Heftige Kritik an der für Freitag geplanten Einkaufsnacht in Innsbruck kam am Mittwoch von der Tiroler Arbeiterkammer. AK-Chef Erwin Zangerl meinte in einer Aussendung, VP-Landeshauptmann Günther Platter negiere eine Entschließung des Landtags und breche Vereinbarungen der Tiroler Sozialpartner zur Ladenöffnung.
Der Landeshauptmann setzte sich "auf Zuruf der Einkaufszentren" über die Landtagsentschließung und die getroffene Vereinbarungen der Sozialpartner zur Ladenöffnungsregelung hinweg. In die bis 23 Uhr geplante Ausnahme seien die Einkaufszentren am Stadtrand "widerrechtlich von der Stadt aufgenommen worden". Außerdem handle es sich um kein Ereignis überregionaler Bedeutung.
Die AK protestiere "auf das Schärfste gegen den Kniefall des Landeshauptmannes", der damit vor den Interessen der Einkaufszentren kapituliert habe. Das reihe sich "nahtlos in die Willkür bei Agrargemeinschaften, Liftgesellschaften und jetzt dem Handel" ein, meint Zangerl.
(APA)
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