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"Österreich verabschiedet sich vom leistbaren Wohnen"

28.09.2012 | 13:34 |   (DiePresse.com)

Die Wohnungsnachfrage steige, die Bauförderungen gehen zurück und erhöhen die Abhängigkeit vom Kapitalmarkt, sagt Gewerkschafter Muchitsch.

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Die Wohnbauförderungsstatistik für das Jahr 2011 kommt zu dem Ergebnis, dass eine zunehmend steigende Wohnungsnachfrage auf einen starken Rückgang bei der geförderten Bauleistung trifft. Die Konsequenz daraus sei eine Verlagerung in Richtung frei finanzierter Wohnbau, der stärker vom Kapitalmarkt abhängig sei, kritisiert Andreas Pfeiler, Geschäftsführer des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie, der die Wohnbauförderungsstatistik gemeinsam mit der Arge Eigenheim in Auftrag gab. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz, Josef Muchitsch warnt: "Österreich verabschiedet sich vom leistbaren Wohnen."

Die Förderungszusicherungen im Neubau seien innerhalb von zwei Jahren um 25 Prozent von fast 34000 im Jahr 2009 auf das Allzeit-Tief von 25.300 Einheiten im Vorjahr zurückgegangen. Besonders stark waren die Rückgänge in Wien, im Burgenland, in Salzburg, Niederösterreich und Vorarlberg. Der Rückgang betreffe die Eigenheimförderung mit 8.500 Zusicherungen stärker als den Geschosswohnbau mit 16.800 Zusicherungen, heißt es. 2011 sei der Einbruch der Förderungszusicherungen durch den derzeitigen Boom bei freifinanziertem Wohnbau kompensiert worden. Mit 43.300 Wohnungsbewilligungen sei 2011 so viel gebaut worden wie seit Mitte der 1990er Jahre nicht mehr.

Mieten bei Privatwohnungen steigen stärker

2011 stiegen die Wohnkosten in Mietwohnungen im gemeinnützigen Sektor im Bereich der Inflationsrate von 2,3 Prozent, bei privaten Mietwohnungen deutlich stärker mit 4,3 Prozent. Die Politik müsse endlich aufwachen und dem Grundbedürfnis Wohnen zum sozialpolitischen Schwerpunkt erklären, fordert Muchitsch. Sinkende Förderungszahlen würden zu steigenden Wohnkosten führen, gerade auch am privaten Markt. Mit zahlreichen Experten seien Instrumente in der Strategie "Wohnen 2020" für leistbares Wohnen erarbeitet worden. Sie sollen der Bundesregierung noch im Oktober vorgestellt werden.

Rückläufig waren im vergangenen Jahr nicht nur die Sanierungszusicherungen, sondern auch die Sanierungsausgaben. Mit 700 Millionen Euro sind sie den Angaben zufolge gegenüber 2010 um 14 Prozent gefallen.

(APA)

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29 Kommentare
 
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Liebe zahnlose Gewerkschaft

das kommt halt heraus wenn man immer nur kuscht und die eigenen Genossen die Wohnbauförderung jahrzehntelang zweckentfremden, bzw. die spärlichen letzten Mittel lieber der Hochfinanz in dern Rachen schmeissen bzw. den soo notwendigen Einwanderern die zwecks Lohndumping täglich missbraucht werden, hochsubventionierte Unterkünfte bietet.

Wo war denn euer Aufschrei damals?

Ihr hab eure Werte verraten, jetzt jammert ihr kleinlaut herum. Ihr vertretet schon lang nicht mehr die österreichische Arbeiterschaft sondern seid zu einem Auftragserfüller verkommen!


Gast: na sowas
30.09.2012 11:31
6 0

Bei mir in Wien

beinahe jede freiwerdende Wohnung in unseren Bauten (UX Station XYZ Siedlung am Rand von Wien) wird von Einwanderern aus Afrika und der Türkei bezogen.


Kosten

20 Prozent Mehrwertsteuer ohne Mehrwert. Nicht zu vernachlässigen die nicht ersichtlichen Abgaben.
Frage? Warum sind die Kosten so hoch? 1 und 1 ist 3!


Gast: Vollniete
29.09.2012 17:21
1 1

Man darf sich nicht wundern,

aber bei der BUWOG "Privatisierung" hat der Staat bzw. einige Handlungsbevollmächtigte schon ihre Unfähigkeit und möglicherweise auch ihre Fähigkeit zur Bereicherung gezeigt

die marktwirtschaft funktioniert besser als die kommunistischen fantasien der gewerkschaft!!!

es braucht diese wohnbauförderung nicht, denn erstens werden die sowieso von den unfähigen ländern für wahlzuckerln und co zweckendfremdet und defacto veruntreut, und zweitens können private firmen genauso häuser errichten, und sich das selbst finanziere, den eigentümern ist außerdem zumutbar, die vollen kosten zu tragen, wie jeder andere halt auch!

