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Metaller-KV: Fronten verhärtet, Warnstreiks drohen

26.09.2012 | 19:22 |   (DiePresse.com)

Die zweite Verhandlungsrunde endet ergebnislos. Knackpunkt bleibt das Thema "Arbeitszeit". Nach dem 5. Oktober könnte es zu Warnstreiks kommen.

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Die zweite Verhandlungsrunde zum Kollektivvertrag 2013 für die Maschinen- und Metallwarenindustrie (FMMI) ist am Mittwochabend ergebnislos zu Ende gegangen. Beide Seiten haben sich bei der Arbeitszeit tief eingegraben, ein gesichtsschonender Ausweg ist im Moment nicht in Sicht. Am 5. Oktober wird weiter verhandelt. Gibt es dann keine Einigung, drohen Warnstreiks.

Die Industrie hat heute drei Forderungen aufgestellt: Junge Beschäftigte sollen länger arbeiten und mehr verdienen, während ältere Arbeitnehmer bei geringerer Entlohnung kürzer arbeiten sollen. Des weiteren fordert die Industrie Lohnabschlüsse, die sich nach der Arbeitsintensität und der Lage des jeweiligen Betriebes richten. Drittens will die Arbeitgeberseite eine flexible Arbeitszeitregelung auf Betriebsebene.

"Das spielt es nicht"

Gerade letzteres lässt die Gewerkschaftsvertreter die Zornesröte ins Gesicht steigen. Verhandlungsführer Karl Proyer (GPA) sieht darin eine "Geringschätzung der Gewerkschaftsbewegung". Gemeinsam mit Co-Verhandler Rainer Wimmer (Pro-Ge) stellte er am Mittwochabend klar: Eine Arbeitszeitvereinbarung abseits des Kollektivvertrages und somit auf Betriebsebene "spielt es nicht."

Und noch ein Punkt entzweit Arbeitgeber wie Arbeitnehmer fundamental: Der FMMI will über Lohnhöhe und Rahmenbedingungen alleine mit den Gewerkschaften verhandeln. Die Arbeitnehmervertreter sind zwar bereit, über das Geld nur mit dem FMMI zu sprechen, über Änderungen beim Rahmenrecht gebe es aber nur Gespräche mit allen sechs Metallfachverbänden gemeinsam an einem Tisch.

Wimmer und Proyer zeigten sich zuversichtlich, dass hier die Industrieseite noch einlenken werde - wenn nicht, dann werde man nach der nächsten Verhandlungsrunde am 5. Oktober Betriebsversammlungen abhalten.

Im Vorjahr gab es bereits nach der zweiten Verhandlungsrunde Warnstreiks, nach der vierten Runde einigte man sich auf eine Durchschnittslohnerhöhung von 4,2 Prozent, die Arbeitszeit war kein Thema. Heuer liegt die Forderung der Gewerkschaften nach einer fünfprozentigen Lohnerhöhung auf dem Tisch, die Industrie soll aber bis dato kein Gegenangebot vorgelegt haben.

(APA)

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9 Kommentare
Gast: tiger17
28.09.2012 08:02
0 0

Da Gejammere....

...der Industrie kommt regelmäßig und jährlich vor den Lohnverhandlungen!
Wie sollten sie auch 5% Lohnerhöhung bezahlen können, wenn die Managergehälter um 9% gestiegen sind?
Kaum sind die Lohnverhandlungen abgeschlossen, die Arbeiter mit einem Butterbrot abgespeist, kommen die Jubelmeldungen der Firmen über ihre tollen Gewinne und Provisionsausschüttungen in die Massenmedien.
Hoffentlich lassen sich die Gewerkschaften nicht wieder auf den jährlichen Kuhhandel ein sondern steigen den Industriebonzen einmal ordentlich auf die Zehen!

Gast: Alien (Dauerzensuriert)
27.09.2012 08:31
0 0

Nicht Lernfähig!

Die Gewergschaft ist nicht lernfähig: Wenn man die KVs um die doppelte Inflationsrate erhöht, dann steigert man damit automatisch die Inflationsrate...

Die Industrie hat heute drei Forderungen aufgestellt?

Eine verkehrte Welt, die Arbeitgeber stellen in Lohnverhandlungen Forderungen und die fordernden Lohnempfänger werden angehalten "Angebote" zu machen?
.
Ein sich jährlich wiederholendes schäbiges Schauspiel auf der Funktionärsbühne - den "Zusehern in den Rängen" wird Applaus abverlangt! :-(

Gast: Niederösterreich
26.09.2012 20:33
2 1

Bei den Senioren

haben die selbsternannten "Seniorenvertreter" Blecha & Khol auch ein tolles Agreement getroffen. Verkauft werden nur 1% weniger Pensions- "Anpassung", dabei ist es ein ganzer "PROZENTPUNKT" weniger!
Bei 2,8% Inflation sind's eh 1,8%.
Was wollen die Alten?!
Und der Warenkorb zu Berechnung ist ja auch o.k. Schließlich kaufen diese Leute auch 2 bis 3 Mal wöchentlich Fenseher und Computer- uups, beinahe hätte ich die Handys vergessen.

Aber wenn's auf mucken, dann zünd ma a bissl den Generationenkonflikt an,- net wahr?

Den Metallern viel Erfolg!

wann werden gewerkschaften endlich verboten...

...denn laut auskünften des wirtschaftsressortleiters und obersten hayek-fans dieser zeitung vom letzten sonntag sind die gewerkschaften eines der hauptprobleme unserer wirtschaft. ständig fordern sie mehr und mehr gehalt nur weil produktivitär, umsätze und gewinne auch immer mehr werden. das ist total total unfair gegenüber den armen unternehmern!

Antworten Gast: Martin_S
26.09.2012 22:02
4 2

Re: wann werden gewerkschaften endlich verboten...

Waren's schon mal Unternehmer? So von einem Klein/Mittelbetrieb??

Gast: kortl des pockst ned
26.09.2012 20:11
0 4

Das streiken ghört abgeschafft

die sollen alle Froh sein das a Arbeit haben. Die Gewrkschafft setzt sich ein für Gehaltserhöhungen auch für die die ja kein Mietgliedsbeitarg bezahlen. Da sicht ma wieder vü wind um nichts. is ja ned normal. I zahl denne nix. HAbe auhc mei Arbeit.

Re: Das streiken ghört abgeschafft

Welche? Hoffentlich nichts mit Schreibtätigkeit...

Gast: sid
26.09.2012 19:50
0 1

..nicht das ich den Metallern irgend etwas neidig wäre...

...ich bekam in meinen 7 Jahren EINE Gehaltserhöhung (13Cent). Aber von meiner Gewerkschaft hat auch noch nie wer was gehört (inkl mir)

Hobbyökonom