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Österreicher haben 707 Euro auf Konto liegen

02.10.2012 | 18:16 |   (Die Presse)

Die Nationalbank hat die Vermögenssituation der Österreicher neu erhoben. Zehn Prozent der Haushalte verfügen über weniger als 1000 Euro Nettovermögen. Die Hälfte der Haushalte besitzt weniger als 76.000 Euro.

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Wien/Jil. Der „normale“ Österreicher fährt ein Auto im Wert von 8000 Euro, hat 707 Euro auf dem Konto liegen und fast 12.000 Euro in Bausparverträge oder Lebensversicherungen investiert. Wenn er eine Immobilie besitzt, dann ist diese rund 200.000 Euro wert. Rund 23.000 Euro sind in Fonds, Aktien und Anleihen angelegt. Dazu hat der „normale“ Österreicher rund 40.000 Euro Schulden.

Das sind die Ergebnisse einer neuen und umfassenden Erhebung der Oesterreichischen Nationalbank zum Nettovermögen der österreichischen Haushalte. Die sogenannte HFCS-Studie (Household Finance and Consumption Survey) basiert auf Umfragen und wurde erstmals erhoben. Im März wird die Europäische Zentralbank (EZB) dann einen europaweiten Überblick vorlegen.

Der „normale“ Österreicher existiert freilich nicht – diese Zahlen spiegeln vielmehr Medianwerte für Haushalte (!) wider, die sich aus der Teilung der Bevölkerung in zwei gleich große Gruppen ergibt. Der Medianwert liegt genau in der Mitte. Die Durchschnittswerte sehen anders aus, sind aber nicht sehr repräsentativ, weil sie von besonders reichen oder besonders armen Bevölkerungsteilen verzerrt werden.

Der „Mittelwert“ eines österreichischen PKW beläuft sich demnach auf 13.088 Euro. Der „Mittelwert“ des in Anleihen investierten Geldes auf ganze 102.000 Euro. Der Anleihen-Medianwert liegt aber nur bei 14.000 Euro, was darauf schließen lässt, dass reiche Österreicher ihr Geld gerne konservativ anlegen – in Anleihen eben.

(C) DiePresse

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Singlefrauen sind reicher als Singlemänner

Fast 40 Prozent der Österreicher leben in Einpersonenhaushalten – deren Median-Vermögen liegt bei rund 19.000 Euro und ist damit um einiges niedriger als das Vermögen in Haushalten mit zwei Personen, die im Median rund 126.000 Euro Nettovermögen halten. Etwa 35 Prozent der Österreicher leben in Zwei-Personen-Haushalten.

Bei Singles ergibt sich ein interessantes Geschlechtergefälle: Singlefrauen halten im Median rund 19.000 Euro Nettovermögen und damit um 1000 Euro mehr als Singlemänner. Beim Mittelwert liegen wiederum die Männer vorne. Das zeigt, dass Singlemänner zwar insgesamt über mehr Vermögen verfügen, die „normale“ Singlefrau aber besser mit Geld umgehen kann.

Besondere Aufmerksamkeit haben die Daten zur Vermögensverteilung erregt. In der Studie ist von einer „ausgeprägten Rechtsschiefe der Vermögensverteilung“ die Rede. So haben annähernd 40 Prozent der Haushalte ein Nettovermögen zwischen null und 50.000 Euro, elf Prozent aber ein Vermögen von mehr als 500.000 Euro. Das Nettovermögen umfasst das Bruttovermögen (also Finanz- und Sachwerte) abzüglich Schulden.

 

Schulden stellen keine Gefahr dar

Auch die Analyse der obersten und untersten zehn Prozent der Haushalte zeigt die ungleiche Verteilung der Vermögen: Zehn Prozent der Haushalte verfügen über ein Nettovermögen von weniger als 1000 Euro. Am anderen Ende der Skala besitzen zehn Prozent der Haushalte hingegen jeweils mehr als 542.000 Euro Nettovermögen. Die Hälfte aller Haushalte besitzt weniger als 76.000 Euro (Medianvermögen).

