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Kein Rückgang der Arbeitslosigkeit in Sicht

01.10.2012 | 18:32 |   (Die Presse)

Die Arbeitslosigkeit ist im September weiter gestiegen, aber auch die Beschäftigung legte erneut zu. Der Anstieg bei den arbeitslosen Leiharbeitern deutet auf eine Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt hin.

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Wien/Hie. Die Krise kommt langsam, aber sicher auf dem österreichischen Arbeitsmarkt an. Derzeit ist die Lage aber noch nicht gar so schlimm. Ende September hatten knapp 295.000 Menschen keinen Job. Davon waren 65.900 in einer Schulung des Arbeitsmarktservice (AMS) untergebracht. Die Zahl der Arbeitslosen legte damit gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um fünf Prozent zu, wie das Sozialministerium am gestrigen Montag bekannt gab.

Gleichzeitig stieg aber auch die Beschäftigung weiter: Im September gab es um rund 50.000 Beschäftigte mehr als im Vorjahreszeitraum. Seit dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise vor drei Jahren seien 160.000 neue Arbeitsplätze entstanden, sagte Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ). Ein nicht unwesentlicher Teil davon entfällt aber auf Teilzeitstellen. 2011 waren von 47.400 neu geschaffenen Stellen 12.500 Teilzeitjobs. Die Teilzeitquote liegt in Österreich bei 25 Prozent. Laut nationaler Definition (AMS-Gemeldete, die in keiner Schulung sind) betrug die Arbeitslosenquote im September 6,1 Prozent. Nach internationaler Definition (eine Stunde Arbeit pro Woche) hat Österreich mit 4,5 Prozent nach wie vor die niedrigste Arbeitslosigkeit in der EU.

(c) DiePresse

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EU: 2,2 Millionen mehr Arbeitslose

Dennoch dürfte die Zahl der Menschen ohne Job weiter zulegen. Sozialminister Hundstorfer rechnet erst mit einem Rückgang, „wenn die europäische Wirtschaft zu merklichem Wachstum zurückfindet“. Das dürfte nicht so bald passieren. Die Wirtschaftsforschungsinstitute haben vorige Woche ihre Konjunkturprognose nach unten korrigiert: Das IHS erwartet nächstes Jahr nur noch 1,3 Prozent, das Wifo nur noch ein Prozent Wirtschaftswachstum. Auch die steigende Zahl der arbeitslosen Leiharbeiter (plus 11,6 Prozent) deutet auf eine Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt hin.

Im EU-Vergleich ist Österreich aber eine Insel der Seligen. EU-weit stieg die Zahl der Arbeitslosen im August um 2,2 Millionen gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote betrug 10,5 Prozent, vor einem Jahr waren es noch 9,7 Prozent. Nach Österreich verzeichneten Luxemburg (5,2), die Niederlande (5,3) und Deutschland (5,5 Prozent) die niedrigsten Arbeitslosenraten. Die höchsten Quoten meldeten Spanien, wo 25 Prozent keinen Job haben, und Griechenland mit 24,4 Prozent. Diese beiden Länder und Portugal verzeichneten auch die stärksten Anstiege der Arbeitslosenrate.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.10.2012)

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57 Kommentare
 
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Natürlich ist kein Rückgang der Arbeitslosigkeit in Sicht

Man beachte: die Langzeitarbeitslosigkeit ist um 21,8%(!) und die der 50+ -jährigen um 9,4%(!) gestiegen. Das musste so kommen, wenn man (schwer)kranke Menschen in einen Arbeitsmarkt zwingen will, den es für sie nicht gibt, in dem man die Invaliditätspension fast unmöglich macht (dazu ist zu bemerken, dass zB fast 80% der weiblichen Invaliditätspensionisten aus einer Langzeitarbeitslosigkeit kommen). Zu glauben, dass man jeden körperlich schwerst angeschlagenen Facharbeiter zu einem "Fachberater in einem Baumarkt" umschulen kann (das Beispiel ist von Hundsdorfer) ist einfach lächerlich, abgesehen davon, dass weder ein Baumarkt noch ein sonstiger Arbeitgeber einen solchen Menschen beschäftigen würde.

Was sagt die ÖVP dazu?

Genau richtig, die EU sichert unseren Wohlstand und Arbeitsplätze.

Antworten Gast: Lachtaler
01.10.2012 22:31
0 0

Re: Was sagt die ÖVP dazu?

Den Gürtel enger schnallen?

Was macht ihr euch Sorgen?

Wir haben doch noch immer die wenigsten Arbeitslosen in der EU?

0 0

Re: Was macht ihr euch Sorgen?

aver nur weil einige im Parlament sitzen.

Antworten Gast: Hugo
02.10.2012 08:14
0 0

Re: Was macht ihr euch Sorgen?


Ja, ich mache mir Sorgen.

Denn den 294.922 Menschen ohne Job gehts nicht gut. Und einigen anderen, die Angst um ihren Arbeitsplatz haben (vor allem Menschen über 45), auch nicht.

