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Mit dem Geldsack zum Bäcker?

04.10.2012 | 09:19 |  von Josef Urschitz (Die Presse)

Wir müssen uns auf mehr Teuerung einstellen. Hyperinflation droht aber nicht.

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Das Bild ging 2008 um die Welt: eine Frau, die einen riesigen Plastiksack vollgestopft mit Banknoten schultert. Ihr Ziel: der nächstgelegene Bäcker. Ob der Sack nach dem Fußweg dorthin noch für den angepeilten Brotlaib reichen würde, war freilich ungewiss. Denn die Preise erhöhten sich damals im Minutentakt. Die Szene spielte in Simbabwe. Dort hatte Präsident Mugabe die Wirtschaft des Landes in atemberaubendem Tempo an die Wand gefahren. Kompensiert wurde das Ganze mit der Notenpresse.

Die Folge: die höchste Inflation, die der Globus je gesehen hatte. 231 Millionen Prozent Jahresteuerung wurden offiziell ausgewiesen, was aber ohnehin vollkommen irrelevant war. Geld hatte so und so seine Funktion als Wertaufbewahrungsmittel verloren. Die Preise verdoppelten sich alle paar Stunden, keiner konnte schneller Geld ausgeben, als es wertlos wurde.

Benchmark
Dieser Artikel erscheint in Benchmark - dem Wirtschaftsmagazin der "Presse".
Hyperinflation. Das Ganze nennt sich Hyperinflation, ist der ultimative Super-GAU für jegliches Geldvermögen – und gar nicht so selten, wie man meinen möchte. Man muss gar nicht in die 1930er-Jahre zurückgehen, als österreichische Papiergeldmillionäre für ihre Millionen gerade noch eine Briefmarke bekommen haben. Allein in den vergangenen 20 Jahren haben Argentinier, Thais und Russen einen nicht unbeträchtlichen Teil ihrer Geldvermögen per davongaloppierender Inflationsraten verloren. Europa ist davon verschont geblieben und wird es auf absehbare Zeit wohl auch bleiben. Aber es gibt nicht wenige Experten, die glauben, dass wir uns auf höhere Inflationsraten einstellen müssen. Denn die Euroländer haben offenbar beschlossen, ihre Staatsschuldenkrise durch „Weginflationieren“ der Schulden zu lösen.

Wegen des Zinseszinseffektes reichen dafür durchaus moderate Raten von fünf bis sieben Prozent, wie wir sie etwa in den 1970er-Jahren gesehen haben. Da ist der Wert des Geldvermögens innerhalb von ein paar Jahren halbiert, ohne dass man es sonderlich merkt.

Solche Inflationsraten unter Kontrolle zu halten ist freilich schwierig. Leichter ist es schon, sie auszulösen: Man muss nur dafür sorgen, dass das Waren- und Dienstleistungsangebot auf der einen und Geldmenge auf der anderen Seite aus der Balance geraten. Etwa durch Aufblähung der Geldmenge: das berühmte „Gelddrucken“.

Der Mechanismus ist im Grunde genommen ein sehr simpler: Dem Waren- und Dienstleistungsangebot steht eine bestimmte Geldmenge gegenüber. Wird deutlich mehr Geld in Umlauf gebracht (die Geldmenge also inflationiert = aufgeblasen), dann trifft höhere Nachfrage auf ein unverändertes Angebot. Die Folge: Wer zu spät kommt, kann sich mit seinem Geld nichts mehr kaufen. Ein Phänomen, das die Älteren unter uns im entschlafenen Ostblock an den langen Schlangen williger Käufer vor leeren Geschäften (die kommunistische Form der Inflation, die auftritt, wenn Aufblähung der Geldmenge auf strikte Preisregulierung trifft) ausgiebig beobachten konnten.

In einer Marktwirtschaft wird die Balance anders hergestellt: Die Preise steigen, bis Geld- und Angebotsmenge wieder übereinstimmen. Der einzelne Geldschein ist dann natürlich weniger wert. Das ist die Teuerung, die auf die eigentliche Inflation (die Ausweitung der Geldmenge) folgt.

