Wien: Grundstein für neue ÖBB-Zentrale gelegt

11.10.2012 | 14:24 |   (DiePresse.com)

Das Gebäude beim neuen Hauptbahnhof soll bis August 2014 fertig sein. Der Konzern wird durch die neue Zentrale seine Standort-Anzahl verringern.

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Die Bauarbeiten für die neue ÖBB-Konzernzentrale beim Wiener Hauptbahnhof schreiten zügig voran: Am Donnerstag hat ÖBB-Chef Christian Kern den Grundstein für den Rohbau gelegt - nachdem zuletzt bereits in die Tiefe gegraben wurde. Das Gebäude soll bis August 2014 am südlichen Vorplatz des Bahnhofs entstehen.

Errichtet wird es von einem Konsortium aus der BAI Bauträger Austria Immobilien GmbH, Habau Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H. und Östu-Stettin Hoch- und Tiefbau. Die Gruppe hat das Baurecht für 80 Jahre erworben. Die Bahn mietet den Turm, danach geht das Gebäude in das Eigentum der ÖBB über.

(c) APA (GEORG HOCHMUTH) V.l.: SPÖ-Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner, ÖBB-Generaldirektor Christian Kern, Maximilian Höller, Geschäftsführer von Östu-Stettin Hoch- und Tiefbau GmbH, und BAI-Geschäftsführer Thomas Jakoubek bei der Grundsteinlegung

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Standortkonzentration

"Dieses Haus hat eine große Bedeutung. Die ÖBB befindet sich in einem wesentlichen Veränderungsprozess. Wir wollen wirtschaftlicher und kundenfreundlicher werden. Das Haus wird unser Arbeiten verändern", betonte Kern vor Journalisten. Mit dem Bau will die ÖBB ihre Standortkonzentration abschließen.

Künftig wird es nur mehr drei Standorte geben: Die Büros der Rail Cargo Austria in Erdberg, die ÖBB-Infrastruktur am Praterstern und die ÖBB-Konzernzentrale am Hauptbahnhof in der Gerhard-Bronner-Straße 15. Das soll helfen, Kosten um über fünf Mio. Euro pro Jahr einzusparen.

1700 Mitarbeiter

Im neuen Gebäude am Hauptbahnhof wird ein Großteil der bisher in Wien verstreuten Büros von acht ÖBB-Gesellschaften zusammengeführt. Rund 1.700 Mitarbeiter werden dort künftig untergebracht sein. "Weniger Standorte, effizientere Raumnutzung, niedrigere Prozesskosten und geringere Mietaufwendungen werden einen wichtigen Beitrag für den wirtschaftlichen Erfolg der Bahn leisten", unterstrich der ÖBB-Chef.

Die Wiener Architekten Zechner & Zechner haben das künftig rund 88 Meter hohe Gebäude entworfen. Eine effiziente Nutzung von Energie, Wasser und weiteren Ressourcen sei bei der Planung im Vordergrund gestanden, wie betont wurde. Dies würde unter anderem durch einen erhöhten Wärmeschutz der Gebäudehülle und einem regelbaren außenliegendem Sonnenschutz erreicht werden.

(c) APA/TOMASELLI.VS./ZECHNER&ZECHNER Der neue Firmensitz soll etwa 88 Meter hoch werden.

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(APA)

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2 Kommentare
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Ehre wem Ehre gebührt

Ein Unternehmen wie die ÖBB, das seit Jahrzehnten fette Gewinne einfährt, hat sich wahrlich einen modernen Glaspalast verdient. Denn dadurch können ach so tolle Synergien gewonnen werden und die Gewinne steigen noch weiter. Bravo!

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Bravo

Versager brauchen Paläste auf Kosten der Steuerzahler.

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