außerdem brauchen wir nicht den staat, die stadt wien oder sonst wen, die wohnungen errichten, und dann billig an das eigene klientel vermieten, um auf kosten der allgemeinheit die stimmen von özgül und co zu kaufen

Es gibt genau 2 gründe warum die wohnungspreise und mietpreise derart stark steigen:

1) viele leute wissen bereits, dass die eurozonen politik zu unfähig ist mutige reformen auf den weg zu bringen, die die ausgaben senken, aber auch dem eigenen stimmvieh (bei der övp wären das die bauern, bei spö die "sozial schwachen" und die ausländer) weh tun, ihnen ist daher klar, dass der gemütlich feige weg alà zimbabwe kommen wird, das weginfaltionieren der schulden, und investieren daher ihr geld in eigentum, sprich zumiet wohnungen, grund und häuser

2) die steuern und gebühren werden ständig erhöht, damit die regierung ja keine reformen durchführne muss, diese gebühren werden dann vom eigentümer natürlich an den mieter weitergereicht (siehe wien mit seiner rotgrünen reformresistenten versager und abzockerregierung)

aber was solls marktiwrtschaft und eigenverantwortung sind in österreich leider feindbilder

0 1

Re: die marktwirtschaft funktioniert besser als die kommunistischen fantasien der gewerkschaft!!!

Zuwachs der Bevoelkerung und somit Wohnungsnachfrage hast vergessen.. allerdings auch ein Freimarktphaenomen
:)

Gast: klassik
28.09.2012 20:04
4 0

Wohnbau

Herr Muchitsch,wie wäre es,die Wohnbauförderung wieder so zu verwenden,wie es lange Jahre üblich war? Dann könnten Sie sich ihr Gejammere sparen.So man bei den zuständigen Stellen mehr Fantasie hätte,könnte man mit der Wohnbauförderung die Zinszahlungen beim Bauspardarlehen bezuschussen und damit diese praktisch ,für jeden leistbar,fast auf NULL senken.IDEEN MÜSSTE MAN HALT HABEN.Plus die Wohnbaugelder nicht für alles andere abzweigen,um die nächsten Wahlen zu gewinnen.

Re: Wohnbau

weil die Pokitikerschweine sich alles Geld krallen, dessen sie habhaft werden können, um ihre Klientel zu bedienen und zu mästen!

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Die Sünden der Vergangenheit.....

Der Wohnbau (und generell der gesamte Bausektor) als ein Instrument der Arbeitsmarktpolitik bzw. als gutes Geschäft der Wirtschaftskammer.
Wie alles in diesem Land schön sozialpartnerschaftlich aufgeteilt zwischen den beiden Regierungsparteien, zum Nutzen beider, dem Stimmengewinn des einen und dem finanziellen Gewinn des anderen.

Und dem Schaden des Österreichers, der zwar diese Gewinne der Parteien finanziert, aber selbst nichts davon profitiert hat, weil in selbigen Wohnungen nunmehr genau diese - halt schnell "Neoösterreicher" gewordenen - Ausländer sitzen, die eigens dafür ins Land geholt wurden genau diese Wohnungen zu bauen.

Gast: Be-obachter
28.09.2012 17:40
13 1

Von allen Seiten betrachtet,

ist ein Stagnieren dieser Genossenschaftsaktivitäten zu begrüßen. Denn einerseits fressen sich diese Bauten für nicht artgerechte Menschenhaltung (siehe Symbolfoto) immer weiter ins wertvolle Agrarland vor.
Andererseits ist in vielen Gemeinden bereits eine Sättigung zu verzeichnen - zB im Industrieviertel stehen in einer 10.000-Einwohnergemeinde 40 % der neuerrichteten Genossenschaftswohnungen leer.
Bisher war das ja ein gutes Geschäft: Planer, Baufirma und "Gemeinnützige" waren meist eng verbandelt bzw. in einem einzigen Firmenimperium vereinigt, das durch massive Bautätigkeit mithilfe der Förderungen prächtig absahnte.
Vor etlichen Jahren beschloss man sogar, geförderten Wohnungen auch an solche Interessenten zu vergeben, die per Gesetz gar keinen Wohnbauförderungsbeitrag zahlen (Gastarbeiter).
Nun ja - irgendwann mal ist der Topf leer, die Förderungen sprudeln spärlicher und die Baumafia singt promt das Lied vom Ende der leistbaren Wohnungen.
Dabei ist zu bedenken, dass eine einzelne Wohneinheit in solch einer "Menschenbatterie" mitunter mehr kostet als ein Einfamilienhaus mit Garten, trotz Förderung!
Klar, dass nun jene jammern, die sich jahrzehntelang eine goldene Nase verdient haben.