In der Eurozone tobt derzeit ein erbitterter Expertenstreit: Müssen wir uns auf mittelfristig hohe Inflationsraten einstellen, wie etwa deutsche Banker nach dem umstrittenen Beschluss der Europäischen Zentralbank, Staatsanleihen zu kaufen (also Geld zu „drucken“), meinen? Oder ist die Aufblähung der Geldmenge egal, solange die in den Markt gepumpte Liquidität „sterilisiert“, also von den Notenbanken „zurückgeholt“ wird, bevor sie in den Konsumkreislauf kommt, wie die Verfechter des Gelddruckens meinen?

Die vergangenen Jahre scheinen eher der zweiten Fraktion recht zu geben. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB) pumpen seit vielen Jahren wie verrückt aus dem Nichts geschaffenes Geld in die Märkte, ohne dass sich an der Teuerungsfront allzu viel tut.

Auswirkungen. Das ist eigentlich das Modell Simbabwe, aber es hat bisher nicht einmal ansatzweise die dramatischen Auswirkungen gehabt, die dieses Modell in Afrika hervorgerufen hat. Die offiziellen (aber mittels „hedonischer“ Berechnungsweise der Warenkörbe gedrückten) Inflationsraten sind sowohl in Amerika als auch in Europa recht moderat. Die echte Inflation (die sich auch in lebensnahen Teilindizes wie etwa dem „typischen Wocheneinkauf“ in Österreich niederschlägt) dürfte zwar dies- und jenseits des Atlantiks annähernd doppelt so hoch wie die offiziellen Werte sein. Von galoppierender Teuerung ist aber nichts zu sehen. Dabei wurden die Märkte in der Eurozone von Beginn an unglaublich geflutet. Die sogenannte Geldmenge „M3“ (da sind umlaufendes Bargeld, Bankeinlagen, Geldmarktpapiere etc. enthalten) hat sich seit der Bargeldeinführung Anfang 2002 auf knapp 9970 Mrd. Euro annähernd verdoppelt.

Wo ist das Geld hin? Und wo ist die Inflation, die eine derartige Flutung nach der Gleichgewichtstheorie zwischen Angebot und Nachfrage zwingend hätte auslösen müssen?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir das Reich des Verbraucherpreisindex verlassen. Denn dieser bildet nicht die ganze Welt ab. Er wird anhand eines „Warenkorbs“ ermittelt, der Güter des täglichen Bedarfs, Mieten, aber auch Güter und Dienstleistungen, die man sich nicht jede Woche kauft – etwa Autos, Computer oder Urlaubsreisen – enthält. Nicht aber die Preise für Finanzprodukte wie Aktien oder für Immobilien. Und genau dort hat sich Inflation abgespielt: Es wurde eine Reihe von Immobilienund Aktienblasen aufgepumpt. Fachleute nennen das „Asset Inflation“.

Das Platzen einiger dieser Blasen hat dazu geführt, dass die Geldmenge nach dem großen Knall 2008 nicht mehr so stark gewachsen ist wie vorher. Aber gewachsen ist sie in den vergangenen zehn Jahren so gut wie immer.

Das vergangene Jahrzehnt war also keineswegs so inflationsfrei, wie das gern dargestellt wird. Betroffen davon waren aber hauptsächlich jene besser Situierten, die sich Immobilien und Aktien leisten können.

Dass sich hohe Konsumenteninflation in einer Krise wie jetzt bildet, gilt als eher ausgeschlossen. Dafür müsste nämlich hohe Nachfrage auf ein knappes Angebot treffen. Derzeit klagen die meisten Branchen eher über schlechte Kapazitätsauslastung. Vor allem kann die Lohn-Preis- Spirale, eine der Voraussetzungen für galoppierende Konsumenteninflation, nicht in Gang kommen, solange hohe Arbeitslosenraten das Lohnniveau generell drücken. Das kann sich allerdings schnell ändern. Und dann müssen wir uns auf einiges gefasst machen. Denn für Krisenzeiten sind Inflationsraten von 2,6 Prozent schon verdammt hoch.

Individuelles Phänomen. Wie stark einen die Teurung tatsächlich trifft, ist ein individuelles Phänomen. Denn der Warenkorb ist eine Art Durchschnittswert, von dem das Konsumverhalten des Einzelnen oft beträchtlich abweicht. Regierungen sind jedenfalls bemüht, diesen Index klein zu halten. Die Krönung dieses Versuchs des Kleinrechnens ist die sogenannte „Kerninflation“ in den USA: Hier werden ausgerechnet die derzeit am stärksten steigenden Produktgruppen – Nahrungsmittel und Öl – aus der eigentlichen Inflationsrate herausgerechnet. Bezahlt werden müssen sie von den solcherart mit niedrigen Inflationsraten beglückten Konsumenten trotzdem.

