Es gibt kaum noch reales Wachstum in Österreichs Einzelhandel, die Umsätze stagnieren. Der Einzelhandel wächst nur mehr mit der Inflation, heuer um nominell 2,5 Prozent. Nach einem Umsatzminus von 2010 auf 2011 um real 0,8 Prozent wird für heuer das marginale Plus von real 0,2 Prozent erwartet, teilte der Standortberater Regioplan mit. Seit 2007 schwanken die realen Umsatzveränderungen zischen plus 1,0 und minus 0,8 Prozent.
Zudem konkurriert der Einzelhandel verstärkt mit Leistungen wie Bildung und Urlaub, die nicht in der Branche angeboten werden. "Spürt der Konsument, dass ihm weniger Geld für den Konsum bleibt, dann neigt er dazu, weniger auszugeben oder das Geld für Dinge aufzuwenden, die aus seiner Sicht mehr Sinn machen", so Michael Oberweger, Regioplan-Consulter. Das seien beispielsweise Ausgaben für Urlaube, Städtereisen, Wellness oder Bildung.
Hohe Konzentration
Die Baumarkt- und Lebensmittelbranche verzeichnete von 2010 auf 2011 mit plus 2,9 bzw. plus 2,8 Prozent nominell die stärksten Steigerungen. Nominelle Umsatzrückgänge von jeweils 1,5 Prozent gab es laut Regioplan im Sportartikel- und Schuheinzelhandel. Auch der Bekleidungshandel verbuchte real ein Minus.
In der Bekleidung gibt es nach Branchen gesehen die niedrigste Konzentration gemessen an den Marktanteilen der Top fünf. Während sich mit H&M, C&A und Co. die großen Fünf nur 35 Prozent des Marktkuchens untereinander aufteilen, sind es im Lebensmittelhandel mit Markführer Rewe 91 Prozent. Kaum weniger Marktanteile haben die Top-5-Player im Drogerie - und Parfümeriehandel, im Sporthandel und bei den Baumärkten. Nur
(APA)
WirtschaftswachstumDas Plus und Minus der EU-Länder im ersten Quartal
KreativDie Welt der Werbung
Cash-KaiserDiese Firmen horten am meisten Bargeld
''Plagiarius''Dreisteste Fälschungen ausgezeichnet