Nun könnte man flapsig feststellen, dass die Studie lediglich offiziell bestätigt, dass Reiche reicher sind als Arme. Für jene Interessensgruppen, die sich das Stichwort „Verteilungsgerechtigkeit“ auf die Fahnen geheftet haben, sind diese Zahlen jedenfalls ein gefundenes Fressen. Der AK-Ökonom Markus Marterbauer nennt sie einen „Meilenstein für Versachlichung der wirtschaftspolitischen Diskussion“. Die Studie zeige deutlich, dass im Zentrum der künftigen Steuer- und Budgetpolitik mehr Verteilungsgerechtigkeit stehen müsse, so der SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter.

Beruhigende Nachrichten kommen von der Schuldenfront. Nur 17 Prozent der Haushalte haben mit dem Hauptwohnsitz besicherte Schulden und nur 21 Prozent haben unbesicherte Schulden – also etwa überzogene Konten oder Kreditkartenschulden. Generell sind reiche Österreicher stärker verschuldet als ärmere. Das liegt vor allem daran, dass Schulden in erster Linie zum Kauf einer Immobilie aufgenommen werden – und weniger (wie beispielsweise in den USA häufig der Fall) für den privaten Konsum.

Der Schuldenstand der privaten Haushalte stelle daher ein „relativ geringes Risiko“ für die Finanzmarktstabilität dar, so die Studie. Als positiv wird auch hervorgehoben, dass Österreicher anders als Amerikaner mit ihrem gesamten Vermögen für Schulden haften und notfalls sogar das Einkommen gepfändet werden kann.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.10.2012)

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150 Kommentare

Re: Re: Strafsteuer

da fehlt ja die hælfte von meinem beitrag.

4 1

Re: Re: Re: Strafsteuer

Sie sind noch jung ;-)

Antworten Gast: Na und?
03.10.2012 12:04
13 10

Lassen Sie es! Ein Wohnungsmensch/ Stadtmensch wird Sie NIE verstehen!!!

Heutzutage sind die meisten Menschen psychisch und physisch zu schwach, ein Haus zu bauen.

Man könnte ja dreckig werden, und eine Wohnung bezieht man schnell und einfach...

Körperliche Arbeit ist heute sowieso verpönt, das tut sich ein Städter nicht an.

Als Junger um die 25 merkt man nicht, wie viel Geld für eine Wohnung draufgeht. Mit 40 regt sich der Neid auf Hausbesitzer, mit 65 hat man sein Leben lang Miete bezahlt und kein Eigentum.

Dann wird der Neid zum Haß!

Ihr könnt mich zerreissen, aber recht habe ich!

1 1

Re: Lassen Sie es! Ein Wohnungsmensch/ Stadtmensch wird Sie NIE verstehen!!!

fast richtig.

nur leider ist zur Zeit der falsche Zeitpunkt um eine Immobilie zu besitzen wie man sieht.

Und lieber Miete als ewig ein Schuldsklave sein.Aber jeder wie er will.

1 2

Re: Lassen Sie es! Ein Wohnungsmensch/ Stadtmensch wird Sie NIE verstehen!!!

Wer mietet bezahlt das Wohnrecht in vielen kleinen Raten und ist sehr flexibel.

Wer ein Haus baut/kauft muss im Voraus finanzieren. Ob mieten oder kaufen auf lange Sicht günstiger ist, hängt vom aktuellen Preis der Immobilie ab. In Zeiten in denen der Grund billig und Baukosten niedrig sind, sollte man kaufen, in Zeiten der Immoblasen sollte man besser mieten, falls man vor der Entscheidung steht.

Da der Grundanteil der Immobilie meist seinen Wert behält, denken viele, dass das Kaufen günstiger sei. Aber das Haus (besonders die heutigen Billig- Fertigteilhäuser) ist ja einmal abbruchreif und kostet dann viel Geld. Dann sollte man eine Rücklage gebildet haben. Und auch die Erhaltung ist nicht billig (aber man kann einiges sebst machen) und die spätere Neuerrichtung kostet dann wieder viel Geld.

