19.05.2013 04:41 Merkliste 0

Elsner klagt Hundstorfer und Nowotny auf 1,8 Mrd. Dollar

27.09.2012 | 11:05 |   (DiePresse.com)

Ex-Bawag-Chef Elsner hat beim Supreme Court in New York Klage gegen den Bawag-Eigentümer Cerberus und mehrere Ex-Bawag-Manager eingebracht.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Ex-Bawag-Chef Helmut Elsner hat diese Woche Montag am Supreme Court des Staates New York eine Betrugsklage über 1,8 Milliarden Dollar eingebracht, berichtet das Nachrichtenmagazin "Format". Die Summe begründet Elsner so: "Mir ist durch ein falsches Urteil über 1,4 Milliarden Euro aus dem Bawag-Prozess ein Schaden in dieser Höhe entstanden."

Geklagt werden der Bawag-Eigentümer Cerberus, Ex-ÖGB-Chef und Sozialminister Rudolf Hundstorfer, Ex-Bawag-Chef und OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny, Ex-Bawag-Aufsichtsrat und ÖGB-Chef Erich Foglar, Ex-Bawag-Vorstand und ÖVAG-Boss Stephan Koren, der frühere Bawag-Treasurer Thomas Hackl, sowie die Ex-Refco-Chefs Phillip Bennett und Tone Grant und Bawag-Anwalt Markus Fellner.

"Betrügerisches System"

In der Klagsschrift werden die Genannten, für die die Unschuldsvermutung gilt, beschuldigt ein betrügerisches System zur Verschleierung der Flöttl-Verluste aufgebaut zu haben. Weiters sollen Sie im in den USA geschlossenen Bawag-Vergleich Elsner durch Falschaussagen beschuldigt haben, US-Behörden angelogen haben und durch falsche und gefälschte Beweise das Bawag-Urteil gegen Elsner mitverantwortet haben.

Elsner, der in Bad Reichenhall kurt, will mit der Klage eine neue Aufklärung des Bawag-Skandals erreichen und die Wiederherstellung seines Rufs erzielen. Elsner: "Ich will Rehabilitation - wenn es sich nicht anders ausgeht auch post mortem."

Helmut Elsner: Der gefallene Ex-Banker

Alle 20 Bilder der Galerie »

(Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

92 Kommentare
 
12 3
Gast: bumsti
29.09.2012 13:44
0 0

Versuchte Retourkutsche

In den USA sind, wie man weiß, ungeahnte Prozeß-Verläufe möglich, so man gute Anwälte hat.

Schon möglich, daß Herr Elsner mit der Klage nun den Herren des Ex-Bawag-Vorstandes das Gruseln lehren will.

Ob es ihm in seinem eigenen Prozeß helfen wird, bleibt abzuwarten.

Gast: galdilf
28.09.2012 13:36
1 0

Darf ich fragen . . .

. . . mit welchem Geld er das alles bezahlt? Er ist doch mittellos, wie Frau Ruth dauernd beteuert! Oder hat er irgendwo Geld gebunkert?

Gast: Verka
27.09.2012 21:58
2 0

Lächerlich, aber dennoch für die Beklagten gefährlich.

Bekanntlich neigt dieses Gericht wirklich zum Zuspruch solcher Schadenersatzforderungen. Nur kann man seine Urteile nicht in Europa exektuieren. Warum klagt er dann? Weil zweitens nämlich gilt, dass die Beklagten ALLE ihre Unterlagen und Dokumente, auch rein interne, dem Gericht übermitteln müssen, sonst drohen drakonische Strafen. Und wenn Elsner mal die Insiderdokumente hat, dann kommt wohl einiges Belastendes heraus, das manche Leute lieber geheim gehalten hätten.

Gast: newyorkerchancen
27.09.2012 20:54
4 0

wird in den USA anklage erhoben, müssen die vielen beteiligten sozialisten erscheinen- nicht so wie in österreich- da wird das parlament/Uauschuß(volksvertretung) von der SPÖ sogar medial angegriffen und desavoiert.


Gast: Der Troll
27.09.2012 20:10
4 0

Senil oder dreist

Also der Typ ist schon dreist. Ihm ist Schaden entstanden. Als ob er Eigentümer der Bank war.
Der Schaden ist der Bank und den Gewerkschaftsmitgliedern entstanden, die durch seine Unfähigkeit und kriminelle Energie, deswegen wurde er ja rechtskräftig verurteilt, um ihre Streikkasse gekommen sind. Und jetzt behauptet er noch frech ihm sei ein Schaden von 1,4 Mrd. entstanden. Das verdienen ja nicht einmal die Bosse von Goldman Sachs und Konsorten. Also wenn Geld abgezweigt wurde zurück damit in die Bank und nicht auf das Konto dieses aufgeblasenen eitlen Gecken.

