Bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die über 500.000 Handelsangestellten ist es in der zweiten Gesprächsrunde zu keiner Einigung gekommen. Die Arbeitgeber haben eine Anhebung des Mindestlohnes von 1350 auf 1400 Euro angeboten, allerdings spießt es sich noch bei den Gehaltsvorstellungen für Mitarbeiter, die etwas besser verdienen.
Der Chefverhandler auf Arbeitgeberseite, Peter Buchmüller, zeigte sich nach den rund sechsstündigen Verhandlungen enttäuscht, schließlich habe man ein "Top-Angebot" gelegt und sei der Gewerkschaftsforderung nach einer deutlichen Anhebung der untersten Einkommen weit entgegen gekommen. Die Anhebung des Mindestlohnes entspricht einem Lohnplus von 3,7 Prozent bei einer aktuellen Inflationsrate von 2,7 Prozent. Weiters sei es nach wie vor die Zielsetzung der Arbeitgeber, durch die von ihnen vorgeschlagene Abflachung der Einkommenskurve einen Beitrag zu einer gerechten Verteilung des Lebenseinkommens der Beschäftigten im Handel zu erreichen, fügte Buchmüller hinzu.
Manfred Wolf, Chefverhandler der Arbeitnehmer, betonte im Gespräch mit der APA dass es um eine Gesamtlösung gehe und man sich nicht von einem Lockangebot ködern lasse. Beide Seiten seien bei den Vorstellungen noch weit auseinander. In den nächsten 14 Tagen werde man ein Stimmungsbild einholen. Sollte es bei der dritten Verhandlungsrunde am 13. November keine Einigung geben , werde sich die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) entsprechende Schritte überlegen.
(APA)
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