18.06.2013 23:10 Merkliste 0

FMA: Österreich noch immer von Banken erpressbar

23.10.2012 | 14:56 |   (DiePresse.com)

Die Verstaatlichungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass es eine "de facto Erpressung" des Staates gibt, sagt FMA-Vorstand Kurt Pribil.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der österreichische Staat ist von Banken immer noch erpressbar, sagte FMA-Vorstand Kurt Pribil am Montagabend bei einer Podiumsdiskussion in Wien. das hätten die Verstaatlichungen der letzten Zeit, also Hypo Kärnten, ÖVAG und Kommunalkredit, gezeigt. Die Institute "mussten verstaatlicht werden, das hätte sonst das fünf - bis sechsfache gekostet". Die Situation führe zu einer "de facto Erpressung".

Karl Sevelda, stellvertretender Chef der Raiffeisenbank International (RBI), wollte hingegen nichts von einer Erpressung wissen. "Ich glaube nicht, dass man davon sprechen kann, dass Banken den Staat erpresst haben. Ich kann mich an einen Fall erinnern, wo sich der Staat massiv auf die Großbanken gesetzt hat", hielt Sevelda dagegen und nannte die Constantia Privatbank, die im Oktober 2008 von Bank Austria, Erste Group, RZB, ÖVAG und BAWAG übernommen und damit vor der Insolvenz gerettet wurde. "Das haben wir nicht freiwillig gemacht", so Sevelda am Montag. In diesem Fall habe das Finanzministerium die "Erpressung" an die Großbanken weitergegeben.

Einlagensicherung nach US-Muster

Um zu verhindern, dass in Zukunft der Steuerzahler bei Bankenpleiten zur Kasse gebeten wird, sprach sich Pribil in Europa für eine von Banken gespeiste Einlagensicherung nach US-Muster aus. Dort sei nun per Gesetz verboten, dass der US-Präsident eine Bank rettet. In den USA wurden in den vergangenen zehn Jahren etwa zehn Prozent der kleinen und mittelgroßen Banken abgewickelt, das sei über einen von den Banken mit 1,5 Prozent der Einlagen gespeisten Fonds erfolgt, erläuterte Willi Hemetsberger von der Vermögensverwaltung Ithuba Capital. Das sei zwar teuer, verhindere aber, dass der Steuerzahler einspringen muss.

Nowotny: Staat einziger Retter für Großbanken

OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny konnten diese Argumente allerdings nicht ganz überzeugen. "Ich mahne zur Vorsicht. Für große Banken sehe ich keine andere Möglichkeit, als im Ernstfall hineinzugehen." Die Lehman-Pleite im September 2008 sei eine Katastrophe gewesen. Der Immobilienfinanzierer AIG sei danach mit gewaltigen Mitteln gerettet worden, und es sei wichtig gewesen, dass "der Staat hineingegangen ist".

Pribil hofft in naher Zukunft auf eine starke Bankenaufsicht für Europa. Sie solle zwar die Zuständigkeit für alle 6000 europäischen Banken erhalten, dann aber die Verantwortung für den Großteil an die nationale Aufsicht "zurückdelegieren" und sich auf etwa 50 große Bankgruppen konzentrieren. Dafür würde sie 600, vielleicht 1.200 Mitarbeiter brauchen, um die Arbeit professionell abwickeln zu können.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

22 Kommentare

Der Staat nein sogar die EU

kann nicht nur erpresst sie WERDEN schamlos erpresst von den Banken das ist Fakt.

Sonst ist nicht zu erklären, warum die Banken auch HEUTE ernome Risiken eingehen und einfach weitergezockt haben als gäbe es keine Krise.

Und die FMA blickt stumm ...

... auf dem ganzen Tisch herum.

Wir wissen, wie das ausgehen wird. Lösen wir endlich diesen Verein auf, Österreich braucht eine funktionierende FMA, wie sie z.B. in Liechtenstein vorhanden ist. JETZT!!!

Gast: Banken hinterfragen
24.10.2012 03:53
0 0

„systemrelevante“ Banken erpressen Staaten

"Dank ihrer enormen Machtposition können sie ganze Gesellschaften erpressen."

mehr erfahren:
http://tinyurl.com/banken-mehr-hinterfragen

Gast: Spitzenpolitiker, die Bankenvertreter
24.10.2012 01:50
0 0

Ein Insolvenzrecht für Banken. Ein Wahnsinn, was Banken als Unternehmen dank der Spitzenpolitiker für Sonderstellungen haben

Im Jahr 2012 kommt man drauf, dass Banken kein richtiges Insolvenzrecht haben!?

Aber ja, was will man sagen- der Staat nimmt bei privaten Banken Geld auf, statt es zB mittels einer Monetative selbst zu schaffen, verschuldet sich dieser für eine Fiat Money-Dienstleistung, die dieser als 4. unabhängige Staatsgewalt auch machen könnte.
Aber ja, lieber Geld aufnehmen, sich verschulden.

