Das Tauziehen um die neuen Gehaltsabschlüsse für über eine halbe Million Beschäftigte im Handel geht in die erste Runde. Die Gewerkschaft GPA-djp steigt mit der Forderung nach einer kräftigen Gehaltserhöhung und der sechsten Urlaubswoche in den Ring. Außerdem fordern die Arbeitnehmervertreter die Übernahme der Internatsberufsschulkosten für Lehrlinge sowie Zulagen für Angestellte in Lager und Logistik. Die Arbeitgeber wollen einen flexibleren Kollektivvertrag - vor allem puncto Samstagsarbeit und der Ausbezahlung von Resturlauben.
Manfred Wolf, Wirtschaftsbereichssekretär Handel in der GPA-djp und einer der beiden Verhandler auf Arbeitnehmerseite, kündigte im Morgenjournal-Interview des Ö1-Radio einen harten Kampf an. Es gebe genug zu verteilen, denn die Händler hätten gute Geschäfte gemacht. Die Forderung für die Gehaltserhöhungen werde weit über der Inflationsrate von 2,7 Prozent liegen. Das hatte Wolf auch schon im Presse.com-Interview vor einigen Tagen angekündigt. Der von den Arbeitgebern und angeblich auch von vielen Mitarbeiter immer wieder geforderten Urlaubsauszahlung erteilte er eine Abfuhr. Gesprächsbereiter zeigte sich der Gewerkschafter bei der Aufweichung der Schwarz-Weiß-Regelung der Samstagsarbeit. Dort können er sich einen weiteren Rahmen durchaus vorstellen.
Neben Wolf besteht das Verhandlungsteam wie im Vorjahr auf Gewerkschaftsseite aus dem Vorsitzenden des Wirtschaftsbereichs Handel in der GPA-djp, Franz Georg Brantner. Für die Arbeitgeber steigen Peter Buchmüller, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Salzburg, und Rene Tritscher, bundesweiter Geschäftsführer der Sparte Handel, in den Ring.Zuletzt hatte die Maschinen- und Metallwarenindustrie mit einem Lohnplus von 3,0 bis 3,4 Prozent abgeschlossen - bei einer aktuellen Inflationsrate von 2,7 Prozent. Traditionell schließt der Handel darunter ab.
(APA)

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