Auf sehr lange Frist sollte das Mieten natürlich etwas teurer sein, denn da kassieren auch die Verwalter und die Eigentümer mit.

Beim Haus kann man auch durch Eigenleistungen (besonders in der Erhaltung) einiges einsparen.


Antworten Antworten Antworten Gast: Na und?
03.10.2012 13:49
2 1

Gegenrechnung: Haus 300 000, Miete 1000

Wenn zwei verdienen, ist das Haus in 12,5 Jahren abbezahlt.

Wenn vor dem Hausbau schon gespart worden ist, natürlich früher.

Falls gar selber gearbeitet wird, spart man ca. 50-100 000 EUR.

Dann ist das Haus noch billiger, bei selbem Wert. Auch Eigenleistung ist wertschaffend.

Mieten ist dann interessant, wenn man alle paar Jahre den Wohnort wechseln WILL. Dann soll man aber Hausbesitzern ihr Eigentum nicht neiden.

Re: Strafsteuer

Achja, nochwas!
Ich geh mal davon aus dass 47 in Ihrem Nick das Geburtsjahr ist, d.h. Sie sind mit 62 Jahren in Pension gegangen. Leider wird meiner Generation dieses "Privileg" nicht mehr zustehen (ganz davon abgesehen, dass die Höhe der staatliche Pension dann in keinster Weise mehr mit Ihrer Pension zu vergleichen sein wird)

Lieber Herr auer47

Ich kenne Sie zwar nicht persönlich aber trotzdem möchte ich kurz auf Ihre Schilderung antworten:
Ich stamme auch aus kleinsten Verhältnissen, bin Ende dreißig und bin nach meinem Studium nun schon 17 Jahre in ein und derselben Firma. Leider konnte ich mir keine so tolle Existenz bisher aufbauen (trotz vieler Überstunden und wenig Krankenstand). Von einem Einfamilienhaus kann ich nur träumen. Meine jährlichen Gehaltserhöhungen decken leider in keinster Weise die Inflation ab - daher kann ich mir mit drei Kindern keine großen Sprünge erlauben.
Die staatlichen Zuschüsse werden immer geringer und die Ausgaben für die Kinder (Schule, Freizeit, Kleidung,...) immer höher. Arbeitsscheu würde ich mich wirklich nicht bezeichnen, aber leider hat sich die Arbeitswelt massiv geändert - durch Handy, Internet usw. ist der Arbeitgeber ständig present und der Druck wird von Jahr zu Jahr höher, so dass ich (und auch viele meiner Kollegen) immer an der psychisch und pysichen Grenze kratzen...

Antworten Antworten Gast: Na und?
03.10.2012 13:52
3 6

Dann denken wir gemeinsam scharf nach:

Ist Hr. Auer47 der Böse oder der Staat?

Wer nimmt Ihr Geld und gibt nichts zurück?

7 6

Re: Lieber Herr auer47

Der Herr Auer lebte auch in einer ganz anderen Zeit, wo die hart arbeitenden Arbeitnehmer noch nicht vom Staat massiv ausgenommen wurden, so wie das heute der Fall ist, um irgendwelche wahnsinningen "Sozialprojekte" zu verwirklichen, bei denen sich in Wirklichkeit nur politische Günstlinge bereichern.

Heute ist ein Wohlstandsaufbau auch für einen Akademiker (gibt ja schon zu viele davon) nicht mehr so einfach möglich. Schon gar nicht mit nur einem Gehalt oder mit drei Kindern.

Der Wohlstand ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gesunken, obwohl viele das noch nicht wahr haben wollen, weil sie meist auf Kosten (auf Pump) der anderen leben.