Antworten Gast: quercus
03.10.2012 00:45
0 0

Re: Senil oder dreist

Es gab keinen Streikfond beim ÖGB. Das war ein Märchen. Der ÖGB hat das Geld seiner Mitglieder verwirtschaftet. Gelebt hat er von den Dividenden der BAWAG, die nie am Rande einer Pleite war.
Nachzulesen im Buch: Man kann auch zweimal sterben.
quercus

Antworten Gast: quercus
03.10.2012 00:18
0 0

Re: Senil oder dreist

Es gab keinen Streikfond beim ÖGB. Das war ein Märchen. Der ÖGB hat das Geld seiner Mitglieder verwirtschaftet. Gelebt hat er von den Dividenden der BAWAG, die nie am Rande einer Pleite war.
Nachzulesen im Buch: Man kann auch zweimal sterben.
quercus

Gast: Be-obachter
27.09.2012 19:22
3 0

Warum

ist er mit solchen Anschuldigungen nicht schon damals herausgerückt, als die Sache ins Laufen kam?
So hat er sich durch sein Schweigen noch schuldiger gemacht und diese Geldvernichtung schweigend hingenommen!

1 0

Re: Warum

Vielleicht hatte es so lange gedauert bis er alle Beweise beisammen hatte. Das wird wohl nicht so einfach sein.

Wenn er nichts in der Hand hätte, dann würde der doch dort niemals einen Anwalt finden.

Gast: Papa Schlumpf
27.09.2012 19:02
1 1

Auch wenn ich kein Elsner Fan bin: könnte mir schon vorstellen dass er Recht hat

Nur sind zuviele "Wichtige" bei der Sache dabei, da kommt nichts raus.

1 0

Re: Auch wenn ich kein Elsner Fan bin: könnte mir schon vorstellen dass er Recht hat

Das wird in den USA verhandelt und der Anwalt ist dort am Erfolg beteiligt. Da wird was rauskommen, wenn was dran ist.

ein Mann..

...kann dafür nicht verantwortlich sein!

witzig

Elsner scheint sich zu dem Zeitpunkt, als Flöttl die Mrd. verspekuliert hatte, nicht weiter dafür interessiert zu haben. Erst als es um seine Mitschuld ging, waren plötzlich alle anderen schuld und hätten sich darum kümmern sollen.

Er war eitel wie ein Pfau als "General" und hat Dutzende Millionen kassiert, aber jetzt will er von gar nichts gewußt haben, was in seiner Bank so gelaufen ist.

Gast: Bruhaha
27.09.2012 18:40
1 0

Die SPÖ organisiert sicher keinen Ausbruch mehr für Elsner via ärztlichem Attest!

Und vor dem Parteigericht der SPÖ sollte Elsner auch noch die Herrschaften zitieren! Vor allem Flöttl hat doch offenbar viel zu wenig von der Beute an die SPÖ abgeliefert.

Da wird die SPÖ auf wundersame Weise zum Zeitpunkt der Täterschaft Elsners bei der BAWAG urplötzlich all ihre hundderten Millionen von Schulden los und dann passiert so ein Unfall wie Blau-Schwarz, weil die SPÖ selbst mit noch so vielen Millionen einfach zu dämlich ist und Elsner muss einsitzen.

Ja eine Art Ausbruch im Nachhinein hat man schon via medizinischer Gutachten organisieren können über die SPÖ, aber von der Beute muss man einem Paten schon mehr abgeben. Das Zahlen der Miete in Luxushotels und teuren Kururlauben ist bei einem 1.400-Millionen-Beutezug wohl keine angemesse Prämie für einen Paten, schon gar nicht wenn er den Kopf allein für alle hinhalten musste, die die Beute großteils für sich zur Seite spekuliert haben auf Kosten der BAWAG.

Wenn schon sizialianische Zustände, dann eben richtig mit Aufteilung der Beute nach sizialianischem Recht und nicht nach Vorstellungen der Paddei.

3 0

Re: Die SPÖ organisiert sicher keinen Ausbruch mehr für Elsner via ärztlichem Attest!

Richtig: Das ist mir auch aufgefallen. Da hieß es eine Zeit lang, dass die SPÖ so schwer verschuldet sei und dann war das plötzlich vorbei.

Gast: africano
27.09.2012 18:30
2 0

Lebt Elsner gefährlich ???

