

18 0

Nobody

gehört ja auchzum verlogenem Politgeschäft dieser Republik.
Was wird der schon sonst so stottern.
Unsere Politiker wollen ja alle einmal, wenn Österreich ruiniert ist, nach Brüssel
oder zu einer großen Bank.


Gast: Izmir Übel
25.09.2012 21:54
14 0

Die Titanic und der Euro

Würde man den damaligen Kapitän der Titanic, Edward John Smith, über den Eisberg interviewen, dann würde er sich vermutlich so anören, wie der Nowotny in der vorliegenden Posse.
Der Nowotny ist ein wunderbares Beispiel für Realitätsverweigerung.

Wollt ihr den totalen Euro? Ja? Bis zum letzten Cent?


Gast: Endlich einmal ein Fachmann,-))...er ist immer gut aufgestellt!
25.09.2012 21:41
11 0

Nowotny verteidigt Anleihenkäufe der EZB???.....

...es bleibt ihm auch nichts anderes übrig!.....Der öst. Bevölkerung muss er halt IRGENDWANN EINMAL Rede und Antwort stehen, auf der richtigen Seite!

Gast: sozisforbanker
25.09.2012 21:21
5 0

der SPÖ OenB banker nowotny,faymann u. hundstorfer sind paradebeispiele für die abgehobenen und volksverächtlich agierenden sozialisten. zugunsten der finanzmärkte und geldeliten werden der erkämpfte soziale frieden und der wohlstand des volkes geopfert.


8 0

ideenlose Worthülsen

...und das ist sehr freundlich formuliert.

In Spanien werde sie bald wieder etwas machen dürfen, denn so rosig sieht es 2 Wochen nach der Super Bekanntmachung auch nimmer aus.
Er glaubt aber anscheinend wirklich das was er sagt.

rotes heisl!



Gast: nowornie
25.09.2012 20:34
14 0

ab nach Zimbabwe

Lieber Hr. Nowotny,

gehen Sie bitte in Pension, das österreichische Volk kann auf Ihre Inkompetenz gerne verzichten!

Wenn Sie schon die Ökonomische Schule von Robert Mugabe vertreten, dann können Sie auch gerne dort Ihre Pension genießen, die Österreichische Schule der Finanzökonomie haben Sie anscheinend vergessen.

http://www.youtube.com/watch?v=IT_wRPbMzfI


Gast: Reflector
25.09.2012 20:29
11 0

Nur mehr Wischi Waschi

Die gesamte OeNB und angehängte Pensionisten kann Ö getrost entsorgen.

Und die Sager des Hr. N. sind absolut unerheblich.

Gast: Armer Steuerzahler
25.09.2012 20:28
13 0

Auch wieder so ein "Ritter von der traurigen Gestalt"

aber er devastiert keine Windmühlen, sondern unsere Finanzen!

Nichtskönner und Nichtswisser an den Schalthebeln der Macht, und so schaut es auch aus.
Wie konnte es soweit kommen?
Es gibt das Prinzip, das solche Leute immer weiter hinauffallen, bis sie endgültig überfordert sind.

Mit diesem (und anderen) "Bankern" sind wir endgültig verraten und verkauft.


Der System-Novotny

....

Gast: pan-tora
25.09.2012 20:23
10 0

?

kann den mann eigentlich noch irgendwer ernst nehmen?

Gast: UKW
25.09.2012 20:18
14 0

Geld drucken um damit Staatsanleihen zu kaufen - so "klug" waren Herrscher in früheren Zeiten auch schon

Irgendwie hat das alles in Not und Elend geendet. Früher waren die Herrschenden wenigstens so klug, mit dem gedruckten Geld Staatsanleihen des eigenen Landes zu kaufen.

Aber seit wir alle in die große Kolchose eingezogen sind, müssen wir eben gemeinsam untergehen.

17 0

Es ist eine Schande,

dass wir als NB-Gouverneur eine Politmarionette sitzen haben, die von der Materie keinen Tau hat. Beschwichtigen und Schönreden, das sieht er als seine Aufgabe.
Wenn der halbwegs ein Format hätte, hätte er mit Heidmann mitgestimmt und diesen nicht im Regen stehen lassen. Somit war Heidmann der einzige, der mit den deutschen auch die österreichischen Interessen vertreten hat - und Nowotny hat halt wieder die in der österreichischen Politik übliche Kriechermentalität bestätigt.

17 1

Was Hat Nowotny und Fischer gemeinsam ??

Sie sind beide unnötig und kosten nur Geld der Steuerzahler.
Wischi,waschi,Bla,Bla,Bla.

Re: Was Hat Nowotny und Fischer gemeinsam ??

Die sollen beide ihre Weisheiten für sich behalten!!!

Gast: Schlaubi
25.09.2012 19:05
17 1

Wenn sich Nowotny meldet geht's immer bergab mit Österreich

Das lehrt die Erfahrung.

Was er sagt ist völlig wertlos.

Gast: Ostküstenonkel
25.09.2012 19:00
15 0

Der Euro ist bereits tot

Eine Währung die permanent gerettet werden muss ist bereits tot.

Die Magier von der EZB haben jedes Vertrauen verspielt. Da FIAT-Geld aber "nur" auf Vertrauen aufgebaut ist, ist der Euro bereits tot.