Inflation
Inflation ist genau genommen das Aufblähen der Geldmenge durch Notenbanken. Allgemein verwendet wird der Ausdruck freilich für allgemeine Preissteigerungen für Waren und Dienstleistungen, die auf solche Geldmengenaufblähungen folgen. Gemessen wird die Inflation auf Basis eines „Warenkorbs“, dessen Zusammensetzung im Idealfall das durchschnittliche Konsumverhalten der Menschen widerspiegelt. Das Ergebnis dieser Messungen ist der sogenannte Verbraucherpreisindex (VPI). Eine wichtige Maßzahl, weil zahlreiche Ausgaben (etwa Mieten, Versicherungsprämien oder Unterhaltszahlungen) an diesen Teuerungsindikator gekoppelt sind. Auch bei Lohnverhandlungen spielt der VPI eine maßgebliche Rolle.

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63 Kommentare
 
12

Wäre es besser, die "echte" Inflation als Basis zu nehmen?

was hieße das?

alle Verträge, die indexgebunden sind (vor allem Mieten) würden in immer kürzeren Abständen eine "Anpassung", sprich Erhöhung erfahren - was erst recht die Inflation anheizt.

Da ist es mir ehrlich gesagt lieber, wenn Inflationsraten eher klein gerechnet werden. Und durch geschicktes Nutzen von Sonderangeboten (indem man auf Werbeflyer NICHT verzichtet), kann man die individuelle Inflation ganz schön beeinflussen.

Antworten Gast: baenkster
05.10.2012 22:31
0 0

Re: Wäre es besser, die "echte" Inflation als Basis zu nehmen?

mit sonderangeboten kannst du die inflation nicht austricksen ;)))

Denn wenn du stets sonderangebote kaufst, trifft die teuerung in prozent genauso.

Antworten Gast: baenkster
05.10.2012 22:28
0 0

Re: Wäre es besser, die "echte" Inflation als Basis zu nehmen?

Du schliesst die falschen schluesse.

Haette man seit jahren die tatsaechliche inflationsrate mit einer realistischen methode berechnet, dann haette man nie das zinsniveau so tief senken koennen/duerfen.

Dann haette die teuerung nie so stark steigen koenne und dann haettest du auch vor index gebundenen vertraegen, zb mieten, keine angst haben muessen vor einer hohen inflation.

Allerdings genau das wollte die finanzbranche, der staat und die elite nicht. Denn das haette bereits 2000 die blase und jene von 2007-2008 nicht ermoeglicht. Und das wollte die finanzbranche nicht- und der staat erst recht nicht - denn der kann sich vielleichter entschulden und staatsanleihen mit 2 % verkaufen, wenn die kaeufer tatsaechlich an die 2% ofizielle inflation glauben. Banken detto.

Gast: Bänkster
05.10.2012 12:17
0 0

Inflationsstatistik

leider wird viel zu selten geschrieben, wie sehr mit der offiziellen Statistik zur Inflation SCHINDLUDER getrieben wird!

Mit Gewichtung, Austausch von Waren (die für die Mittelklasse zu teuer wurde wie zB Rindfleisch durch Schwein ersetzt oder Restaurant mit McDonalds) & hedonistischer (Schummel)methodik (zB ein Laptop mit 20 % schnellerem Prozessor gilt als 20 % billiger - auch, wenn der Preis sich nicht verändert hat; weil ja angeblich 20 % mehr Leistung für das gleiche Geld..)

Mit solchen Tricks (die Methodik wurde im Laufe der letzten 30 Jahre wiederholt geändert und immer führte sie zu geringer Teuerung...) rechnet man die offizielle Inflation klein.

Geradezu ein HOHN: die "Kerninflation" (ex Energie & Lebensmittel), weil essen, heizen & tanken braucht man ja nicht......Kein Wunder, wenn die "gefühlte" Inflation die offizielle Inflation deutlich übersteigt. Man kann davon ausgehen, dass die "gefühlte" Inflation weit eher der tatsächlichen Inflation entspricht als die offizielle Inflation unserer Statistik Austria und jener von EUROSTAT.