Manche Politiker, wie der ehemalige Finanzminister Josef "Pepi" Pröll, retten Banken, um dann zuzfällig in deren Konzern eine Spitzenposition zu besetzen.
Andere Politiker sind nebenbei oder nach Polittätigkeit in Aufsichtsräten von Banken.
Den Bankenbesitzern freut diese Verbandelung der Politiker zu Banken und das Gelderzeugenlassen bei deren Banken sicher.

"Volksvertreter" müsste man sein.
Dann braucht man der Masse konstant ein "wir" nur vorspielen, um diese hinterrücks auszunehmen.
Die meisten Politiker sind Bankenvertreter - direkt oder indirekt (indem diese nichts sagen, alles durchnicken) schlichte Bankenvertreter.

Kein Wunder, dass dann auch eine Fekter die Krise nicht in der Zeit erkennen konnte. Wie denn?- alle wurden überrascht, dass das Geldsystem, dass ohnehin immer rechnerisch anstehen muss, wieder mal ansteht- konnte man an der globalen Geldmenge und den diversen (Staatsschulden)-Grafiken nicht erahnen. Wie denn? -
Aber dafür sind Politiker an der Umverteilung aktiv beteiligt. Sicher auch monetär- anders kann man sich deren Agieren - nicht kindlich gesehen - nicht vorstellen.

Antworten Gast: Mario Nette
24.10.2012 12:17
1 0

Re: Ein Insolvenzrecht für Banken. Ein Wahnsinn, was Banken als Unternehmen dank der Spitzenpolitiker für Sonderstellungen haben


So ist es, und mehr und mehr Menschen erkennen das.

Statt den unerträglichen Zustand zu beheben, verlagern die Politmarionetten die Privilegien auf die supranationale Ebene, die sich jeder Kontrolle entzieht.

In früheren Zeiten haben Räuber dem Opfer mit dem Prügel eins über den Schädel gehauen, und sie ausgeraubt, bevorzugt die Schwächeren, die sich am wenigsten wehren konnten

Heute macht man es eleganter über das Geldsystem.

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/163692/umfrage/staatsverschuldung-in-der-eu-in-prozent-des-bruttoinlandsprodukts/

Mit der wir - sind - bankrott - Karte, werden ganze Völker ihrer Leistungen beraubt, und selbst unseren Kindern die unsichtbare Schlinge um den Hals gelegt.

Innerlich muss man sich von dieser Gesellschaft ohnehin verabschieden, denn es sind unsere eigenen Leute, die uns ans Messer liefern.


Gast: Nicht naiv betrachtet
24.10.2012 01:35
0 0

„Der Staat ist nicht erpressbar“ (aus dem Finanzministerium)

- der "Staat" bzw. dessen leitende Personen machen ja auch gerne selbst mit.

Vorgegaukelte Positionen im Staat, als Mittel zum Zweck, um die Masse auszunehmen.

Gast: gast1984
23.10.2012 22:13
0 0

Die kommen wieder einmal früh drauf...


Gast: sozisforbanker
23.10.2012 20:31
0 0

der Staat? die hackler, arbeitnehmer, der mittelstand, die asvg pensionisten- die werden diese wahnwitzigen abermrd.bankensubventionen für die reichen und schönen auch in zukunft durch sozialabbau und noch mehr steuern, leistungskürzungen(asvg pensionen) begleichen müssen.


Re: der Staat? die hackler, arbeitnehmer, der mittelstand, die asvg pensionisten- die werden diese wahnwitzigen abermrd.bankensubventionen für die reichen und schönen auch in zukunft durch sozialabbau und noch mehr steuern, leistungskürzungen(asvg pensionen) begleichen müssen.

friedmanns vorboten... die vorbereitung für die demontage des staates sowie des kontinuierlichen ausbaus der macht von wirtschaft und blöderweise auch der banken. die masse wird eingepeitscht, die nächsten marionetten augewählt, dem volk wahlfreiheit vorgetäuscht und letzten endes liegt unsere zukunft schon fix ferrig ausgearbeitet in einigen schubladen...

"Staat kann von Banken erpresst werden"

Also das ist ja mal was ganz Neues. :-(

http://www.banken-in-die-schranken.org

Gast: Rabiatperle
23.10.2012 18:42
1 0

Die Banken sind das Krebsgeschwür der Gesellschaft


Das derzeitige Finanzsystem ist eine Feudalherrschaft wie im Mittelalter.

Wer Geld aus dem Nichts schöpfen kann, für das andere arbeiten, kann sich natürlich auch alles kaufen, auch ein demokratisches Kasperltheater samt Darstellern.

