Weihnachtsgeschäft läuft nicht so gut

23.12.2012 | 17:37 |   (Die Presse)

Die Kaufleute sprechen von einer "durchwachsenen" Bilanz. Nur die großen Einkaufsstraßen und Einkaufszentren profitieren. In Salzburg sinken die Umsätze.

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Wien/Apa/Red. Die Bilanz des Weihnachtsgeschäfts und des vierten Einkaufssamstags fällt durchwachsen aus. Während die Händler in Wien, dem Burgenland, Vorarlberg und Kärnten von moderaten Umsatzzuwächsen berichten, rechnen die Kaufleute in Oberösterreich, der Steiermark und Tirol mit einem Geschäft etwa auf dem Niveau des Vorjahres. In Niederösterreich und Salzburg dürften die Einnahmen nicht an jene des Vorjahres heranreichen.

In Wien profitierten vor allem die großen Einkaufsstraßen und Einkaufszentren. Dort seien am vierten Adventsamstag laut Angaben der Wirtschaftskammer 800.000 Menschen unterwegs gewesen. Im Donauzentrum, im Huma-Einkaufspark und im Shoppingcenter beim Westbahnhof rechnet man mit einem leichten Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr. In Burgenlands Einkaufszentren waren am letzten Samstag vor Weihnachten etwas weniger Kunden unterwegs – so war dieser Tag im Einkaufszentrum Oberwart und im Designer-Outlet-Center Parndorf etwas schwächer als der 8.Dezember.

 

Salzburger geben weniger aus

Die Salzburger dürften für Weihnachten nicht ganz so viel Geld ausgeben wie im vorangegangenen Jahr. Trotzdem zieht der Handel eine positive Bilanz. „Wir befinden uns auf hohem Niveau und sind durchwegs zufrieden“, sagte Johann-Peter Höflmaier, Geschäftsführer der Sparte Handel der Salzburger Wirtschaftskammer. Unter dem Strich werde es aber ein leichtes Minus gegenüber 2012 geben.

Auch in Niederösterreich erwartet die Wirtschaftskammer ein leichtes Umsatzminus gegenüber dem Vorjahr. In Vorarlberg und Kärnten profitierte der Handel von Kunden aus dem Ausland.

In Tirol habe es am letzten Einkaufssamstag einen Umsatz wie 2011 gegeben, sagt Alois Schellhorn von der dortigen Wirtschaftskammer. „Sehr begehrt“ seien Gutscheine gewesen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.12.2012)

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3 Kommentare

Der Schärdinger

Die so abgehobene Wirtschaft wird oder muss eben begreifen, dass jene Arbeitsplätze die ausgelagert wurden, die sinkenden Löhne, Rentenanpassungen usw. bei uns in A nicht einkaufen gehen.
Wird noch weniger werden in den nächsten Jahren.
So schauts aus..............

Fieberkurve Weihnachtsgeschäft

Bei den massiv gestiegenen Lebenserhaltungskosten bei kaum gestiegenen Gehältern, Jobarmut und Zukunftsunsicherheit ist schon verwunderlich, dass der Markt zu Weihnachten nicht noch stärker eingebrochen ist.
Aber vielleicht kommen immer mehr Menschen drauf, dass "Shoppen" nicht alles ist. Weihnachten war einmal das Fest der familiären Freude und Beisinnlichkeit - nicht der Fieberkurven.

Re: Fieberkurve Weihnachtsgeschäft

Die Gehälter sind schon gestiegen, aber "der sozialen Gerechtigkeit sei Dank", knappste sich "Vater Staat" auch gleich wieder ordentlich was ab davon. Von den gestiegen Betriebskosten, Heizkosten etc (alles in Vater Staats Hand) nicht zu Reden.

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