Aber würde man offiziell wirklich die Wahrheit von 6-7 % Teuerung ausweisen - WER würde dann noch für lächerliche 1-2 % sein Geld einer (unsicheren) Bank borgen (Sparbuch), Lebensversicherungen, Vorsorge Plus oder österreichische Staatsanleihen kaufen ?

Inflation und die offizielle Statistik sind TEIL der finanziellen Repression über die wir (Mittelstand) für Banken, PIIGS und die Elite bezahlen.

Nicht mit mir ! Gold !

Schon in der Schule lernten wir

dass nur so viel Geld in Umlauf sein darf als mit Gold gedeckt. Wer und wo ist nun das Gold?

3 0

so ein Schmarren!

Herr Urschitz scheint in der Schule nicht so richtig aufgepasst oder sehr oft gefehlt zu haben!

"Man muss gar nicht in die 1930er-Jahre zurückgehen, als österreichische Papiergeldmillionäre für ihre Millionen gerade noch eine Briefmarke bekommen haben."

In den 30er Jahren hatte Österreich eine stabile Schillingwährung! Der österreichische Goldschatz wurde 1938 von den nationalsozialistischen Anschließern nach Berlin "überführt" ...

"Das vergangene Jahrzehnt war also keineswegs so inflationsfrei, wie das gern dargestellt wird. Betroffen davon waren aber hauptsächlich jene besser Situierten, die sich Immobilien und Aktien leisten können."

Ja, und jetzt kullern jedem die Zehrlein über die Bäckchen. Die armen, ganz armen, Wohlhabenden können sich keine adäquaten Bleiben mehr leisten und müssen vielleicht gar in den Niederungen der Plebs hausen. Ach, schlimmer geht es ja gar nicht!

Der reale Kaufkraftverlust der Einkommen jener die am unteren Ende der Lohnskala schuften müssen wird da bagatellisiert. Nehmen Sie doch bitte einmal den Schillingpreis eines knusprig gebackenen Salzstangerls oder einer reschen Bäckersemmel vom Jahr 2000 und vergleichen sie ihn mit dem Preis im Jahr 2012! Sogar wenn Sie eine ganz gewöhnliche Leberkässemmel beim Billa zum Vergleich heranziehen werden Sie zu ähnlichen Ergebnissen kommen! Gleiches gilt für nahezu alle Dinge des täglichen Bedarfs der "Unterschichtler". Ob Grabkerze oder Wurstsemmel oder gar das Essen in Wirtshäusern.

Großer Schmarren

4 0

In Simabwe kratzten die menschen uebrigens gold aus dem boden um lebensmittel kaufen zu koennen

... ein kleiner hinweis an alle die gerne schreiben, gold koenne man nicht essen.

Und wie schon seit monaten immer wieder geschrieben: kauft und lagert alles was alltaeglichen wert hat, von autoreifen bis zahnpasta - konserven, kleidung, werkzeuge, materal, genussmittel, ersatzteile uvam. Gewinn durch inflationsvermeidung kann nicht besteuert werden und schlaegt schon jetzt den (versteuerbaren) gewinn von sparbuechern und anderen anlageformen.

es

wiederholt sich alles immer wieder, nur wir sollen so spät wie möglich davon erfahren damit einige wenig ihr vermögen retten können.( siehe weimarer republik)

Gast: E.W.
04.10.2012 21:43
2 0

monetative.de

monetative.de-Prof.Dr.Dr.Wolfgang Berger - Finanzkrise-Wirtschaftskrise

http://www.youtube.com/watch?v=3UR6apc1wlM

Gast: Hannelore Busch
04.10.2012 20:36
4 1

Seltsam!

Vor nicht einmal 3 Tagen habe ich hier in der Presse eine Jubelmeldung gelesen, dass durch das Anwerfen der Druckerpresse endlich wieder ausreichend Geld für die "Investoren" da wäre und dass es jetzt endlich aufwärts ginge, und nur ich und eine weiter Person haben dagegen gepostet, dass das purer Wahnsinn ist. Ich frage mich gelegentlich ernsthaft, wie es um die Seriösität der "Presse" in Wirtschaftsfragen steht, wenn hier soo ein Unsinn verzapft wird. Und - ja - der Vollständigkeit halber füge ich noch hinzu, dass ich ebenfalls in der "Presse" gelesen habe, dass die Sozialstaaten am Finanzdesaster 2008/09 schuld wären. Also, so einen Quatsch ist eine Ungeheuerlichkeit und unterstes Niveau!!! Ich bitte um Hirn, Seriösität, Ehrlichkeit und Vernunft - der Wahrheit verpflichtet sozusagen!! Ist das zu viel verlangt?!

