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Energiesparen: Verpflichtung auch für Kunden

01.10.2012 | 18:33 |   (Die Presse)

Ab 2014 müssen E-Wirtschaft und Kunden für 8,1 Petajoule weniger Verbrauch pro Jahr sorgen. Schon heute habe ein Drittel der Energieförderprojekte Energieeffizienz im Fokus.

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Wien/Auer. Energiesparen wird Pflicht. Das dafür notwendige Energieeffizienzgesetz soll in den kommenden Wochen in die Begutachtungsphase gehen, kündigte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) am Rande der Konferenz der Landesenergiereferenten am Montag in Wien an.

Im Moment arbeite man im Ressort an den abschließenden Formulierungen. Genau dort allerdings scheint es sich zu spießen. Die Stromversorger laufen seit geraumer Zeit gegen die bisherigen Gesetzesentwürfe Sturm. Schließlich ist darin vorgesehen, dass die Energiekonzerne selbst dafür Sorge tragen müssen, dass ihre Kunden jährlich weniger Energie verbrauchen.

 

Vorleistungen angerechnet

Der Hoffnung, dass die Branche mit einer freiwilligen Vereinbarung davonkommen könnte, erteilte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner jedoch eine klare Absage: „Ein Teil wird verpflichtend sein müssen.“ Zumindest das Monitoring könne nicht auf freiwilliger Basis erfolgen. Die Pflicht werde allerdings auf Stromlieferanten und Kunden aufgeteilt. Der genaue Schlüssel sei Gegenstand laufender Verhandlungen. Ebenfalls noch nicht entschieden sei die Frage, wer letztlich dafür haften müsse, wenn die Einsparungsziele doch nicht erreicht würden.

Die kolportierten 1,5 Prozent weniger Energieverbrauch im Jahr werden es übrigens nicht sein. Österreich kann sich Vorleistungen ab dem Jahr 2009 mit 25 Prozent anrechnen lassen. Schon heute habe ein Drittel der Energieförderprojekte Energieeffizienz im Fokus, sagte Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP). In Summe müssen von Österreichs Energielieferanten und energieverbrauchenden Unternehmen somit ab dem Jahr 2014 jährlich Energieeffizienzmaßnahmen in Höhe von 8,1 Petajoule gesetzt werden, um die Vorgaben der Europäischen Union zu erfüllen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.10.2012)

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33 Kommentare
 
12
Gast: Energiesparer
09.10.2012 18:48
0 0

Energie sparen und gewinnen...

... kann man bei der Energiesparmeisterschaft der Stadt Wien:
http://www.energie-gewinnen.at
E-Bikes, energiesparende Haushaltsgeräte, LED-Sets...

Gast: Hans im Glück
02.10.2012 11:10
2 0

Es gibt bereits genug Vorschriften.

Ihr geht mir schön langsam auf den Wecker.

Soll ich Strom abmelden?
Seid ihr dann zufrieden?

Es geht euch einen feuchten Dr__k an was und womit ich in meinen vier Wänden mache.

Diese feuchten Träume mit inteligenten Haushaltsgeräten usw. könnt ihr euch abschminken.

2 0

Es geht nicht ums Einsparen, es geht wieder einmal nur ums Abkassieren

Unser Staat bzw. die EU ist dermaßen pleite, dass die Geldbeschaffung schon beinahe in offene Beschaffungskriminalität ausartet. Man spielt hier also nun das gleiche Spiel, welches schon bei Feinstaub und Kyoto-Protokoll gespielt wurde.

Man lege unter dem Öko-Tarnmantel unerreichbare Ziele fest, erhöhe Steuern um dieses Ziel angeblich erreichen zu wollen (z.B. höhere MöSt, Ökostromaufschläge), bzw. führe Strafen für sinnlose Maßnahmen (IG-L 100er) ein. Alternativ gehen auch Strafzahlungen für Nichterreichung der unerreichbaren Ziele, wie es wohl im Fall dieser Stromeinsparungen beabsichtigt ist. Voilà schon ergießt sich ein weiterer Geldstrom ins Staatssäckel. Natürlich geht es wieder einmal zu Lasten der privaten Kaufkraft, die durch die staatliche Abkassierorgien sinkt und sinkt. Doch das hat unsere neumodischen Raubritter vulgo Politiker noch nie gestört.