Die Geld u. Politikeliten werden die Illusion den Tod besiegen zu können wohl noch eine Zeit aufrecht erhalten, aber die Anzahl derer die sich permanent hinters Licht führen lassen nimmt rasch ab.

Das Ende des Kunstproduktes Euro werden Figuren wie der Herr Nowotny gemütlich von einer weit entfernten Insel bei einem guten Glaserl Wein mit einem kurzen "Hoppala" quittieren. Das ist die eigentliche Tragödie.

Die EZB ist der Geldwertstabilität verpflichtet und sie hat unabhängig zu sein.

Mit den angekündigten Anleihenkäufen in Verbindung mit dem Fiskalpakt verstößt er gegen die Unabhängigkeit und gegen die Geldwertstabilität.
Die EZB hat kein Mandat zur Geldwäsche und Umverteilung von Nord nach Süd.
Das ist mE ein Straftatbestand.

Die Politik wäre gut beraten, die Geldpolitik in Ruhe zu lassen und endlich Nägel mit Köpfen zu machen.

Antworten Gast: HB4242
25.09.2012 19:00
1 0

Re: Die EZB ist der Geldwertstabilität verpflichtet und sie hat unabhängig zu sein.

Na ja, der Supermario läßt das gerade prüfen.

Danach können wir sicher besser schlafen ....

Novotny muss sagen, dass alles unter Kontrolle ist

Anderenfalls geht die Verzinsung für österr. Staatsanleihen nach oben. Aber Lügen will gelernt sein.

http://www.youtube.com/watch?v=kq4ows6e9Hc&feature=related

Gast: HB4242
25.09.2012 18:44
15 0

Die „Exit-Strategie“ kennen wir schon ...

... dass sind die kleinen Sparer und Steuerzahler ...

Gast: noch einer
25.09.2012 18:25
10 1

Auswahl

Meine Frage im Chat
nach dem Verbleib der österreichischen Goldreserven im Ausland
wurde leider nicht beantwortet .
In den ausländischen Lagern wird das österreichische Gold offensichtlich nicht gehandelt (offizielle Begründung für die Lagerung im Ausland)
noch werden die Goldbestände routinemäßig überprüft .

Antworten Gast: HB4242
25.09.2012 18:57
1 0

Re: Auswahl

Also ich glaube nicht mehr an das Märchen von der "Goldmarie" ....

"Aus seiner Sicht" voll im Rahmen des Mandats ....

.........

Der hat sich die Nar r enfreiheit

mühelos verdient und er weiß auch, dass er das geschafft hat... und jetzt nützt er sie weidlich.

Gast: africano
25.09.2012 18:07
5 1

Wieder einmal eine Märchenstunde mit Nowotny.


Gast: Ausguck
25.09.2012 17:43
14 1

Ö haftet doch für die EZB mit 3% oder?

Wie kann Hr Nowotny, es da gut finden, dass unlimitiert Anleihen gekauft werden, die faktisch wertlos sind?

Re: Ö haftet doch für die EZB mit 3% oder?

Weil er seit Jahren beweist das er keine Ahnung hat. Aber wir leisten uns diesen Herren auf diesem teuren Posten.

Re: Re: Ö haftet doch für die EZB mit 3% oder?

wie viele andere im Land

Antworten Antworten Gast: HB4242
25.09.2012 19:30
3 0

Re: Re: Ö haftet doch für die EZB mit 3% oder?

theoretisch ja, wenn aber ein paar Pleitestaaten ausfallen darfs auch ein bisschen mehr sein ....

Gast: VictoriaI
25.09.2012 15:44
22 2

Erschreckend

Ich finde es unglaublich, dass Herr Nowotny, Vertreter eines Nettozahlers in der EZB, so überhaupt nichts zu sagen hat. Wenn ich an die Aktivitäten der Deutschen Bundesbank denke, dann weiß ich, was es heißt, wirklich eine Nationalbank zu haben. Erschütternd was sich die so genannten Eliten in Österreich leisten (können).

Re: Erschreckend

das denke ich mir auch des öfteren.

Hr. Weidmann sperrt sich gegen die EZB.

vom Mundl Nowotny hört, liest man diesbezgl. null.

Re: Re: Erschreckend


Darüber sollten wir froh sein: Der Ruf Österreichs wird ohnehin täglich von einem gewissen hohen Politiker bis zum Extremsten geschädigt.

Antworten Antworten Antworten Gast: ZARA
25.09.2012 18:25
8 0

Re: Re: Re: Erschreckend

Geh bitte, den Faymann kennt doch außerhalb Österreichs wirklich niemand. Der is vollkommen unwichtig.

Heutzutage ist Recht eine vorgefasste Meinung.


Gast: Free
25.09.2012 15:25
23 1

Auch so einer von der Bankenmafia mit Parteibuch

Auch über solche werden die Völker Europas eines Tages richten.

Notwotny im Chat: "Ich bin Sozialist, und habe leider keine Ahnung von Wirtschaft. Fragen Sie mich bitte über andere Themen."


Re: Notwotny im Chat: "Ich bin Sozialist, und habe leider keine Ahnung von Wirtschaft. Fragen Sie mich bitte über andere Themen."

Er ist so intelligent, wie er aussieht. Von Wirtschaft keine Ahnung, aber abkassieren und er kann so viel Blödsinn von sich geben wie er will. Mit seinen total dummen Beiträgen macht er sich mit Faymann und Spindelegger mitschuldig am Ruin unseres Österreichs.

 
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Hobbyökonom