Weihnachten: Österreicher geben 10 Euro weniger aus

Das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel ist bisher um ein Prozent zurückgegangen. Durchschnittlich geben die Österreicher 360 Euro aus.

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APA/HERBERT NEUBAUER

Das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel ist heuer bisher um ein Prozent zurückgegangen - ohne Berücksichtigung der Teuerungsrate von zuletzt 2,8 Prozent. Wie hoch das Minus unter Einberechnung der Inflationsrate war, konnte heute Donnerstag, der Einzelhandel vor Journalisten nicht beziffern. Im dritten Quartal lag der Umsatzanstieg nominell bei plus 0,4 Prozent, inflationsbereinigt gab es ein Minus von 1,7 Prozent. Für das Gesamtjahr geht der Handel von einem realen Umsatzrückgang aus.

360 Euro geben die Österreicher im Weihnachtsfieber pro Käufer aus - um zehn Euro weniger als im Vorjahr, inklusive Inflationsrate wären es rund 20 Euro weniger. Die Zahl der Konsumverweigerer liegt konstant bei rund zehn Prozent liegt. Stark im Zunehmen ist weiterhin der Einkauf über das Internet - rund ein Viertel der Konsumenten wird heuer auch online bestellen.

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Insgesamt betrachtet dürfen sich die Sportartikelhändler freuen, während es bei den Jüngsten so manche Tränen geben dürfte - den stärksten Rückgang verzeichnet der Einzelhandel beim Spielzeug.

"Trend zum Late-Shopper"

Der Handel setzt nun auf den "Trend zum Late-Shopper", so Spartenobfrau Bettina Lorentschitsch. Statistisch ist dieser aber nicht eindeutig. Zwar wird heuer mit einem Zuwachs gerechnet, im Vorjahr gab es aber gegenüber 2010 einen Rückgang. Dass die bereits angelaufenen Rabattaktionen ein Indikator für ein schwächeres Geschäft wären, relativiert Lorentschitsch. Dies müsse man von Branche zu Branche betrachten, so würde der Bekleidungshandel unter dem warmen Winter leiden, müsste aber seine Lager räumen, weil im Jänner die neue Ware kommt.

Positiv auf die Kauflaune wirkten sich die geringen Sparbuchzinsen aus, so Peter Voithofer, Direktor der KMU Forschung Austria. Einen direkten Einfluss der steigenden Arbeitslosenzahl - sie ist im November bundesweit um 6,7 Prozent gestiegen, insgesamt suchen 345.000 Personen Arbeit - auf das Weihnachtsgeschäft sieht er nicht.

(APA)

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