Antworten Antworten Gast: hjskaskl
03.10.2012 12:07
4 6

Re: Lieber Herr auer47

Es ist bedauerlich, dass Ihr Arbeitgeber ihre harte Leistung nicht ausreichend belohnt, aber die Lösung sollte sein, dass Sie einen anderen Job finden, anstatt dass Sie deswegen andere Menschen höher besteuern...

Antworten Gast: Helferlein
03.10.2012 11:15
3 0

Re: Nein, den das halbe Vermögen gehört doch fairerweise deiner Frau!


Gast: Na und?
03.10.2012 10:55
2 1

Jede Zahl ist Pippifatz!

Es zählt nur eines: Wieviel kann man sich leisten?

Geht es sich aus, Wohnraum zu erwerben, zu sparen und sich die eine oder andere Sache zu kaufen?

Kann man sich evtl. Kinder leisten?

Oder ist die Zahl am Konto zwar hoch, aber man kriegt nichts darum? Fressen gar die Fixkosten und Steuern den Großteil des Einkommens/ Geldes auf?

DAS ist das einzig Interessante!!!

Was hier suggeriert wird ist reine Propaganda

Schulden stellen kein Problem dar. Warum sagt die Schuldnerberatung eatwas anderes ?

http://www.schuldnerberatung.at/fachpublikum/news/2012/04/sr12.php

Die "Studie" verrät auch nicht über Vermögenszuwachs innerhalb eines Zeitraums.

Was hat jemand davon wenn er ein Haus im Wert von 300.000 Euro erbt, aber arbeitslos ist ? Vermögend aber pleite ?

Ebenfalls wurde in der Studie nicht berücksichtigt ob es sich bei den Fahrzeugen um Leasing, Kredit oder Eigentumsobjekte handelt. Ob hier vielleicht auch Firmenautos miteingerechnet wurden kann auch nicht ausgeschlossen werden.

Antworten Gast: blaaaaaaaaa
03.10.2012 16:19
5 0

Re: Was hier suggeriert wird ist reine Propaganda

Die beiden bewerten das Problem unterschiedlich. Ja, fuer Schuldner ist es in Oesterreich (unnoetig) schwierig, in Privatkonkurs zu gehen. (Wie ein Unternehmen muessen auch Menschen die Chance auf einen Neuanfang kriegen - ausser meinetwegen in bestimmten boeswilligen Ausnahmen. Nur so werden Banken dazu gezwungen, Kreditrisiken besser zu bewerten und nicht systematisch Dauerschuldner anzunehmen.)

Aber dieser Bericht geht von einer Finanzmarkt-Perspektive aus. Und aus dessen Perspektive gibt es in Oesterreich vergleichsweise wenige Schulden, die sehr zuverlaessig zurueckgezahlt werden. (Auch, wen es kein vernuenftiges Privatkonkursverfahren gibt.)

Gleiches Problem, voellig unterschiedlich gesehen, je nach dem welche Perspektive man waehlt.

Re: Re: Was hier suggeriert wird ist reine Propaganda

Der österreichische Immobilienmarkt befindet sich seit Jahren im regelrechten Steigflug. Die Banken spielen kräftig mit. No na, stehen Sie ja im Grundbuch bis der Kredit abbezahlt ist. Die Rückzahlungen funktionieren auf dem künstlich niedrig gehaltenen Leitzins der EZB. Aber wehe wenn da einer an der Zinsschraube dreht. Dann wird auch bei uns die Immobilienblase platzen, dass es eine Freude ist.

12 6

Der Staat allein ist schuld,

dass der Arbeitende kein Vermögen aufbauen kann.
Der Staat; bestehend aus unfähigen, einfältigen, dilettantischen, Nichtskönnern die sich Beamte und Politiker nennen, setzt jährlich Milliarden an Steuergeld (Geld der arbeitenden Privatwirtschaft) regelmässig in den Sand. Das alles geschieht durch Wirtschaftsinkompetenz. (Um das Steuergeld der Privaten ist nichts zu teuer).
Die Privatwirtschaft muss eben diese Beamten und Politiker durchfüttern (weil der Staat sich selber KEINE Steuern zahlen kann) die nichts aber gar nichts vom wirtschaften verstehen, aber das Geld mit vollen Händern vernichten.
Deswegen schauen wir heute so aus....