Man sagt ; Beim Geld hört sich die Freund- schaft aus.

Gast: Da Bese
27.09.2012 18:19
5 0

Eurorettung dank Elsner?

Gar nicht so schlecht, wenn Elsner Nowotny auf 1,8 Mrd. Dollar klagt, dann bemüht sich Nowotny wenigstens den Euro hoch zu halten, damit ihm die Sache nicht vielleicht zu teuer kommt.

Lustig wäre es, wenn Elsner den Prozess gewinnt und auch alle anderen im BAWAG-Fall verwickelten Sozen ihre Achter angepasst bekommen und mietfrei ein paar Jahre mit den herausragensten der Zuzügler, die sie ins Land gelassen haben, im Superluxushäfen wohnen dürfen.

Elser entdeckt auf seine alten Tage seine soziale Ader!

Es ist doch fast ungeheuerlich ungerecht, wenn ein Genosse gemeinsam mit anderen ein Milliardending dreht und nur einer die Haft überhaupt antreten muss und die anderen sich im Geheimen die Beute teilen oder gar den überbezahlten Job des Paten sich aneignen, wie Notwotny es gewagt hat, während der alte Boss noch damit beschäftigt ist, irgendwie aus der Haftanstalt mit Hilfe anderer Genossen zu entkommen.

Jetzt ist Elsner zwar ein rechtskräftig verurteilter schwerst Krimineller aber eben wieder heraussen und da gibt es eben Saures vom Paten jetzt für jene, die da glauben die Beute gehöre ihnen. Das geht notfalls mit Hilfe der US-Mafia über die Bühne, die ja in Sachen Finanzverbrechen auch nicht ohne ist.

Fast amüsant wäre es wenn Elsner den Prozess in den USA gewinnt aber dort die Hyperinflation aktiv im US-Dollar wird und Elsner sich mit den 1,8 Mrd. nur mehr eine Kugel Eis von der Eissalonbesitzerin im Häfen damit leisten könnte.

Vor Gericht klagt dieser Lustige?

Ich dachte, der klagt im "Sanatorium" über Herzprobleme.

Tja, wenn die Staatsanwaltschaft schläft, klagen sich die Verdächtigen zum Spass gegenseitig an

PS. Lieber Herr Elsner. Bitte noch die Herrn Verzetnitsh & Tumpel klagen. Die wurden auch von der Justiz "übersehen".

Gast: Johan Meltini
27.09.2012 17:37
4 0

interessanter Zeitpunkt

Stronach präsentiert seine Partei, die ins Parlament kommen wird und, wenns reicht, mit der ÖVP und dem BZÖ regieren wird. Die SPÖ kann nicht mit der FPÖ, obwohl sie die gleiche Klientel vorgaben zu haben. Sonderbar. Und der Elsner eröffnet die Option eines kleinen Abgrundes für eine alteingessene Führungsriege der SPÖ.

die forderung allein schon...

...gilt als amtsbeleidigung. ein geisteskranker volltrottel, fern jeder realität oder besser bekannt unter cäsarenwahn.

Gast: walrap elosa`s mommy
27.09.2012 17:02
4 0

ein großartiger schachzug!

warum soll er allein für alles gradesteh`n?da ist so unendlich viel geld verschwunden-mit der klagseinbringung in New York besteht nun erstmals die chance auf großflächige aufdeckung!!da wird nun vielen angst und bang werden.gut so!!!

Gast: Gast:Billie
27.09.2012 16:59
9 3

Sozenpack

das wird brutal, wenn sich jetzt das
Sozenpack gegenseitig an den Kragen geht.
Vielleicht kommt jetzt wenigstens ein
Teil der Machinationen dieser Baggage
ans Tageslicht.

1,8 Mrd.?

Wenn ihm ein Schäden von 1,8 Mrd. zugefügt würde, muss er diesen Betrag gehabt haben oder zumindest einen Anspruch darauf.

Wenn er auch toll verdient hat, aber selbst als hochbezahlter Baudirektor erwirtschaftet man ein solches Vermögen nicht.
Ich glaub, es geht ihm wohl nicht mehr ganz gut ....

Gast: Callisto
27.09.2012 16:45
12 0

Packt Genosse Elsner endlich aus?

Keine Lust mehr alleine der rote Buhmann zu sein?
Wenn der wirklich auspackt zerreißt es die Roten....

1 0

Re: Packt Genosse Elsner endlich aus?

Lesens einfach die Anklageschrift, zu lesen auf Format.at, er hat ausgepackt.

 
12 3

Hobbyökonom