Denn der Jugendwahn der österr. Wirtschaft hat Methode.


Gast: Ausgleichende Wirtschaftlichkeit
01.10.2012 20:08
1 1

Arbeitslosigkeit: 294.922 Menschen ohne Job

Dafür besitzt auch ein Prozent unserer österreichischen Staatsbürger
455 Milliarden Euro.

Gast: kortl des pockst ned
01.10.2012 19:07
0 0

Genau deshalb muss Frank Stronach her

Da gibts so weh die wöhn weita die zwa Pleitegeier.

Antworten Gast: Kibietz
01.10.2012 20:01
0 0

Re: Oder die Piratenpartei


Re: Genau deshalb muss Frank Stronach her

hab ich was versäumt? hat der stronach arbeitsplätze versprochen??

0 0

Re: Re: Genau deshalb muss Frank Stronach her

nein, das war der FEIXEmann.

Gast: Baur4
01.10.2012 18:35
3 1

Der Euro brachte für ganz Europa Not, Armut, Arbeitslosigkeit und hohe Staatsschulden

Aber unsere Politiker wollen weiter machen!

Wahltag ist Zahltag!

Antworten Gast: Nepomuk
02.10.2012 08:29
0 0

@Baur4


Wenn Sie etwas länger nachdenken, werden Sie sich vielleicht daran erinnern, daß die Wirtschaftskrise durch die Immobilienblase in den USA, über die Welt verbreitet mittels wertloser Wertpapierderivate (erfunden durch ausgefuchste Bankster von JPMorgan, Goldman Sachs, Lehman Brothers), ausgelöst wurde.

Und hohe Staatsverschuldung wird nicht durch Währung (sei es Dollar, Yen, Franken, Euro, etc.) verursacht, sondern noch immer durch Politiker.


Re: Der Euro brachte für ganz Europa Not, Armut, Arbeitslosigkeit und hohe Staatsschulden

nachdem ja stronach die lösung aller probleme sein wird, ist wahltag wirklich zahltag. gottogott, was wird aus diesem land?

Antworten Gast: Be-obachter
01.10.2012 19:01
4 0

Re:Wahltag ist Zahltag?

Glaub ich nicht.
Überall auf der Welt wird man durch Schaden klug.
Die Durchschnittsösterreicher werden durch Schaden noch dümmer.

Denken wir mal die Sache durch:
die bereits Pensionierten und kurz vor der Pension Stehenden wählen garantiert keine Partei, die das derzeitige System verändern wird.

Die Beamten wählen das, was sie immer schon gewählt haben.

Die erfahrungslosen Jungen wählen das, was am besten klingt (aber ein linksgrünes Lügenkonstrukt ist), nach dem Motto: je weniger einer weiss, umso mehr glaubt er jeden Schei..

Also nochmal: was wird sich nach den nächsten Wahlen verändern?

Antworten Gast: HB4242
01.10.2012 18:42
5 0

Re: Der Euro brachte für ganz Europa Not, Armut, Arbeitslosigkeit und hohe Staatsschulden

Wahltag ist Zahltag:

Also den Spruch kenn ich schon fast 60 Jahre; Hat sich aber bis heute noch nie bewahrheitet ! (und das wissen die Politiker auch ....)

Gast: schuldenfürsvolkmrd.fürdiebanken
01.10.2012 18:19
3 0

300 000arbeitslose, die falsche schulden-usteuerpolitik der SPÖ nützt nur den banken u.reichen und schadet nur den arbeitnehmern.

Frankreich,spanien, Portugal, Griechenland,Italien- die europäischen völker brechen imer schneller auseinander- in polen wird vom volk gegen den sozialabbau bei den pensionen demonstriert. die deutschen müssen trotz vollerwerb mit hartzIV leben, die alten menschen in deutschland leben großteils in altersarmut mit armutspensionen- trotz 40 jahren arbeit; die schere arm reich wird radikal größer; massenarbeitslosigkeit bei den jungen in europa, keine pensionen mehr, trotz 40 jahren arbeit u.beitragszahlungen, oder altersarmut durch minipensionen. sozialabbau bei den asvg pensionen u.invalidenpensionen auch in österreich durch die SPÖ. wo es verlierer gibt,gibt es auch gewinner.
die reichen u.spekulanten wurden durch die finanzkrise sogar reicher u.mächtiger. die reichen griechen konnten hunderte mrd. in steueroasen verschieben. österreich hat beinahe die welthöchste millionärsdichte. die kapitalvermögenssteuern in Ö. machen lt. medien nur ca.0,5% der steuerleistung aus. abermrd.steuergelder werden weiter in die finanzmärkte u.banken gesteckt(mit dem vorwand landeshilfen) um die verzockten bankenspekulationen zu finanzieren. es werden weiter keine banken u. finanzmärkte reguliert geschweige, zur verantwortung gezogen. die real u.volkswirtschaften werden durch den von den bankern u. finanzeliten erzwungenen spardiktaten weiter geschwächt. sozialabbau- arbeitslosigkeit bei den jungen u.keine pensionen mehr nach 40 jhr. arbeit-der soziale wohlstand des volkes wird abgeschafft.