Re: Von allen Seiten betrachtet,

Also in Wien bekommt man sicher kein Einfamilienhaus mit Garten zum Preis einer Genossenschaftswohnung. Und wenn alle Staedter in Einfamilienhauesern wohnen wuerden, waere das katastrophal fuer Energieverbrauch, Zersiedelung usw.

Antworten Antworten Gast: Be-obachter
28.09.2012 20:45
1 0

Re: Re: Von allen Seiten betrachtet,

Ich schrieb: mitunter, und das bezieht sich auf den ausserstädtischen Bereich. (Wien ist nicht der Nabel der Welt).
Gerade in meinem Umfeld wurde massiv Agrarland umgewidmet, um Platz für Genossenschaftswohnungen zu schaffen.
Die Zersiedelung ist in Landgemeinden bereits vollendete Tatsache. Schuld daran sind auch sehr viele Wiener, die als Zweitwohnbesitzer exzessiv Grundressourcen beanspruchen.

0 0

Re: Re: Re: Von allen Seiten betrachtet,

wer sagt wer welche grundressourcen wo beanspruchen darf, und was "exzessive" ist ? Wenn alle Zuzuegler aus den Bundeslaendern Wien wieder verlassen wuerden, haette man dort vielleicht mehr Platz und weniger Wunsch das heilige Bauernland zu "zersiedeln".

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Be-obachter
30.09.2012 19:01
0 0

Re: Re: Re: Re: Von allen Seiten betrachtet,

Ein Wohnsitz für eine Person (ggf. mit Familie) muss genügen. Zuzügler aus den Bundesländern haben zu annähernd 100% ihren Wohnsitz im Bundesland aufgegeben und sind vollwertige Wiener. Die haben höchstens noch Verwandte auf dem Land.
Bauernland ist zwar nicht "heilig", aber irgendwann mal aus. Wenn der Nahrungsbedarf nicht mehr hauptsächlich im Inland erzeugt werden kann, sind wir auf Importe angewiesen und können dann beliebig erpresst werden.

1 0

alles privat

hört man aus allen richtungen.
Und dann das.
Teufel nochmal, wie kann das nur sein.

ist wohl ein typisch oesterreichisches problem

wenn die nachfrage nach wohnungen den geplanten bedarf der staatsfoerderungsplanstelle uebersteigt und aufgrund dessen (nebst kapitalflucht in sachwerte wegen der geldmengenausweitung der naechsten "plan"-stelle - ezb) die preise steigen - muss wohl am "markt" liegen, wenn die planstelle des staats versagt, dass es nicht funktioniert.

Gast: Fuchs C
28.09.2012 16:17
17 1

Ist das übel?

Muss jeder, der nicht einmal integrationswillig ist, vom Herrn Ludwig eine Wohnung hineingeschoben bekommen, die er sich gar nicht leisten kann, nur damit er Rot wählt??

7 0

Re: Ist das übel?

Ist ja nicht deren Geld, das gibt sich natürlich leicht aus.

Antworten Gast: Rette sich wer kann!
28.09.2012 16:50
13 0

Re: Ist das übel?

Die Mietenbeihilfe schieben die Genossen noch hintennach. Damit sichs auch auszahlt......

Tja meine lieben Gewerkschaftler

Gäbs die Wohnbauförderung nicht wären die Baustoffe auch billiger. Und gäbs keine permanente Intervention zum Gelddrucken (besonders von Eurer/linken Seite) dann wär das Geld auch was wert und die Leut würden net in sichere Investitionen wie Immobilien flüchten. Und würdets ihr der Bauindustrie noch dazu net mit noch höheren Lohnnebenkosten und strikteren Arebitsmarktregeln in den Ohren liegen wär Bauen an sich billiger. Selber schuld.

Re: Tja meine lieben Gewerkschaftler

Meine Zustimmung zu diesem Kommentar hat der Z. nicht zugelassen !

Re: Re: Tja meine lieben Gewerkschaftler

Ich habe alle Förderungen generell als preistreibend und Korruptionsquelle kritisiert.

Antworten Antworten Antworten Gast: b745
28.09.2012 19:44
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Re: Re: Re: Tja meine lieben Gewerkschaftler

korruption da kennst du dich aus

Re: Tja meine lieben Gewerkschaftler

Warum die Bauindustrie, die hat andere Möglichkeiten Ihren Ertrag zu erhöhen. Das Baugewerbe hat keine Möglichkeiten und hat dadurch negative Ergebnisse.

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Re: Tja meine lieben Gewerkschaftler

Oh ja, genau, die Gewerkschaft ist schuld an allem, was schiefläuft! Arbeitsmarktregeln? Wenn's noch Bettgeher gäb, würd unsere Wirtschaft aber brummen, sieht man in den US!

Antworten Gast: Chrematistikus
28.09.2012 14:58
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Re: Tja meine lieben Gewerkschaftler

Bamm Oida!

Denan hostas auba gebn!

Echt cool.

 
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Hobbyökonom