Gast: Oops
03.10.2012 10:38
10 6

Timing ist alles

ORF verkündet: Diese Studie "entfacht Steuerdebatte". Was für ein Glück für die Politik - Neid zieht fast noch besser als Korruption. Gutes Timing, Herr Nowotny!

Gast: Gast 10
03.10.2012 10:35
14 6

Die bösen Reichen

Tu ma wieder ein bissi gegen einander aufhetzen?
Die armen Armen, gegen die bösen Reichen!
So, wie der laufende Versuch, die Jungen gegen die Alten zu stimmen. Die arme Jugend ohne Zukunft..., gegen die bösen Rentner, denen das Geld ohnehin bei den Ohren heraus quillt. (Dass einige im Winter frieren müssen, und wie hoch der Durchschnitt einer ASVG Pension ist, wird wohlweislich verschwiegen)
Und alles lemkt schön ab. Vom feigen Insaratenkanzler, für den man sich schämen muß, über die Unterschrift zum ESM, bis zum HBP, der noch immer keine klaren Worte findet.
Und natürlich auch von den "3 Super Gazetten", die natürlich absolut neutral berichten... (Wieso fällt mir jetzt der ORF ein?)
Tu felix Austria!

Gast: Presseleser
03.10.2012 10:07
5 0

Die Republik Österreich sollte sich an den Bürgern ein Beispiel nehmen



8 7

Vermögensermittlung mittels Befragung

Was soll dieser Blödsinn.
Ich könnte beispielsweise nicht sagen, was mein Auto aktuell wert ist. Gleiches gilt für das Einfamilienhaus. Wie kommt man daher zu diesen Werten???
Was ist mit sonsitgen Wertgegenständen (Schmuck, Kunstgegenstände, Gold etc.)??? Dazu gibt es gar keine Aussage.
Und schießlich wieviele Befragte können besicherte und unbesicherte Verschuldung unterscheiden?
Da wird lediglich eine Neiddebatte geführt!
Es bleibt schließlich jeder/m überlassen, ob sie/er sein Einkommen verkonsumiert (Kleidung, Urlaube, teure Autos etc.) oder es auf die hohe Kante legt (Sparbuch, Wertpapiere etc.).

2 6

Re: Vermögensermittlung mittels Befragung

Richtig, es gibt Leute, die gerne alles verkonsumieren und andere, die gerne sparen.

Klar werden zweitere im Alter ein wenig Vermögen angesammelt haben. Warum sollten sie das dann wieder an die Hyperkunsumierer abgeben?

Aber zum Glück ist das Sparen heute real nicht mehr einträglich. Da wird sich die Neiddebatte in 20 Jahren erübrigen ;-)


Re: Da wird lediglich eine Neiddebatte geführt?

Wie meinen, Sie haben nichteinmal eine Ahnung, was Ihr Ehering wert ist (weil sie "von Schmuck" reden)?
.
Fragen Sie Lohnempfänger, wie der Schätzmeister im "Pfandl" den Wert ermittelt!

Ärmer und reicher

Was sagt die Wirtschaftskammer dazu? "Wir müssen mehr Arbeitsplätze aufbauen, denn nur durch Arbeit kann man Vermögen anhäufen.
Stimmt aber nur prinzipbedingt.
Denn bei den mickrigen Löhen und den Lohnnebenkosten baut man heute kaum mehr etwas auf.
Es ist nur eine weitere Studie die belegt was die Meisten ohnehin schon wissen. Die Vermögensschere geht immer weiter und weiter auseinander.
Der Gewinn aus Vermögen ist in den letzten Jahren ungleich höher als der aus Arbeit.
Es werden nur immer mehr Lohnsklaven gezüchtet.

Re: Ärmer und - Es werden nur immer mehr Lohnsklaven gezüchtet.

