Die üblicherweise stärkeren Sommermonate und erste Früchte des harten Sparprogramms haben der AUA (Austrian Airlines) für die ersten neun Monate 2012 die ersten schwarzen Zahlen seit fünf Jahren gebracht. Im Gesamtjahr 2012 wird allerdings weiter ein Betriebsverlust erwartet.
Wie die österreichische Lufthansa-Tochter am Mittwoch mitteilte, lag im 3. Quartal das bereinigte operative Ergebnis mit 61,1 Millionen Euro fast doppelt so hoch wie im 3. Quartal des Vorjahres (31,6 Millionen Euro). Grund dafür waren nach AUA-Angaben volle Flieger über den Sommer und die Kostenbremsen.
Auch von Jänner bis September blieb bereinigt ein kleiner operativer Gewinn von 5,9 Millionen Euro über, nach einem Betriebsverlust von 31,5 Millionen. Euro im Vorjahreszeitraum.
Vorstand: "Echter Turnaround" kommt 2013
Im ersten Halbjahr hat die AUA dank eines bilanziellen Sondereffekts in dreistelliger Millionenhöhe (Umstellung im Pensionssystem nach dem Betriebsübergang von Austrian auf Tyrolean) schon schwarz bilanziert. Unter Einbeziehung dieser Sondereffekte (also unbereinigt) lag der Betriebsgewinn nach neun Monaten bei 73 Millionen Euro. Mitsamt dieser Sondereffekte wird die AUA deshalb auch im Gesamtjahr 2012 operativ positiv sein, unter Abzug der Sondereffekte noch nicht.
Der "echte Turnaround" ist vom Vorstand weiter für 2013 angepeilt. Den Umsatz hat die AUA in den ersten Monaten um 6,4 Prozent auf 1,648 Milliarden Euro angehoben. Die Passagierzahlen legten bis dahin nur um 2,1 Prozent zu.
Lufthansa kündigt neue Sparrunde an
Die AUA-Mutter Lufthansa muss nach Aussagen von Konzernchef Christoph Franz den derzeitigen Sparkurs noch verschärfen, um über die Runden zu kommen. "Lufthansa ist auf dem richtigen Weg, aber wir sind noch nicht da angekommen, wo wir stehen wollen", sagte er am Mittwoch laut Redetext.
Die AUA sieht sich davon "nicht direkt betroffen", wie deren Chef Jaan Albrecht am Mittwoch in einer Telefonkonferenz sagte. Dank des bereits eingeleiteten Sparprogramms "sind wir mit Nicht-Nachbesetzungen schon gut unterwegs". Natürlich beteilige man sich - "wie jedes andere Unternehmen der Gruppe" - an den diversen Arbeitsgruppen. Aber "ein Abbau der Mitarbeiter ist bei uns nicht der Fall", versicherte der AUA-Vorstand.
(APA)
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