Antworten Gast: Ehre wem Ehre gebührt.
04.10.2012 21:49
3 0

Re: Seltsam!

Die Presse hat aber auch das geschrieben

http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/453406/182-Billionen-Euro-faule-Werte-vergiften-europaeische-Banken

Nur hört man seither wenig davon. Es wird überhaupt mehr Verwirrung gestiftet, als informiert.
Aber es ist kein Zufall, dass so Wenige über die Grundlagen des Geldwesens informiert sind - es wachsen einem die Grausbirnen, je näher man hinschaut.

Antworten Antworten Gast: Hannelore Busch
05.10.2012 00:18
1 0

Re: Re: Seltsam!

Ja, danke! Dennoch: ich habe die "Presse" eigentlich stets als anständiges, ehrliches, seriöses Blatt eingestuft - ganz besonders auch, was Wirtschaft und Ehrlichkeit anlangt. Was sie sich in den letzten Jahren aber besonders in der Wirtschaftsberichterstattung geleistet hat, war teilweise unterm Hund. Und bis zur Gegenwart erscheinen immer wieder geld- und wirtschaftpolitische Kamikaze-Stories! Sorry, wenn ich das so sagen muss!

(PS: Eine andere Interpretation wäre allerdings, dass die Wirtschafts-Redakteure der "Presse" nicht kompetent sondern ahnungslos sind. Das glaube ich aber nicht. Dass Geld-Blasenwirtschaft, Spekulantentum und Zockereien gefährlich sind und ehrlich erwirtschaftetes Geld in betrügerischer Weise in dunkle Privatkanäle umgeleitet wird, das kann jeder sehen und die Gefährlichkeit dieser Aktivitäten leuchtet doch jedem mittelmäßig gebildeten Menschen ein - sollte also auch Presse-Redakteuren bekannt sein.)

Antworten Antworten Antworten Gast: Bärenfalle...
05.10.2012 15:56
0 0

Re: Re: Re: Seltsam!

Geld hat kein Mascherl.

Darum gibt es auch kein "ehrlich erwirtschaftetes Geld"

Wie auch ?

Stammt alles aus dem gleichem virtuellem Nirvana (und wird in dieses zurückkehren)

Der Unterschied ist doch nur:

Die Sklaven des Systems müssen echte Leistung erbringen um sich in den Besitz jener Papierln zu versetzen.

Die Herren des Systems können diese nach Lust und Laune generieren.

Womit wir zum Kernproblem kommen:

Beide Papierln haben die selbe Kaufkraft.


0 0

Re: Re: Re: Seltsam!

eher ahnungslos beim blick in die zukunft (wie alle anderen), gleichzeitig aber genoetigt etwas zu publizieren. das resultat ist das uebliche oberflaechliche, widerspruechliche und insgesamt desinformative wirrwarr. hauptsache der user klickt auf die links - darum gehts.

1 1

aber

nur mit Parkpickerl am Fahrrad, jetzt gibt es ja endlich die vom KrichenMEISTER versprochenen Uniformierten auf der Straße.

2 0

Inflationsgetriebene Boomzeiten

enden früher oder später unausweichlich in einem Bust.

Je später der Bust kommt, desto massiver sind die negativen Auswirkungen. Je länger der inflationäre Boom anhält, desto größer ist der Schaden, der damit in der Realwirtschaft entsteht.

Gast: bank12
04.10.2012 16:16
0 1

Wirtschaftskrieg

das sind alles Züge im US- maerikanischen Wirtschaftskriegr gegen das Erfolgsmodell Europa!

Gast: Hans im Glück
04.10.2012 14:21
1 4

"Mit dem Geldsack zum Bäcker?"

Glaube ich nicht.

Heute hat jeder eine Bankomatkarte.

Größere Geldscheine als EUR 500,- wird man nicht drucken.

Somit werden sowohl die Münzen als auch das Papiergeld verschwinden.

Man wird garkeine verbote brauchen.
Wer wird schon mit einem Geldsack sich abplagen?