Die Unternehmen agieren heute schäbiger als es die Sklaventreiber waren; den versklavten Menschen wurde (zwar nur im Interesse der körperlichen Leistung) genug zu essen gegeben; Heute können sich viele "Minderlöhner" nichteinmal mehr das kaufen!

Ein primitives Beispiel sind die "Erntehelfer" in der Agrarindustrie: Menschen die die Ernte einbrachten, müssten übers Jahr "gefüttert werden" - zur Zeit "kann der Mohr gehen", wenn die Scheunen der Wirtschaft den Vorrat gespeichert haben und damit an den Börsen zokken!

Re: Re: Ärmer und - Es werden nur immer mehr Lohnsklaven gezüchtet.

das ist ungeheuerlich. Niemals zuvor ging es Österreichern so gut!
legen sie daheim einmal die Elektrogeräte zusammen und vergleichen dies mit den 80er

damals: vierteltelefon
heute: 4 Handys

damals: 1x 40cm Fernseher
heute mehrere 100 cm Fernseher

Kameras, autos...

Glauben sie, Lohnsklaven in China haben ansatzweise Wohlstand wie der ärmste Österreicher?

wenn sie von Sklaven reden, verstehen sie den Begriff nicht.

6 0

Re: Re: Re: Ärmer und - Es werden nur immer mehr Lohnsklaven gezüchtet.

Ihr Vergleich ist der normale Fortschritt, aber sicher kein Wohlstandsgewinn.

Denken Sie, dass die Leute mit dem Post-Vierteltelefon damals unglücklicher waren wie heute?

Wieviel davon ist heute auf Pump finanziert?

Verbessert haben sich heute sicher die meisten Wohnsituationen und generell die medizinische Versorgung und Betreuung.


Re: Re: damals: vierteltelefon heute: 4 Handys

Sie bedauernswerter Zeitgenosse, alle Dinge die Sie da so im Kopf mitsich tragen, das ist kein Wohlstand!

Re: Re: Re: Glauben sie, Lohnsklaven in China haben ansatzweise Wohlstand wie der ärmste Österreicher?

Da gibts "in dieser Zeitung" eine Artikel vom Androsch: dieser Sklaventreiber der Chinesen? - bringt doch Wohlstand, vonwegen 4 Handy statt Telefon :-o

"haben 707 Euro auf Konto liegen"

Das sind Jene "welche" bei der BAWAG-PSK vierteljährlich 10€uronen Strafe zahlen (genannt "Kontogebühr"), weil sie den vorgegebenen Durchschnittssaldo von €800 nicht halten können; würden ihnen die jährlichen 40€ nicht in Rechnung gestellt, könnten sie in 20 Jahren ihr Spesenfreies Konto genießen!

Re: "haben 707 Euro auf Konto liegen"

niemand ist gezwungen bei der bawag sein konto zu haben...

Singlefrauen sind reicher als Singlemänner

Das ist Diskriminierung! Wir brauchen deshalb einen quotenabhängigen höheren Einkommenssteuersatz auf Singlefrauengehälter!

Antworten Gast: Presseleser
03.10.2012 09:14
4 3

Re: Singlefrauen sind reicher als Singlemänner


Wie wäre mit einer Schulung für Singlemänner in Sachen privater Finanzgebarung.

Re: Re: Wie wäre mit einer Schulung für Singlemänner

Singelmänner haben mehr Aufwand:
.
1. können sie sich gegenüber dem schöneren Geschlecht großzügiger geben (das ist teuer) und haben ...
.
2. keinen Gratis-Wäschedienst.
.
:-o

Schöne Frauen, edle Pferde - sie zu halten, dass ist teuer,
.
kannst Du wählen zwischen beiden,
.
nimm die Pferde, sie sind treuer!
.

Gast: Nadesha
03.10.2012 09:00
8 3

Alter Schwede........

allein die Summe von lächerlichen 1000 Euro als Vermögen zu bezeichnen, ist ja wohl ein Witz...aber kein Wunder - bei den tollen Löhnen die gezahlt werden, da scheinen solche lächerlichen Summen wohl wirklich ein Vermögen zu sein.