Giftige Energiesparlampen zum Stromsparen

und andererseits wird massiv für schwachsinnige und stromfressende E-Autos geworben!

Wie soll da wirklich Strom eingespart werden?

Gast: zzz
02.10.2012 08:23
2 0

Ziel der Maßnahme

ist sicherlich, die Bevölkerung wieder ins Mittelalter zu beamen. Den Bedarf der Menschen auf eine Handvoll Reis zu beschränken.
Ich habe praktisch alle Haushaltgeräte auf A ersetzt, wenn ich nun weiter einsparen muß kann die Frau die Wäsche im Bach erledigen...
Dann reichen hoffentlich die Recourcen für EU-Beamte und Bonzen für die nächsten Jahrzehnte.

Weg mit den Diktatoren!


Dafür werden die Gänge zahlreicher öffentlicher Gebäude (z.B. AKH) beleuchtet wie die Ballsäle. Und eine abendliche Politbonzen-Feier bei Scheinwerfer-Licht auf unsere Kosten jagt die nächste.

Den permanenten Feier-Diktatoren aus Brüssel und Österreich (speziell Wien) muss endlich der Stecker gezogen werden. Sie kosten uns Geld in Milliardenhöhe, Nerven und die letzten noch verbliebenen Rudimente demokratischer Staatsverwaltung.

Gast: Resistor
02.10.2012 07:57
3 0

Die Vorgaben der EU

Was bedeutet denn die beschriebene Vorgabe jährlich konstant Energie sparen zu müssen ?

a. Entweder konstant weniger zu verbrauchen.
b. Immer mehr in neue Geräte investieren zu müssen.

8,1PJ bei 8Mio Bürgern bedeutet ca. 280kWh pro Person im Jahr weniger. Das entspricht ca. 5% des Stromverbrauches eines 4-köpfigen Haushaltes.

Der Anteil der Haushalte am Stromverbrauch beträgt ca. 26%, also etwa ein Viertel.

Daher trifft einen durchschnittlichen Haushalt die Quote von 5% "Einsparung" jährlich.

Das bedeutet, dass man in 12 Jahren den Stromverbrauch um die Hälfte senken müsste, um 5% p.a. einzuhalten.

Das ist durch Nutzungsverhalten unmöglich.

Daher stellt dieses "Gesetz" auf die verborgene Verpflichtung zum Neuerwerb von Geräten ab.

Ebenso wie die seit 1924 bei Glühlampen eingeführte geplante Obsoleszenz.
Obwohl 1924 Lampen schon über 2.500 Stunden hielten, einigten sich die Hersteller weltweit auf die künstliche Absenkung der Lebensdauer auf 1.000 Stunden. ( http://www.wirkleistung.at/obsoleszenz )

Obwohl 90 Jahre vergangen sind, halten Glühlampen (Halogenlampen) nur "bis zu 1.000 Stunden".

Insofern muss der Satz "Energiesparen wird Pflicht" durch "Neukaufen wird Gesetz" ersetzt werden.

Henry Ford meinte seinerzeit: "Wenn die Leute unser Geldsystem verstehen würden, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."


Re: Die Vorgaben der EU

Es dürfte sich bei diesen Maßnahmen einfach um eine neue Steuer für die EU handeln.

Gast: Bärenfalle...
02.10.2012 07:06
1 0

Ja klar ...

Und den Strom den wir einsparen (sprich Kraftwerkskapazität) verschenken wir dann übers europäische Verbundnetz solidarisch an die Pleitestaaten damit die nicht ihre teuren kalorischen Kraftwerke anwerfen müssen.

Die SU ging auch (unter anderem) daran pleite weil die Wirtschaftskraft Russlands an die Freundstaaten (Kuba, NK ..) verschenkt wurde.

Aber mir ists wurscht .. meine Inselanlage wächst und wächst und 2014 kann sich die EVN ihr Kabel von mir aus wieder ausgraben *G*

Gast: gastjolly
02.10.2012 06:25
2 0

straßenbeleuchtung...

nicht einschalten. ist ein gewaltiges einsparungspotential. und sterne sieht man nachts auch wieder...

