Der steirische Fleisch- und Wurstproduzent Schirnhofer will mit eigenen Filialen die Abhängigkeit vom Lebensmittelhandel reduzieren. In den nächsten drei bis fünf Jahren sollen 50 Geschäfte in Wien, Niederösterreich, Steiermark, Burgenland und Oberösterreich eröffnet werden. Das Investitionsvolumen soll sich auf 10 bis 15 Mio. Euro belaufen. Man wolle alles "vom Frühstück über die Jause bis hin zum vollwertigen Menü" anbieten, sagte Schirnhofer-Geschäftsführer Christian Laschet zur APA. Die Expansion werde "zum wesentlichen Teil eigenfinanziert".
Die Zukunft der Kooperation mit der Supermarktkette Zielpunkt (Shop-in-Shop-Konzept ) sei hingegen offen. Der Vertrag läuft noch bis Ende 2015. Derzeit gibt es in 200 Zielpunkt-Märkten eine Schirnhofer-Theke. Bisher hatte der Wurstproduzent nur drei eigene Filialen aus historischen Gründen in der Steiermark betrieben. In Wien hat Schirnhofer diese Woche in der U-Bahnstation Hütteldorferstraße die erste Filiale eröffnet. Es gibt neben steirischen Fleisch- und Wurstwaren auch Snacks, Backwaren und Kaffee.
Erste Filiale in Wiener U-Bahnstation eröffnet
Künftig sollen in größeren Filialen auch Mittagsmenüs angeboten werden, erklärte der Schirnhofer-Geschäftsführer. Der Feinkosthersteller will mit den eigenen Filialen auf zwei Trends reagieren: Der Fleischkonsum soll bis 2020 in Österreich deutlich zurückgehen. Gleichzeitig wird der Außer-Haus-Verzehr von Speisen weiter steigen.
Der Wurstproduzent sucht derzeit Geschäftslokale mit 60 bis 150 Quadratmetern in frequenzstarken Lagen. "Wir wollen in den Ballungsräumen im Osten Österreichs prominent vertreten sein", betonte Laschet. Heuer sollen noch mehre Verträge mit Vermietern abgeschlossen werden. Der "Roll-Out" sei für 2013 vorgesehen.
Die Schirnhofer Familien Holding gehört zu den größten Fleisch-und Wurstwarenerzeugern Österreichs. Im vergangenen Jahr wurde mit 1900 Mitarbeitern ein Umsatz von 195 Millionen Euro erzielt. Zur Holding gehören sowohl die Schirnhofer-Betriebe (Produktion, Filialen und Schlachthof) als auch die Firmen Aibler, Blasko und Weiss.
(APA)
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