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3,7 Prozent mehr Gehalt für Handelsangestellte zu wenig

31.10.2012 | 16:47 |   (DiePresse.com)

Die Arbeitgeber haben eine deutliche Anhebung des Mindestlohnes angeboten. Die Arbeitnehmer sprechen von einem Lockangebot.

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Bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die über 500.000 Handelsangestellten ist es in der zweiten Gesprächsrunde zu keiner Einigung gekommen. Die Arbeitgeber haben eine Anhebung des Mindestlohnes von 1350 auf 1400 Euro angeboten, allerdings spießt es sich noch bei den Gehaltsvorstellungen für Mitarbeiter, die etwas besser verdienen.

Der Chefverhandler auf Arbeitgeberseite, Peter Buchmüller, zeigte sich nach den rund sechsstündigen Verhandlungen enttäuscht, schließlich habe man ein "Top-Angebot" gelegt und sei der Gewerkschaftsforderung nach einer deutlichen Anhebung der untersten Einkommen weit entgegen gekommen. Die Anhebung des Mindestlohnes entspricht einem Lohnplus von 3,7 Prozent bei einer aktuellen Inflationsrate von 2,7 Prozent. Weiters sei es nach wie vor die Zielsetzung der Arbeitgeber, durch die von ihnen vorgeschlagene Abflachung der Einkommenskurve einen Beitrag zu einer gerechten Verteilung des Lebenseinkommens der Beschäftigten im Handel zu erreichen, fügte Buchmüller hinzu.

Manfred Wolf, Chefverhandler der Arbeitnehmer, betonte im Gespräch mit der APA dass es um eine Gesamtlösung gehe und man sich nicht von einem Lockangebot ködern lasse. Beide Seiten seien bei den Vorstellungen noch weit auseinander. In den nächsten 14 Tagen werde man ein Stimmungsbild einholen. Sollte es bei der dritten Verhandlungsrunde am 13. November keine Einigung geben , werde sich die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) entsprechende Schritte überlegen.

(APA)

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10 Kommentare

Die Sache mit den Gehältern

ist doch ganz einfach zu regeln:
Alle Gehälter werden an die der Führungskräfte angepasst. Deren Gehaltssteigerungen werden 1:1 umgesetzt plus der ihnen gewährten Aktienpakete und Bonuszahlungen.

Hätte zwei Effekte:
1.) Würden die Gehälter der Führungskräfte weniger steigen.
2.) Die vom Betrieb erwirtschafteten Gewinnen würden gerechter verteilt!

Und nebenbei würde die Kaufkraft der Bürger gestärkt!

Wie kann sich das unsere Wirtschaft ohne Prrsonalabbau leisten?

Der Mindestgehalt gehört sogar nach unten revidiert, Leistungsgehälter eingeführt bzw der MA am Gewinn beteiligt werden!

Antworten Gast: Be-obachter
01.11.2012 11:05
0 1

Re: Wie kann sich das unsere Wirtschaft ohne Prrsonalabbau leisten?

Dann sollen's eben Personal abbauen - gibt ja eh die Arbeitslosenunterstützung + Mindestsicherung, muss also niemand verhungern.

Ach ja - und nach Arbeitskräften aus dem Ausland brauchens dann auch nicht mehr rufen, da ja nicht mehr soviel Personal vonnöten ist.

Ein Unternehmen, dass sich eine vernünftige Bezahlung seiner Arbeitskräfte nicht leisten kann, hat sein Existenzrecht verwirkt.

Gast: Klaus
01.11.2012 08:26
0 1

wie bitte?

6 Stunden verhandeln? Was gibt's da so lange zu reden?
Aber bei den Grosskopferten ist das immer anders.

Gast: Verharschter
01.11.2012 06:02
2 0

rechnte selbst mit:


Miete: € 600,--
Strom, Gas, Heizung,Wasser: 200,--
Hausmeister und BK: 150,--
Monatskarte: 35,--
Essen: 200,--
Kleidung, Hygiene, Körperpflege: 30,--
Versicherung, Vorsorge, Selbstbehalte: 50,--
Feste (Weihnacht, Ostern, Geburtstage): …..
Kindergarten, Hort, Schule…….

Nettoverdienst: 1.080 ?

Arbeiten nur um zu überleben und um Schulden anzuhäufen?

http://kurier.at/karrieren/berufsleben/4480988-bekenntnis-zum-miesen-gehalt.php

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/686434/Wo-der-Lohn-am-meisten-wert-ist?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do


Antworten Gast: John Smith
01.11.2012 18:39
0 0

Re: rechnte selbst mit:

In Deinem Nic ist ein "h" zuviel.
Oder hast Du vor 25 bis 30 Jahren wirklich an den SPÖ Spruch geglaubt - jeder bekommt das gleiche - hättest halt in der Pause 1 2 3 4 Zigaretten weniger geraucht - dann würdest heute vielleicht ein wenig besser da stehen. Und die angehäuften Schulden werden Dir eh erlassen.

Antworten Antworten Gast: Verharschter
01.11.2012 20:06
0 0

Re: Re: rechnte selbst mit:


Habe doch gerade vorgerechnet dass das Rauchen nicht einmal "drinnen" ist!
Und wie lauten Ihre Weisheiten überhaupt für Nichtraucher: "Wos brauchst im Winter worme Socken? Geh mit da Bodehosen".
Prolet!

Antworten Gast: Be-obachter
01.11.2012 11:10
2 0

Re: rechnte selbst mit:

Ganz richtig!
Wir kommen gehaltstechnisch wieder zurück in die Nachkriegszeit.

Siehe auch Songtext von Tennessee Ernie Ford aus den 50ern:

I was born one mornin' when the sun didn't shine
I picked up my shovel and I walked to the mine
I loaded sixteen tons of number nine coal
And the straw boss said "Well, a-bless my soul"

You load sixteen tons, what do you get
Another day older and deeper in debt
Saint Peter don't you call me 'cause I can't go
I owe my soul to the company store

Antworten Antworten Gast: Verharschter
01.11.2012 17:36
0 0

Re: Re: rechnet selbst mit:


Das Phänomen 16 tons of coal gehört sozialpolitisch aufgearbeitet. Zu jedem Kaas geben Experten, Ideologen und Clowns ihren Senf ab – bei diesem Thema schweigen sie. Wie soll sich ein arbeitender und etablierter Mensch verhalten, dessen Einkünfte sein Grundbedürfnis nicht abdecken. (Ich meine hier nicht Obdachlose, Asoziale und Entlassene). Jemand der in einer Bäckerei oder in einem Baumarkt mit lachhaften Einkommen seinen minimalen Lebensunterhalt nicht abdecken kann (Siehe Kostenaufstellung oben). Soll dieser
1.) von der Brücke springen
2.) einen Banküberfall planen
3.) Kündigen und beim Sozialamt anstellen
4.) Selbstjustiz ergreifen
5.) Mit einer politischen „Handlung“ in die Geschichte eingehen
6.) Einfach weiterhackeln bis die Bank den Überziehungsrahmen sperrt um danach 1 – 5 zu wählen?

Gast: socJustice
31.10.2012 18:18
4 1

Sozial gerecht wäre: die Inflation als nachhaltige Umverteilung aller Gehälter.

. . . Massstab wäre das durchschnittliche Einkommen aller Beschäftigen eines Betriebes. Dies würde dann die auseinanderklaffende Einkommensschere in den einzelnen Unternehmen verringern.

Hobbyökonom