Antworten Gast: sid
03.10.2012 09:30
11 2

Re: Alter Schwede........

Viele Menschen müssen lange und hart sparen für €1000.
Für die ist das nicht lächerlich..

Re: Re: Alter Schwede........

Und wenn diese Menschen dann 1000 Euro angespart haben sind Sie vermögend ? Vermögen ist nicht gleich vermögend. Und 1000 Euro Vermögen ist im Bezug zu einem Wochenendeinkauf ein nichts. Somit sollte das Wort Vermögen bei solchen Summen nicht verwendet werden.

19 6

Hr. Marterbauer ???

SIE haben noch immer nicht begriffen, dass der überbordende Staatsmoloch in Österreich die Mittelschicht quasi "enteignet", indem die Privilegierten in den geschützten Bereichen immer mehr einstecken, und sich dadurch die Lücke zwischen unten und oben immer weiter auftut.

Dass man in noch mehr Staat (noch mehr "Umverteilung") die Lösung aller Probleme sieht, ist wohl mehr als nur Dummheit. Das ist linker Populismus pur!

Wer bitte soll invstieren, wenn nicht jemand mit Vermögen ??
In Österreich besitzen nur ca. 5% Aktien. Das ist ein Spiegel des Mangels an Vermögenden, die bereit sind, Eigenkapital (Risikokapital) zur Verfügung zu stellen, damit Unternehmen Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen können.
Alle Steuern müssen runter, damit der Vermögensaufbau auch wieder möglich wird. Dazu muss der Staat drastisch reformiert und reduziert werden, Hr. Marterbauer.

Das Problem ist auch, dass die wenigen Vermögenden in Österreich vermehrt im Ausland investieren, weil im Inland einfach die Anreize fehlen - dank der linken Politik.


Re: ... in Österreich die Mittelschicht quasi "enteignet"?

Hier geht's ja nicht um die Mittelschicht, Sie Neureicher; Mitnichten "Risikokapital":
.
Der Artikel zielt ja nur auf Jene, die an der Sozialhilfe anstreifen!

wer gestern ARTE gesehen hat

der Arbeitnehmer sitzt WELTWEIT in der Falle des Finanzkapitalsystems.
Goldman Sachs hat es verstanden Amerikas Banken mit seinen Hedgsfonds einzusacken.
Er hat ohne belangt werden zu können wissentlich seine Kunden mit Lemans Brothers in den Ruin geschickt.
Und das was in America 2009 passiert ist, das macht Goldman nun mit Europa.
Wie in Amerika pumpen nun unsere Politiker die Steuergelder in die Banken Europas um zu verhindern das Goldman das Land das er gerade im Visier hat vorm Kollaps zu retten.
Wieviel Mitgieder hat die EU.
Irland, Island, Griechenland, jetzt Spanien.
Goldman knöpft sich Land für Land vor. Es ist ein Fass ohne Boden, es wird funktionieren solange die Weltweite Bevölkerung brav sich Versklaven lässt.

nur zur Info

Es gibt keinen Hrn. Goldman Sachs.

Re: nur zur Info - Es gibt keinen Hrn. Goldman Sachs.

Es gibt auch keine Götter und trotzdem ist deren Einfluss -im Interesse der Mächtigen- allgegenwärtig!

"Rechtsschiefe der Vermögensverteilung"

was soll dieser Blödsinn!?
Will die Nationalbank damit sagen, dass man in Ö. nur durch Rechtsbruch zu Vermögen kommt?

Re: nur durch Rechtsbruch zu Vermögen kommt?

Na, wenn's der Nowotny nicht weiß - wer dann?

Gast: Gast 8
03.10.2012 08:14
0 3

warum will das die EZB so genau wissen?

müssen wir jetzt das Ersparte direkt in den ESM einzahlen???? GEnügt schon wenn das Geld schmilzt ohe Zinsen und mit Inflation...

