24.05.2013 01:53 Merkliste 0

100 Jobs betroffen: ÖBB-Cargo schließt 41 Verladestellen

30.10.2012 | 20:18 |   (DiePresse.com)

Die ÖBB-Gütersparte wird restrukturiert. Die Verladestellen werden bis Ende März von 461 auf 420 reduziert. Am stärksten ist das Burgenland betroffen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der Aufsichtsrat der ÖBB-Gütersparte Rail Cargo Austria (RCA) hat heute ein weiteres Restrukturierungsprogramm beschlossen. Bis Jahresende werden 100 Mitarbeiter abgebaut. Aufgrund einer durchgeführten Analyse werden insgesamt 41 Verladestellen spätestens bis Ende März nicht mehr bedient. Die Bedienstellen werden damit von 461 auf 420 reduziert.

Bei allen betroffenen Bedienstellen bleibe die Infrastruktur erhalten, eine Folgenutzung z.B. durch regionale Initiativen ist somit möglich, so die ÖBB in einer Aussendung. Auch die RCA könnte bei Mengensteigerungen die Bedienstellen wieder anfahren. Weitere Schließungen seien nicht vorgesehen. Die Verlagerung von Lkw auf die Straße durch diese "Bedienstellenrasteroptimierung" betrage für ganz Österreich rund 94 Lkw pro Tag, so die ÖBB.

100 Jobs betroffen

Bis Ende 2012 werden rund 100 Mitarbeiter abgebaut, vorwiegend durch Kündigungen. Davon betroffen sind 10 Leasingmitarbeiter, 20 haben das Unternehmen auf eigenen Wunsch bereits verlassen, die restlichen 70 werden in den nächsten Tagen im Frühwarnsystem des AMS angemeldet. Mit dem Betriebsrat sei ein Abfertigungsmodell entwickelt worden.

Diese Verladestellen werden geschlossen:

  • Geschlossen werden fünf von 41 Bedienstellen in Kärnten, nämlich St. Paul, Bleiburg, Weitzelsdorf, Feistritz/Rosental und Kötschach Mauthen.

  • In der Steiermark sperren sechs von 62 zu, nämlich Eisenerz, Friedberg, Großreifling, Hieflau, Weissenbach-St. Gallen und Rohrbach-Vorau.

  • In Oberösterreich sind es sechs von 78, und zwar Ottensheim, Kefermarkt, Freistadt, Summerau, Windischgarsten und Kleinreifling.

  • In Niederösterreich werden sieben von 146 zugesperrt: Sitzenberg-Reidling, Hausleiten, Aschbach, Haag, St. Peter-Seitenstetten, Fels und Wagram-Grafenegg.

  • Im Burgenland sind es 10 von 14, nämlich Gattendorf, Kittsee, Pama, Zurndorf, Markt St. Martin, Oberloisdorf, Oberpullendorf, Raiding-Lackendorf, Oberwart und Altpinkafeld.

  • In Tirol sind es vier von 37: Gießenbach, Scharnitz, Steinach in Tirol und Matrei.

  • In Wien werden drei von 26 geschlossen: Hernals, Ottakring und Franz Josefsbahnhof - Frachtgut.

 

Weniger Lkw auf Schiene

Bei der Rollenden Landstraße (Rola) werden wegen Nachfragerückgangs "in Folge der Aufhebung des sektoralen Fahrverbots durch den EuGH und die schwere Wirtschaftskrise in Italien und Südosteuropa" statt bisher sechs zukünftig vier tägliche Relationen angeboten.

Auf der Brennerachse wird die Verbindung von Regensburg nach Trento ab Fahrplanwechsel mit täglich 3 Zugpaaren nicht mehr bedient. Zudem werden die zwei Zugpaare der Strecke von Wels nach Szeged in Ungarn ebenfalls eingestellt. Insgesamt stehen somit ab Fahrplanwechsel mit den Verbindungen Wörgl - Trento, Wörgl - Brennersee, Wels - Maribor und Salzburg - Triest weiterhin vier Relationen zur Verfügung.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

6 Kommentare

unverständlich

Letzten Sonntag kam ich u.a. durch Rohrbach-Vorau und dort stapelten sich die vollen Holzwagen. Ganz offensichtlich gibts dort also Kundschaft.

umstellen

die RCA muss neue Angebote schaffen und nicht mit Leistungen aus dem letzten Jahrtausend arbeiten

Gast: Selfmade Man
31.10.2012 13:16
0 0

unfassbar ....

dass im jahr 2012 in der westlichen welt noch immer planwirtschaftler logistig betreiben ..... äh .... wollen !! zusperren den kompletten *steuergeldvernichter komiker- laden u. das geld besser zur schuldenreduzierung verwenden !!! *von "onkel hans" abgekupfert,weil man's treffender nicht beschreiben könnte !!

Gast: wissenderr
30.10.2012 21:41
0 0

die

alten ladestellen konnten nicht wirtschaftlich arbeiten - meiner meinung auch da die logistik noch nicht vollkommen gereift war..
meine prognose: logistikschnittstellen zwischen zug und lokalem endverkehr werden ab 2019 ganz massiv in mode kommen....
da meiner meinung nach der gesamte transportweg aufgrund der fossilen treibstoffpreise nur integrativ bewältigt werden kann - ein wachsender wirtschaftszweig!

Gast: caz
30.10.2012 21:02
1 0

Wettbewerbsfaktor- Auf Wiedersehen

Mit dem scheibchenweise Abbauen der Infrastruktur wird nun der letzte Vorteil des Standortes Österreich im globalen Wettbewerb Schritt für Schritt demontiert. Die asiatische Konkurrenz lacht sich schon ins Fäustchen, über europäische Unternehmen die sich aufgrund des kurzfristigen Pofits, langfristig selbst die Geschäftsgrundlage abgraben

Gast: Onkel Hans
30.10.2012 20:40
1 0

Wenn die steuergeldvernichtenden Komiker noch mehr Cargo in Ungarn oder sonst wo zukaufen ...


... könnten sie noch mehr schließen! LOL

Hobbyökonom