Energiespar - Paradoxon

Glühlampen verboten, Haushaltsgeräte mit Energiesparmodus (haha mein Brotröster kriegt einen Lachanfall), aber Klein-Autos mit mind. 70 PS, Motorräder mit 100-200 PS, jetzt kommt bald die Weihnachtsbeleuchtung, Reklamebeleuchtng reicht nicht, Lokomotiven brauchen 7000 kW,
solange Kraftwerke mit Erdöl oder Erdgas betrieben werden sind E-Autos Unsinn usw.

Gast: EUdSSR-Demokratur
02.10.2012 01:53
3 0

Diese die Privatsphäre vergällende Zwangsmaßnahme ist ein Grund mehr, diese liederliche EU-Diktatur samt die kotzige Pleite-Euro-Zone schleunigst zu verlassen!!!!!!!!!


Gast: MichaelderBaumeister
01.10.2012 23:31
0 0

Also bitte...

...auch wenn mein Physiklehrer ein Fan von SI Einheiten war, ich kann mir beim besten Willen überhaupt nix unter Pentajoule vorstellen und glaub den anderen gehts auch so, also liebe Presse Journalisten, für uns Standardverbraucher wird elektrische Energie in kWh gemessen (das spüren wir direkt auch als Euro auf der Stromrechnung...) und nur weil der Niki vielleicht nicht am bürgernahsten ist muss man ihm das ja nicht nachmachen. Google hilft hier: Die Abfrage: "8.1 Petajoule in kwh" ergibt 2.25 Milliarden kWh, geteilt durch 8.5 Mio Österreicher heißt, dass ich ca. 264 kWh pro Jahr sparen muss. Werd ich machen sobald Niki gelernt hat mir die Sache so zu erklären dass auch einer vom Fußvolk sich auskennt, immerhin haben wir ihn ja studieren lassen...

Gast: Super Zeiten kommen auf...
01.10.2012 22:57
0 0

Zumindest für jene die Romantik lieben...

Die Tümerstube am Steffel wird wieder seine Zweck zugeführt, ebenso das aufkommen der Nachtwächter, den schließlich nur die wenigsten können noch mit offenem Feuer umgehen, und an den Umgang mit diesem werden wir uns alle gewöhnen müssen, bei den Vorgaben....

Allerdings erhöht derartiges den Kerzenverbrauch gewaltig, und damit den CO2 Ausstoß, also wird's ein Kontingent von 7 Kerzen im Monat geben, wer mehr abbrennt wird der Umweltverschmutzung angeklagt...

Auf PC kann ich verzichten, das Radio auf auch mit Batterien, und Bücher ließt sich ebensogut im Kerzenschein....

Aufheulen wird die Unterhaltungsindustrie als erster, vor allem wenn die Kunden deren Mist nicht mehr kauft weil nicht mehr Konsumiert werden kann!

Vielleicht kommt es ja noch zur friedlichen Kerzenrevolution in den Wohnungen, es wird Weihnachten, nein nicht nur im Winter auch im Sommer!

Gast: Ökoautofahrer
01.10.2012 22:01
4 0

Ganz einfach: erst wenn wer stirbt,

darf ein neuer Kunde akzeptiert werden, und der kriegt ein kleineres Stromkontingent -> stockdunkle Neubauten ...
Expansion von Industrie nur außerhalb der EU!
Flüchtlinge, Einwanderer, Neugeborene müssen sich ihr Recht auf ein Stromkontingent teuer erkaufen - ist doch alles kompletter Schwachsinn!

2 0

Re: Ganz einfach: erst wenn wer stirbt,

Vor allem verstehe ich nicht, welchen Sinn das haben soll. In Österreich wird Elektrizität in allererster Linie aus Wasserkraft gewonnen. Das geht doch niemanden etwas an, wieviel Strom wir in Österreich verbrauchen.

Wohl so ein EUdSSR-5-Jahresplan.

Gast: dafreueichmich
01.10.2012 21:53
3 0

Unsere Politiker lernen es nicht!

Bei sich selbst, den Ministerien, zu beginnen und das Strafstaberl liegen lassen. dort Erfolge zeigen und dann gescheit reden!

Der Landwirtschaftsminister+Umweltminister Berlakovich und Wirtschaftsminister Mitterlehner haben es gefunden - die Stromlieferanten sollen die Kunden zwingen!
um unser Geld ist den Blödeln nichts zu teuer.