Wenn man sich mit dem Finanzwesen beschäftigt,
steigen einem die Grausbirnen auf. Diese Leute sind ja nicht zu dumm, um nicht zu wissen, was sie tun.

Für mich sind das alles Kriminelle, die dank ihrer Handlanger noch frei herumlaufen.

Re: Die Banken sind das Krebsgeschwür der Gesellschaft

tja, so lange die handlanger am ende der marionettenfäden baumeln und die herrschaften oben an den hebeln sitzen ist wahrlich allein die erkenntnis, dass es so ist, wie es ist eine nicht geplante. was nichts an der gewaltenverteilung ändert, da können andere möchtegernkasperln austrokanadischen zuschnitts oder auch braunblaue zahntechniker daherkommen wie sie wollen.

0 0

Re: Die Banken sind das Krebsgeschwür der Gesellschaft

Das ist der Vorteil der unabhängigen Nationalbanken. "Wenn ich die Währung eines Landes in der Hand habe, interessiert es mich nicht mehr wer die Gesetze macht."

Es gibt nur noch wenige Staaten, die eine staatliche Nationalbank haben. Das sind alles Schurkenstaaten. U.a. vorher Irak, Libyen etc.

Antworten Antworten Gast: Wertschöpfer
24.10.2012 02:17
0 0

Re: Re: Die Banken sind das Krebsgeschwür der Gesellschaft

Irak, Libyen - hat es schon Kriege gegeben.
Daher wohl kaum diese Länder mehr.
Eher noch Venezuela und Nordkorea - eventuell haben diese noch Zentralbanken, die man einem Staat(svolk) zuordnen kann.

Wer die Geldschöpfung inne hat, hat die Macht über das Geld in einer Volkswirtschaft. Über die Steuerung der Geldmenge kann man Krisen schaffen, die dank Politikergesetze wieder Geld und Vermögen nach oben umverteilen. Die Regierungspolitiker erlauben alles ja immer mit Gesetzen.


Wenn man immer das Gegenteil tut, von dem was Nowotny für gut/richtig hält...

Bitte selber mal ausprobieren, Sie werden verblüfft sein.

Gast: trader1
23.10.2012 17:22
1 0

erpresser diese banker ?

claudia schmied ? ehemals vorstand der kommunalkredit, davor sekretärin im BSA und jetzige unterrichtsministerin ...

der verzetnitsch, der hundsdorfer, der kaske, der elsner ?.. alles brave gewerkschafter, gelernte köche, aufsichträte und vorstände der bawag ..

der molterer ?, früher bauernbundbeamter und jetzt "grosser banker" in der EIB .
.. und nicht zu vergessen die ehemaligen ministersekretäre mit ihren handys in dennen noch immer die handynummern der minister an erster stelle eingespeichert sind ....

die leute lassen sich nur mehr beschränkt für dumm verkaufen ... und wenn die politik sich dauernd ins bankgeschäft reinmischt und günstlinge auf posten setzt, für die die keinerlei fachwissen haben, dann hat sie natürlich auch den schaden zu verantworten ......

Gast: Schläfer des Mafiaparagrafen
23.10.2012 17:20
1 0

Österreich noch immer von Banken erpressbar

Und warum wird da unsere Cobra
nicht sofort in Marsch gesetzt?

0 0

Lesenswerter Artikel !


[...] «Banken sind global im Leben, aber national im Sterben», sagte Mervyn King, Vorsitzender der Bank of England, Anfang 2009. Für einige Länder war die Bürde zu gross. Die Teilverstaatlichung des heimischen Bankensektors hat die Staatsfinanzen Islands ruiniert, Grossbritanniens und Irlands Schulden wurden bedrohlich aufgebläht. «Die Schweiz entging im Oktober 2008, als die UBS am Abgrund stand, nur knapp einer Katastrophe», sagt Harvard-Professor Ferguson. [...]

http://www.private.ch/de/medienpreis/pdf/11/dittli1.pdf

Gast: Beidhändig Money destra...
23.10.2012 16:21
0 0

...Money sinistra

Unsere Politiker haben sich mit der vor seinen Wählern verheimlichten jahrzehntelangen
Spendenkassiererei von den Bankstern erpressbar gemacht. Sie sind die eigentlichen Hauptschuldigen.
Und damit sind ihnen alle legalen Wege zum zurückrudern einer wirklich anständigen Regelung zum Wohle eines gesunden monetärem Staatswesen versperrt.

Gast: PÖHSE
23.10.2012 15:47
1 0

..noch immer von Banken erpressbar...



Na, Gott sei Lob und Dank !

Man stelle sich vor, Politik orientierte sich am Wohl der Mehrheit der Bürger !

Horribile dictu !

Gast: GAST763eghdf78
23.10.2012 15:46
0 0

Beamtenterror

FMA und Konsorten

Hobbyökonom