Waldviertler-Chef: "Ich gehe notfalls ins Gefängnis"

Heini Staudinger denkt nicht daran, im Konflikt mit der FMA nachzugeben. Seinen Anlegern will er ab heuer Bilanzen vorlegen.

WaldviertlerChef gehe Verfassungsrichter notfalls
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WaldviertlerChef gehe Verfassungsrichter notfalls
(c) Die Presse (Matthias Auer)

Der Konflikt des Waldviertler Schuhherstellers Heini Staudinger mit der Finanzmarktaufsicht (FMA) steuert auf eine Eskalation zu. Staudinger weigert sich, der Aufforderung der FMA Folge zu leisten und seinen privaten Kreditgebern drei Millionen Euro zurückzubezahlen. Wie berichtet hat der Schuhproduzent den Banken abgeschworen. Staudinger finanziert sein Unternehmen seit über zehn Jahren mit Privatkrediten. Die Kreditgeber, Freunde des Unternehmens und Kunden, erhalten von Staudinger Zinsen in Form von Warengutscheinen. Staudinger betreibe illegale, konzessionspflichtige Bankgeschäfte, sagt die FMA. Eine Strafe von 50.000 Euro steht im Raum.

"Dann gehe ich vor das Verfassungsgericht"

"Wenn die FMA mich straft, gehe ich vor das Verfassungsgericht", kündigt Staudinger im Gespräch mit der "Presse" an. Notfalls werde er "auch ins Gefängnis gehen". Das klärende Gespräch zu dem sich FMA und Staudinger gegenseitig eingeladen haben, steht damit unter keinem guten Stern.
 
Die FMA wirft dem Unternehmer vor, mit seiner Konstruktion den Anlegerschutz zu missachten. Staudinger will Spekulationen über den wirtschaftlichen Erfolg seines Unternehmens aus dem Weg räumen. Seit Ausbruch der Finanzkrise seien die Umsätze in die Höhe geschnellt. Das Unternehmen schreibe beständig schwarze Zahlen. Ein einziges Jahr in der Geschichte des Unternehmens habe er negativ bilanzieren müssen. Bisher mussten die Anleger seinem Wort trauen. Mehr als Umsatz und Gewinnaussicht, gab er nicht bekannt. Das werde sich nun ändern, sagt Staudinger. Ab dem heurigen Jahr bekommen alle Anleger die Bilanz mitgeliefert.

Das komplette Interview mit dem Schuhhersteller lesen Sie morgen in der "Presse".

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