Gast: dafreueichmich
01.10.2012 21:52
0 0

Unsere Politiker lernen es nicht!

Bei sich selbst, den Ministerien, zu beginnen und das Strafstaberl liegen lassen. dort Erfolge zeigen und dann gescheit reden!

Der Landwirtschaftsminister+Umweltminister Berlakovich und Wirtschaftsminister Mitterlehner haben es gefunden - die Stromlieferanten sollen die Kunden zwingen!
um unser Geld ist den Blödeln nichts zu teuer.

0 1

Geht ganz leicht ...

... Fernseher abdrehen und Buch lesen, is aber blöd, weil da könnt' ma' ja noch was lernen ...

Antworten Gast: =EHM=
01.10.2012 22:07
3 0

Re: Geht ganz leicht ...

Bin leider der Blindenschrift nicht mächtig, lese immer bei Licht (wenn notwendig), keine Sparlampen, da ich die Umwelt nicht mit Quecksilber verseuchen möchte.

Also....

Bleibt nur die Zwangsabschaltung. Nordkoreanische Zustände passen zu den Politikern dieses Landes und zu den Bestrebungen der Brüssler Geistesblitze.

Ach ja....

Lernen hat heute auch etwas mit PC und Internet zu tun, da wird dann der Rest der Familie in die Pedale treten müssen.

0 1

Re: Re: Geht ganz leicht ...

Die Stromversorgung von Haushalten wird sowieso zunehmend autark werden. Da kann der Verbund dann seine Stauseen leer auslaufen lassen.

Gast: oekonomist
01.10.2012 21:00
7 0

Hochinteligentes Gesetz von sehr klugen Politikern....

Ich kann mich nur noch wundern, dass Politiker tatsächlich glauben ein Stromversorger oder Gasversorger weiß besser Bescheid, wie ein Fleischer, ein Lebensmittelhändler oder gar ein Stahlerzeuger Energie einsparen kann als der Betroffene selbst. Und bei den Haushalten wird es auch nicht funktionieren. Denn wer kauft schon einen neuen Kühlschrank oder eine neue Wachmaschine, wenn das alte Gerät noch prima funktioniert, nur weil das der Energieversorger vorschlägt? Und ganz besonders interessant wird es dann: welche Möglichkeiten von Sanktionen hat der Energielieferant gegen seinen Kunden, wenn dieser seinen Vorschlägen nicht Folge leistet? Dreht er ihm dann zu Weihnachten den Strom/das Gas ab, da das Jahreskontingent dann schon verbraucht ist?

Antworten Gast: Superrudi
02.10.2012 06:45
1 0

Re: Hochinteligentes Gesetz von sehr klugen Politikern....

... der Energieversorger kann Dir z.Bsp die Hälfte Deines neuen Kühlschrankes bezahlen. Die Kosten dafür werden dann wohl auf andere Kunden umgelegt.

In jedem Fall wird es für uns Stromkunden teurer!!!

Antworten Gast: Gast aus dem vorigen Jahrtausend
02.10.2012 02:11
1 0

Re: Hochinteligentes Gesetz von sehr klugen Politikern....

Eben. Die Herstellung (Rohstoffgewinnung, Erzeugung, Transport usw.) der neuen Kühlschränke, Fernseher, Herde usw., sowie die Entsorgung der alten Geräte - das alles braucht anscheinend keine Energie, ist wahrscheinlich gratis und superöko. Interessante Rechnung, die uns die Politik hier verkaufen will.

Gast: ein Fragender
01.10.2012 20:20
1 0

Hat jemand eine Antwort?



Welche Lampen kann ich künftig statt meiner 100W klaren Glühbirnen in einem Kristalluster einsetzen?

Die Milchglas-Neonlampen etc. sind doch keine Lösung für Swarovski-Kristalle.

Antworten Gast: schubidu
01.10.2012 22:09
0 0

Re: Hat jemand eine Antwort?

Ja eine Halogenlampe in Kerzenform, gibt es auch ganz ohne adapter mit Schraubgewinde->
zB: http://www.pearl.de/a-NC6271-5609.shtml

 
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Hobbyökonom