Antworten Gast: HB4242
01.10.2012 18:38
0 0

Re: 300 000arbeitslose, die falsche schulden-usteuerpolitik der SPÖ nützt nur den banken u.reichen und schadet nur den arbeitnehmern.

Sie ahnen es schon, was uns die NWO bringen wird ....

Gast: ldh
01.10.2012 18:01
1 0

es kommt noch viel schlimmer -

Auch Österreich kann sich nicht vom Rest Europas abkoppeln. Wir sitzen im selben Boot mit Spanien, Italien oder Frankreich. Spätestens seit dem EU-Gipfel in der vergangenen Woche gibt es keinen Zweifel mehr, dass auch der österreichische Steuerzahler bei der Euro-Rettung in die Pflicht genommen wird.

Die gemeinsame Haftung kommt – wie auch in Deutschland – quasi durch die Hintertür. Die europäischen Banken sollen sich demnächst direkt beim Rettungsfonds bedienen. Sie haben in Form von Anleihen einen großen Teil der Staatsschulden aufgekauft, sind also eng mit den Schuldenstaaten verbandelt. Die Banken müssen die Staaten finanzieren, der Staat muss die Banken stützen. Am Ende zahlt der Steuerzahler, dessen Geld in den Rettungsfonds fließt. 2,2 Milliarden Euro zahlt Österreich direkt in den ESM ein, für 19,5 Milliarden Euro übernimmt es Haftungen.

Gast: NocheinParteiloser
01.10.2012 17:54
2 0

Werden bald schon 400.000 geschafft werden?

Der Höhepunkt wird ja immer eher am Jahresanfang erreicht. Zu den knapp 300.000 werden also noch Viele dazukommen.

Österreich ist also schon so schwer betroffen, dass auch die gewaltigen Ausgliederungen nichts mehr bringen.

Die Realität zum Ausgliedern kann man erkennen, wenn man sich die Daten zu den verfügbaren Arbeitskräften im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung anschaut.

Verfügbare Arbeitskräfte in % der Gesamtbevölkerung
1) Schweiz........55,7%
2) Deutschland..53,6%
3) Tschechien....51,8%
4) USA..............48,9%
5) Griechenland..46,2%
6) Frankreich......45,0%
7) Österreich......44,6%

Hätte Ö die gleiche Struktur wie die CH, dann hätte Ö um gut 900.000 Menschen mehr in Arbeitslosigkeit!

Hätte Ö die gleiche Struktur wie D, dann hätte Ö um gut 700.000 Menschen mehr in Arbeitslosigkeit!

Österreich hat also durch die riesigen geschützten Bereiche und dem Frühpensionswahnsinn eine Masse an möglichen Arbeitslosen ausgegliedert. Das ist eine sehr teuere, sehr unproduktive Vorgangsweise, welche zunehmend zu Finanzierungsproblemen führen muss.

Da kommt wohl was ins Rutschen, welches mit den traditionellen Methoden der Ö Politiker (Frühpensionen) kaum mehr in den Griff zu bekommen ist.

Gast: africano
01.10.2012 17:14
1 0

294.922 ohne JOB ( ARBEIT) !

Was viele Menschen in Österreich nicht verstehen ,es werden noch mehr Zuwandere gefordert .
Von den vielen Arbeitslosen möcht ich einmal wissen ,wer wirklich davon eine Arbeit haben möcht ?

Antworten Gast: gast55
01.10.2012 18:05
1 0

Re: 294.922 ohne JOB ( ARBEIT) !

da 294.922 beim AMS gemeldet sind, suchen fast 295.000 menschen einen job
diejenigen, welche nicht arbeiten wollen, sind nicht gemeldet

Re: 294.922 ohne JOB ( ARBEIT) !

ich

Antworten Antworten Gast: Hugo
01.10.2012 18:06
0 0

Re: Re: 294.922 ohne JOB ( ARBEIT) !

Ich auch!

Re: 294.922 ohne JOB ( ARBEIT) !

und was machen sie dann mit der antwort? "ausländer ruas" skandieren?

Gast: Nadesha
01.10.2012 16:30
1 0

es gibt in ö

minimu 20000 lanzzeitarbeitslose menschen - viele die im hohen alter von 48 aufwärts sind, finden auch nach 1 jahre suche und bewerberei keinen jobs, also muß man länger suchen, da man ja für die wirtschaft anscheinend alt und wertlos ist - auch mit zig ausbildungen - egal....
viele werden in kursen versteckt - wer nach einem kurs dann wieder zum ams kommt - muß nur lange genug dauern, ist in der statistik blütenweiß und KEIN langzeitarbeitssuchender mehr - auch wenn er schon 2 jahre auf der suche wäre......sooo!!! kommen diese gefakten zahlen zustande - die wahre anzahl würde manche aus den schuhe werfen - verheißt ja auch viel hoffnung für ü50 :((((

 
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Hobbyökonom