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Al Jaber lässt Backhausen hängen

10.10.2012 | 16:22 |   (Die Presse)

Die Banken haben der traditionsreichen Textilfirma alle Kredite gesperrt, die Firma ist damit pleite.

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(Wien/Eid) Er entpuppte sich auch für die Textilfirma Backhausen als Fata Morgana: Scheich Mohamed Bin Issa Al Jaber hatte dem Traditionsbetrieb Ende September mehrere Millionen zugesagt. Im Gegenzug sollte er 80 Prozent der Firma übernehmen. Das Geld floss nicht – die Banken stellten daraufhin per 9. Oktober alle Kredite fällig. Am Mittwoch musste Backhausen Insolvenz anmelden.
Für Al Jaber sind daran die Banken schuld. Es habe keinen Zahlungsdruck gegeben, die Banken hätten die Firma unter unnötigen Druck gesetzt, teilte eine Al Jaber-Sprecherin mit.

Der 160 Jahre alte Betrieb, der Möbel- und Dekorstoffe produziert, ist von der Wirtschaftskrise voll erwischt worden. Dazu kam die Billigkonkurrenz aus Fernost. Nach dem von Firmenanwalt Nikolaus Vogt erstellten Status für den Insolvenzantrag weist Backhausen Ende September 6,64 Mio. Euro Schulden aus. Das ist mehr als die Hälfte des für heuer erwarteten Umsatzes. Verluste gibt es schon seit einigen Jahren.

Auf Bankschulden entfallen 4,1 Mio. Euro. Zum Vermögen zählen Forderungen gegenüber Kunden in Höhe von einer Mio. Euro, mit 1,1 Mio. Euro wird das Warenlager bewertet. Wie Reinhard Backhausen mitteilte, will er die Firma im Sanierungsverfahren weiterführen. Die 104 Mitarbeiter sollen behalten werden. Den Gläubigern stellt Backhausen eine 30-prozentige Quote in Aussicht. Das heißt, dass sie rund ein Drittel ihrer Forderungen erhalten.

Parallelfall Kneissl


Reinhard und Herbert Backhausen haben sich durch die Kontakte Al Jabers im Mittleren Osten neue Geschäftsperspektiven versprochen. Die Firma wollte sich dort als Ausstatter von Hotels etablieren. Mit dem Rücken an der Wand nahmen die Brüder den von der Hausbank empfohlenen Investor Al Jaber dankend an – ohne offenbar die Erfahrungen anderer Unternehmen zu berücksichtigen. Bei der Skifabrik Kneissl versprach der Scheich ebenfalls Millionen, als er nicht zahlte schlitterte Kneissl in die Pleite. Erst danach soll Al Jaber gezahlt haben.

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17 Kommentare
Gast: Al Blabla
11.10.2012 10:19
0 0

Schon mal irgendwo etwas gezahlt?

Hat der Herr irgendwo schon mal das zugesagte Geld gezahl? Ich erinnere mich an Zusagen für Schi/Sportarktikel-Firmen, Hotels...

...sein Geld ist wohl nur eine Fata Morgana...

Antworten Gast: Barrorscho
11.10.2012 11:41
0 0

Der Typ scheint es zu genießen,

wie alle vor ihm und seinem Geld auf dem Bauch kriechen. Er wartet allerdings nur, bis jede Firma komplett erledigt ist, um sich dann ein neues Schnäppchen zu holen.

Gast: Rechtsdreher
11.10.2012 10:05
0 0

Für Al Jaber sind daran die Banken schuld.

Er muss gute Anwälte haben, denn dass er nicht auf Schadenersatz geklagt wird/werden kann, halte ich für eine Meisterleistung.

Antworten Gast: Nepomuk
11.10.2012 17:13
0 0

Auch wenn Sie einen Rechtstitel in Österreich bekommen


Der "Philanthrop", als den er sich auf seiner Homepage
http://www.mbialjaber.com/ bezeichnet, und seine Firma MBI International befinden sich in London.

Da können Sie in Ö Recht bekommen, bis Sie schwarz werden.


Hoffentlich eine Lehre...

... für alle österreichischen Unternehmen.
Kneissl war ja auch nicht das erste Mal das er Zusagen nicht eingehalten hat. MODUL-Universität

Gast: Ali Baba
11.10.2012 09:56
0 0

Orientalischer Märchenerzähler!

Selber schuld, wer ihm glaubt!

Gast: Das Ekel Alfred
11.10.2012 08:54
3 0

Ein Wurschtel mehr in Österreich


Wir danken der österr. Wirtschaftskammer, die sich 2007 für die Doppel-Staatsbürgerschaft dieses Herrn aus Saudiarabien starkgemacht hat.

Wir haben ohnehin zuwenig Wurschtel in Ö.


wie wäre es mal mit selber denken statt berater

vielen firmen würde es dann besser gehen.

kronen zeitung

das ist mein kronen zeitungsverkäufer, er steht immer ab 17 uhr, bei der u- bahn heiligenstadt.

Job

Job für diesen Herrn "Dschungel - Camp - Präsentator" - nur der leider Verstorbene war ein ganz Grosser

der

letzte seriöse kaufmann war georg backhausen und der ist schon viele jahre tot.

Halte so und so nicht all zu viel wenn davon wenn man Betriebe ins Ausland verkauft.

Irgendeinen Grund wirds schon haben dass immer mehr Österreichische Unternehmen ins trudeln kommen. ... Aber die Politik hat damit nichts zu tun .. ODER???

Den Politikern ist die Reihenfolge nicht klar ...

... zuerst muss man Geld verdienen,
DANACH kann man das Geld umverteilen.
Gerechtigkeit gibts daher erst NACH dem Geldverdienen.
Wer die Firmen dazu verdonnert, Gerechtigkeit zu schaffen, also ZUERST umverteilt, geht logischerweise unter.
Aber man betrachte die österreichischen Politiker und Volkswirtschafter (LOL) - dann wundert man sich auch darüber nicht.

Gast: visitante
10.10.2012 18:31
2 0

money money money

ich bezweifle, dass der kerl überhaupt geld hat...

3 0

Wie schon vor 4Wochen geschrieben

Backhausen soll sich erst freuen wenn das Geld am Konto ist.

Wieder mal Recht gehabt, der gute Mann ist wahrlich eine Luftblase.
Mich wundert nur das dem überhaupt noch wer traut!

blöd

wie kann nur so blöd sein und diesen Mann ernst nehmen !

3 0

Er entpuppte sich auch für die Textilfirma Backhausen als Fata Morgana...

...unter den Journalisten der Presse gibt's ja richtige Humoristen... :D))).

Hobbyökonom