Einkommensverteilung

Ein fleißiger und tüchtiger Mensch hat eben einmal mehr, als jene die die Arbeit scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Aber ein Soze wird dass halt nie begreifen. Sein Lebensmotto ist das Geld anderer zu verteilen, am besten zu ihm.

Antworten Gast: toro
03.10.2012 07:45
19 2

Re: Einkommensverteilung

Stimmt bedauerlicherweise nicht.
In Österreich ist im Gegensatz zu USA, Kanada oder den skandinavischen Ländern die Erbschaft der Hauptfaktor für den Vermögensaufbau. Wird in dieser Studie auch ausgeführt, aber im Artikel nicht.
Warum?
Weil Arbeit hierzulande zu stark besteuert wird und Vermögen zu wenig.

Wenn Leistung und Fleiß zählen sollen, muss man das anders machen, sonst bestraft man den fleißig arbeitenden Mittelständler.

Re: Re: Einkommensverteilung

Was leider immer vergessen wird ist die Tatsache, dass Vererbtes bzw. Verschenktes bereits ordentlich besteuert wurde. Es handelt sich also schlicht um Mehrfachbesteuerung. Es ist allerdings richtig, dass sich wer heute redlich arbeitet aufgrund der hohen Besteuerung (nicht zuletzt im internationalen Vergleich) kein Vermögen mehr aufbauen lässt. Daher sollte in erster Linie eingespart werden, bevor man daran denkt die Steuerlast noch zu erhöhen. Ich sage nur: 8 Mio. Einwohner, Nationalrat, Bundesrat, 9 Landtage mit 9 Landesfürsten, Bezirksebene, Gemeindeebene, 9 versch. Forstrechte, 9 versch. Jugendschutzgesetze, 9 versch. Jagdgesetze.......

Zuerst sparen, dann nach mehr Einnahmen schreien. Die Umverteilungsdebatte, die unsere Spitzenpolitiker ständig wieder neu entfachen führt nur zu einer tiefen spaltung der ohnehin schon laut schreienden (Neid-)Gesellschaft.

Antworten Antworten Antworten Gast: toro
03.10.2012 12:44
5 0

Re: Re: Re: Einkommensverteilung

Wirklich liberale Marktwirtschaften wie USA, Kanada sehen das mit der Erbschaft gar nicht so - die wird dort hoch besteuert, denn es gilt der Grundsatz: jeder soll sich selbst sein Vermögen erarbeiten.

8 0

Re: Re: Einkommensverteilung

Dort wo die Erbschaft stärker besteuert wird (USA z.B.), gilt auch die Devise: Du musst in einer Generation, in deinem Leben, ein Vermögen (Wohlstand) aufbauen.

Doch das widerspricht der europäischen Tradition, wo nachhaltiger gewirtschaftet wurde und Vermögen und Wohlstand über Generationen aufgebaut werden.

Wer hohe Erbschaftssteuern fordert/einführt, fördert damit dem Turbokapitalismus. Und in einem solchen werden ganz wenige superreich, weil sie teilweise über Leichen gehen!

Wer sich um eine gute Ausbildung bemüht, hart arbeitet, ein wenig Beziehungen hat (leider) und etwas Glück hat, kann auch in Österreich einen "bescheidenen" Wohlstand erreichen. Aber meist nicht in einer Generation!

Der Glaube an den schnellen Reichtum, ohne viel Arbeit, ist die Geißel unserer Zeit.


Re: Re: Einkommensverteilung

vom Steuersystem richtig erwähnt, wird der Faktor Arbeit zu hoch besteuert. Es ändert jedoch nichts daran, dass zuallererst die Verschleuderung und Verluderung der Steuern durch Wählerbestechung bzw. der Schuldenwahnsinn beendet wird. Und wer von Verteilungsgerechtigkeit spricht, sollte wohl einmal von Leistungsgerechtigkeit sprechen.

Hobbyökonom