Antworten Gast: uburoi
04.10.2012 16:56
0 1

Re: "Größere Geldscheine als EUR 500,-"

die tausender und fünftausender sind seit jahren fertig.

genau damit versuchen manche zu bluffen.

aber man nimmt fünftausender leichter.

und genau dort liegt der trugschluß.

guten morgen! ;-)

die tausender und fünftausender sind seit jahren fertig.

Quelle ?

7 0

Das Wichtige dabei ist,

dass die Zentralbanker nicht bestimmen können wohin die Inflation (Geldmengenausweitung) läuft.

Zu Beginn läuft sie eher in Vermögenswerte (Immobilien, Aktien, Kunst, Edelsteine, Edelmetalle, etc.). Erst später wird die Inflation in der Teuerung von Konsumgüter bemerkbar.
Wobei die Teuerungs- Indizes gut von der Regierung manipuliert werden können. Wir werden vermutlich nie mehr sehr hohe "offizielle" Teuerungen erleben.

Gold ist aber ein recht guter Indikator für die reale Geldentwertung. Daher sind auch steigende Goldpreise bei Regierungen so unbeliebt, zeigen sie doch einen Vertrauensverlust in ihre Geldpolitik an.


Gast: Luftgeldschöpfer
04.10.2012 13:46
0 0

Mit Verlaub

Zitat
Inflation ist genau genommen das Aufblähen der Geldmenge durch Notenbanken.
-------------------------------------------

Tatsächlich?

http://de.wikipedia.org/wiki/Banking-Theorie
Zitat
Infolge der Ausbreitung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs sind die Banken heute zunehmend weniger auf die Zentralbank angewiesen. De facto bestimmen die Banken die Geldmenge durch ihre Kreditvergabepraxis meist ohne Rücksicht auf die Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft, da sie sich am eigenen Profit orientieren. Hierbei verhalten sie sich ausgeprägt prozyklisch. Sie übersteuern die Geldmenge wiederkehrend, indem sie in Wachstums- und Haussephasen überschießend zu viel Geld, in Stagnations- und Baissephasen zu wenig Geld in Umlauf bringen.
Die Banken realisieren aus ihrer Giralgeldschöpfung einen privaten Zinsextragewinn. Infolge der großen Giralgeldmenge entgeht den Zentralbanken, damit der öffentlichen Hand, ein großer Teil des Geldschöpfungsgewinns. Deren Summe bewegt sich für Deutschland in einer Größenordnung von jährlich 10–30 Milliarden Euro je nach Expansion der Geldmenge. Die Seigniorage entspricht in erster Annäherung einem Zuwachs der Geldmenge M1 in Proportion zum realen Wirtschaftswachstum, nach heutigen Maßstäben Summen in der Größenordnung von jährlich 25 bis 50 Milliarden Euro. [2]
++++++++++++++++++++++++++++++

Wäre es nicht höchst an der Zeit, Klarheit zu schaffen, wo und wie Geld entsteht?

da trifft sichs'ja gut,dass wir auch 25% der inflation als"est"(nominelle vermögenszuwachs)zahlen;und auch die-auf 10% kest-ver3-fachte vermögenssteuer gilt praktischerweise als"est",sodass wir "reichen" zum glück gar keine steuern zahlen müssen...


Gast: Hutbürger
04.10.2012 13:28
3 0

Hyperinflation droht aber nicht.

Natürlich nicht, - das Mädl ist ja auch nur ein ganz kleines bisserl schwanger. Das Baucherl ist ja kaum zu sehen...

Gast: Hans im Glück
04.10.2012 12:53
4 0

Es wird keine Hyperinflation kommen...

das lassen die Deutschen nicht zu.

Herr Oskar Lafontaine hat bei der Gesprechsrunde mit Frau Maischberger darauf hingewiesen, dass ohne einem Währungsschnitt alle Bemühungen den EUR zu retten für die Katz sind.

Wir werden alle überrascht sein. Das Geld wird nicht mehr vorhanden sein. Alle die was auf der hohen Kante hatten werden neidisch auf die Goldbesitzer sein.

0 0

Re: Es wird keine Hyperinflation kommen...

Bis es so weit kommt, werden hoffentlich sehr viele Sparer Gold besitzen, um sich vor der kommenden totalen Enteignung wenigstens ein wenig zu schützen.

Es könnte passieren, dass man irgendwann physisches Gold nur mehr sehr schwer (zu stark überhöhten) Preisen bekommt.


 
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Hobbyökonom